Sprache ist eine, nur Menschen vorbehaltene, Ausdrucksform, daß sich von allen anderen Verständigungsmöglichkeiten (Tiersprachen, künstliche Programmiersprachen) durch ihre Kreativität und Fähigkeit zur begrifflicher Abstraktion unterscheidet. Sie dient dem Austausch von Gedanken, Vorstellungen und Informationen. Sie ermöglicht das Erfassen und Verstehen der Welt und die Herausbildung der individuellen Identität, so wie die Aufnahe und Mitteilung wichtiger Erfahrungen. Die Erforschung des Spracherwerbs fing mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts an und wurde in den vierziger Jahren intensiviert. Die Untersuchungen haben ergeben, daß menschliche Sprache ein sehr komplexes Zeichensystem ist. Ihr Erwerb verläuft nicht durch Erlernen einzelner Vokabeln und Sätze, sondern ganzer Strukturen. Heute konzentriert sich die Forschung auf zwei Bereiche: auf der Untersuchung der natürlichen Erstsprachigkeit (Kindersprache) und der gesteuerten Zweit- oder Mehrsprachigkeit ( v. a. Entwicklung von Lehrverfahren).
In der vorliegenden Arbeit möchten wir uns mit dem Erwerb des Deutschen als Zweitsprache befassen. Nach dem Überblick über die Forschungslage und die Hypothesen der Zweitsprachenerwerbsforschung werden wir auf die Situation des Zweitsprachenunterrichts in Deutschland näher eingehen (Unterricht für unterschiedliche Altersgruppen). Mit praktischen Hinweisen versuchen wir einen Verlauf der Unterrichtsstunde zu gestalten. Anschließend stellen wir Ausbildungsmöglichkeiten im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache dar. Zum Schluss befassen wir uns anhand einiger Beispiele mit der Lage des Zweitsprachenunterrichts Deutsch für Kinder und Jugendliche in Hannover.
Inhaltsverzeichnis
Einführung
I. Theoretische Grundlagen
1. Forschungslage der Zweitsprachenerwerbsforschung
1. 1. Die wichtigsten Hypothesen der Zweitsprachenerwerbsforschung
1. 1. 1. Die Kontrastivhypothese
1. 1. 2.. Die Identitätshypothese
1. 1. 3. Die Interlanguale- Hypothese
2. Deutsch als Zweitsprache
3. Die Entwicklung des Zweitsprachenunterrichts Deutsch
3. 1. Der Erwachsenenunterricht
3. 2. Zweitsprachenunterricht Deutsch für Kinder und Jugendliche
4. Lehrerausbildung im Fach Deutsch als Fremdsprache
II. Praktische Beispiele für den Unterricht in Deutsch als Zweitsprache
1. Didaktisch- methodische Aspekte für den Unterricht mit Sprachanfängern in Deutsch als Zweitsprache
2.Didaktitisch - methodische Aspekte für den Unterricht mit Erwachsenen in Deutsch als Zweitsprache
3. Situation des Zweitsprachenunterrichts Deutsch in Hannover anhand einiger Beispiele
3. 1. Zweitsprachenunterricht Deutsch in der Grundschule
3. 2. Zweitsprachenunterricht für Jugendliche
Schlussbemerkung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Anforderungen des Zweitsprachenunterrichts Deutsch, insbesondere unter Berücksichtigung verschiedener Altersgruppen und der spezifischen Situation in Hannover.
- Grundlegende Hypothesen der Zweitsprachenerwerbsforschung.
- Entwicklung und Didaktik des Zweitsprachenunterrichts für Kinder und Erwachsene.
- Lehrerausbildung im Bereich Deutsch als Zweitsprache/Fremdsprache.
- Empirische Einblicke in den schulischen Zweitsprachenunterricht anhand von Fallbeispielen in Hannover.
Auszug aus dem Buch
1. Didaktisch - methodische Aspekte für den Unterricht mit Sprachanfängern in Deutsch als Zweitsprache
Bei den jetzt folgenden Ausführungen stütze ich mich auf den Text von Petra Hölscher mit dem Titel: „Didaktisch - methodische Aspekte für den Unterricht mit Sprachanfängern in Deutsch als Zweitsprache“. Petra Hölscher ist am Staatsinsitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung in München bzw. an der Akademie für Lehrerforbildung in Dillingen/Donau tätig.
Die Verfasserin diesen obengenannten Textes schlägt verschiedene Gesichtspunkte als konkrete Hinweise für die Gestaltung des Unterrichts für Lehrende in Deutsch als Zweitsprache. Festzuhalten ist jedoch, dass sie sich auf den Unterricht mit Sprachanfängern konzentriert. Sie setzt auch voraus, dass es sich um homogen Gruppen, die unterrichtet werden, handelt. Das heißt, dass die immer wieder in der Realität auftretende Situation, dass die Lehrerinnen und Lehrer heterogene Gruppen unterrichten, ausgeschlossen wird. Mit heterogenen Gruppen meine ich die Lernenden verschiedener Nationalitäten in einem Klassenverband.
Die hier zusammengestellten Gesichtspunkte sollen konkrete Hinweise für die Gestaltung des Unterrichts und Hilfestellung geben bei der Konzeption von Unterrichtsstunden. Die Verfasserin erhebt auch nicht den Einspruch der Allgemeingültigkeit und läßt einen freien Raum in der Umsetzung dieser didaktisch - methodischen Hinweise für den Deutsch als Zweitsprache Unterricht. Dem Lehrenden ist selbst überlassen im welchen Ausmaß er oder sie diese Hinweise wahrnimmt und für sich auch individuell verwenden möchte.
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Sprache als komplexes Zeichensystem und führt in die Thematik des Zweitsprachenerwerbs sowie die Zielsetzung der Arbeit ein.
I. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Forschungslage der Zweitsprachenerwerbsforschung, relevante Spracherwerbshypothesen sowie die Didaktik und Lehrerausbildung für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache.
II. Praktische Beispiele für den Unterricht in Deutsch als Zweitsprache: Der praktische Teil widmet sich didaktisch-methodischen Ansätzen für Sprachanfänger und Erwachsene sowie einer Analyse der Unterrichtssituation für Kinder und Jugendliche in Hannover.
Schlüsselwörter
Deutsch als Zweitsprache, Zweitsprachenerwerbsforschung, Kontrastivhypothese, Identitätshypothese, Interlanguale-Hypothese, Spracherwerb, Didaktik, Sprachvermittlung, Sprachförderung, Zweisprachigkeit, Unterrichtsgestaltung, Sprachanfänger, Erwachsenenbildung, Hannover.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen und didaktischen Prinzipien des Zweitsprachenunterrichts Deutsch sowie deren praktische Anwendung im schulischen Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind Spracherwerbshypothesen, die Differenzierung zwischen Erst- und Zweitsprache, Konzepte der Lehrerausbildung sowie didaktische Methoden für unterschiedliche Altersgruppen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den theoretischen Rahmen des Zweitsprachenerwerbs mit praktischen Beispielen und eigenen Beobachtungen aus dem Unterrichtsalltag in Hannover zu ergänzen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Praxisbeispiele verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus Literaturanalyse und einem empirischen Teil, der Unterrichtsbeobachtungen sowie Interviews mit Lehrkräften umfasst.
Was wird im theoretischen Hauptteil behandelt?
Behandelt werden die wichtigsten Hypothesen des Spracherwerbs (z. B. Kontrastiv- und Identitätshypothese), der Begriff Deutsch als Zweitsprache und die historische Entwicklung der Lehrerausbildung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Zweitsprachenerwerb, Didaktik, Interferenz, Sprachförderung und Unterrichtsmethodik charakterisieren.
Wie unterscheiden sich die Anforderungen im Unterricht für Kinder und Erwachsene?
Die Arbeit betont, dass bei Kindern die Integration und spielerische Sprachanbahnung im Vordergrund stehen, während bei Erwachsenen auf vorhandene lebensgeschichtliche Erfahrungen und Abstraktionsvermögen aufgebaut werden sollte.
Warum spielt die Einbeziehung der Muttersprache im Unterricht eine Rolle?
Die Einbeziehung der Muttersprache kann den Spracherwerb ökonomisieren und hilft dabei, Sprachbewusstsein sowie ein tieferes Verständnis für sprachliche Regeln aufzubauen.
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- Bozena Esskali (Author), 2002, Methodik und Didaktik des Zweitsprachenunterrichts Deutsch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22048