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Infotainment - Perspektive für das Fernsehen?

Titre: Infotainment - Perspektive für das Fernsehen?

Dossier / Travail , 2000 , 14 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Thomas Sauermann (Auteur)

Médias / Communication - Médias et Politique, Communication politique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Mit Beginn der Etablierung der privaten Fernsehsender in der
Bundesrepublik Deutschland wurde der Grundstein zu einer neuen
Fernsehkultur gesetzt, die in vielerlei Hinsicht an die amerikanische
anlehnt.
Neben der Inszenierung neuer reiner Unterhaltungsformate, die oftmals
nicht nur äußerlich an die amerikanischen Vorbilder erinnern, sondern
bisweilen auch deren Namen tragen, vollzog sich in zunehmendem Maße
eine Veränderung in der aktuellen Berichterstattung. Kritiker dieser
Entwicklung mögen in diesem Zusammenhang von einer völlig neuen
Nachrichtenlandschaft sprechen (wobei das „Neue“ oftmals negativ
bewertet wird), während Befürworter und Unentschlossene von einer
progressiven Weiterentwicklung der Berichterstattung sprechen.
Tatsächlich scheint es, als wäre die Einordnung der diversen
Fernsehformate auf allen Kanälen, in gewissem Maße auch der öffentlichrechtlichen, vor der Etablierung der frei marktwirtschaftlichen Fernsehlandschaft in Unterhaltung und reine Information bestimmter vorzunehmen gewesen.
Da sich private Sendeanstalten im Gegensatz zu ihrer öffentlichrechtlichen Konkurrenz ausschließlich aus Werbeeinnahmen finanzieren, die sich wiederum aus ihrer Akzeptanz beim Zuschauer errechnen, sprechen Befürworter von einer konsumenten-orientierten
Programmgestaltung.
[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung

Einleitung

1. Was ist Infotainment

2. Die Ursprünge des Infotainment

2.1 Kommerzielle Nachrichtensendungen in den siebziger und achtziger Jahren in den USA

2.2 Die Entwicklung der Nachrichtensendungen in der Bundesrepublik Deutschland

3. Die Problematik Infotainment, angewandte Techniken

4. Infotainment – Seine Auswirkungen, worin liegt die „Gefahr“?

5. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die Auswirkungen des Infotainment-Formats auf die aktuelle Berichterstattung im Fernsehen, wobei die mediale Entwicklung in den USA als Vorbild und der deutsche Fernsehmarkt als primäres Betrachtungsfeld dienen. Dabei wird kritisch hinterfragt, inwieweit Unterhaltungselemente die journalistische Qualität und die Funktion der Nachrichten als Informationsquelle beeinflussen.

  • Strukturelle Ursprünge des Infotainment in US-Nachrichtensendungen
  • Vergleich der Medienentwicklungen in den USA und Deutschland
  • Analyse angewandter Techniken zur emotionalen Zuschauerbindung
  • Kritische Bewertung der journalistischen Professionalität und Meinungsbildung
  • Risiken der Verschmelzung von Information und Unterhaltung

Auszug aus dem Buch

1. Was ist Infotainment?

Der Begriff Infotainment entstammt amerikanischen Ursprungs und setzt sich aus den Vokabeln Information und Entertainment zusammen. Der Information lege ich dabei alle sensorischen Aufnahmen jeglicher Art, Eindrücke und kommunikativen Elemente zugrunde, die einem Zugewinn an Wissen für das Individuum zuträglich sind. Dieser Zugewinn an Wissen bewegt sich in einem Raum, der unabhängig von Emotionen und Reaktionen auf diesen Zugewinn gelagert ist.

Unterhaltung umfaßt hingegen die Erregung von Gefühlen und Emotionen, denen sich der Rezipient bewußt und gerne aussetzt und ihn zudem durch die Erschaffung einer Dramaturgie an das Dargestellte bindet.

Obwohl die Definition der Information auch den unweigerlichen Zugewinn an Wissen durch Unterhaltungsprogramme beinhaltet, möchte ich sie im Zusammenhang der Definition des Infotainment auf den Zugewinn an Wissen über aktuelle Ereignisse beschränken.

Demnach verbindet Infotainment den Zugewinn an Wissen des Rezipienten über aktuelle Ereignisse mit den bewußt eingesetzten Mitteln der Kommunikatoren aus dem Bereich der Unterhaltung zur kontinuierlichen (emotionalen) Bindung an das Programm.

In dieser Kombination ist das fertige Produkt weder des Segments der reinen Information, noch der reinen Unterhaltung zuzuordnen. Es ist eine Mischform, welche Elemente beider Segmente in sich vereint und sich nur noch nach dem Grad der Gewichtung eher dem einen oder dem anderen zuordnen läßt.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorbemerkung: Die Autorin erläutert ihre Vorgehensweise, die auf einer Kombination aus vorhandener Literatur und praktischen Erfahrungen in der Fernsehbranche basiert.

Einleitung: Es wird die durch die private Konkurrenz bedingte Entwicklung zu einer neuen Fernsehkultur in Deutschland und die damit einhergehende Veränderung der Berichterstattung skizziert.

1. Was ist Infotainment: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Definition von Infotainment als Mischform aus Wissensvermittlung und emotionaler Unterhaltung.

2. Die Ursprünge des Infotainment: Die historische Entwicklung von Nachrichtensendungen in den USA und Deutschland wird beleuchtet, um Parallelen und Unterschiede in der Programmgestaltung aufzuzeigen.

3. Die Problematik Infotainment, angewandte Techniken: Es werden spezifische Methoden der Nachrichtenaufbereitung analysiert, die der Zuschauerbindung dienen, aber journalistische Prinzipien gefährden könnten.

4. Infotainment – Seine Auswirkungen, worin liegt die „Gefahr“?: Die Autorin diskutiert die subtile Beeinflussung der Meinungsbildung und die Angleichung öffentlich-rechtlicher Sender an private Konkurrenten.

5. Resümee: Die Arbeit schließt mit der Einschätzung, dass Infotainment eine erfolgreiche, aber potenziell problematische Vermarktungsstrategie in einem wettbewerbsintensiven Medienumfeld darstellt.

Schlüsselwörter

Infotainment, Fernsehen, Nachrichtensendungen, Journalismus, Einschaltquote, Information, Unterhaltung, Medienpolitik, Zuschauerbindung, Privatsender, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Berichterstattung, Kommerzialisierung, Meinungsbildung, Gatekeeper

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen Infotainment und dessen Auswirkungen auf Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen unter Berücksichtigung des amerikanischen Einflusses.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Kommerzialisierung des Rundfunks, die Veränderung der Nachrichtenselektion und die Techniken zur emotionalen Bindung des Publikums an das Programm.

Welches Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist es, zu klären, inwieweit Infotainment-Formate die Informationsqualität beeinflussen und ob die Grenze zwischen sachlicher Information und Unterhaltung zunehmend verwischt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie auf den praktischen Erfahrungen des Autors aus seiner Tätigkeit im Fernsehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Ursprünge in den USA, die Übertragung auf den deutschen Markt sowie die spezifischen Techniken, die Nachrichtensendungen „attraktiver“ für den Konsum machen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Infotainment, Quotenorientierung, journalistische Qualität, Zuschauerbindung und die Transformation des öffentlich-rechtlichen sowie privaten Programmauftrags.

Welche Rolle spielen US-amerikanische Vorbilder?

Die USA dienen als Ursprungsland des Infotainment, an dem sich die deutsche Entwicklung orientiert hat, wenngleich aufgrund des unterschiedlichen Mediensystems strukturelle Unterschiede bestehen.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Redakteurs?

Der Redakteur fungiert als „Gatekeeper“, der durch interne Regulierungen bestimmt, welche Ereignisse Nachrichtwert haben, wobei emotionale Kriterien heute oft über inhaltliche Relevanz gestellt werden.

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Résumé des informations

Titre
Infotainment - Perspektive für das Fernsehen?
Université
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut Berlin)
Cours
Die Stellung der Medien im politischen System der Bundesrepublik
Note
1,3
Auteur
Thomas Sauermann (Auteur)
Année de publication
2000
Pages
14
N° de catalogue
V2217
ISBN (ebook)
9783638113564
Langue
allemand
mots-clé
Medien Infotainment Mediensysteme Fernsehen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thomas Sauermann (Auteur), 2000, Infotainment - Perspektive für das Fernsehen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2217
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Extrait de  14  pages
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