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Die Bedeutung und Auswirkung des Ratings für den deutschen Mittelstand

Title: Die Bedeutung und Auswirkung des Ratings für den deutschen Mittelstand

Research Paper (undergraduate) , 2004 , 45 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kevin Seeck (Author)

Business economics - General
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Zitate wie beispielsweise „Das wichtige Thema Rating ist im Mittelstand noch immer angstbesetzt“, sowie „Neuere Unternehmensbefragungen bestätigen inzwischen, dass die Kreditwirtschaft bereits jetzt bei Krediten gegenüber dem Mittelstand zurückhaltend ist“, stehen stellvertretend für eine ganze Reihe ähnlicher Aussagen, die in der letzten Zeit häufig zu vernehmen waren. Darüber hinaus kam eine im Frühjahr 2002 durchgeführte Untersuchung der Haarmann Hemmelrath Management Consulting GmbH in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Merseburg zu dem Ergebnis, dass erst 59 Prozent der befragten Mittelstandsunternehmen von sich selbst behaupten, dass sie auf Ratings vorbereitet sind. Wohlgemerkt handelt es sich hier um eine Selbsteinschätzung und es kann vermutet werden, dass noch mehr Mittelständler nur unzureichend auf Ratings vorbereitet sind. Vor diesem Hintergrund werde ich mich in der folgenden Arbeit dem Thema Rating widmen. Ziel der Arbeit ist dabei, die Bedeutung des Ratings, das Ratingverfahren an sich und die Auswirkungen des Ratings für mittelständische Unternehmen aufzuzeigen. Dazu werde ich zunächst in Kapitel II die Begriffe Mittelstand und Rating definieren, historische Hintergründe aufzeigen und kurz auf die Unterscheidung zwischen internen und externen Ratings eingehen. Im weiteren Verlauf der Arbeit werde ich mich dabei, soweit nicht anders erwähnt und inhaltlich von Bedeutung, lediglich auf das bankinterne Kredit- Rating beziehen, da dieses in Zukunft die größte Bedeutung für den Mittelstand haben wird. Im Anschluss werde ich Aufbau und Ablauf des bankinternen Rating beschreiben sowie Möglichkeiten darlegen, wie sich ein Unternehmen optimal auf solch einen Ratingprozess vorbereiten kann. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in Kapitel 5, in welchem ich die Bedeutung und Auswirkungen des Ratings für die mittelständischen Unternehmen anhand von unterschiedlichen Aspekten darstellen werde. Zur Verdeutlichung der Zusammenhänge sollen Beispiele aus der Praxis, sowie Übersichten und Checklisten diese Arbeit nicht nur ergänzen, sondern auch zum besseren Verständnis beitragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Grundlagen und Hintergründe

2.1 Mittelstand und Bedeutung

2.1.1 Begriffsklärung

2.1.2 Bedeutung des Mittelstandes

2.1.3 Finanzierungsgewohnheiten und Rahmenbedingungen

2.2 Grundlagen und Hintergründe Rating

2.2.1 Basel II und die Folgen

2.2.2 Definition Rating

2.2.3 Ursprünge und Historie des Ratings

2.2.4 Internes vs. Externes Rating

3. Das bankinterne Rating für mittelständische Unternehmen

3.1 Allgemeines

3.2 Aufbau

3.3 Ablauf

4. Auswirkungen des bankinternen Ratings für mittelständische Unternehmen

4.1 Auswirkungen auf die klassische Kreditfinanzierung

4.1.1 Betriebskosten

4.1.2 Eigenkapitalkosten

4.1.3 Risikokosten – Trend zur Konditionenspreizung auch ohne Basel II

4.1.4 Schwindende Bedeutung der Sicherheiten für die Kreditentscheidung

4.1.5 Ausblick klassische Kreditfinanzierung

4.2 Auswirkungen auf andere Finanzierungsformen

4.3 Auswirkungen auf die Beziehung Kunde - Bank

4.4 Zwang zur Unternehmensoptimierung

4.4.1 Optimierung der quantitativen Faktoren

4.4.2 Optimierung der qualitativen Faktoren

4.4.3 Ausblick Unternehmensoptimierung

4.5 Auswirkungen auf die Finanzkommunikation im Nichtbankensektor

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die wachsende Relevanz von Ratingverfahren für mittelständische Unternehmen im Kontext der Einführung von Basel II. Ziel ist es, die Funktionsweise bankinterner Ratings sowie deren weitreichende Auswirkungen auf die Kreditfinanzierung, die Unternehmensführung und die Finanzkommunikation mittelständischer Betriebe zu analysieren.

  • Grundlagen des Mittelstandes und aktuelle Finanzierungsstrukturen
  • Aufbau und methodischer Ablauf bankinterner Ratingverfahren
  • Auswirkungen von Basel II auf Kreditkonditionen und Risikokosten
  • Notwendigkeit der Unternehmensoptimierung durch Controlling und Transparenz
  • Die sich wandelnde Beziehung zwischen mittelständischen Kunden und Kreditinstituten

Auszug aus dem Buch

4.4.1 Optimierung der quantitativen Faktoren

Die Auswertung der quantitativen Faktoren erfolgt grundsätzlich anhand des Jahresabschlusses. Dazu werden anhand der aktuellen Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung bzw. Einnahmen-Überschussrechnung Kennzahlen aufgestellt und mit den Unternehmenszahlen der Vergangenheit, den Plankennzahlen sowie den Branchendurchschnittskennzahlen verglichen. Ziel des ganzen ist das Unternehmen im Zeitverlauf sowie anhand des Branchendurchschnitts objektiv zu beurteilen und die Planungsqualität des Managements einzuschätzen. Dabei wird insbesondere die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage untersucht, um rechtzeitig Bonitätsrisiken festzustellen.

Um ein optimales Ratigergebnis zu erreichen, sollten KMU vor allem auf die Eigenkapitalbasis sowie Ertragslage achten. Die Eigenkapitalquote sollte dabei einen Zielwert von über 30 Prozent erreichen. Ist dies nicht der Fall, müssen entsprechende Maßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalbasis überprüft werden. Zudem sollte die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Gesamtkapitalverzinsung) mindestens 15 Prozent betragen. Die Verbesserung dieser Kennzahl beansprucht eine ausgeprägte Ursachenanalyse und kann nur über eine Verbesserung der Ertragslage beziehungsweise eines besseren Einsatzes des zur Verfügung stehenden Kapitals (Anlage- und Umlaufvermögen) erreicht werden.

Bezüglich der Finanzlage sollten KMU vor allem darauf achten, dass eine Cashflow-Rate von mindestens 10 Prozent erzielt wird und die Schuldentilgungsdauer weniger als drei Jahre beträgt. Nur so ist eine Bestnote beim Rating zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Ratingthemen im Mittelstand oft angstbesetzt sind, und skizziert die Zielsetzung der Arbeit, die Bedeutung und Auswirkungen von Ratings aufzuzeigen.

2. Grundlagen und Hintergründe: Hier werden zentrale Begriffe wie Mittelstand und Rating definiert, die historischen Hintergründe erläutert und die Unterscheidung zwischen internen und externen Ratings vorgenommen.

3. Das bankinterne Rating für mittelständische Unternehmen: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau und den mehrstufigen Ablauf bankinterner Ratingverfahren sowie die Anforderungen an die Prüfungssysteme unter Basel II.

4. Auswirkungen des bankinternen Ratings für mittelständische Unternehmen: Der Hauptteil analysiert, wie Ratings die Kreditkonditionen, andere Finanzierungsformen, die Kunden-Bank-Beziehung sowie die Notwendigkeit der internen Unternehmensoptimierung beeinflussen.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die bevorstehenden Veränderungen für den Mittelstand zusammen und appelliert an Unternehmen und Banken, den Ratingprozess als Chance zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit zu nutzen.

Schlüsselwörter

Rating, Mittelstand, Basel II, Bankinterne Ratingverfahren, Kreditfinanzierung, Unternehmensoptimierung, Bonität, Eigenkapitalquote, Controlling, Finanzkommunikation, Risikomanagement, Jahresabschlussanalyse, Unternehmenskredite, Kreditkonditionen, Bonitätsprüfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Bedeutung von Ratingverfahren für den deutschen Mittelstand und den damit verbundenen Herausforderungen durch regulatorische Anforderungen wie Basel II.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition des Mittelstandes, die Funktionsweise von bankinternen Ratings (BIR), Auswirkungen auf Kreditpreise und -entscheidungen sowie die notwendige Anpassung betriebswirtschaftlicher Strukturen in KMU.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Lesern (insbesondere mittelständischen Unternehmern) aufzuzeigen, wie Ratingverfahren funktionieren und welche strategischen Maßnahmen zur Optimierung der Bonität ergriffen werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, den Abgleich mit regulatorischen Vorgaben (Basel II) sowie die Auswertung von Praxisbeispielen, Checklisten und Kennzahlenanalysen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die konkreten Auswirkungen auf die klassische Kreditfinanzierung, alternative Finanzierungswege sowie die veränderte Kommunikation mit der Bank und die notwendige unternehmensinterne Optimierung von Controlling und Strategie detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Rating, Mittelstand, Basel II, Bonität, Eigenkapitalquote, Controlling sowie Finanzierungsgewohnheiten.

Wie beeinflusst das Rating die Kreditkonditionen für Unternehmen?

Durch die bonitätsabhängige Eigenkapitalunterlegung führen bessere Ratings zu günstigeren Kreditkonditionen, während schlechtere Bonitätseinstufungen die Finanzierungskosten erhöhen können.

Welche Rolle spielen qualitative Faktoren im Rating?

Qualitative oder "weiche" Faktoren – wie Managementqualität, Marktpositionierung und Unternehmensführung – machen etwa 40 Prozent des Ratingergebnisses aus und werden zunehmend durch gezielte Managementgespräche geprüft.

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Details

Title
Die Bedeutung und Auswirkung des Ratings für den deutschen Mittelstand
College
University of Mannheim  (Wirtschaftswissenschaften)
Grade
1,7
Author
Kevin Seeck (Author)
Publication Year
2004
Pages
45
Catalog Number
V22286
ISBN (eBook)
9783638256735
ISBN (Book)
9783656834366
Language
German
Tags
Bedeutung Auswirkung Ratings Mittelstand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kevin Seeck (Author), 2004, Die Bedeutung und Auswirkung des Ratings für den deutschen Mittelstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22286
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