Bodenerosion durch Wasser in Flusseinzugsgebieten


Seminararbeit, 2001

10 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Definition der Begriffe Erosion und Bodenerosion

2. Der Prozess der Bodenerosion
2.1. Ablösung
2.2. Transport
2.2.1. Transport durch Regentropfen
2.2.2. Transport durch Abfluss

3. Formen der Erosion durch Wasser

4. Folgen und Auswirkungen

5. Maßnahmen zur Verhinderung des Bodenabtrags

Literaturverzeichnis- und Quellenverzeichnis

1. Definition der Begriffe Erosion und Bodenerosion

Erosion ist ein Begriff aus der Geomorphologie, der den Vorgang der Abtragung bezeichnet. Daraus abgeleitet ergibt sich der Begriff Bodenerosion, der äquivalent zu den Bezeichnungen Bodenverheerung und Bodenzerstörung verwendet werden kann. Bodenerosion beschreibt die Abtragung des Bodens durch Wasser und Wind, die über den Umfang natürlicher Abtragungsprozesse hinausgeht und welche durch die Bodenbewirtschaftung begünstigt oder sogar ausgelöst wird. Die Bodenerosion vermindert die Bodenfruchtbarkeit in entscheidendem Maße und kann im Extremfall zur Vernichtung der Bodensubstanz führen. Davon betroffene Böden werden als bad lands bezeichnet. Die Stärke der Bodenerosion hängt unter anderem von der Georeliefgestaltung, der Bodenstruktur, dem Niederschlag (seiner Intensität, Menge und jahreszeitlichen Verteilung), der Kulturpflanzendecke sowie der Art und Weise der Bodenbearbeitung ab (Leser, 1997, S. 100 u. S. 183).

Hierbei spielt die Reliefkomponente die größte Rolle, da sie die Energetik des fließenden Wassers entscheidend bestimmt.

Bodenerosion liegt also immer dann vor, wenn der Bodenabtrag größer ist als die Bodenneubildung.

2. Der Prozess der Bodenerosion

Die Bodenerosion durch Wasser lässt sich in zwei Teilprozesse gliedern. Dem Prozess der Ablösung folgt der des Transportes. Wenn die Energie des Wassers nicht mehr ausreichend groß ist, um das gelöste Material zu transportieren, setzt die Akkumulation ein. Sowohl Ablösung als auch Transport geschehen durch Regentropfen und Abfluss.

2.1. Ablösung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eine rasche Befeuchtung des Bodens in Folge hoher Regenintensität führt dazu, dass Luft in den Bodenaggregaten eingeschlossen wird. Durch nachdringendes Wasser wird diese Luft mehr und mehr zusammengepresst. Auf diese Art und Weise entstehen Drücke in den Bodenporen bis zu 106 Pascal. Dieser Druck ist umso höher, je trockener der Boden vor dem Regen ist, da dann mehr Luft eingeschlossen werden können. Auf Grund der hohen Drücke kommt es zur

Rissbildung im Boden. Diese Mikrorisse

zerkleinern die Bodenaggregate bis zu einer Größe von 0,2mm Durchmesser. Solche sogenannten Mikroaggregate sind in der Regel bereits transportierbar, können jedoch zusätzlich noch in die Bestandteile Sand, Ton und Schluff dispergiert werden (Abb. 2). Gerade der Ton ist so klein, dass er praktisch jederzeit transportabel ist. Durch neue Risse und weitere Dispergierung werden die Mikroaggregate sukzessive geschwächt, so dass eine weitere Zerteilung durch Regentropfen erfolgen kann. Größere Regentropfen zeigen hierbei erheblich größere Wirkung, da sie ein Mehrfaches an kinetischer Energie besitzen. So erreichen Tropfen mit einem Durchmesser von mehr als 4mm Geschwindigkeiten bis zu 30km/h. Weil der Tropfen nicht mit seiner Fallgeschwindigkeit in den Boden infiltrieren kann, spritzt das am Boden auftreffende Wasser zur Seite und schleudert dabei abgelöste Bodenteilchen bis zu 1,50m weit mit (Abb. 1). Dieser als splash bezeichnete Vorgang ist dann am effektivsten, wenn der Boden von einer etwa 1mm dünnen Wasserschicht bedeckt ist, da eine Infiltration dann kaum mehr möglich ist und der Tropfen nahezu mit voller Kraft auf den Boden einwirkt. Demzufolge sind wenig raue Böden besonders anfällig für Regentropfenerosion. Ist die Abflussdecke hingegen mehr als drei Tropfendurchmesser dick, so ist die Bodenoberfläche praktisch vollständig von der Wirkung der auftreffenden Regentropfen abgeschirmt. Das durch den splash entstandene Feinmaterial wird in der Folge vom Oberflächenabfluss abgetragen. Feine Teilchen, die auf Grund mangelnder Transportkapazität des Wassers nicht weggespült werden, wirken als infiltrationshemmende Faktoren, da sie die Bodenporen verstopfen. Dadurch wird die Abflussmenge im Laufe des Regens immer größer, erreicht somit höhere Abflussgeschwindigkeiten und ist somit in der Lage auch größere Bodenpartikel zu transportieren.

Die Ablösung erfolgt im Normalfall ausschließlich durch auftreffende Regentropfen. Falls jedoch weniger gelöste Stoffe vorliegen, als der Abfluss zu transportieren im Stande ist, beginnt er seinerseits Material zu lösen und sich dabei in den Boden einzuschneiden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Bodenerosion durch Wasser in Flusseinzugsgebieten
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Fachbereich Geographie)
Veranstaltung
Unterseminar Wasser/Klima/Relief
Note
2
Autor
Jahr
2001
Seiten
10
Katalognummer
V2232
ISBN (eBook)
9783638113649
Dateigröße
683 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bodenerosion, Wasser, Flusseinzugsgebieten, Unterseminar, Wasser/Klima/Relief
Arbeit zitieren
Matthias Pink (Autor), 2001, Bodenerosion durch Wasser in Flusseinzugsgebieten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2232

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