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Institutionelle Investoren. Bedeutung und Regulierung von Kirchen und Stiftungen

Title: Institutionelle Investoren. Bedeutung und Regulierung von Kirchen und Stiftungen

Seminar Paper , 2003 , 22 Pages

Autor:in: Jörg Baumhögger (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Die zum Non-Profit-Sektor zählenden Kirchen und Stiftungen verwalten als institutionelle Investoren ein beachtliches Kapitalvermögen jenseits der öffentlichen Aufmerksamkeit. Insbesondere die Kirchen sind daran interessiert, nicht als Investoren auf den Kapitalmarkt aufzufallen und vermeiden deshalb weitgehend Einblicke in ihre Vermögensverwaltung und Anlagepolitik. Doch auch für sie besteht in Zeiten sinkender Kirchensteuereinnahmen die Notwendigkeit ihre Vermögen professionell zu verwalten, wobei ethische Verträglichkeit gerade im religiösen Sektor eine steigende Bedeutung erfährt. Im ersten Teil dieser Seminararbeit sollen sowohl die organisatorischen Strukturen als auch die regulatorischen Anforderungen der kirchlichen Vermögensverwaltung erarbeitet werden. Weil Richtlinien durch die Kirchen selbst geregelt werden, ist eine getrennte Betrachtung der beiden Konfessionsrichtungen erforderlich, da sich jeweils eine eigene Kirchenrechtskultur entwickelt hat. Betrachtet werden die katholischen Kirchen sowie die evangelischen Kirchen, die sich zur Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zusammengeschlossen haben, da diese zwei Konfessionen mit über 50 Millionen Angehörigen die größte Gruppe der Glaubensrichtungen in Deutschland repräsentieren. Dabei beschränkt sich diese Untersuchung nur auf die Kirchen im engeren Sinne und schließt weitere kirchliche Institutionen wie z.B. Caritas nicht ein. Abschließend soll die praktizierte Anlagepolitik der Kirchen anhand von Beispielen und Untersuchungen verdeutlicht werden. Der zweite Teil konzentriert sich auf die gemeinnützigen Stiftungen in Deutschland, die mit ca. 94 % die deutsche Stiftungslandschaft dominieren. Allein die 10 größten von ihnen müssen ein Vermögen von insgesamt ca. 13 Mrd. EUR verwalten, um ihren Stiftungsauftrag erfüllen zu können. Dabei steht die Vermögensverwaltung im Konflikt zwischen Rendite und Sicherheit unter Beachtung rechtlicher und satzungsgemäßen Vorgaben. Nach einer allgemeinen Beschreibung des Rechtskonstrukts der Stiftung werden die steuerrechtlichen Probleme der gemeinnützigen Stiftung sowie die Regulierungen der Vermögensverwaltung dargestellt, ohne detailliert auf die einzelnen Stiftungsgesetze der Bundesländer eingehen zu können. Die sich daraus entwickelte Anlagepolitik wird anhand eines empirischen Umfrageergebnisses diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Die Organisation der Vermögensverwaltung der Kirchen

2.1 Die Organe der Vermögensverwaltung in der katholischen Kirche

2.2 Die Organe der Vermögensverwaltung in den evangelischen Kirchen

3 Regulierungen der kirchlichen Vermögensverwaltung

3.1 Vermögensverwaltung in der katholischen Kirche

3.2 Vermögensverwaltung in der evangelischen Kirche

3.3 Ethische Investitionskriterien

3.4 Steuerrechtliche Behandlung

3.5 Anlagepolitik der Kirchen

4 Stiftungen

4.1 Die Charakteristika der Stiftung

4.2 Steuerliche Behandlung von Stiftungen

4.3 Vorschriften für die Vermögensverwaltung der Stiftungen

4.4 Die Anlagepolitik der Stiftungen

5 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die organisatorischen Strukturen und regulatorischen Rahmenbedingungen der Vermögensverwaltung von Kirchen und Stiftungen als institutionelle Investoren in Deutschland. Ziel ist es, die spezifische Anlagepolitik beider Akteure im Spannungsfeld zwischen gesetzlichen Vorgaben, ökonomischer Notwendigkeit und ethischer Verantwortung zu analysieren.

  • Organisationsformen der kirchlichen Vermögensverwaltung
  • Regulatorische Anforderungen und ethische Investitionskriterien
  • Rechtskonstrukt und steuerrechtliche Behandlung von Stiftungen
  • Empirische Analyse der tatsächlichen Anlagepraxis

Auszug aus dem Buch

3.3 Ethische Investitionskriterien

Die bisher aufgeführten Kriterien der kirchlichen Vermögensverwaltung standen vor allem unter dem Aspekt der beiden Anlageziele Sicherheit und Rendite. Im zunehmenden Maße wird die Anlagepolitik der Kirchen aber auch auf ethische und ökologische Verträglichkeit analysiert, da ihre Glaubwürdigkeit daran gemessen wird, ob die kirchliche Vermögensverwaltung im Einklang mit der von ihr verkündeten religiösen Botschaft ist. Die Berücksichtigung ethischer Kriterien erfüllt zwei grundlegende Funktionen. Zum einem ermöglicht es eine Einflussnahme in wirtschaftliche Strukturen durch die direkte Steuerung von Kapitalflüssen in ethisch konforme Projekte, zum anderen kann es als Mittel der Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit genutzt werden.

Trotz der Einbeziehung der ethischen Kriterien dürfen die traditionellen Anlageziele nicht außer Acht gelassen werden. Es besteht die Gefahr, dass durch eine zu strenge Auslegung der ethischen Kriterien die Anlagemöglichkeiten so sehr einschränkt werden, dass eine notwendige Diversifizierung in Aktien unterschiedlicher Unternehmen und Branchen erschwert wird und Sicherheit und Rendite negativ beeinflusst werden. Für die Kirchen ergibt sich dadurch ein zusätzlicher Zielkonflikt, wollen sie einerseits ethisch glaubwürdig handeln und andererseits nicht auf Sicherheit und angemessene Rendite verzichten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einleitung in die Bedeutung von Kirchen und Stiftungen als institutionelle Investoren und Definition der Forschungsabsicht.

2 Die Organisation der Vermögensverwaltung der Kirchen: Untersuchung der hierarchischen Strukturen und der zuständigen Organe in der katholischen und evangelischen Kirche.

3 Regulierungen der kirchlichen Vermögensverwaltung: Analyse der kirchlichen Rechtsgrundlagen, ethischer Kriterien sowie der steuerlichen Rahmenbedingungen und Anlagepolitik.

4 Stiftungen: Darstellung des Rechtskonstrukts, der steuerlichen Aspekte sowie der regulatorischen Vorgaben und Anlagestrategien für Stiftungen.

5 Zusammenfassung: Synthese der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Gemeinsamkeiten in der Verwaltungsstruktur und des Konflikts zwischen Vermögenserhalt und Renditezielen.

Schlüsselwörter

Kirchen, Stiftungen, Vermögensverwaltung, institutionelle Investoren, Kapitalanlage, ethisches Investment, Anlagestrategie, Rendite, Sicherheit, Gemeinnützigkeit, Steuerbefreiung, Kirchenrecht, Stiftungsrecht, Diversifizierung, Finanzverwaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Vermögensverwaltung von Kirchen und Stiftungen in Deutschland als wenig beachtete, aber bedeutende institutionelle Investorengruppe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die organisatorischen Strukturen, regulatorische Rahmenbedingungen, die steuerliche Einordnung sowie die Anlagepolitik inklusive ethischer Kriterien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die organisatorischen Anforderungen und das reale Anlageverhalten dieser Institutionen vor dem Hintergrund ihres spezifischen Auftrags zu durchleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine rechtsvergleichende und strukturelle Analyse der internen Kirchen- und Stiftungsordnungen sowie eine Auswertung empirischer Daten zur Vermögensallokation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der kirchlichen Vermögensverwaltung (katholisch/evangelisch) sowie eine detaillierte Analyse der Stiftungen hinsichtlich ihrer rechtlichen und ökonomischen Herausforderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Vermögensverwaltung, institutionelle Investoren, ethisches Investment, Stiftungen, Kirchen, Anlagestrategie und steuerrechtliche Behandlung.

Warum gibt es einen Zielkonflikt zwischen Ethik und Rendite?

Der Konflikt entsteht, weil eine zu strenge ethische Selektion die Diversifizierungsmöglichkeiten einschränken und somit potenziell Sicherheit und Rendite gefährden kann.

Wie unterscheiden sich die Anlageziele von Kirchen und Stiftungen?

Beide streben nach einem Erhalt der Substanz und einer langfristigen Ertragssicherung, wobei Kirchen zusätzlich stark auf kirchliche Versorgungskassen und Stiftungen auf die langfristige Erfüllung ihres spezifischen Stiftungszwecks fokussiert sind.

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Details

Title
Institutionelle Investoren. Bedeutung und Regulierung von Kirchen und Stiftungen
College
University of Frankfurt (Main)  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Investment. Portfolio Management und Alterssicherung)
Author
Jörg Baumhögger (Author)
Publication Year
2003
Pages
22
Catalog Number
V22327
ISBN (eBook)
9783638257008
ISBN (Book)
9783668104938
Language
German
Tags
Institutionelle Investoren Bedeutung Regulierung Kirchen Stiftungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jörg Baumhögger (Author), 2003, Institutionelle Investoren. Bedeutung und Regulierung von Kirchen und Stiftungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22327
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