Der Wegfall des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung, aber auch der intensiver werdende Kampf um den Kunden, animieren deutsche Unternehmen zunehmend dazu, innovative Marketinginstrumente einzusetzen. Vor allem das Couponing, das sich hierzulande noch am Anfang der Entwicklung befindet, rückt immer mehr in den Mittelpunkt des unternehmerischen Interesses.
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem Thema: `Couponing im Kommunikations- Mix — Vor- und Nachteile für einen Konsumgüterhersteller´ auseinander. Einleitend wird theoretisches Grundlagenwissen zu diesem Thema vor-angestellt, wie Definition, Funktionsweise, verschiedene Coupon- Arten und rechtliche Rahmenbedingungen. Im Hauptteil erfolgt die Zuordnung der Kommunikationspolitik zum Marketing- Mix, die Einordnung von Couponing in den Kommunikations- Mix, sowie bezugnehmend auf Konsumgüterhersteller, die Abgrenzung der für Couponing relevanten Kommunikationsinstrumente untereinander. Abschließend bilden erste Erfahrungen von Herstellern und Handel eine Ausgangsbasis, um Chancen und Grenzen von Couponing im Kommunikations- Mix aufzuzeigen. Um die theoretischen Ausführungen zu untermauern, wird das Couponing- Projekt „for me“ von Procter & Gamble im Bereich Direct- Marke-ting als Praxisbeispiel angeführt.
Inhaltsverzeichnis
1. Aufbau und Ziel der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen des Couponings
2.1 Definition
2.2 Funktionsweise
2.2.1 Einstufiges Modell
2.2.2 Zweistufiges Modell
2.3 Art der Vorteilsvergabe
2.4 Rechtliche Rahmenbedingungen
3. Couponing im Kommunikations- Mix – Vor- und Nachteile für einen Konsumgüterhersteller
3.1 Kommunikations- Mix als Teil des Marketing- Mixes
3.2 Couponing im Kommunikations- Mix eines Konsumgüterherstellers
3.2.1 Verkaufsförderung
3.2.2 Werbung
3.2.3 Online- Marketing
3.2.4 Direct- Marketing
4. Couponing – erste Erfahrungswerte
5. Praxisbeispiel (Procter & Gamble)
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Couponing als innovatives Instrument innerhalb des Kommunikations-Mixes von Konsumgüterherstellern, um den wachsenden Marktherausforderungen zu begegnen. Dabei werden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Coupon-Arten sowie deren rechtliche Rahmenbedingungen analysiert, um eine fundierte Bewertung ihres Nutzens für Unternehmen zu ermöglichen.
- Grundlagen und Definition des Couponings
- Rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland
- Integration von Couponing in Marketinginstrumente wie Verkaufsförderung, Werbung und Direct-Marketing
- Erste Erfahrungswerte aus der Praxis
- Analyse des Praxisbeispiels Procter & Gamble ("for me"-Projekt)
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Verkaufsförderung
„Unter Verkaufsförderung versteht man alle Maßnahmen, die von einem Unternehmen ergriffen werden, um den Umsatz kurzfristig und unmittelbar zu stimulieren.“ Bei dieser begrifflichen Fassung ist es von besonderer Bedeutung, dass es sich bei der Verkaufsförderung im Regelfall um zeitlich begrenzte Aktionen handelt. Durch die flexiblen und schnellen Einsatzmöglichkeiten derartiger Aktionen, sowie durch die damit verbundenen Kommunikationswirkungen, erscheint der Einsatz der Verkaufsförderung in besonderem Maße dazu geeignet, kurzfristige „Kurskorrekturen“ in unternehmerischer Kommunikationsarbeit vorzunehmen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten für einen Konsumgüterhersteller Coupons im Rahmen der Verkaufsförderung zum Einsatz zu bringen. Sie können bei den jeweiligen Handelspartnern beispielsweise an Promotion-Ständen übergeben werden, als Abreißblock an den Verkaufsregalen und an der Kasse vorliegen oder auf, bzw. in der Verpackung eines Produktes angebracht werden. Coupons, die auf diesen Wegen zum Verbraucher gelangen, nennt man auch Instore- oder POS (Point of Sale)-Coupons.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aufbau und Ziel der Arbeit: Einführung in die Problematik gesättigter Märkte und Erläuterung des Ziels, Couponing im Marketing-Mix einzuordnen.
2. Theoretische Grundlagen des Couponings: Erläuterung der Definition, Funktionsmodelle sowie der verschiedenen Coupon-Arten und rechtlichen Rahmenbedingungen.
3. Couponing im Kommunikations- Mix – Vor- und Nachteile für einen Konsumgüterhersteller: Detaillierte Analyse der Integration von Coupons in die Bereiche Verkaufsförderung, Werbung, Online-Marketing und Direct-Marketing.
4. Couponing – erste Erfahrungswerte: Darstellung der aktuellen Marktentwicklung und des wachsenden Stellenwerts von Couponing in der deutschen Markenartikelindustrie.
5. Praxisbeispiel (Procter & Gamble): Fallstudie zur Durchführung und den Ergebnissen der „for me“-Couponing-Aktion von Procter & Gamble.
Schlüsselwörter
Couponing, Konsumgüterhersteller, Kommunikations-Mix, Marketing, Verkaufsförderung, Werbung, Direct-Marketing, Online-Marketing, Kaufentscheidung, Neukundengewinnung, Point of Sale, Markenartikel, Preispolitik, Konsumentenverhalten, for me.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Couponing als Marketinginstrument und analysiert dessen Vor- und Nachteile speziell für Konsumgüterhersteller im deutschen Markt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Couponings, die rechtliche Situation, die Einbettung in den Kommunikations-Mix sowie die praktische Anwendung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Couponing als Marketinginstrument zur Umsatzstimulierung und Kundenbindung eingesetzt werden kann und welche strategischen Potenziale und Grenzen dabei bestehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung des Themas auf Basis von Literatur und aktuellen Quellen sowie eine fallbasierte Analyse eines Praxisbeispiels.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Einordnung von Couponing in den Marketing-Mix und die spezifische Betrachtung der Instrumente Verkaufsförderung, Werbung sowie Online- und Direct-Marketing.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Couponing, Konsumgüterhersteller, Kommunikations-Mix, Verkaufsförderung, Neukundengewinnung und Point of Sale.
Welche Rolle spielen die rechtlichen Rahmenbedingungen beim Couponing?
Rechtliche Aspekte, insbesondere Wettbewerbsrecht und Datenschutz, setzen den Rahmen für die Gestaltung und Durchführung von Couponing-Aktionen, um unzulässige Anlockung oder Datenspeicherung zu vermeiden.
Was verdeutlicht das Fallbeispiel Procter & Gamble ("for me")?
Das Beispiel zeigt, wie ein groß angelegtes, personalisiertes Multi-Brand-Mailing sowohl hohe Einlösequoten erreichen als auch positive Cross-Selling-Effekte generieren kann.
- Quote paper
- Sandra Kolbert (Author), 2003, Couponing im Kommunikations-Mix - Vor- und Nachteile für einen Konsumgüterhersteller, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22360