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Die Bedeutung der Stadt für die Entwicklung des Kapitalismus

Title: Die Bedeutung der Stadt für die Entwicklung des Kapitalismus

Term Paper , 2000 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sabine Reichert (Author)

Business economics - Economic and Social History
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Summary Excerpt Details

Die im 18. Jahrhundert aufkommende geistige Strömung ist durch die Zeit der Aufklärung gekennzeichnet. Hier steht der Mensch als Individuum, mit der menschlichen Vernunft im Vordergrund seines Handelns und nicht die biblische Wahrheit, die bis dahin das mittelalterliche Weltbild prägte.[...]

Durch den sich nun vollziehenden gesellschaftlichen Wertewandel, hervorgerufen durch die Französische Revolution, errangen die Menschen ihre Unabhängigkeit vom Feudalherren. Hinzu kam, dass die zugleich einsetzende Individualisierung das rasante Anwachsen, die Neugründungen und Erweiterungen der Städte begünstigt, welches eine veränderte Produktionsweise nach sich zog. Im Unterschied zur feudalen Produktionsweise wurde nun [...] nur zur reinen Bedarfsdeckung produziert, sondern es wurde produziert, um mit den Gütern und Dienstleistungen Handel zu betreiben. Die in diesem Zuge entwickelte Technologien, die immer stärker einsetzende Arbeitsteilung, sowie die Freisetzung von Produktivkräften beendete zugleich die Wirtschaftsstagnation und ließ die Produktion ansteigen.
Sehr schnell begannen wohlhabende Bürger, die Eigentümer an Produktionsmitteln waren, ihre kaufmännischen Fähigkeiten zu entwickeln. Sie erkannten, dass eine reine Kapitalansammlung die Produktion sowie den wirtschaftlichen Fortschritt unterbindet, welches mit eine Voraussetzung zur Gewinnmaximierung darstellt. Sie investierte ihr Kapital z.B. in modernere Produktionsstätten, wodurch sie ihren Reichtum schließlich noch erhöhten.
Es entstanden gewerbliche Produktionsstätten (Fabriken), die eine Massen- und Serienproduktion ermöglichten. Mit der Ausbreitung der Produktionsstätten veränderte sich nicht nur das zusammenleben der Bürger, sondern dieses sprengte zugleich die historischen Stadtmauern, wodurch eine Städte- und Industrielandschaft entstand, die das gesamte Stadtbild veränderte
Des Weiteren ließen die veränderten Lebensbedingungen die Bevölkerung sprunghaft ansteigen, wodurch sich zugleich eine immer stärker werdende Zweiklassengesellschaft herausbildete. Zu einem die „Kapitalisten“, die Eigentümer der Produktionsmittel waren und zum anderen die „Lohnempfänger“ (die Arbeiterklasse), die ihre Arbeitskraft verkauften, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen
Um sich mit diesem Thema „die Bedeutung der Stadt für die Entwicklung des Kapitalismus“ auseinander zusetzen, ist es unumgänglich, sich kurz mit den damaligen wirtschaftlichen Verhältnissen zu befassen, wofür dich Deutschland förmlich anbietet

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Stadt

2.1 Die Stadtentwicklung

3 Der Handel

3.1 Die Entwicklung des Handels

4 Das Verlagswesen

4.1 Die Entwicklung des Verlagswesens

5 Die Industrialisierung

5.1 Die Entwicklung der Industrialisierung

6 Das Bürgertum

6.1 Die Entwicklung des Bürgertums

7 Der Kapitalismus

7.1 Die Entwicklung des Kapitalismus

8 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle der Stadt als Katalysator für die Entstehung und Entwicklung des Kapitalismus. Dabei wird analysiert, wie sozioökonomische Veränderungen, technischer Fortschritt und die Herausbildung neuer Produktionsformen den Übergang von feudalen Strukturen hin zu einer kapitalistischen Marktordnung maßgeblich geprägt haben.

  • Historische Transformation von Stadtstrukturen und Siedlungsformen.
  • Entwicklung des Handels und des frühkapitalistischen Verlagswesens.
  • Einfluss der Industrialisierung auf Arbeitsweise und soziale Klassenbildung.
  • Herausbildung des Bürgertums und die Machtkonzentration in der Bürgeroligarchie.
  • Systematik der kapitalistischen Produktionsweise und Ausbeutungsmechanismen.

Auszug aus dem Buch

Die Stadtentwicklung

Bis zur industriellen Revolution lebten die meisten Menschen auf dem Land und von der Landwirtschaft. So auch die „Städter“, die anfangs noch total der Feudalherrschaft unterworfen waren, und gegenüber ihren Herren bestimmte Verpflichtungen (Abgabe von Steuern, Zöllen etc.) zu erfüllen hatten. Erst im Zeitalter der Aufklärung haben die Stadtgemeinden den Kampf gegen die Feudalherren gewonnen und ihre Unabhängigkeit erreicht. Auf Grund ihrer wirtschaftlichen und politischen Macht konnten die wohlhabenden Bürger nun Handelsbeziehungen zu anderen Bürgern, Städten usw. eingehen (aufnehmen), ausweiten und so gestalten, dass diese für sie selbst einen Gewinn einbrachten. Zunächst handelte es sich bei den Kaufleuten (nach Pirennes) um umherziehende Hausierer, die von Markt zu Markt oder von einem feudalen Haushalt zum anderen zogen, um mit ihren Waren Handel zu betreiben. Erst durch Niederlassungen dieser Kaufleute bzw. sogenannter Kaufmannskarawanen entstanden entlang der Handelsstraße Städte, die unaufhaltsam auswucherte.

Angezogen durch die Möglichkeit des Eigenerwerbs, zogen nun mehr und mehr Menschen (Landbewohner, Flüchtlinge, Handwerker etc.) in die Städte. Eine Vielzahl von ihnen ließen sich dort als Krämer oder Gastwirte nieder, eröffneten Geschäft für Geschäft oder ließen sich als Matrose bzw. als ungelernter Arbeiter anheuern, um ihren Lebensunterhalt unabhängig vom Grundherren zu verdienen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wertewandel des 18. Jahrhunderts und die damit verbundene Ablösung des feudalen Weltbildes durch die Aufklärung.

2 Die Stadt: Dieses Kapitel definiert die Stadt als historisch gewachsene Siedlungsform und zentralen Knotenpunkt für politische, wirtschaftliche und kulturelle Aktivitäten.

2.1 Die Stadtentwicklung: Hier wird der Prozess der Verstädterung beschrieben, der durch die Überwindung feudaler Abhängigkeiten und das Streben nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit vorangetrieben wurde.

3 Der Handel: Das Kapitel erläutert den Handel als gewerbsmäßige Anschaffung und Weiterreichung von Waren ohne substanzielle Veränderung durch den Händler.

3.1 Die Entwicklung des Handels: Die Analyse zeigt auf, wie der Handel zur Entstehung des Handelskapitalismus und zur Emanzipation des Bürgertums beitrug.

4 Das Verlagswesen: Das Kapitel führt das Verlagswesen als neue Organisationsform ein, bei der der Kaufmann als Verleger und Arbeitgeber auftritt.

4.1 Die Entwicklung des Verlagswesens: Es wird dargestellt, wie die steigende Binnennachfrage das Verlagswesen ausdehnte und Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Verlegern und Produzenten schuf.

5 Die Industrialisierung: Hier wird die Industrie als moderne, maschinell ausgestattete Produktionsstätte definiert, die Arbeitsteilung und Massenproduktion ermöglicht.

5.1 Die Entwicklung der Industrialisierung: Dieses Kapitel behandelt die technischen Neuerungen und die Notwendigkeit, auf den Bevölkerungsanstieg mit effizienteren Produktionsweisen zu reagieren.

6 Das Bürgertum: Der Abschnitt beschreibt das Bürgertum als privilegierte, durch Privatvermögen definierte Schicht, die im 18./19. Jahrhundert die Gesellschaft maßgeblich beeinflusste.

6.1 Die Entwicklung des Bürgertums: Es wird die soziale Differenzierung innerhalb der städtischen Bevölkerung und die Herausbildung der Zweiklassengesellschaft dargelegt.

7 Der Kapitalismus: Dieses Kapitel definiert den Kapitalismus als ökonomische Gesellschaftsform, basierend auf Privateigentum an Produktionsmitteln und Gewinnstreben.

7.1 Die Entwicklung des Kapitalismus: Die Untersuchung verfolgt den Weg vom Handelskapitalismus über die Industrialisierung bis hin zum Hochkapitalismus und dessen Auswirkungen.

8 Resümee: Das Fazit fasst den Wandel der Wirtschafts- und Sozialordnung zusammen und wirft einen Blick auf moderne Unternehmensformen.

Schlüsselwörter

Kapitalismus, Stadtentwicklung, Industrialisierung, Bürgertum, Feudalismus, Verlagswesen, Handel, Lohnarbeit, Arbeitsteilung, Gewinnmaximierung, Produktionsmittel, Sozioökonomischer Wandel, Industrielle Revolution, Handelskapital, Zweiklassengesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Bedeutung der Stadt als zentraler Ort, von dem aus sich die modernen kapitalistischen Wirtschaftsstrukturen entwickeln konnten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Stadtentwicklung, die Evolution des Handels, das Verlagswesen, den Aufstieg des Bürgertums und die Etablierung des Industriekapitalismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Zusammenwirken von städtischer Konzentration, technischem Fortschritt und gesellschaftlichem Wertewandel die Transformation von feudalen in kapitalistische Systeme ermöglicht hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische und sozioökonomische Analyse, die auf Fachliteratur, Lexika und historischen Grundlagenwerken basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der einzelnen ökonomischen Entwicklungsstufen, beginnend bei der Stadtwerdung über das Verlagswesen bis hin zur Industrialisierung und der Herausbildung der Klassenstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kapitalismus, Industrialisierung, Bürgertum, Produktionsmittel, Lohnarbeit und Handelskapitalismus.

Welchen Einfluss hatte die Aufklärung auf die städtische Entwicklung?

Die Aufklärung förderte das Individuum und die menschliche Vernunft, was dazu führte, dass die Stadtgemeinden ihre Unabhängigkeit von den Feudalherren erkämpften und eigene wirtschaftliche Handelsbeziehungen aufbauten.

Warum ist das Verlagswesen ein wichtiger Vorläufer des Industriekapitalismus?

Das Verlagswesen schuf eine frühe Form der Produktionskontrolle durch den Kaufmann, der Handwerker in ein Abhängigkeitsverhältnis brachte und somit den Grundstein für die Beherrschung des Produktionsprozesses legte.

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Details

Title
Die Bedeutung der Stadt für die Entwicklung des Kapitalismus
College
Berlin School of Economics  (Betriebswirtschaft)
Course
Epochen der Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Grade
1,7
Author
Sabine Reichert (Author)
Publication Year
2000
Pages
18
Catalog Number
V22464
ISBN (eBook)
9783638257794
ISBN (Book)
9783640235032
Language
German
Tags
Bedeutung Stadt Entwicklung Kapitalismus Epochen Wirtschafts- Sozialgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Reichert (Author), 2000, Die Bedeutung der Stadt für die Entwicklung des Kapitalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22464
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