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Wahrnehmungstraining - Voraussetzung für Kreativität?!

Title: Wahrnehmungstraining - Voraussetzung für Kreativität?!

Seminar Paper , 2001 , 31 Pages , Grade: gut - sehr gut

Autor:in: Thomas Schrowe (Author)

Psychology - General
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„ ... >>Kreativität<<. Es steckt noch voller Versprechungen. Jeder weiß es zu nutzen, keiner mag es entbehren, keiner kritisiert es. Es ist gleichermaßen beliebt bei Technikern und Umweltschützern, Wirtschaftsführern und Pädagogen, den schwarzen, roten, grünen und blaugelben Parteien.“

Kreativität wird so immer mehr zu einem vielseitig gebrauchten Modewort, weshalb eine eindeutige B estimmung des Begriffes nur schwer möglich ist und oftmals zu „hohe Erwartungen an einen schwachen Begriff“ gestellt werden.

In dieser Arbeit soll erst einmal ganz kurz beleuchtet werden, was der Begriff Kreativität eigentlich meint. Dann soll auf eine sehr wichtige Grundlage der Kreativität, nämlich die Wahrnehmung, eingegangen werden. Diese wird etwas ausführlicher beschrieben und dann kurz der Zusammenhang zwischen Kreativität und Wahrnehmung erlä utert. Nachdem die Wichtigkeit der Wahrnehmung für den Prozess der Kreativität aufgezeigt wurde folgt der eigentliche Schwerpunkt dieser Arbeit, nämlich das Wahrnehmungstraining und seine bewusste und mit Sicherheit auch unbewusste Notwendigkeit für die Förderung der Kreativität.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kreativität

2.1. Geschichte der Kreativität

2.2. Der Begriff Kreativität

2.3. Forschungsschwerpunkte

2.3.1. Das kreative Produkt

2.3.2. Der kreative Prozess

2.3.3. Die kreative Persönlichkeit

2.3.4. Umweltbedingungen

2.4. Kreativität und Gesellschaft

3. Wahrnehmung

3.1. Der Begriff Wahrnehmung

3.1.1. Allgemeines

3.1.2. Das Wahrnehmungssystem

3.1.2.1. Leistungen der einzelnen Analysatoren/ Rezeptoren

3.1.2.1.1. Der visuelle Analysator/ Rezeptor

3.1.2.1.2. Der auditive Analysator/ Rezeptor

3.1.2.1.3. Der taktil-kinästhetische oder haptische Analysator/ Rezeptor

3.1.3. Verschiedene Erklärungsansätze zur Wahrnehmung

3.1.4. Zusammenfassung zum Begriff Wahrnehmung

3.2. Abbilder

3.3. Klassische Wahrnehmungstheorie

3.4. Gestalttheorie

3.5. Derzeitiger Stand der Forschung

4. Noch einmal kurz der Zusammenhang von Kreativität und Wahrnehmung

5. Wahrnehmungstraining

5.1. Die Wege zur verbesserten Wahrnehmung

5.1.1. Worauf ist bei Trainingshilfen bei der Analyse von Informationen aus Bildern, Texten und Filmen etc. zu achten?

5.1.2. Beginnt die Wahrnehmung ganzheitlich oder setzt sie bei Details an?

5.1.3. Die Wahrnehmung wird über Auffälligkeiten gesteuert. Welche haben dabei Vorrang?

5.2. Die Umsetzung im Unterricht

5.2.1. Einige einfache Beispiele für den Unterricht

5.2.1.1. Zum Methodentraining

5.2.1.2. Zum Anwendungstraining

5.3. Didaktische Fragen, auf die ich keine Antworten habe, die aber interessante Ansätze für handlungsorientierte Aufgabenstellungen zur Informationsverarbeitung beinhalten.

6. Beispiel der Blinden bzw. Sehbehinderten

6.1. Prozess der visuellen Wahrnehmung

6.2. Die stimulierende Bedeutung des Sehens für den Prozess der Wahrnehmung

6.3. Zum Wahrnehmungsprozess bei Blinden

6.4. Ausgewählte Wahrnehmungsmöglichkeiten bei blinden Kindern

6.4.1. Taktil-kinästhetische Wahrnehmung

6.4.2. Tasten im Unterricht

6.4.2.1. Tasterziehung

6.4.2.1.1. Tastschulung

6.4.2.1.2. Tasten im Problemfeld der sozialen Kompetenz

6.4.3. Bedeutung der Sprache im Wahrnehmungsprozess

6.5. Förderung der Wahrnehmungsfähigkeiten

6.6. Wahrnehmungstraining mit Musik

6.6.1. Was versteht man unter Wahrnehmungstraining mit Musik

6.6.2. Wichtige Ziele

6.6.3. Zur Durchführung

6.6.4. Kinder beim Wahrnehmungstraining

6.6.5. Zur organisatorischen Durchführung

6.6.6. Allgemeines noch einmal zusammengefasst

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen menschlicher Wahrnehmung und Kreativität. Dabei wird insbesondere beleuchtet, inwiefern ein gezieltes Wahrnehmungstraining als grundlegende Voraussetzung für die Förderung kreativer Prozesse fungieren kann, wobei ein besonderer Fokus auf die sonderpädagogischen Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Kinder gelegt wird.

  • Grundlagen der Kreativitätsforschung und ihre vier Hauptaspekte.
  • Theoretische Modelle der menschlichen Wahrnehmung und des Wahrnehmungssystems.
  • Methoden des Wahrnehmungstrainings im schulischen Kontext.
  • Spezielle Wahrnehmungsmöglichkeiten und -problematiken bei blinden Menschen.
  • Regulatives Wahrnehmungstraining mit Musik als therapeutisches und sonderpädagogisches Angebot.

Auszug aus dem Buch

6.4.1. Taktil-kinästhetische Wahrnehmung

Grundlage jeglicher intellektueller Entwicklung ist das sinnliche, körperhafte Lernen. Dieses trifft nicht nur für die frühkindliche Entwicklung zu. Vielmehr bleibt ein Leben lang das sinnliche Lernen die Basis aller geistigen Tätigkeiten. Die Entwicklung der Handtätigkeit übt hierbei großen Einfluss auf die geistige Entwicklung aus. Eine Hemmung oder Schädigung ihrer Bewegungsfähigkeit führt zu einer negativen Beeinflussung der geistigen Tätigkeit. Die Sensibilisierung der haptischen Fähigkeiten der Hand ist deshalb ein wichtiges Ziel der Erziehung. Die Hand stellt das wichtigste Tastorgan des blinden Menschen dar.

Tasten ist aber nicht allein eine Sache der Fingerspitzen, denn ebenso sind daran beteiligt: die Hautoberfläche, die Finger an sich, Muskeln, Sehnen, Gelenke von Hand und Arm ...

Die Psychomotorik beweist, welchen enormen Stellenwert die Haptik für die Entwicklung des Menschen hat.

Die taktil-kinästhetische Wahrnehmung spielt sich zu einem großen Teil im Gehirn ab, dabei kommt es zu komplexen Aktivierungen des Nervensystems und anspruchsvollen kognitiven Prozessen beim Tastenden. Analog zum Sehen wertet das Gehirn die teilweise sehr undifferenzierten Eindrücke aus und steuert seinerseits den Erkennungsprozess (Sensorische Integration). Der Weg zu einer Erkenntnis ist ein stetiger Strom von Sinneseindrücken, der auf die den Tastsinn interpretierenden Instanzen des Gehirns einströmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik des vielgebrauchten Modewortes Kreativität ein und benennt die Wahrnehmung als dessen entscheidende Grundlage.

2. Kreativität: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung, Begriffe und die vier zentralen Forschungsschwerpunkte (Produkt, Prozess, Persönlichkeit, Umwelt) der Kreativität.

3. Wahrnehmung: Es erfolgt eine detaillierte Analyse des menschlichen Wahrnehmungssystems, der verschiedenen Sinnesanalysatoren und theoretischer Erklärungsmodelle wie der Gestalttheorie.

4. Noch einmal kurz der Zusammenhang von Kreativität und Wahrnehmung: Das Kapitel verknüpft die zuvor dargelegten theoretischen Grundlagen der Wahrnehmung mit kognitiven Prozessen wie Problemlösen und Phantasie.

5. Wahrnehmungstraining: Hier werden didaktische Ansätze und praktische Beispiele für ein Wahrnehmungstraining im schulischen Unterricht dargelegt.

6. Beispiel der Blinden bzw. Sehbehinderten: Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Herausforderungen blinder Kinder bei der Wahrnehmung, den Stellenwert von Sprache und den Einsatz von Musik als regulatives Training.

Schlüsselwörter

Kreativität, Wahrnehmung, Wahrnehmungstraining, Sehbehinderung, Blindheit, Haptik, Tastsinn, Sensomotorik, Musiktherapie, Inklusion, Sonderpädagogik, Kognition, Entwicklung, Lernprozesse, Informationsverarbeitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Wahrnehmung als notwendige Voraussetzung für die Entfaltung von Kreativität beim Menschen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die psychologischen Grundlagen von Kreativität, Theorien der Wahrnehmung, didaktische Trainingsmethoden und die spezielle Situation blinder Menschen bei der Informationsverarbeitung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Notwendigkeit von Wahrnehmungsförderung für die Entwicklung von Kreativität aufzuzeigen und dabei insbesondere die Situation sehgeschädigter Kinder zu analysieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung psychologischer und sonderpädagogischer Literatur sowie der Analyse pädagogischer Ansätze aus der Schulpraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit Wahrnehmungsmodellen, der didaktischen Umsetzung im Unterricht und der spezifischen Förderung von Wahrnehmung durch Musik bei Sehgeschädigten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kreativität, Wahrnehmungstraining, Taktil-kinästhetische Wahrnehmung, Blindheit, Inklusion und Regulative Musiktherapie.

Warum ist gerade das Tasten für blinde Kinder so wichtig?

Da der visuelle Zugang zu Informationen fehlt, dient das aktive Tasten als primäres Werkzeug zur Erkundung der Umwelt und zum Aufbau eines inneren Bildes von Gegenständen.

Was genau versteht die Autorin unter dem regulativen Wahrnehmungstraining mit Musik?

Es handelt sich um ein therapeutisches Angebot, bei dem Musik eingesetzt wird, um ohne Leistungsdruck die Wahrnehmungsfähigkeit zu erweitern, Anspannungen abzubauen und die psychische Befindlichkeit zu stabilisieren.

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Details

Title
Wahrnehmungstraining - Voraussetzung für Kreativität?!
College
Martin Luther University  (Psychologie)
Course
Erziehung zur Kreativität
Grade
gut - sehr gut
Author
Thomas Schrowe (Author)
Publication Year
2001
Pages
31
Catalog Number
V22572
ISBN (eBook)
9783638258678
Language
German
Tags
Wahrnehmungstraining Voraussetzung Kreativität Erziehung Kreativität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Schrowe (Author), 2001, Wahrnehmungstraining - Voraussetzung für Kreativität?!, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22572
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