"Ein Grund von Gegenteil". Die Bereitung synthetischen Potentials in Rilkes Vierter Duineser Elegie


Hausarbeit (Hauptseminar), 1999

43 Seiten, Note: 1,0 (sehr gut)


Leseprobe

INHALT

I. METHODOLOGISCHE VORBEMERKUNGEN

II.INTERPRETATION
1.Nicht-einig-Sein
1.1Anders-Sein
2.Grund von Gegenteil
2.1Kontur des Fühlens
3.Bühne des Scheins
3.1Abschied vom Sein
3.2Schein-Schauspiel
3.2.1Tänzer-Maske und Bürger-Leere
3.2.2Puppen-Aussehn
4.Schicksal
5.Seins-Schauspiel
5.1Engel und Puppe
5.2 Vorwand des Leistens
6.Reiner Vorgang
6.1Kindertod
7.Zu poetologischen Deutungsansätzen

III.AUSBLICK: Das Leisten von Synthese
1. „Niemals nirgends ohne Nicht“ - ein Grund von Sein
2. „ Nicht, weil Glück ist “ - „die Quelle der Freude“

IV.BIBLIOGRAPHIE

I.METHODOLOGISCHE VORBEMERKUNGEN

Ein Versuch, die Tendenzen der neueren Rilke-Forschung zu um­reißen, hätte in erster Linie darzustellen, daß sich das In­teresse von den Aussagen auf die Ausführung verlagert hat, auf, wie Wilfried Eckel diagnostiziert und selbst vorführt: „Gegebenheiten eher struktureller Natur“.[1]

Dies soll im folgenden an zwei Beispielen belegt werden: Er­stens Eckels Skizze Die Figur der Reflexion im Werk Rilkes (1997) und zweitens der Artikel Volker Kaisers mit dem Titel Die Katastrophe der Repräsentation (1991). Im Anschluß daran soll die Frage gestellt werden, ob die in beiden Fällen vor­ausgesetzte Selbstreflexivität des Kunstsystems im Hinblick auf Rilke methodisch tragfähig ist, konkret: Ob es sich bei der in den Duineser Elegien geleisteten Synthese um das Struk­turmoment einer selbstreferentiellen Sprache handelt oder aber um die vom Künstler als „Auftrag“[2] empfundene Stiftung eines Sinnprinzips.

Eckel unternimmt es, eine „Grundstruktur“ zu ermitteln, von der aus „der historische Ort Rilkes im Übergang zur Moderne präziser bestimmt werden soll. Diese Grundstruktur faßt Eckel „ prozessual “: als „Grundstruktur des sprachlichen Vollzugs“[3]: Bei Rilke werde poetisches Sprechen auf seinen eigenen Vollzug rückbezogen; die „Performanz“ des Sprechens erweise sich somit als - im emphatischen Sinn des Wortgebrauchs - reflexiv ver­faßt: als „Figur der Reflexion.“[4] Diese ist mit Eckel poten­ziert zu denken: „als Reflexion wie auch als Reflexion der Re­flexion.“[5] Die Meta-Dimension eröffnet dabei sowohl die Mög­lichkeitsbedingung als auch das Ziel des poetischen Sprechens. Insofern das Ziel nämlich nur angenähert werden kann, be­schreiben die „poetisch-poetologischen Spiegelungen“[6] eine “Entwurfsfunktion “. Der Sinn des autoreferentiellen Bezugs, der „Selbstthematisierung“ wäre demnach ein „anti-zipatorischer“.[7] Die Möglichkeit, den „eigenen Entwurf einzuholen “,[8] wird am Beispiel der Engel vorgestellt: Der Engel-Entwurf kann, so Eckel, nicht anderes realisiert werden, als indem „die Differenz affirmiert wird“: in der Bedeutung einer „Epiphanie eines Abwesenden“, einer Abschied nehmenden, und eben dadurch zur intensivsten Präsenz“ gelangenden Rühmung.[9] Erreicht werde diese Negativaffirmation durch den „Vollzug der Zurücknahme“, in dem sich das Sprechen des konkreten Bezugs begebe und dadurch zu sich selber komme.“[10] Auf diese Weise werde „jede Selbstthematisierung“ „strukturell, in der Bewegung des Sprechens“ überboten.[11]

Ähnlich Eckel konstatiert Kaiser eine „Absolutsetzung von selbstreflexivem Potential“.[12] Dieses Potential wird als latent zerstörerisch begriffen, nährt es sich doch aus dem von Kaiser unausweichlich genannten Konflikt zwischen ästhetizistischer Programmatik und darstellungsfunktionalem Vollzug („Re-präsentation“) des Selbstreferenz:[13] In scharfer Abgrenzung von der „bürgerlichen Literaturwissenschaft“ zielt Kaiser dar­auf, den „ästhetizistische[n] Gestus“ von Rilkes Poetik nicht als Ausdruck „authentischer Subjektivität“, sondern als Preis­gabe derselben zu deuten.[14] So wird die „transzendentale Frage des Textes“ nicht etwa an den Text gerichtet, vielmehr handelt es sich um eine durch das Text-System selbst eröffnete.[15] Ril­kes Vierte Duineser Elegie, auf die sich Kaiser zunächst be­zieht, wird so zum „Schauplatz der Kritik ihrer eigenen Reprä­sentationsstruktur: Die Marionette[16] avanciert zur „Figur der figurativen Sprechweise überhaupt“[17], und Rilkes Puppen er­scheinen als „Allegoresen ihrer metaphorischen Funktion“.[18]

Statt Uneigentliches auf etwaig gemeintes Eigentliches zurück­zuführen, nimmt Kaiser also eine Kopplung an die Metaebene vor. Tertium comparationis zwischen uneigentlichem Sagen und dem Sprechen über uneigentliches Sagen ist dabei die Darstel­lungsfunktion. Aus dieser Perspektive erscheint einleuchtend, warum etwa Eckel literarische Themen als „Vorwände“ bezeich­net: Vorwände, um ein Sprechen überhaupt in Gang zu bringen.[19]

An dieser Stelle soll nun die eingangs formulierte Frage auf­gegriffen werden, ob es Rilke um gehaltneutrales „Sprechen überhaupt“ oder aber um sinnstiftende Sprache zu tun ist. Wenn Eckel zurecht betont, daß sich Malte seiner Existenz schreibend vergewissere,[20] so ist die Depotenzierung von Aussa­gen zu Vorwänden des Sagens um so weniger legitim: Wer sich seiner Existenz schreibend versichert, für den ist zum einen das Schreiben von existentieller Bedeutung und zum anderen ist dieses Schreiben existentiell durchwirkt. Thema ist nämlich die Verunsicherung der Existenz selbst, also kein Vorwand, sondern der denkbar tiefste Beweggrund.

Sind nun Existenz und schreibende Thematisierung derselben un­mittelbar zusammengehörig, so darf auch Maltes Sprachkrise nicht von seiner Sinnkrise getrennt werden: Die „stille, ziel­lose Arbeit“, die Maltes „ Dasein “ zu leisten hat, entspricht der „Anfängerschaft“ der Sprache, die als eine „herrliche“ be­reits gehört, aber noch nicht gesagt werden kann.[21] Die „Bedingungen seiner eigenen Möglichkeit“[22] kann dieses Sagen nämlich erst dann erfüllen, wenn ihm ein „herrliches“ Dasein entspricht.[23]

Insofern weist Rilke dem poetischen Wort - über Erkenntnis-, Darstellungs-, Kommunikations- und Symptomfunktion hinaus - sinnstiftende Funktion zu. Die ältere Forschung hat dies - un­geachtet aller sonstigen Befangenheiten[24] - klar erkannt.[25]

Als Träger einer Sinnstiftung par excellence konzipiert Rilke die Duineser Elegien, wie besonders Engel/Fülleborn (1982) ge­zeigt haben.

In der Einleitung zu Band I der Materialien deutet Fülleborn die Duineser Elegien als Antwort auf den zeitgenössischen Ni­hilismus, auf das, was man mit Manfred Frank den Zusammenbruch des „Deutungs- und Sinnstiftungs- und Tröstungssystem[s] des abendländischen Geistes“ nennen könnte.[26] Fülleborn nennt das Ziel dieser Antwort überaus treffend „eine universale Ontodi­zee“.[27] Dies zu leisten: Rechtfertigung des Seins, Sinnbegrün­dung angesichts unbegründbarer Negativität, ist die in zahl­reichen Briefen dokumentierte Intention der Duineser Elegien.[28]

Im Rückblick auf die strukturalistisch-systemtheoretischen Deutungsansätze wäre hier zweierlei zu bedenken: Erstens die Intentionalität als solche, zweitens der intentionale Gegen­stand.

Daß Intentionalität keine systemimmanente Größe darstellt, wußte schon der klassische Strukturalismus: Da der Zeichen -Be­nutzer am Vollzug des „struere“ nicht beteiligt wird - wenig­stens nicht in seiner Individualität, allenfalls als funktio­nale Größe - , stößt Ferdinand de Saussures Vergleich der Sprache mit einem Schachspiel genau dort an seine Grenze, wo der Spieler in Betracht kommt. Beeinflußt dieser doch die Ver­änderung der Partie durch Überlegung und Absicht, während sich die Sprache nach de Saussure planlos und spontan entwickelt.[29] Ist Strukturalismus welcher Ausprägung auch immer also keine adäquate Beschreibungsmethode von subjektiver Intentionalität, so muß der intentionale Gegenstand der Duineser Elegien - die gehaltträchtige Ontodizee - desto unzugänglicher bleiben.

Wer Kunst in ihrer systemeigenen Referenz betrachtet, würde freilich betonen, an derlei Gehaltträchtigem gar nicht inter­essiert zu sein. Das Kriterium für die Wegsamkeit aber ist nicht der Weg - also die literaturwissenschaftliche Methode selbst -, sondern das Ziel - also das jeweilige Werk, weswegen etwa bei den Duineser Elegien nicht die Darstellungs-, sondern die Sinnstruktur im Zentrum der Betrachtung stehen sollte. ‘Sinnstruktur’ meint dabei ein Zweifaches: Erstens, daß die Elegien, trivial gesagt: einen ‘Sinn’ haben - nämlich die On­todizee -, und zweitens, daß dieser über das Kunstsystem hin­ausweisende Sinn dasjenige Prinzip darstellt, nach dem die Aufschichtung (Strukturierung) des Elegien erfolgt. Ist die Ontodizee also Grund-Satz der Sinnstruktur, so wird seine Um-setzung durch ein Verfahren geleistet, das hier Synthese heißen soll.

II.INTERPRETATION

1. Nicht-einig-Sein (I, 453)

„O Bäume Lebens, o wann winterlich?“ Der Eingangsvers der Vierten Elegie beeindruckt durch die formvollendete Gestaltung des Nicht-einig-Seins, das in der zweiten Zeile sentenzartig formuliert wird. Zunächst fällt die Symmetrie des ersten Ver­ses ins Auge: Jeweils fünf Silben, die bezüglich der Klang­farbe eine spiegelgleiche Aufhellung erfahren - vom dunklen „O Bäume“ bzw. „O wann“ zum hellen Klang von „Leben“ bzw. „winterlich“ - stehen sich hier gegenüber. Symmetrisch pla­ziert ist auch die Interjektion „O“, welche die Apostrophe der „Bäume Lebens“ jeweilig einleitet. Die elliptische Struktur von „O Bäume Lebens“ bzw. „O wann winterlich?“ bewirkt dabei eine besondere Verdichtung der beiden Wortfügungen, so daß die trennende Spiegel-Achse desto unüberwindlicher erscheint. Dies sei an der Ellipse des Artikels in „O Bäume Leben“ demon­striert: Als Gelenkstück syntaktischer Fügungen sorgt ein Ar­tikel für Beweglichkeit sowohl als für die Mög­lichkeit der Aufgliederung. Fehlt er, so erstarrt die Fügung zu unteilbarer Ganzheit. Da man hier überdies einen bestimmten Artikel erwar­tet hätte („O Bäume des Lebens“), so eröffnet die Ellipse ein Mehr an Bestimmbarkeit bei einem Weniger an Be­stimmtheit, kurz: Mögliche Deutungen werden von vorneherein in die Tiefen­dimension verlagert.

Dieser Vertiefung des Meinens entspricht eine gesteigerte In­tensität des Sagens, die sich neben der syntaktischen Verdich­tung und der pathetischen Wucht doppelter Interjektion auch rhythmisch realisiert: Die Häufung langer, zu schweren Blank­versen gruppierter Silben erweckt den Eindruck „gehämmerte[r] Härte“, wie Herbert Lehnert formuliert.[30] Diese Härte tritt in­sofern besonders deutlich hervor, als mit dem Eingang der Vierten Elegie die für das Gesamt der Duineser Elegien charak­teristische Metrik durchbrochen wird: Die reimlosen Langzeilen weisen vorwiegend das Versmaß fünfhebiger Daktylen - oder aber einer fünfhebigen Kombination aus Daktylus und Trochäus - auf und zeigen so Nähe zum elegischen Distichon.[31]

Insgesamt wird durch die scharfkantige Symmetrieachse der er­sten Zeile also zum Ausdruck gebracht, daß vermeintlich (Spiegel-)Gleiches unwiederbringlich getrennt ist. Die äußere Kongruenz spiegelt sich folglich gerade an der Entzweiung. Hierdurch wird ein unmittelbarer Bezug auf unser „Nicht ei­nig“-Sein hergestellt: Die „Bäume Lebens“ sind Metapher menschlicher Zerrissenheit. Entscheidend ist dabei das Genitivattribut: Während sich das Blätterkleid eines Baums im Ein­klang mit den Jahreszeiten verfärbt, hat der menschliche Le­bens-Baum keine naturhomogenen inneren Jahreszeiten: „Wir sind nicht einig, weil wir nicht wissen, wann unser Winter ist, wie Lebensbäume, die immer grün sind.“[32]

Dieses Nicht-„verständigt“-Sein über das organische Werden der Natur auf den Sündenfall zurückzuführen, wird nicht zuletzt durch den Deutungszusammenhang nahegelegt. Auf der anderen Seite spricht nichts dafür, den Baum des Lebens leichtfertig mit dem Baum der Erkenntnis in eins zu setzen, wie es etwa Fritz Dehn unternimmt.[33]

Peter Krummes Verweis auf den Hyperion stellt hier wohl die größere Nähe zum Primärtext her:

„O Baum des Lebens, daß ich wieder grüne mit dir und deine Gipfel umathme mit all deinen knospenden Zweigen! friedlich und innig, denn alle wuchsen wir aus dem goldenen Samenkorn herauf.“[34]

Das „Mit-Grünen“ aus gemeinsamer Wurzel präsentiert sich gleichsam als Positiv zum Nicht-einig-Sein der Vierten Elegie, das eine dreifache Negation darstellt: Wir sind nicht „einig“, sind nicht „wie die Zugvögel verständigt“, nicht „herrlich“ wie die Löwen, die „von keiner Ohnmacht“ wissen (Hervorhebungen von mir): Im Gegensatz zum Menschen bestimmt sich das Tier durch sein selbst-verständliches Verständigt-Sein über den Zyklus des Lebens. Es hat kein Bewußtsein, folg­lich auch kein Zeitbewußtsein, und gerade deswegen ist es ver­ständigt darüber, wann es winterlich sei. Wir hingegen sind nicht einge-stimmt auf unseren Lebensrhythmus; zu wissen, „wann winterlich“, fehlt uns gleichsam der Instinkt. Unser „Winterlich“-Sein ist also ein unzeitiges. „ Überholt und spät, / so drängen wir uns plötzlich Winden auf / und fallen ein auf teilnahmslosen Teich“ (Hervorhebungen von mir). Jakob Steiner deutet ‘teilsnahmslos’ konkret: Er sieht hierin die nähere Be­schreibung eines Teiches, der „unter dem Einfallen nicht mehr aufrauscht, sondern […] schon Winter hat, bereits zugefroren ist.“[35]

[...]


[1] Eckel (1997), 263. Zu differenzieren wäre zwischen den neostrukturali­stisch-systemtheoretisch orientierten Ansätzen, wie sie durch Eckel und Kaiser präsentiert werden, und den Strukturanalysen klassischen Zuschnitts, die formanalytisch vorgehen. Zwei Forschungsbeiträge zu unterschiedlichen Werkstufen seien hier herausgegriffen Hart (1982): Simile by Structure in Rilke’s Geschichten vom lieben Gott und Gerok-Reiter (1996): Wink und Wand­lung. Komposition und Poetik in Rilkes ‘Sonette an Orpheus’.

[2] Rilke, Rainer Maria: Erste Duineser Elegie. In: Ders.: Werke in drei Bän­den. Einleitung von Beda Allemann. Frankfurt: Insel, 1991, Band I, S.442. Im folgenden wird aus diesem Band im fortlaufenden Text mit Seitenangaben in Klammern zitiert. Der einfachen Seitenangabe vorausgestellt wird in rö­mischen Ziffern die Nummer der jeweiligen Elegie.

[3] Eckel (1997), 264.

[4] Vgl. Frank (1983), 24: ‘Reflexion’ heißt, wörtlich übersetzt, ‘Umkehr, Rückwendung zum Ausgangspunkt, seitenverkehrende Spiegelung derart, daß der Ausgangspunkt nunmehr als Zielpunkt erscheint.“-

Eckel argumentiert hier klar systemtheoretisch. Vgl.Plumpe/Werber (1993),22.

[5] Ebd., 270.

[6] Ebd.

[7] Ebd., 266 f.

[8] Ebd., 268.

[9] Ebd., 269.

[10] Ebd., 270.

[11] Ebd.. Der Spiegelmetapher (II, 445), an der Eckel die sprachliche Zu­rücknahme zu demonstrieren versucht, kommt wohl eher die Funktion einer Steigerung der Ausdruckskraft zu. Handelt es sich bei der Ersetzung des Eigentlichen durch das Uneigentliche qua Trope doch primär um Intensivie­rung, nicht um „Verzicht“ auf die elucutio.

[12] Kaiser (1991), 695.

[13] Ebd.

[14] Ebd., 696.

[15] Ebd. Die „transzendentale Frage des Textes“ hätte wohl nach den Bedin­gungen der Möglichkeit von Darstellung zu fragen.

[16] Vgl. SW II, 343 ff.: Marionetten-Theater.

[17] Kaiser (1991), 699.

[18] Ebd., 715. Hier ist zu fragen, ob Kaiser nicht eine Rückprojektion von der interpretatorischen Metaebene auf die Objektebene vornimmt, ob sich die Metaphorisierung der Metapher tatsächlich im Primärtext vollzieht oder aber ex post durch die Deutung vorgenommen wird.

[19] Eckel (1997), 264.

[20] Ebd., 265.

[21] Werke III, 343 f., Hervorhebungen von mir.

[22] Eckel (1997), 265.

[23] Vgl. Siebente Elegie, 466: „Hiersein ist herrlich.“

[24] Die Gefahr, in die „steilsten metaphysischen Verirrungen der geisteswis­senschaftlichen Methodik“ abzudriften, ist teilweise durchaus gegeben (Hermand (1968), 141).

[25] Dies gilt sowohl für die existentialistische als auch für die werkimma­nent strukturanalytische Deutung. Stellvertretend zu nennen wären Dehn (1942) bzw. Hardörfer (1954).

[26] Frank (1983), 24.

[27] Engel/Fülleborn (1982), Band I, 8 f..

[28] Vgl. ebd., Band I, passim

[29] Vgl. de Saussure, 126:

"Il n'y a qu'un point où la comparaison soit en défaut; le joueur d'échecs a l'intention d'opérer le déplacement et d'exercer une action sur le sy­stème; tandis que la langue ne prémédite rien; c'est spontanément et for­tuitement que ses pièces à elle se déplacent.“

[„Es gibt nur einen Punkt, bei dem sich der Vergleich als fehlerhaft er­weist: Der Schachspieler hat die Absicht, die Schachfiguren zu setzen und so eine Wirkung auf das System auszuüben; während die Sprache nichts plant; spontan, nach dem Zufallsprinzip: So setzt sie ihre Steine“], Übersetzung von mir.

[30] Lehnert (1983), 141.

[31] Entscheidend verstärkt wird diese Nähe durch das gehäufte Auftreten der Penthemimeres.

[32] Gadamer (1967), 252.

[33] Dehn (1942), 323. Vgl. Gen.2, 9.

[34] Hölderlin, 159. Die Einflüsse Hölderlins auf Rilke werden von Herbert Singer in überzeugender Weise nachgewiesen. Vgl. Singer (1957).

[35] Steiner (1962), 77.

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Details

Titel
"Ein Grund von Gegenteil". Die Bereitung synthetischen Potentials in Rilkes Vierter Duineser Elegie
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Germanistisches Seminar)
Veranstaltung
Hauptseminar 'Rilke'
Note
1,0 (sehr gut)
Autor
Jahr
1999
Seiten
43
Katalognummer
V22575
ISBN (eBook)
9783638258692
ISBN (Buch)
9783638701402
Dateigröße
564 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grund, Gegenteil, Bereitung, Potentials, Rilkes, Vierter, Duineser, Elegie, Hauptseminar, Rilke
Arbeit zitieren
Sandra Kluwe (Autor), 1999, "Ein Grund von Gegenteil". Die Bereitung synthetischen Potentials in Rilkes Vierter Duineser Elegie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22575

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