Innovation, und die wissenschaftliche Untersuchung dieses Gebietes, ist kein neues Thema der Wirtschaft. Im Unterschied zu der zeitpunktbezogenen Invention ist die Innovation das Ergebnis eines Prozesses oder sogar der Prozess selbst, der alle Phasen von der Ideengewinnung über die Ideenumsetzung bis hin zur Ideenverwertung, oder anders gesagt, der Markteinführung und wirtschaftlichen Nutzung. Die zusätzliche Gestaltung einer innovationsfördernden Unternehmenskultur ist kein kurzfristig zu realisierendes Vorhaben, sondern erfordert einen längeren Zeitraum der Veränderung.
Die Unternehmensführung kann vor allem gezielte Anstösse zur Kulturveränderung geben, indem sie auf die problematische Wirkung der bisherigen Verhaltensmuster hinweist und nachdrücklich für deren Korrektur eintritt. Letztendlich sind einem geplanten Kulturwandel jedoch unübersehbare Grenzen gesetzt, die sich aus dem komplexen Charakter der Organisationskultur ergeben.
Dienstleistungen werden in Zukunft zunehmend vom Kunden bestimmt werden. Eine zukunftsweisende, unternehmenskultur-verändernde Innovation könnte die Einführung des WoV-Modells (Wirkungsorientierte Verwaltung, gleichbedeutend mit NPM, New Public Management) sein.
WoV verfolgt vier Hauptzielsetzungen:
• Kundenorientierung,
• Leistungs-/Wirkungsorientierung,
• Qualitätsorientierung
• Wettbe-werbsorientierung.
Stehen alle Beteiligten hinter der Einführung und Umsetzung von WoV, so kann es auch zu einem positiven Resultat kommen, wie es das Beispiel des Kantons Luzern zeigt. (vgl. 6.2. Erfahrungen des Kantons Luzern, Schweiz).
Inhaltsverzeichnis
1 Zusammenfassung
2 Innovationsmanagement
2.1 Definitionen – Abgrenzungen – Merkmale – Ziele
2.1.1 Definition und Abgrenzung des Innovationsbegriffes
2.1.2 Definition Management
2.1.3 Merkmale von Innovationen
2.1.3.1 Neuheit
2.1.3.2 Unsicherheit
2.1.3.3 Komplexität
2.1.3.4 Konfliktgehalt
2.1.3.5 Notwendigkeit
2.1.4 Innovationsziele
2.2 Der Innovationsprozess
2.2.1 Initiierung von Innovationen
2.2.2 Ideengewinnung
2.2.3 Bewertung von Ideen
2.2.4 Ideenauswahl
2.2.5 Ideenumsetzung
3 Innovation und Unternehmenskultur
3.1 Definition des Begriffes Unternehmenskultur
3.2 Merkmale einer innovationsfördernden Unternehmenskultur
3.3 Vergleich „alter“ und „neuer“ Innovationsansätze
3.4 Gestaltung der innovationsfördernden Unternehmenskultur
3.4.1 Analyse des Ist-Zustandes
3.4.2 Definition des Soll-Zustandes
4 Das WoV-Modell als Innovation für die Verwaltungsarbeit im Projekt „Zukunftswohnen für Senioren“ der Stadt Kloten
4.1 Zum Begriff der Wirkungsorientierten Verwaltung (WoV-Modell)
4.2 Die Hintergründe
4.3 Die Entwicklungsgeschichte
4.4 Ziele der Wirkungsorientierten Verwaltungsführung
4.5 Elemente der Wirkungsorientierten Verwaltungsführung
4.5.1 Übersicht
4.5.2 Führung und Steuerung mit Leistungsauftrag im Besonderen
4.6 Leistungsebene und Wirkungsebene
4.7 Übertragbarkeit des WoV-Modells auf das das Projekt „Zukunftswohnen für Senioren“ der Stadt Kloten
4.7.1 Antwort auf Frage 1
4.7.1.1 Übersicht über die Produkte
4.7.1.2 Übersicht über die Ziele, Produkte und Indikatoren
4.7.1.3 Ansätze zur Ergänzung der Indikatorenliste
4.7.1.4 Daraus abgeleitete Anforderung an die zukünftige Organisation des Projektes „Zukunftswohnen für Senioren“ der Stadt Kloten
4.7.2 Antwort auf Frage 2
4.7.3 Antwort auf Frage 3
5 Arbeitswirtschaftliche Betrachtung des WoV-Modells für das Projekt „Zukunftswohnen für Senioren“ der Stadt Kloten
5.1 Der Begriff Arbeitswirtschaft
5.2 Die Steuerungsebenen im WoV-Modell
5.3 Qualitätsansprüche an Institutionen der Altersbetreuung
5.3.1 Qualitätsziele aus Sicht der Fachverbände
5.3.2 Subjektive Qualitätsansprüche aus Sicht der Verfasser
5.3.3 Der Einsatz von Indikatoren bei Institutionen der Altersbetreuung
5.4 Nach WoV-Prinzipien geführte Institutionen der Altersbetreuung
5.4.1 Übersicht der Produkte dieser Institutionen
5.4.2 Übersicht über die Ziele dieser Institutionen
5.5 Analyse und Bewertung der Ergebnisse der Studie
5.5.1 Analyse der Produkte
5.5.2 Analyse der Ziele
5.5.3 Analyse der Indikatoren
5.5.4 Überprüfung der eigenen These
5.5.5 Ansätze zur Ergänzung der Indikatorenliste für ein Benchmarking
5.5.6 Ansätze zur Ergänzung der Indikatorenliste bezüglich Grundhaltung und Ethik
5.5.7 Ansätze zur Ergänzung der Indikatorenliste auf Ebene der Politik
6 Erfahrungswerte mit WoV
6.1 Erfahrungen der Stadt Dübendorf, Kanton Zürich, Schweiz
6.2 Erfahrungen des Kanton Luzern, Schweiz
7 Ausblick
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des „Wirkungsorientierten Verwaltungs-Modells“ (WoV-Modell) als innovative Managementstrategie für das Projekt „Zukunftswohnen für Senioren“ der Stadt Kloten, wobei insbesondere arbeitswirtschaftliche Aspekte und notwendige Steuerungsmechanismen analysiert werden.
- Innovationsmanagement und Unternehmenskultur in der Verwaltung
- Einführung und Methodik der wirkungsorientierten Verwaltungsführung (WoV)
- Analyse von Ziel- und Indikatorensystemen in sozialen Institutionen
- Übertragung des WoV-Modells auf das Projekt „Zukunftswohnen für Senioren“
- Arbeitswirtschaftliche Betrachtung und Benchmarking-Potentiale
Auszug aus dem Buch
2.1.3.1 Neuheit
Das eindeutigste Merkmal einer Innovation ist der Neuheitsgrad. Er variiert von der geringfügigen Veränderung bis hin zur fundamentalen Neuerung. Der Grad der Neuerung ist deshalb von grösster Bedeutung, weil mit ihm hohe Anforderungen an das Management von Innovationen verbunden sind. Ausserdem ist ein hoher Neuheitsgrad insofern von Bedeutung, dass er im Allgemeinen einen Vorsprung und damit Wettbewerbsvorteil vor der Konkurrenz darstellt, und mit einer kurzfristigen Monopolstellung des Unternehmens verbunden ist.
Zusammenfassung der Kapitel
Zusammenfassung: Bietet einen Überblick über den Innovationsbegriff, die Bedeutung der Unternehmenskultur für Innovationen und die Relevanz des WoV-Modells zur Steigerung von Effizienz und Kundenorientierung in der Altersbetreuung.
Innovationsmanagement: Definiert den Innovationsbegriff und den Innovationsprozess, wobei insbesondere auf die Merkmale wie Neuheit, Unsicherheit und Komplexität eingegangen wird.
Innovation und Unternehmenskultur: Analysiert den Einfluss der Unternehmenskultur auf Innovationen und leitet Bedingungen ab, die eine innovationsfördernde Umgebung in Organisationen schaffen.
Das WoV-Modell als Innovation für die Verwaltungsarbeit im Projekt „Zukunftswohnen für Senioren“ der Stadt Kloten: Untersucht das WoV-Modell als Reformkonzept für die Stadt Kloten und prüft die Übertragbarkeit der Prinzipien auf das Projekt „Zukunftswohnen für Senioren“.
Arbeitswirtschaftliche Betrachtung des WoV-Modells für das Projekt „Zukunftswohnen für Senioren“ der Stadt Kloten: Beleuchtet das WoV-Modell aus der Perspektive der Arbeitswirtschaft und analysiert die Steuerungs- und Qualitätssicherungsinstrumente für Institutionen der Altersbetreuung.
Erfahrungswerte mit WoV: Präsentiert Fallstudien aus der Stadt Dübendorf und dem Kanton Luzern, um die praktische Umsetzung und die Herausforderungen von WoV-Modellen aufzuzeigen.
Ausblick: Reflektiert die Ergebnisse und betont die Notwendigkeit, weitere, klare Indikatoren für soziale Bereiche zu entwickeln, um WoV als Innovation langfristig erfolgreich zu etablieren.
Schlüsselwörter
Innovation, Innovationsmanagement, Wirkungsorientierte Verwaltung, WoV, New Public Management, Arbeitswirtschaft, Altersbetreuung, Zukunftswohnen für Senioren, Qualitätsmanagement, Indikatoren, Benchmarking, Unternehmenskultur, Effizienz, Verwaltung, Leistungsauftrag
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie das WoV-Modell zur Modernisierung der Verwaltungsführung im Kontext sozialer Institutionen eingesetzt werden kann, speziell für das Projekt „Zukunftswohnen für Senioren“.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind Innovationsmanagement, Unternehmenskultur, die Prinzipien der Wirkungsorientierten Verwaltung (WoV) und die Anwendung arbeitswirtschaftlicher Analysen in der Altersbetreuung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das WoV-Modell zur Verbesserung der Effizienz, Transparenz und Kundenorientierung im Projekt „Zukunftswohnen für Senioren“ beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autoren nutzen eine Kombination aus Literaturanalyse zu Innovations- und Managementtheorien sowie eine empirische Untersuchung der Ziel- und Indikatorensysteme sieben bestehender Institutionen der Altersbetreuung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Innovationsmanagements, die Analyse der Wirkungsorientierten Verwaltung und die spezifische arbeitswirtschaftliche Betrachtung der Qualitätssicherung mittels Indikatoren in der Altersbetreuung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Innovation, WoV, New Public Management, Arbeitswirtschaft, Altersbetreuung, Qualitätsmanagement und Benchmarking.
Warum fehlen in der Studie bei den untersuchten Institutionen häufig Indikatoren für die Organisationsqualität?
Die Studie zeigt, dass sich viele Institutionen bisher stark auf Befragungen zur Kundenzufriedenheit konzentrieren, während eine systematische Messung der organisationsinternen Prozesse noch kaum etabliert ist.
Welche Rolle spielt die Politik bei der erfolgreichen Einführung von WoV?
Die Arbeit verdeutlicht, dass eine erfolgreiche Implementierung von WoV eine klare strategische Führung und eindeutige Zielsetzungen seitens der Politik erfordert, da unklare Vorgaben als wesentliches Hemmnis identifiziert wurden.
- Quote paper
- Sigrid Baierlein (Author), 2004, Projekt "Zukunftswohnen für Senioren" der Stadt Kloten / Schweiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22625