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Augustus und der Senat

Title: Augustus und der Senat

Seminar Paper , 2003 , 20 Pages , Grade: 12

Autor:in: Lukasz Sokolowski (Author)

Law - Philosophy, History and Sociology of Law
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Summary Excerpt Details

I. Einführung

Aus den Wirren des römischen Bürgerkriegs mitsamt der Ermordung Caesars ging mit Octavian ein Herrscher hervor, dessen politisches Handeln die Phantasie der Forscher bis heute anregt. Durch den Sieg bei Actium war Octavian der unangefochtene Führer in der römischen Welt. Sein verfassungsrechtlicher Status hingegen war unsicher. Noch war Rom eine Republik mit 2 Konsuln und einem Senat als Machtträger, aber eine freiwillige Beschränkung oder Zurücklegung der Macht, kam bei Octavian nicht in Frage. Eine Einigung mit dem Senat musste unbedingt herbeigeführt werden. Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Frage, wie es dem Octavian gelungen ist, die Autorität des Senats wieder zu neuem Leben zu erwecken und auf diesem Grund die Fundamente des Staates zu legen, die die Zeit überdauern werden.

Wir setzen uns mit dem Thema Augustus und der Senat auseinander und wir erstellen eine Beschreibung der Verhältnisse, die zur Entstehung eines einheitlichen und in sich geschlossenen Systems beigetragen haben.

Wir erläutern die Rolle der Senatoren im Dienst des Prinzeps, die Neuverteilung der Kompetenzen und zum Schluss machen wir Bemerkungen zu den ständigen Versuchen der Legitimation von Macht des Augustus. Behilflich bei unseren Überlegungen wird Monumentum Ancyranum - der Tatenbericht des Augustus sein. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Hauptteil

1. Die scheinbare Wiederherstellung der Republik

2. Neuverteilung der Kompetenzen

3. Nomination und Commendation

4. Der Zensus und die Regelung des Zugangs zum Senat

5. Senatoren im Dienst des Prinzeps

6. Consilium des Augustus

7. Richterliche Befugnisse des Senats

8. Die Legitimation der Macht des Augustus

III. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen Augustus und dem Senat nach dem Ende der römischen Bürgerkriege. Ziel der Analyse ist es, aufzuzeigen, wie Augustus die Autorität des Senats scheinbar wiederbelebte, um auf dieser Grundlage ein effektives, in sich geschlossenes Herrschaftssystem zu etablieren, das die republikanischen Traditionen formell wahrte, aber de facto eine neue Monarchie darstellte.

  • Die Transformation des Senats von einem Machtträger zu einem Verwaltungsorgan.
  • Mechanismen der Machtausübung durch Nomination, Commendation und Zensus.
  • Die Einbindung der Senatoren in den Dienst des Prinzeps durch neue Aufgabenfelder.
  • Die dynastische Absicherung und informelle Lenkung politischer Entscheidungen.
  • Die verfassungsrechtliche Legitimation des Prinzipats durch den Senat.

Auszug aus dem Buch

3. Nomination und Commendation

Ein besonders wichtiges Recht war dem Augustus mit der teilweisen Lenkung der Beamtenwahlen durch Nomination und Commendation eingeräumt. Solange Augustus das Konsulat bekleidete, hatte er mit der Wahlleitung selbstverständlich zugleich das Recht und die Pflicht, die sich für die Ämter meldenden Kandidaten auf ihre Würdigkeit zu prüfen. Das Prüfungsrecht besaßen bisher nur die amtlichen Leiter der Wahlen, also vor allem die Konsuln. Der Kaiser erhielt es nun als ein aus der konsularischen Gewalt ausgegliedertes Sonderrecht, durch das er konkurrierend zu den Konsuln alle Kandidaten prüfen und dann benennen konnte. Augustus beanspruchte aber weiterhin das Recht, Kandidaten, die sich bei ihm meldeten, auf ihre Eignung zu prüfen und unter Umständen dem wahlleitenden Magistrat als qualifiziert zu bezeichnet, sie also zu nominieren. Augustus hat von dieser Nomination zumindest gegen Ende seiner Regierung in ziemlich weitem Umfange Gebrauch gemacht. Tacitus berichtet, dass der Prinzips bei den Präterenwahlen 12 Kandidaten nominierte, also gerade so viele, als damals Stellen zu besetzen waren. Die nominatio durch den Prinzeps bedeutete allerdings rechtlich nur die Zulassung zur Wahl und schloss daher nicht aus, dass Bewerber, die sich beim wahlleitenden Konsul gemeldet hatten, ebenfalls als qualifiziert zur Wahl zugelassen wurden. Die vom Prinzeps nominierten Bewerber hatten jedoch den Vorteil, dass hinter ihrer nominatio Augustus stand.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Die Arbeit thematisiert die politische Etablierung des Augustus nach den Bürgerkriegen und seine Suche nach einer tragfähigen Übereinkunft mit dem Senat.

II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die schrittweise Schwächung der republikanischen Senatsmacht durch die Neuverteilung von Kompetenzen, die Kontrolle der Senatsliste, die Lenkung der Beamtenwahlen sowie die Einbindung der Senatoren in neue Verwaltungsposten.

III. Zusammenfassung: Abschließend wird festgehalten, dass der Prinzipat als ein verdecktes, effizientes Machtsystem fungierte, das den Senat als ein dem Monarchen dienendes Organ instrumentalisierte.

Schlüsselwörter

Augustus, Prinzipat, Senat, Römische Republik, Machtlegitimation, Res publica, Nomination, Commendation, Zensus, Senatorische Laufbahn, Magistraturen, Politische Elite, Herrschaftssystem, Verwaltungsreform, Politische Tradition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das politische Verhältnis zwischen Augustus und dem Senat während der Etablierung des römischen Prinzipats.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Machtverschiebung zugunsten des Prinzeps, die Umgestaltung der Senatsrolle, die Kontrolle von Wahlen und die Einbindung der Senatoren in den administrativen Dienst.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, wie es Augustus gelang, die Autorität des Senats scheinbar zu erhalten, während er gleichzeitig ein in sich geschlossenes, effektives Monarchiesystem schuf.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Untersuchung, die moderne Sekundärliteratur zur römischen Verfassungsgeschichte mit antiken Zeugnissen (wie dem Monumentum Ancyranum) verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der scheinbaren Republik-Wiederherstellung, der Neuverteilung von Kompetenzen, Wahllenkung, wirtschaftlicher Kontrolle der Senatoren und den neuen senatorischen Verwaltungsposten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den zentralen Begriffen gehören Prinzipat, Res publica, Senat, Machtlegitimation, Nomination, Commendation und die senatorische Ämterlaufbahn.

Wie sicherte Augustus den Eintritt loyaler Personen in den Senat?

Augustus nutzte die Revision der Senatslisten, den Zensus und die Ernennung von Patriziern, um den Senat gezielt mit ihm ergebenen Personen zu besetzen.

Welche Rolle spielte das Consilium des Augustus?

Es fungierte als ein informelles, fallweise bestelltes Beratergremium, über das Augustus wichtige politische Entscheidungen weitgehend unter Ausschluss des Senats traf.

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Details

Title
Augustus und der Senat
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Rechtsphilosophie, Römisches Recht und Europäische Rechtsgeschichte)
Course
Grundlagenseminar zur Europäischen Rechtsgeschichte: "Monumentum Ancyranum - Der Tatenbericht des Augustus"
Grade
12
Author
Lukasz Sokolowski (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V22646
ISBN (eBook)
9783638259279
Language
German
Tags
Augustus Senat Grundlagenseminar Europäischen Rechtsgeschichte Monumentum Ancyranum Tatenbericht Augustus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukasz Sokolowski (Author), 2003, Augustus und der Senat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22646
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