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Die Theorie der Schweigespirale

Título: Die Theorie der Schweigespirale

Trabajo de Seminario , 2003 , 18 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Christian Strausbach (Autor)

Medios / Comunicación: Teorías, modelos, definiciones
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Was sind die Beweggründe eines Menschen, seine eigene Meinung in der Öffentlichkeit nicht generell einfach zu äußern, wenn er beispielsweise in einem Interview danach gefragt wird?

Warum kommen so oft von Politikern, aber auch von ganz „normalen“ Menschen Antworten wie: „Kein Kommentar!“ oder: „Dazu möchte ich mich nicht äußern!“? Ist es die Angst davor, sich mit seiner persönlichen Meinung von der Meinung der Allgemeinheit bzw. Bevölkerung abzugrenzen und damit Gefahr zu laufen, sich von ihr zu isolieren bzw. Ablehnung in Form von Kommentaren und eventuellen Beschimpfungen zu erfahren?

Dieser Art von Isolationsfurcht, wie die Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann sie genannt hat, die auch Auswirkungen auf die öffentliche Redebereitschaft zeigt, versucht sie in ihren Studien zur Theorie der Schweigespirale auf den Grund zu gehen. Nach einem sozialpsychologischen Rückgriff auf Solomon Asch soll daran anschließend zunächst der „Schweigespirale-Prozess“ näher erläutert werden. Auch sollen auf die sich innerhalb der Theorie der Schweigespirale herausgebildeten verschiedenen Gruppen der Kommunikationsbereitschaft noch genauer eingegangen werden und es soll abschließend festgestellt werden, ob Noelle-Neumanns Theorie der Schweigespirale aussagekräftig ist bzw. innerhalb der Bevölkerung in Erscheinung tritt und damit Anwendung findet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Noelle-Neumanns sozialpsychologischer Rückgriff auf Solomon Asch

2.1 Das Laborexperiment von Asch

2.1.1 Crutchfields Vereinfachung der Versuchsanordnung von Asch

2.1.2 Der Mitläufer-Effekt

2.2 Instrumente für Konformitätsdruck

2.2.1 Isolationsfurcht bzw. Isolationsdrohung

2.2.2 Soziale Anerkennung

2.3 Randbedingungen der Theorie der Schweigespirale

3 Wissenschaftliche Basisbereiche der Theorie der Schweigespirale

3.1 Der psychologische Bereich der Verhaltens- und Einstellungstheorie

3.2 Der Bereich der Kommunikationstheorie

3.3 Der Bereich der Gesellschaftstheorie

4 Verschiedene Gruppen der Kommunikationsbereitschaft

4.1 Die Subgruppe der Reder und Schweiger

4.2 Der Bereich zwischen Reder und Schweiger

4.2.1 Die Gruppe der Inkonsistenten

4.2.2 Die Anpasser

4.2.3 Die Gruppe der Missionare

5 Schluss

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die psychologischen und soziologischen Grundlagen der "Schweigespirale" von Elisabeth Noelle-Neumann, um zu verstehen, warum Menschen aus Angst vor sozialer Isolation ihre öffentliche Meinungsäußerung unterdrücken. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Rolle der Isolationsfurcht, die Wirkung der Massenmedien sowie die Typologie unterschiedlicher Kommunikationsgruppen innerhalb der Bevölkerung.

  • Sozialpsychologische Grundlagen des Konformitätsdrucks (Asch-Experiment).
  • Die Rolle von Isolationsfurcht und sozialer Anerkennung bei der Meinungsbildung.
  • Theoretische Basisbereiche: Sozialpsychologie, Kommunikationstheorie und Gesellschaftstheorie.
  • Differenzierung der Bevölkerung nach Kommunikationsbereitschaft (Reder, Schweiger, Anpasser, Missionare, Inkonsistente).

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Laborexperiment von Asch

Der amerikanische Sozialpsychologe Solomon Asch führte Anfang der fünfziger Jahre in den USA das folgende Experiment über 50 Mal durch (Noelle-Neumann 1996, 59 f.), bei dem die Versuchspersonen angeben sollten, welche von drei vorgegebenen Linien mit einer Vergleichslinie übereinstimme (Scherer 1990, 36). Das Experiment startete, indem jede von den jeweils acht bis neun Testpersonen ihre Meinung öffentlich innerhalb der Gruppe darüber äußerte, welche der vorgegebenen Linien in der Länge der Musterlinie entspricht (Abb. 1). Die Versuchsanordnung bestand aus ca. zwölf Wiederholungen, von denen bei den ersten beiden alle Teilnehmer die richtige Linie mit Leichtigkeit identifizierten.

Doch dann wurde die Untersuchung dahingehend verändert, dass von den „unechten“ Testpersonen, die in Wahrheit Gehilfen des Versuchsleiters waren, bewusst eine zu kurze Linie als die richtige ausgewiesen wurde, um im weiteren zu überprüfen, ob die eine „naive“ Versuchsperson, welche letztendlich nun die einzig wahre Testperson war, sich im folgenden der vorherrschenden Gruppenmehrheitsmeinung anschließen oder aber selbstbewusst ihre eigene Meinung äußern würde.

Das Ergebnis ist eindeutig: Sechs von zehn Versuchspersonen innerhalb der zehn Wiederholungen schließen sich der vermeintlichen Mehrheitsmeinung an. Diese Versuchspersonen werden sich später in die Kategorie der sogenannten Mitläufer (Anpasser) einordnen lassen, auf die ich aber noch in Kapitel 4.2.2 genauer eingehen werde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zentrale Fragestellung ein, warum Menschen aus Angst vor Isolation ihre Meinung im öffentlichen Raum oft nicht äußern.

2 Noelle-Neumanns sozialpsychologischer Rückgriff auf Solomon Asch: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Wurzeln der Schweigespirale, insbesondere den Konformitätsdruck und die Isolationsfurcht anhand des klassischen Experiments von Solomon Asch.

3 Wissenschaftliche Basisbereiche der Theorie der Schweigespirale: Hier werden die theoretischen Fundamente aus Sozialpsychologie, Kommunikationstheorie und Gesellschaftstheorie dargelegt, die das "quasistatische Wahrnehmungsorgan" des Menschen begründen.

4 Verschiedene Gruppen der Kommunikationsbereitschaft: Dieses Kapitel klassifiziert die Bevölkerung basierend auf empirischen Daten in fünf Subgruppen, von den aktiven "Redern" bis zu den zurückhaltenden "Schweigern" und "Anpassern".

5 Schluss: Die Zusammenfassung zieht Rückschlüsse auf die Relevanz der Schweigespirale und bestätigt den starken Einfluss dieses Prozesses auf das öffentliche Kommunikationsverhalten.

Schlüsselwörter

Schweigespirale, Isolationsfurcht, Konformität, Massenmedien, Meinungsäußerung, Redebereitschaft, öffentliche Meinung, Sozialpsychologie, Kommunikationstheorie, Solomon Asch, Anpasser, Meinungsklima, Gesellschaftstheorie, Mitläufer-Effekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Theorie der Schweigespirale von Elisabeth Noelle-Neumann und untersucht, welche psychologischen Mechanismen Menschen dazu bewegen, ihre Meinung in der Öffentlichkeit zu verschweigen, wenn sie diese in der Minderheit sehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Konformitätsdruck, die Isolationsfurcht des Einzelnen, die Rolle der Massenmedien als Akteure der Umweltbeobachtung und die Typologisierung der Kommunikationsbereitschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Schweigespirale-Prozess zu erläutern und zu evaluieren, ob diese Theorie in der Bevölkerung tatsächlich Anwendung findet, indem die verschiedenen Reaktionsmuster (Reder, Schweiger, etc.) analysiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung primärliterarischer Studien (insbesondere von Noelle-Neumann, Scherer und Gerhards) sowie der Analyse empirischer Bevölkerungsumfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die sozialpsychologische Fundierung (Asch-Experiment), die wissenschaftlichen Basisbereiche der Theorie und eine detaillierte Differenzierung der verschiedenen Kommunikationsgruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Isolationsfurcht, Schweigespirale, Konformität, öffentliche Meinung und Kommunikationsbereitschaft.

Warum spielt die Isolationsfurcht eine so entscheidende Rolle?

Die Isolationsfurcht wirkt als treibende Kraft, da Menschen den Wunsch haben, soziale Anerkennung zu erhalten und negative Sanktionen – wie Ausgrenzung oder Missachtung – durch eine abweichende Meinung zu vermeiden.

Was unterscheidet "Reder" von "Missionaren"?

Während "Reder" sich generell gesprächsbereit zeigen und die Öffentlichkeit quantitativ prägen, nutzen "Missionare" die Meinungsverschiedenheit gezielt als Ansporn, um ihre eigene Meinung selbstbewusst zu vertreten und neue Themen zu setzen.

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Detalles

Título
Die Theorie der Schweigespirale
Universidad
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft (Zeitungswissenschaft))
Curso
Proseminar 1: Theorien und Modelle der Massenkommunikation
Calificación
2
Autor
Christian Strausbach (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
18
No. de catálogo
V22652
ISBN (Ebook)
9783638259323
ISBN (Libro)
9783640305605
Idioma
Alemán
Etiqueta
Theorie Schweigespirale Proseminar Theorien Modelle Massenkommunikation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Strausbach (Autor), 2003, Die Theorie der Schweigespirale, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22652
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