Schweden, das drittgrößte Land Westeuropas, ist ein Land der Großunternehmen.
Es ist gekennzeichnet durch eine offene und exportorientierte Wirtschaft, welche
wettbewerbsstarke, internationale Unternehmen, wie zum Beispiel Ericsson,
Electrolux, Saab, Scania, Hennes & Mauritz, Securitas, Tetra Pak, Volvo, etc.
entstehen lies. Die Vielfalt an Industrien ist größer als in allen übrigen
nordeuropäischen Ländern.
Eine der wichtigsten Industriesparten Schwedens ist seit den 80er Jahren der ITSektor.
Neben den USA, Singapore, Finnland, Holland, der Schweiz, Luxemburg,
Irland und Deutschland gehört Schweden zu den wettbewerbsstärksten Nationen
weltweit. Diese Länder gehören auch zu den führenden Nationen im IT-Sektor.
Stockholm ist laut einer EU-Studien eine der Regionen in der EU mit den
wachstumsstärksten und innovativsten Unternehmen. Der IT-Sektor Schwedens
wurde in mehreren Studien der letzten 10 Jahren zu den 5 besten der Welt gezählt,
in 2001 war Schweden sogar führend im IT-Sektor. Die Marktführerschaft gelang
Schweden durch innovative Produkte im Bereich Mobiltelefon (wireless-technologie)
und Standcomputer.
Schweden ist seit 1995 Mitglied der Europäischen Union. Die Mitgliedschaft in der
Europäischen Union ist für das Land und die Wirtschaft des Landes von großer
Bedeutung, da der größte Teil der Produktion ins EU-Gebiet exportiert wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeines
2. Direktinvestitionen
3. Performance
4. Das Umfeld für Unternehmen in Schweden
5. Der IT-Sektor am Beispiel von Ericsson
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren, die Schweden zu einem wettbewerbsfähigen Standort im internationalen Vergleich machen, wobei insbesondere die wirtschaftliche Performance, ausländische Direktinvestitionen und die Bedeutung des IT-Sektors analysiert werden.
- Analyse der Rahmenbedingungen für internationale Unternehmen in Schweden.
- Bewertung der Attraktivität des Landes für ausländische Direktinvestitionen.
- Untersuchung der wirtschaftlichen Performance und Exportorientierung.
- Fallstudie zur Entwicklung des IT-Sektors am Beispiel des Unternehmens Ericsson.
Auszug aus dem Buch
3. Performance
Schweden gehört zu den erfolgreichsten Volkswirtschaften in Europa. Die Gründe dafür sind:
Eine starke Wirtschaft mit einem stabilen Umfeld und einer starken Bindung zu makroökonomischen Arbeiten
Eine moderne und verlässliche Infrastruktur und einem effizienten öffentlichen Sektor
Ein dynamischer und gut differenzierter Wirtschaftssektor.
Die Wirtschaft des Landes ist sehr stark exportorientiert. In 2002 betrugen die Exporte des Landes rund 800 Milliarden Euro, was ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes von Schweden ausmacht. Im Industriesektor machen die Exporte ungefähr die Hälfte der gesamten Produktion aus. Von den Exporten gehen etwa 50 % in die EU, der Rest in Drittländer. Von den Exporten in Drittländer gehen cirka 10 % in die USA und 10 % in Entwicklungsländern und nur 3 % in kommunistische Länder. Die Exportgewinne bezahlen zu einem großen Teil den Import nach Schweden, der eine ungefähr gleichartige Aufteilung nach Ländern aufweist. Etwa ein Drittel der Beschäftigten im privaten Sektor profitieren von der Exportwirtschaft.
Die große Anzahl an exportorientierten Unternehmen war gezwungen, die Produktion und den Vertrieb den internationalen Anforderungen anzupassen. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, wurde seit jeher sehr viel in Forschung, Entwicklung und Innovation investiert. Schweden ist eines der Länder mit der meisten Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im OECD Gebiet. Im Jahr 2001 hatte Schweden EU-weit die höchsten Forschungs- und Entwicklungsausgaben, nämlich 3,6 % des Bruttoinlandsproduktes. Im Vergleich dazu investierte die USA nur 2,8 % des Bruttoinlandsproduktes in Forschung und Entwicklung und die EU 1,9 %.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Allgemeines: Einführung in die schwedische Wirtschaftsstruktur als exportorientiertes Land mit Fokus auf Großunternehmen und die Bedeutung des IT-Sektors.
2. Direktinvestitionen: Analyse der hohen Attraktivität Schwedens für ausländische Investoren sowie der wirtschaftlichen Auswirkungen und Beschäftigungseffekte im privaten Sektor.
3. Performance: Darstellung der makroökonomischen Stärke, der hohen Exportorientierung und der massiven Investitionen in Forschung und Entwicklung.
4. Das Umfeld für Unternehmen in Schweden: Erläuterung der günstigen operativen Rahmenbedingungen, insbesondere bezüglich Steuersystem und Lohnnebenkosten.
5. Der IT-Sektor am Beispiel von Ericsson: Detaillierte Betrachtung des Aufstiegs der schwedischen IT-Branche und die geschäftliche Entwicklung des Marktführers Ericsson.
Schlüsselwörter
Schweden, Standortwettbewerb, Direktinvestitionen, Exportwirtschaft, IT-Sektor, Ericsson, Forschung und Entwicklung, Innovation, Wirtschaftswachstum, Infrastruktur, Telekommunikation, Steuersystem.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Strategien Schwedens, um im internationalen Standortwettbewerb erfolgreich zu bestehen und als attraktives Land für internationale Unternehmen zu fungieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die wirtschaftliche Performance, die Rolle ausländischer Direktinvestitionen, die steuerlichen und betrieblichen Rahmenbedingungen sowie den spezifischen Erfolg des schwedischen IT-Sektors.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die spezifischen Faktoren und Stärken zu identifizieren, die Schweden zu einer der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften weltweit machen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse sowie den Rückgriff auf internationale Studien, Wirtschaftsdaten der OECD und länderspezifische Kennzahlen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Direktinvestitionen, eine Leistungsbewertung der Gesamtwirtschaft, die Analyse des Geschäftsumfelds und eine tiefgehende Betrachtung des IT-Sektors.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Schweden, Standortwettbewerb, Direktinvestitionen, IT-Sektor, Exportorientierung und Forschungs- & Entwicklungsstärke.
Welche Bedeutung hat der IT-Sektor für die schwedische Wirtschaft?
Der IT-Sektor gilt als eine der wichtigsten Industriesparten, die maßgeblich durch hohe Innovationen, Investitionen in Forschung und Firmen wie Ericsson zum Wohlstand beigetragen haben.
Welchen Einfluss hatte Ericsson auf den schwedischen IT-Standort?
Ericsson agiert als bedeutender globaler Akteur, dessen historische Entwicklung und technologische Marktführerschaft die Stellung Schwedens im Bereich der Telekommunikation nachhaltig geprägt haben.
- Quote paper
- Elisabeth Schauer (Author), 2003, Schweden - Großunternehmerland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22659