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Buddhismus und Kant

Título: Buddhismus und Kant

Trabajo , 2004 , 16 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Rüdiger-Philipp Rackwitz (Autor)

Filosofía - Teoría (cognición, ciencia, lógica, idioma)
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Im ersten Teil der folgenden Arbeit wird eine kurze, abrisshafte Erklärung der ursprünglichen
Lehre des Buddha gegeben, um jene Aspekte der Lehre Buddhas, die hier näher untersucht
werden sollen, nicht kontextlos einzuführen. Zur Vertiefung wird an geeigneter Stelle auf
Publikationen verwiesen, hauptsächlich von dem Indologen Dr. Hans Wolfgang Schumann.
Im zweiten Teil wird die aus der Lehre des Buddha entwickelte Philosophie der
subjektiven Wahrnehmung der empirischen Dinge mit dem transzendentalen Idealismus
Kants verglichen sowie versucht, den Begriff der Leerheit mit dem kantischen Begriff vom
Nichts und dem Noumenon in Beziehung zu setzen.
Es wird darauf verzichtet, die Entwicklung des Buddhismus aus vorbuddhistischen
Denksystemen darzustellen. Stattdessen wird auf die Arbeit von Volker Zotz „Geschichte der
buddhistischen Philosophie“ verwiesen.1
1 Zotz, Volker: Geschichte der buddhistischen Philosphie. Rowohlt, Hamburg 1996

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Lehre des Buddha

2.1. Siddharta Gautama, Begründer des Buddhismus

2.2. Die Vier Edlen Wahrheiten

2.3. Die Fünf Aneignungsgruppen und die Nicht-Seelenhaftigkeit

2.4. Karma

2.5. Wiedergeburt

2.6. Erlösung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten

2.7. Nirvana

3. Kant und Buddhismus

3.1. subjektive Wahrnehmung

3.2. das Absolute in der Leerheit und das Nichts bei Kant

3.3. die Leerheit als das kantische Noumenon

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, zentrale philosophische Konzepte des frühen Buddhismus mit dem transzendentalen Idealismus von Immanuel Kant zu vergleichen. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, inwiefern buddhistische Lehren zur subjektiven Wahrnehmung und der Begriff der Leerheit mit kantischen Denkkategorien wie dem Noumenon oder dem Nichts in Beziehung gesetzt werden können.

  • Grundlagen der buddhistischen Lehre (Vier Edle Wahrheiten, Karma, Wiedergeburt).
  • Analyse der subjektiven Wahrnehmung als Brücke zwischen Buddhismus und Kant.
  • Vergleich des buddhistischen Konzepts der Leerheit mit der kantischen Nichts-Definition.
  • Untersuchung der Leerheit als mögliches Äquivalent zum kantischen Noumenon.

Auszug aus dem Buch

3.1. subjektive Wahrnehmung

„Der frühe Buddhismus sieht die Welt als real an und versteht sie als mit ihren Phänomenen identisch.“ (Schumann: Buddhismus. S. 73; vgl. auch Schumann 1999, S. 167 f.) Allerdings erscheint die Welt dem Betrachter nicht so wie sie ist, sondern als subjektiv abhängig von den Sinnesorganen. (vgl. Schumann: Buddhismus. S. 73 ff.) Im Samyuttanikaya findet sich dazu folgender Ausspruch des Buddha:

[...] Was ist also, ihr Mönche, alles? Das Auge ist es und die Formen, das Ohr und die Töne, die Nase und die Düfte, die Zunge und die Säfte, der Körper und die Gegenstände, der Geist und die Dinge: das heißt man, ihr Mönche, alles.

Die Objekte der Wahrnehmung sind also abhängig von dem wahrnehmenden Sinnesorganen und den Sinnesobjekten, wodurch bereits die Subjektivität des wahrgenommen Objekts angedeutet ist.

Noch deutlicher allerdings wird dies in Buddhas Ausspruch über die Entstehung von Wahrnehmung. Dazu sind drei Faktoren nötig: Die sechs Wahrnehmungsorgane, ein entsprechendes Wahrnehmungsobjekt und das jeweilige Sinnesbewusstsein, das sich des wahrgenommenen Objekts bewusst wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema, die Zielsetzung des Vergleichs zwischen buddhistischer Philosophie und Kant sowie ein kurzer Ausblick auf die verwendete Literatur.

2. Die Lehre des Buddha: Detaillierte Darstellung der Grundlagen des Buddhismus, von Siddharta Gautama über die Vier Edlen Wahrheiten bis hin zu Karma, Wiedergeburt und Nirvana.

3. Kant und Buddhismus: Theoretischer Vergleich der beiden Philosophiesysteme mit Fokus auf Wahrnehmungstheorie, Leerheitsbegriff und dem Noumenon.

4. Zusammenfassung: Resümee der gefundenen Entsprechungen und Aufzeigen von Potenzialen für weiterführende philosophische Vergleichsuntersuchungen.

Schlüsselwörter

Buddhismus, Immanuel Kant, subjektive Wahrnehmung, Leerheit, Noumenon, Nichts, Vier Edle Wahrheiten, Karma, Wiedergeburt, transzendentaler Idealismus, Erkenntnistheorie, Nirvana, Nicht-Seelenhaftigkeit, Phänomene, Philosophiegeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Philosophie des frühen Buddhismus mit dem transzendentalen Idealismus von Immanuel Kant, insbesondere hinsichtlich der Wahrnehmungstheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die buddhistische Lehre der Nicht-Seelenhaftigkeit, das Gesetz des Karmas, die subjektive Wahrnehmung sowie das philosophische Konzept der Leerheit im Vergleich zum kantischen Nichts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Parallelen in der Erkenntnistheorie beider Systeme aufzuzeigen und zu prüfen, ob der buddhistische Begriff der Leerheit mit Kants Noumenon korreliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende philosophische Literaturanalyse, die auf buddhistischen Primär- und Sekundärquellen sowie auf Kants "Kritik der reinen Vernunft" basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert erst die buddhistischen Grundlagen, stellt dann die Übereinstimmungen bei der Wahrnehmung fest und diskutiert schließlich die begriffliche Nähe von Leerheit und kantischem Nichts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Buddhismus, Kant, Leerheit, Noumenon, Wahrnehmung und Erkenntnistheorie.

Wie definiert der Buddhismus das Ende des Wiedergeburtskreislaufs?

Das Nirvana wird als ein "Verlöschen" definiert, bei dem kein karmisches Potenzial mehr vorhanden ist, welches eine erneute Bildung der Aneignungsgruppen bewirken könnte.

Warum lehnt der Autor eine direkte Gleichsetzung der Systeme ab?

Der Autor betont, dass es "den einen" Buddhismus nicht gibt und die Systeme in völlig unterschiedlichen historischen und kulturellen Kontexten entstanden sind, was eine einfache Gleichsetzung erschwert.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Buddhismus und Kant
Universidad
University of Education in Schwäbisch Gmünd  (Humanwissenschaften)
Calificación
1,0
Autor
Rüdiger-Philipp Rackwitz (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
16
No. de catálogo
V22717
ISBN (Ebook)
9783638259897
Idioma
Alemán
Etiqueta
Buddhismus Kant
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Rüdiger-Philipp Rackwitz (Autor), 2004, Buddhismus und Kant, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22717
Leer eBook
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