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Der Prager Frühling und der "jugoslawische Weg"

Título: Der Prager Frühling und der "jugoslawische Weg"

Trabajo , 2002 , 28 Páginas , Calificación: sehr gut

Autor:in: Holger Lehmann (Autor)

Historia de Europa - Posguerra en Europa
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Die in erster Linie von der Sowjetunion initiierte und durchgeführte Invasion in der CSSR im Spätsommer 1968 schockte zwar die ganze Welt, war jedoch kein Novum in der Außenpolitik der UdSSR. Die Niederschlagung des Aufstandes in Ungarn 1956 durch sowjetische Truppen zeigte bereits die Bereitschaft der UdSSR auf auch vor Militäraktionen gegen ihre Verbündeten nicht zurückzuschrecken. Bei der Betrachtung der Ereignisse der Jahre 1956 und 1968 stellt sich mir die Frage, wieso es, bei aller Entschlossenheit mit der die UdSSR letztendlich in beiden Staaten intervenierte, nicht auch zu einem anderen Vorgehen gegenüber den „abweichlerischen“ Kommunisten in Jugoslawien kam. Warum gelang es Tito noch vor der einsetzenden Entstalinisierung im Jahre 1953 einen von Moskau unabhängigen Weg bezüglich der Bildung einer „sozialistischen Gesellschaft“ durchzusetzen, obwohl sich Jugoslawien durch seine eigenständige Außenpolitik den Unmut des Kremls zuzog?

Diese beiden Punkte führen zum eigentlichen Schwerpunkt dieser Arbeit, der Frage, ob der von Jugoslawien eingeschlagene Weg, vor allem in der Innen - und Außenpolitik, sich als Vorbild für die Reformpolitiker der CSSR anbot, und ob eine Nachahmung dieses Modells die sowjetische Invasion 1968 in der CSSR hätte verhindern können.

Im ersten Teil dieser Arbeit werde ich auf das Verhältnis zwischen der UdSSR und Jugoslawien, mit Schwerpunkt auf den Zeitraum von der Gründung des Kommunistischen Informationsbüros bis zum Tode Stalins, eingehen und eine kurze Darstellung der innenpolitischen Veränderungen in Jugoslawien geben. Im zweiten Teil wird es daraufhin zu einem Vergleich der im ersten Teil dargestellten Verhältnisse der jugoslawischen Innen– und Außenpolitik mit denen der Innen– und Außenpolitik in der CSSR des Jahres 1968 kommen. Anschließend sollen die untersuchten Aspekte im dritten und letzten Teil dieser Arbeit im Bezug auf die oben angeführte Fragestellung diskutiert und bewertet werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.0 Die jugoslawische Emanzipation von der UdSSR

2.0 Zwei Modelle, ein Gedanke? Ein Vergleich

2.1 Die Unterschiede des jugoslawischen und tschechoslowakischen Weges

3.0 Der Prager Frühling und die Vorbildfunktion des jugoslawischen Modells

3.1 Fazit

4.0 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit das jugoslawische Modell des Sozialismus als Vorbild für die Reformpolitiker der Tschechoslowakei (CSSR) während des Prager Frühlings 1968 diente und ob eine Nachahmung dieses Modells die sowjetische Invasion hätte verhindern können.

  • Analyse des jugoslawischen Emanzipationsprozesses von der UdSSR seit 1945.
  • Vergleich der innen- und außenpolitischen Reformansätze zwischen Jugoslawien und der CSSR.
  • Untersuchung der strategischen und politischen Unterschiede zwischen den beiden Staaten.
  • Bewertung der Rolle des jugoslawischen Modells als potenzielle Option zur Konfliktvermeidung mit der Sowjetunion.
  • Diskussion der Grenzen von Reformprozessen innerhalb der sowjetischen Hegemonialsphäre.

Auszug aus dem Buch

Die jugoslawische Emanzipation von der UdSSR

Nachdem die Sowjetunion in den Jahren 1945 bis 1947/48 vergeblich versucht hatte Jugoslawien ähnlich wie z.B. die Tschechoslowakei in eine politische und ökonomische Abhängigkeit von Moskau zu bringen, kam es zum Ausschluss Jugoslawiens aus dem Kommunistischen Informationsbüro (Kominform).

Seit Ende des zweiten Weltkrieges versuchte die UdSSR auf verschiedene Weise Kontrolle über die jugoslawische Wirtschaft zu erlangen. Ein Mittel stellte die Gründung von jugoslawisch-sowjetischen Aktiengesellschaften dar, die der sowjetischen Seite die Monopolstellung einräumten. So unterlagen die in Jugoslawien ansässigen Unternehmen z.B. nicht der jugoslawischen Gesetzgebung. Den Aktiengesellschaften wollte Stalin schließlich die Gründung einer gemeinsamen Bank folgen lassen, was von jugoslawischer Seite jedoch abgelehnt wurde. Erreicht hatte die UdSSR allerdings, dass es in zwei der bedeutensten Wirtschaftszweige Jugoslawiens, der Donauschifffahrt und der zivilen Luftfahrt, zur Schaffung von sogenannten „Gemischten Gesellschaften“ kam.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob das jugoslawische Modell eine Vorbildfunktion für die CSSR 1968 hatte und ob eine Orientierung daran eine sowjetische Invasion hätte abwenden können.

1.0 Die jugoslawische Emanzipation von der UdSSR: Dieses Kapitel beschreibt die politischen und wirtschaftlichen Spannungen zwischen Jugoslawien und der UdSSR, die 1948 zum Ausschluss Jugoslawiens aus dem Kominform führten.

2.0 Zwei Modelle, ein Gedanke? Ein Vergleich: Hier werden die Gemeinsamkeiten der Reformansätze in Jugoslawien und der CSSR im Hinblick auf Wirtschaftspolitik und Souveränität untersucht.

2.1 Die Unterschiede des jugoslawischen und tschechoslowakischen Weges: Das Kapitel arbeitet die historisch unterschiedlichen Ausgangslagen und das abweichende Tempo der Liberalisierung in beiden Staaten heraus.

3.0 Der Prager Frühling und die Vorbildfunktion des jugoslawischen Modells: Hier wird analysiert, inwiefern die tschechoslowakische Führung die Erfahrungen Jugoslawiens gezielt für ihre eigenen Reformpläne nutzte.

3.1 Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Forschungsfrage und kommt zu dem Schluss, dass trotz Übereinstimmungen im Wirtschaftsmodell die Vorbildfunktion Jugoslawiens für die CSSR aufgrund der völlig anderen politischen Konstellation limitiert war.

4.0 Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Jugoslawien, CSSR, Prager Frühling, Sowjetunion, Sozialismus, Tito, Dubcek, Reformbewegung, Blockfreiheit, Selbstverwaltung, Kominform, Breschnew-Doktrin, Außenpolitik, Innenpolitik, Souveränität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem historischen Vergleich zwischen dem jugoslawischen Weg des Sozialismus und den Reformbestrebungen der Tschechoslowakei (CSSR) im Jahr 1968.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Außenpolitik, die innenpolitischen Reformprozesse, das Verhältnis zur Sowjetunion und die Frage nach dem Einfluss des jugoslawischen Modells auf den Prager Frühling.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Jugoslawien tatsächlich ein politisches Vorbild für die Prager Reformer war und ob eine solche Orientierung eine militärische Intervention der Sowjetunion hätte verhindern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse und einen vergleichenden Politikvergleich, basierend auf Fachliteratur zu Osteuropa und den historischen Ereignissen der 60er Jahre.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Emanzipation Jugoslawiens, den Vergleich der Reformmodelle beider Staaten sowie die spezifischen Rahmenbedingungen, unter denen die CSSR 1968 agierte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Titoismus, Reformsozialismus, sowjetische Hegemonie, Blockfreiheit, Souveränität und die Ereignisse des Prager Frühlings.

Gab es tatsächlich eine "Vorbildfunktion" Jugoslawiens?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es zwar Übereinstimmungen gab, diese aber keine direkte Anleitung für die CSSR boten, da die politische Ausgangslage und die demokratische Tiefe der Reformen sich grundlegend unterschieden.

Warum konnte eine Kopie des Modells die Invasion vermutlich nicht verhindern?

Laut der Untersuchung war die Angst der sowjetischen Führung vor einem Kontrollverlust im Warschauer Pakt so groß, dass selbst eine langsamere Reformpolitik, wie sie in Jugoslawien praktiziert wurde, die militärische Intervention kaum verhindert hätte.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Prager Frühling und der "jugoslawische Weg"
Universidad
University of Hannover  (Historisches Seminar)
Curso
Seminar: Tabubrüche in beiden deutschen. Staaten in den 60er Jahren
Calificación
sehr gut
Autor
Holger Lehmann (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
28
No. de catálogo
V22733
ISBN (Ebook)
9783638260053
ISBN (Libro)
9783638647595
Idioma
Alemán
Etiqueta
Prager Frühling Seminar Tabubrüche Staaten Jahren
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Holger Lehmann (Autor), 2002, Der Prager Frühling und der "jugoslawische Weg", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22733
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