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How successful has india been in achieving a role of influence in international and regional politics since the nuclear tests of 1998?

Title: How successful has india been in achieving a role of influence in international and regional politics since the nuclear tests of 1998?

Essay , 2004 , 15 Pages , Grade: noch keine

Autor:in: Christof Niemann (Author)

South Asian Studies, South-Eastern Asian Studies
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„Pokhran-II tests fulfilled all objectives“, titelte der indische „Hindu“ am 21. Juli 2001. Der zweite Anlauf zur Entwicklung von Kernwaffen war ein voller Erfolg. “Pokhran-II nuclear tests in May 1998 were ‘completely successful’ in meeting the objectives for which they were carried out, according to Dr. R. Chidambaram, ex- chairman of the Atomic Energy Commission.”1 Aus der Perspektive des Spezialisten für „nuclear devices“, Dr. R. Chidambaram, endete mit diesen Tests nach einigen Jahrzehnten Wartezeit das Projekt „Nuklearmacht Indien“ mit einem Arsenal eigener Atomwaffen. Für die Politik – insbesondere die internationalen Beziehungen – fangen die Probleme an dieser Stelle erst an. Denn die „objectives for which they were carried out“ bedeuten für den Atomphysiker etwas ganz anderes als für den Politiker.
Um Pokhran-II zu verstehen, bedarf es nicht nur einer genauen, äußeren Betrachtung des indischen Status in der Welt. Diese Betrachtung wird uns an späterer Stelle viele aufschlussreiche Fakten zur Einschätzung Indiens innerhalb des Staatengefüges geben. Zusätzlich muss abseits dieser Fakten aber noch eine andere Ebene Beachtung finden: die Differenz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung des indischen Staates.
Der Einfluss eines Staates und auch seine Macht hat in gravierendem Ausmaß mit der Wahrnehmung desselben von außerhalb zu tun. Die äußere Einschätzung der militärischen Fähigkeiten, der politischen Legitimation und des wirtschaftlichen Potentials entscheidet darüber, ob sich ein Staat (auf friedlichem Wege) Gehör verschaffen kann. Aus diesem Grund ist die beschriebene Perzeptionsdifferenz in hohem Maße relevant für die Fragestellung dieses Essays. Ist Indien also – zugespitzt formuliert – ein kaum transparentes und zu groß geratenes
Entwicklungsland oder gebührt ihm als eine der ältesten Kulturnationen der Erde mit der zweitgrößten Bevölkerung und beachtlichen technologischen Leistungen in bestimmten Sektoren nicht vielmehr eine exponierte Stellung in der Welt - mit ständigem Sitz im Sicherheitsrat der VN?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Indien. Emerging Power?

2. Pokhran-II – auf Drängen der Staatengemeinschaft

3. Außenpolitik nach Pokhran-II

3.1 Einfluss als messbare Größe

3.2 Indiens Einfluss auf einzelne Staaten der Region Südasiens

3.3 Die Akzeptanz Indiens als Weltmacht

3.4 Der Status-quo Indiens

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Erfolg Indiens bei der Erlangung eines einflussreichen Status in der internationalen und regionalen Politik seit den Nukleartests von 1998. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit das Land durch die Nuklearisierung und seine geostrategische Lage tatsächlich eine größere außenpolitische Wirksamkeit und globale Anerkennung erzielen konnte.

  • Analyse der Bedeutung der Nukleartests von 1998 für das indische Selbstverständnis.
  • Untersuchung des Einflusses Indiens auf die Nachbarstaaten in der Region Südasien.
  • Bewertung der Akzeptanz Indiens als Weltmacht durch die internationale Gemeinschaft.
  • Kritische Reflexion der Diskrepanz zwischen indischer Selbstwahrnehmung und tatsächlichem internationalem Status.
  • Vergleich der sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Potenziale im regionalen Kontext.

Auszug aus dem Buch

3.1 Einfluss als messbare Größe

Wir wollen uns nun der Frage zuwenden, inwiefern sich Pokhran-II auf die Einflussmöglichkeiten Indiens im internationalen System ausgewirkt hat. Dass es sich ausgewirkt hat, darf man allein schon aufgrund der mitunter heftigen Reaktionen anderer Staaten als gesichert betrachten. Nun ist allerdings die Frage, wie man den doch recht undifferenzierten Begriff „Einfluss“ in eine messbare Größe operationalisiert.

Einfluss besteht aus zwei eng miteinander vermengten Komponenten: zum einen beschreibt der Begriff „die Wirkung von jemanden oder von etwas auf jemanden oder etwas“. D.h., in diesem Fall geht es um die (beabsichtigte) Wirkung auf einen ganz speziellen Empfänger (z.B.: Indien erzeugt in der pakistanischen Innenpolitik den Zwang zur Eindämmung terroristischer Übergriffe). Die zweite Komponente besteht aus dem generellen gesellschaftlichen Ansehen und der Macht eines Staates. Macht ist nach Max Weber die Chance innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chancen beruhen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Indien. Emerging Power?: Das Kapitel führt in die indische Nuklearpolitik nach 1998 ein und beleuchtet die Spannungen zwischen nationalem Selbstbild und internationaler Perzeption.

2. Pokhran-II – auf Drängen der Staatengemeinschaft: Hier wird der historische Kontext der indischen Atomtests analysiert, die als Reaktion auf die als diskriminierend empfundene internationale Rüstungskontrolle verstanden werden.

3. Außenpolitik nach Pokhran-II: Dieses Hauptkapitel untersucht die Auswirkungen der Nuklearisierung auf Indiens Handlungsspielraum, sein regionales Durchsetzungsvermögen und seinen Status als Weltmacht.

3.1 Einfluss als messbare Größe: Es werden methodische Kriterien definiert, um den schwer greifbaren Begriff des staatlichen Einflusses in der internationalen Politik operationalisierbar zu machen.

3.2 Indiens Einfluss auf einzelne Staaten der Region Südasiens: Dieses Kapitel betrachtet die begrenzte regionale Vormachtstellung Indiens und die komplexen, teils krisengeprägten Beziehungen zu den Nachbarländern.

3.3 Die Akzeptanz Indiens als Weltmacht: Es wird analysiert, warum Indien trotz seiner Größe und Potenziale international oft nicht als Weltmacht wahrgenommen wird und welchen Stellenwert Sicherheits- und Terrorismusfragen dabei einnehmen.

3.4 Der Status-quo Indiens: Abschließend werden die harten Fakten und Kennzahlen des „Triangels“ Indien-China-Pakistan verglichen, um Indiens tatsächliches Machtpotenzial einzuordnen.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Indien zwar Potenzial besitzt, aber durch regionale Konflikte und innenpolitische Faktoren in seinem internationalen Aufstieg gebremst wird.

Schlüsselwörter

Indien, Pokhran-II, Nuklearmacht, Außenpolitik, Südasien, Geopolitik, Internationale Beziehungen, Machtanspruch, Sicherheitspolitik, Kaschmirkonflikt, Weltmacht, Abrüstung, Selbstwahrnehmung, Regionalpolitik, Wirtschaftspotenzial.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den außenpolitischen Erfolg Indiens und dessen Bemühungen, nach den Atomtests von 1998 als einflussreiche Macht anerkannt zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen das indische Nuklearprogramm, die regionale Hegemonie in Südasien, das Verhältnis zu den USA und China sowie die Diskrepanz zwischen indischem Selbstanspruch und globaler Wahrnehmung.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Analyse?

Ziel ist es zu beurteilen, ob Indien seine Nuklearisierung erfolgreich in messbaren politischen Einfluss umsetzen konnte und warum der angestrebte Status einer Weltmacht bislang nur eingeschränkt erreicht wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse unter Einbeziehung von Fachliteratur und aktuellen Kennzahlen, wobei der Begriff „Einfluss“ nach Max Weber operationalisiert wird.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Auswirkungen der Nukleartests, die Beziehungen zu den Nachbarstaaten, die Rolle Indiens in der internationalen Politik sowie den ökonomischen und militärischen Status-quo im regionalen Vergleich.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Indien, Nuklearisierung, Außenpolitik, Südasien, Weltmachtstatus und Geopolitik.

Warum spielt der Kaschmirkonflikt eine entscheidende Rolle für den Status Indiens?

Der Konflikt ist das größte regionale Handicap für Indien; er bindet militärische Ressourcen und beeinträchtigt das internationale Image Indiens als stabiler Akteur.

Inwiefern hat das Verhältnis zu den USA den indischen Status beeinflusst?

Die USA schwankten zwischen Sanktionen und einer pragmatischen Annäherung („India-first“), wobei Indien jedoch meist auf die US-Interessen Rücksicht nehmen musste, was den eigenen Spielraum einschränkte.

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Details

Title
How successful has india been in achieving a role of influence in international and regional politics since the nuclear tests of 1998?
College
University of Heidelberg  (Institut für Politische Wissenschaften)
Course
Internationale Beziehungen Südasiens
Grade
noch keine
Author
Christof Niemann (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V22859
ISBN (eBook)
9783638261012
ISBN (Book)
9783638771740
Language
German
Tags
Internationale Beziehungen Südasiens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christof Niemann (Author), 2004, How successful has india been in achieving a role of influence in international and regional politics since the nuclear tests of 1998?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22859
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