Die optimale Organisation von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen


Seminararbeit, 2013

12 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das E-Rate Program
2.1 Allgemeines
2.2 Daten
2.3 Schätzungen und Ergebnisse desE-RateProgramms

3 Das PACES-Program
3.1 Allgemeines
3.2 Daten
3.3 Schätzungen und Ergebnisse des PACES-Program

4 Klassengröße im Zusammenhang mit schulischen Leistungen
4.1 Allgemeines
4.2 Daten
4.3 Schätzungen und Ergebnisse

5 Fazit

6 Quellen

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Differenz zwischen Anzahl der Klassenräume mit Internetzugang pro Lehrer für Schule s in Jahr t

Abb. 2: Differenz der Testergebnisse

Abb. 3: Schätzung des Effekts des Gewinns eines Gutscheins

Abb. 4: Schätzung des Effekts der Klassengröße auf Testergebnisse (OLS)

Abb. 5: Schätzung des Effekts der Klassengröße auf Testergebnisse (IV)

1 Einleitung

Immer wieder steht das deutsche Schulsystem mit negativen Schlagzeilen in den Medien. Sei es, dass Kinder mit Migrationshintergrund nicht dieselben Chancen hätten wie beispielsweise Kinder aus gutbürgerlichen deutschen Familien gute weiterführende Schulen zu besuchen oder das aufgrund von zu großen Klassen die Lehrer der Situation nicht Herr sind und somit nicht individuell auf schlechtere Schüler eingehen können. Doch wie sehen beispielsweise (Hilfs-)Programme aus, die die Leistungen der Schüler verbessern können/sollen ohne wirtschaftlich ineffizient zu sein.

Diese Arbeit wird drei verschiede Ansätze von Maßnahmen darlegen, welche dazu gedacht waren bzw. sind um die Noten der Schüler zu verbessern. Es handelt sich hierbei einerseits um ein Programm des Amerikanischen Bildungsministeriums namens E-Rate, das durch Subventionen den Ausbau von Internetzugängen und Vernetzungsmodulen an Schulen ermöglichen wollte. Ein anderes Programm aus Kolumbien ( PACES) dagegen sollte es Kindern ermöglichen, durch den Einsatz von Gutscheinen, Privatschulen zu besuchen, um so deren Bildungsstand zu erhöhen. Die dritte Studie behandelt die Thematik, ob kleinere Schulklassen zu besseren Testergebnissen und somit zu besseren Noten führen.

Zur Vorgehensweise dieser Arbeit: Es werden die verschiedenen Programme zum näheren Verständnis einzeln dargestellt, damit ein Gesamtüberblick über die Art und Weise der Datenerhebung, der Analyse der Daten und der Thematik im Allgemeinen entsteht. Anschließend wird aus den Ergebnissen der einzelnen Projekte ein klares Fazit den Abschluss dieser Arbeit bilden.

2 Das E-Rate Program

2.1 Allgemeines

1998 wurde das E-Rate Programm vom Amerikanischen Bildungsministerium ins Leben gerufen, nachdem man schon ab 1996 damit anfing Klassenzimmern Internetzugang zu verschaffen und dies subventionierte. Das Programm hatte zwei klar gesteckte Ziele. Erstens, die Erhöhung der Internetzugangsmöglichkeiten pro Schule und zweitens sollte sich aus diesem Effekt eine Verbesserung der Schüler ergeben1. Also stellte die Regierung ab dem 1. Januar 1998 2,25 Mrd. $ pro Jahr zur Verfügung um den Ausbau der Vernetzung der Schulen zu verbessern und um Schulen den Zugang zum Internet zu erleichtern, um so im Endeffekt die Schulnoten der Schüler zu verbessern2.

Schulen konnten sich individuell für das Subventionsprogramm anmelden oder es schlossen sich mehrere Schulen im selben Gebiet zusammen. Die Höhe der Subventionsrate pro Schule hing jedoch von dem Prozentsatz der Schüler ab, welche sich für das nationale Lunch-Program qualifiziert hatten3. Der Vollständigkeit halber füge ich hinzu, dass sich im Lunch-Program Schüler aus eher einkommensschwa- chen Familien befinden, welche dann ein kostenloses bzw. preislich reduziertes Mittagessen bekommen. Das heißt im Endeffekt bekommen Schulen, welche sich in ärmlicheren Gebieten befinden mehr Subventionen für den Ausbau der Kommunikationsmöglichkeiten und für den Zugang zum World Wide Web.

2.2 Daten

Die Daten für diese Studie stammen aus dem Amerikanischen und Kalifonischen Bildungsministerien, welche exakte Daten über die verschiedenen Charakteristika von den jeweiligen Schulen besitzen. D.h. Daten über die Anteile der verschiedenen Kulturen, über die Lehrer und natürlich auch wie viele Schüler an jeder Schule das kostenlosen Mittagessen bekommen. Ein zusätzlicher Datensatz von der USAC ( Universal Service Administrative Company) über die geflossenen Mittel und wie viel Millionen bzw. Milliarden $ insgesamt bewilligt wurden stand ebenfalls zur Verfügung. Aus diesem ging hervor, dass ca. 80% der Mittel in die interne Kommunikation, 17% in die Telekommunikation und 3% in den Ausbau der Internetzugänge gesteckt wur- den4. Mit diesem Datensätzen, welche sich ausschließlich auf Kalifornien beziehen,

sind ca. 13% der Schüler in den USA erfasst5.

Um zu verdeutlichen wie sich das E-Rate-Program in Zahlen bemerkbar gemacht hat, kann man sich vor Augen halten, dass im Schuljahr 1996/97 46% der kalifornischen Schulen mit mindestens einen Computer mit Internetzugang ausgestattet wa- ren und bei Beendigung des Programms, im Schuljahr 2000/01 waren es dann 84%, also fast eine Verdopplung der Schulen mit Internetzugang innerhalb von nur knapp vier Jahren6. Anhand der Klassenzimmer mit Internetzugang pro Lehrer wird dieser Trend noch deutlicher, da es 1996 an kalifonischen Schulen ca. 0,2 PC´s mit Internet pro Lehrer gab und im Jahr 2000 wurde diese Zahl auf das 3,5-fache, ca. 0,7 Computer mit Internetzugang pro Lehrkraft, ausgebaut7. Damit kann man schon mal festhalten, dass eines der gesteckten Ziele des Programms durchaus erreicht wurde. Auffällig ist jedoch das sich die Veränderungen im Bezug auf die Computer, welche als Lehrmaterial eingesetzt werden nur geringfügig von 93% auf 98% erhöhen. D.h. im Schuljahr 1997/98 hatten 93% der Schulen mindestens einen PC, welcher als Lehrmittel eingesetzt wurde und 2000/01 waren es schlussendlich 98% der Schulen8. Nun könnte man schon die Vermutung bekommen, dass sich die Investitionen der Regierung womöglich nicht konkret auf die Lernleistungen der Schüler ausgewirkt haben könnte.

2.3 Schätzungen und Ergebnisse des E-Rate Programms

Was wäre nun geschehen, wenn es das E-Rate Programm nicht gegeben hätte und wie schneiden die Schüler bei den Leistungstests, welche aus einer Matheprüfung, einem Lesetest und einer naturwissenschaftlichen Prüfung bestehen, ab. Genau diese Frage soll hier nun beantwortet werden. Dazu verwenden die Autoren eine OLS- Regression auf die Differenz der Anzahl der Klassenräume pro Lehrer für eine gewisse Schule in einem bestimmten Jahr9.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abb. 1

β stellt hier den Effekt der Subventionen auf Anzahl der Klassenräume mit Internet pro Lehrer dar. Die restlichen Koeffizienten stellen Schulbzw. Jahreseffekte dar exklusive des Störterms εst. Unterstellt man nun, dass es keine Subventionen in dem bekannten Zeitraum gegeben hätte, dann gäbe es 2000/01 0,396 Klassenzimmer mit Internetzugang pro Lehrer. Die wahre Zahl liegt jedoch bei 0,664 Klassenräumen mit einem Internetanschluss pro Lehrer. D.h. allein durch das E-Rate Programm gab es zum Ende des Schuljahres 2000/01 68% mehr dieser Zimmer als ohne die Subventionierung durch die Regierung10.

Interessant wird nun zu sehen sein, ob sich die Testergebnisse bzw. die Leistung der Schüler in dieselbe Richtung entwickelt haben. Dazu regressiert man dieses mal über die Differenz der Testergebnisse der Mathe-, Leseund naturwissenschaftlichen Tests.

[...]


1 Vgl. Goolsbee 2006 S. 346

2 Vgl. Goolsbee 2006 S. 336

3 Vgl. Goolsbee 2006 S. 337 Table 1

4 Vgl. Goolsbee 2006 S. 338 Table 2

5 Vgl. Goolsbee 2006 S. 336

6 Goolsbee 2006 S. 338 Table 2

7 Goolsbee 2006 S. 338 Table 2 & S. 339 Figure 1

8 Goolsbee 2006 S. 339

9 Goolsbee 2006 S. 341 Gleichung (4)

10 Goolsbee 2006 S. 342

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Die optimale Organisation von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen
Hochschule
Universität Ulm  (Institut für Wirtschaftswissenschaften)
Autor
Jahr
2013
Seiten
12
Katalognummer
V229397
ISBN (eBook)
9783656451433
ISBN (Buch)
9783656451549
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
organisation, schulen, bildungseinrichtungen, schulsystem, kleine klassen
Arbeit zitieren
Marcus Kreysch (Autor), 2013, Die optimale Organisation von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229397

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