Im Rahmen des Seminars „Demokratie in der Kirche? Die Diskussion seit dem 19. Jahrhundert“ soll in dieser Arbeit die demokratische Entwicklung katholischer Jugendverbände am Beispiel der KJG behandelt werden. Ziel ist es dabei, die Ereignisse und Veränderungen zu verdeutlichen, die dazu geführt haben, dass sich die anfangs eher autoritär geleiteten Verbände zu Vorbildern für demokratische Entscheidungs- und Organisationsformen entwickelt haben. Besonders wichtig sind dabei vor allem die Taten einzelner Personen und große gesellschaftliche Geschehnisse. Dabei soll folgendermaßen vorgegangen werden: Zuerst muss geklärt werden, was die KJG und der BDKJ sind, bevor dann die Geschichte von katholischen Jungendverbänden seit Ende des 19. Jahrhunderts geschildert werden kann. Dabei lässt sich eine Einteilung in vier verschiedene Abschnitte sehr gut vornehmen. Schließlich soll auf ein aktuelles Positionspapier der Freiburger KJG eingegangen werden, welches die momentane Situation und gegenwärtige Forderungen darlegt. Im Schlussteil wird dann verdeutlicht, wie groß der Einfluss der Ereignisse außerhalb der Verbände war und was geschehen wäre, wenn es diese Begebenheiten nicht gegeben hätte. Um den Rahmen einer Proseminararbeit nicht zu sprengen kann hier nicht weiter auf anders-konfessionelle oder freie Verbände eingegangen werden. Genauso wenig können kleinere Zeitabschnitte keinen Platz in der Übersicht finden. Zentrales Thema der Arbeit ist der Begriff der Demokratie, der hier weniger für die Legitimation einer Regierung steht, sondern viel mehr für die Art und Weise, wie Entscheidungen getroffen werden. Nämlich, dass jedes Mitglied gleichberechtigt und stimmberechtigt ist und dass jede Meinung und jedes Interesse gehört wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Demokratische Entwicklung katholischer Jugendverbände im BDKJ
- Darstellung der KJG
- Historische Entwicklung der KJG
- Vor 1933
- 1933-1947
- 1947-1966
- 1966 bis heute
- Aktuelle Aktion der KJG: „,demokratisch.amen“
- Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die demokratische Entwicklung katholischer Jugendverbände am Beispiel der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG). Sie verfolgt das Ziel, die Entwicklung dieser Verbände von autoritärer zu demokratischer Führungsstruktur aufzuzeigen.
- Historische Entwicklung der KJG
- Einfluss von einzelnen Personen und gesellschaftlichen Ereignissen
- Veränderung von Organisationsformen und Entscheidungsstrukturen
- Das Konzept von Demokratie im Kontext der Jugendverbände
- Der Einfluss des BDKJ auf die Entwicklung der KJG
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und erläutert die Zielsetzung, den Forschungsansatz und die Struktur der Arbeit. Dabei wird der Begriff der Demokratie in Bezug auf die Entscheidungsfindung und -strukturen innerhalb der Jugendverbände definiert.
Die Demokratische Entwicklung katholischer Jugendverbände
Darstellung des BDKJ und der KJG
Dieses Kapitel stellt den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Katholische Junge Gemeinde (KJG) als den größten Jugendverband im BDKJ vor. Es wird auf die Organisationsstruktur und die enge Verflechtung der beiden Organisationen eingegangen.
Historische Entwicklung der KJG
Vor 1933: Blütezeit der katholischen Jugendbewegung
Dieser Abschnitt beleuchtet die Anfänge katholischer Jugendverbände, die Entstehung von Jugendgruppen und den Aufstieg des Katholischen Jungmännerverbands. Es wird auf die Leitideen der Jugendverbände und die Bedeutung von Ludwig Wolker für die Entwicklung der katholischen Jugendbewegung eingegangen.
1933 – 1947: Das abrupte Ende des Verbandwesens
Dieses Kapitel beschreibt die Auswirkungen der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten auf die katholischen Jugendverbände und den Zwang zur Auflösung der Organisation.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Demokratie, katholische Jugendverbände, BDKJ, KJG, historische Entwicklung, Organisation, Entscheidungsstrukturen, Selbstorganisation, Eigenverantwortung, Ludwig Wolker, Nationalsozialismus.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die KJG und welche Rolle spielt sie im BDKJ?
Die Katholische Junge Gemeinde (KJG) ist einer der größten Jugendverbände innerhalb des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und gilt als Vorbild für demokratische Strukturen in der Kirche.
Wie entwickelte sich die KJG vor 1933?
In dieser Blütezeit entstanden viele katholische Jugendgruppen unter der Leitung von Persönlichkeiten wie Ludwig Wolker, die den Grundstein für die heutige Verbandsstruktur legten.
Was geschah mit den katholischen Jugendverbänden während des Nationalsozialismus?
Zwischen 1933 und 1947 kam es zu einem abrupten Ende des Verbandswesens, da die Nationalsozialisten die Organisationen zur Auflösung zwangen.
Was bedeutet "Demokratie" in einem kirchlichen Jugendverband?
Demokratie bezieht sich hier auf die Art der Entscheidungsfindung: Jedes Mitglied ist gleichberechtigt, hat ein Stimmrecht und jede Meinung wird gehört.
Was ist die Aktion "demokratisch.amen"?
Es handelt sich um ein aktuelles Positionspapier und eine Aktion der KJG Freiburg, die gegenwärtige Forderungen nach mehr Mitbestimmung und demokratischen Prozessen in der Kirche darlegt.
Welchen Einfluss hatten gesellschaftliche Ereignisse auf die KJG?
Die Arbeit zeigt auf, dass externe gesellschaftliche Umbrüche (wie die 68er-Bewegung) maßgeblich dazu beigetragen haben, dass sich die Verbände von autoritären zu demokratischen Modellen wandelten.
- Quote paper
- Tobias Schricke (Author), 2012, Die Demokratische Entwicklung katholischer Jugendverbände im BDKJ, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229563