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Mündliche Sprachmittlungsaufgaben zur Förderung der Strategiekompetenz

Título: Mündliche Sprachmittlungsaufgaben zur Förderung der Strategiekompetenz

Tesis de Máster , 2013 , 70 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Master of Education S. Fischer (Autor)

Romanística - Interdisciplinario
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Die empirischen Studien der letzten Jahre kommen zu der Annahme, dass
ein bewusster Strategieeinsatz mit dem Lernerfolg bei Fremdsprachen verbunden
ist. Den größten Nutzen vom Strategientraining erfahren vor allem
schwache und unerfahrene Fremdsprachenlerner. Aber auch die starken
Lerner profitieren von der weiteren Entwicklung ihres strategischen Repertoires. Daher muss die strategische Kompetenz bewusst und sukzessive in
allen Jahrgängen aufgebaut werden.
Für die Förderung der Strategiekompetenz werden im Spanischunterricht
unterschiedliche Aufgaben eingesetzt. Diese Arbeit legt ein besonderes Augenmerk
auf die Vermittlung der Kommunikationsstrategien mittels mündlicher
Sprachmittlungsaufgaben.
Daher stellen sich die Fragen, wie gut die Strategiekompetenz mittels der
Lehrwerke aufgebaut wird und wie mündliche Sprachmittlungsaufgaben zur
Förderung der kommunikativen Strategiekompetenz eingesetzt werden können.
Um diese Fragen zu beantworten, werden im theoretischen Teil die Erkenntnisse
der Forschung darüber zusammengefasst, wie die Strategiekompetenz
aufgebaut werden kann und wie die Sprachmittlungsaufgaben beim Strategientraining
eingesetzt werden können. Im praktischen Teil werden die Erkenntnisse aus dem theoretischen Teil anhand von zwei modernen Lehrwerken
für Spanisch überprüft, um herauszufinden, ob moderne Lehrwerke für
Spanisch die kommunikative Strategiekompetenz ausreichend fördern und
ob die mündlichen Sprachmittlungsaufgaben aus den analysierten Lehrwerken
für das Training der Kommunikationsstrategien eingesetzt werden können.
Da das Strategiekonstrukt in Europa im Zusammenhang mit der Lernerautonomie
betrachtet wird, wird im zweiten Kapitel der Arbeit die Rolle der
Strategien für die Lernerautonomie dargestellt. Dabei wird auf den Perspektivenwechsel
in der Forschung über den Lernprozess eingegangen und der
Begriff des autonomen Lernens erläutert. Um eine theoretische Grundlage für die Lehrbuchanalyse zu schaffen, werden
im dritten Kapitel die Begriffe Lernstrategie und Kommunikationsstrategie
ausführlich behandelt. Im Anschluss daran wird auf deklaratives und
prozedurales Wissen eingegangen. Um einen Überblick über die Zuordnung
der Kommunikationsstrategien zu dem Strategiekonstrukt zu geben, wird
eine Klassifikation der Lernstrategien nach Bimmel und Rampillon (2000)
angeführt. Daraufhin folgt die Kategorisierung der Kommunikationsstrategien
nach Kasper (1982).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Strategien als Bausteine der Lernerautonomie

2.1. Veränderung des Lernbegriffs – Lernen vom Lernenden aus

2.2. Autonomes Lernen

3. Theoretische Grundlagen des Strategiekonstrukts

3.1. Strategiebegriff

3.2. Begriff der Kommunikationsstrategien

3.3. Deklaratives und prozedurales Wissen

3.4. Strategietaxonomie

3.4.1. Klassifikation der Lernstrategien nach Bimmel und Rampillon

3.4.2. Kategorisierung der Kommunikationsstrategien nach Kasper

4. Sprachmittlung zur Förderung der Strategiekompetenz

4.1. Begriff der Sprachmittlung

4.2. Didaktisches Potential der Sprachmittlungsaufgaben im Fremdsprachenunterricht

4.3. Sprachmittlung im kommunikativen Fremdsprachenunterricht

4.4. Strategien für mündliche Sprachmittlungsaufgaben

4.4.1. Fertigkeitsbezogene Strategien

4.4.2. Kommunikationsstrategien

5. Vermittlung von Strategien

5.1. Wie können Strategien vermittelt werden?

5.2. Lernstile

5.3. Methodisches Vorgehen bei der Vermittlung von Strategien

5.4. Aufbau von strategischer Kompetenz mittels Sprachmittlungsaufgaben

6. Praktischer Teil

6.1. Lehrwerk “Línea verde 3 - Paso a nivel”

6.2. Lehrwerk „Sicher in die Oberstufe“

7. Fazit

8. Anhang

9. Literaturverzeichnis

9.1. Analysierte Lehrwerke

9.2. Zitierte Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit moderne Spanisch-Lehrwerke die kommunikative Strategiekompetenz durch mündliche Sprachmittlungsaufgaben fördern und wie Lehrende dieses Potential im Unterricht gezielt nutzen können, um die Lernerautonomie der Schüler zu stärken.

  • Bedeutung von Strategien für das autonome Lernen
  • Theoretische Grundlagen von Lern- und Kommunikationsstrategien
  • Didaktisches Potential von Sprachmittlung im Fremdsprachenunterricht
  • Methodisches Vorgehen bei der Vermittlung und Erprobung von Strategien
  • Analyse der Strategieförderung in Spanisch-Lehrwerken

Auszug aus dem Buch

3.1. Strategiebegriff

Strategien werden in unterschiedlichen Disziplinen wie in der Psychologie, der Linguistik, der Spracherwerbsforschung und der Fremdsprachendidaktik intensiv untersucht. In der Strategieforschung existiert für den Begriff Strategie keine allgemein anerkannte Definition. Die Anzahl der Definitionen ist so groß, dass es sich als schwer herausstellt, einen zentralen Begriff für Strategie zu finden. Ebenfalls existieren vielfältige Termini für dieses Phänomen wie Lernstrategien, Lerntechniken, Lernhandlungen, Lerngewohnheiten, Lernmethoden, Lernverfahren oder Lernfertigkeiten. Diese Vielfalt der synonym gebrauchten Begriffe erschwert seine Definition und die Kategorisierung.

Strategien werden allgemein als „zielgerichtete, problemorientierte und potentiell bewusste […] Handlungspläne“ betrachtet, die man lernen und lehren kann. Faerch und Kasper (1980) definieren Strategien als eine Subklasse von Handlungsplänen: “[…] a strategy is a potentially conscious plan for solving what to the individual presents itself as a problem in reaching a particular goal.” Knapp-Potthof und Knapp (1982) bezeichnen Strategien als „kognitive Operationen, die vom Lerner zielgerichtet und intentional angewendet werden.“

In der Fachliteratur werden häufig die Begriffe Strategie und Lernstrategie für denselben Terminus verwendet. So verstehen Friedrich und Mandl (1992) unter Lernstrategie „eine Sequenz von Handlungen, mit der ein bestimmtes Ziel erreicht werden soll.“ Unter dem Begriff Lernstrategie versteht Rampillon „Verfahren, die von den Lernenden absichtlich und planvoll angewandt werden, um fremdsprachliches Lernen vorzubereiten, zu steuern und zu kontrollieren.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Lernstrategien in der Fremdsprachendidaktik, ihre Verknüpfung mit autonomem Lernen und die spezifische Relevanz der Kommunikationsstrategien im Spanischunterricht.

2. Strategien als Bausteine der Lernerautonomie: Dieses Kapitel erläutert den Perspektivenwechsel von behavioristischen hin zu kognitiven und konstruktivistischen Lerntheorien sowie die zentrale Rolle von Strategien für die Entwicklung eines autonomen Lernprozesses.

3. Theoretische Grundlagen des Strategiekonstrukts: Hier werden zentrale Begriffe wie Lernstrategie und Kommunikationsstrategie definiert und voneinander abgegrenzt, ergänzt durch Ausführungen zu deklarativem und prozeduralem Wissen sowie bestehenden Strategietaxonomien.

4. Sprachmittlung zur Förderung der Strategiekompetenz: Dieses Kapitel untersucht die Sprachmittlung als komplexe kommunikative Aktivität und zeigt auf, wie sie durch die Einbettung in schülernahe Kontexte gezielt zur Förderung der strategischen Kompetenz beitragen kann.

5. Vermittlung von Strategien: Das Kapitel widmet sich methodischen Vorgehensweisen für ein effektives Strategientraining, unter Berücksichtigung individueller Lernstile und eines vierstufigen Vermittlungsmodells (Bewusstmachung, Orientierung, Erprobung, Reflexion).

6. Praktischer Teil: Die Analyse der Lehrwerke „Línea verde 3 - Paso a nivel“ und „Sicher in die Oberstufe“ überprüft, wie dort Strategien präsentiert und anhand von mündlichen Sprachmittlungsaufgaben trainiert werden.

7. Fazit: Die Zusammenfassung resümiert, dass Strategien methodisch und planmäßig vermittelt werden müssen und dass Lehrwerke zwar gute Ansätze bieten, die aktive Einübung und Reflexion jedoch maßgeblich durch die Lehrkraft gesteuert werden muss.

8. Anhang: Der Anhang bietet einen tabellarischen Überblick über die Strategien der Lernbuchreihe „Línea verde“.

9. Literaturverzeichnis: Das Verzeichnis listet alle für die Arbeit analysierten Lehrwerke sowie die zitierte wissenschaftliche Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Strategiekompetenz, Lernerautonomie, Sprachmittlung, Kommunikationsstrategien, Fremdsprachenunterricht, Spanischunterricht, Lernstrategien, Strategievermittlung, Kognitive Lerntheorien, Metakognition, Sprachproduktion, Lehrwerkanalyse, Handlungsorientierung, Methodenkompetenz, Interkomprehension.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Förderung der Strategiekompetenz im Fremdsprachenunterricht, wobei ein besonderer Fokus auf dem Einsatz mündlicher Sprachmittlungsaufgaben liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Lern- und Kommunikationsstrategien, der Begriff der Lernerautonomie, die Didaktik der Sprachmittlung und die praktische Analyse von Spanisch-Lehrwerken hinsichtlich ihrer Strategievermittlung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Strategiekompetenz systematisch aufgebaut werden kann und inwieweit aktuelle Spanisch-Lehrwerke das Training von Kommunikationsstrategien durch Sprachmittlung unterstützen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Strategieforschung und ein methodisches Modell zur Strategievermittlung (nach Bimmel/Rössler), das als Grundlage für die qualitative Analyse von zwei spezifischen Lehrwerken dient.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Strategiekonstrukte, Sprachmittlung als Format, Vermittlungsmethoden) und einen praktischen Teil, in dem konkrete Aufgaben aus Spanisch-Lehrwerken nach Qualitätskriterien analysiert werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit maßgeblich?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Strategiekompetenz, Kommunikationsstrategien, Sprachmittlung, Lernerautonomie und Methodenkompetenz.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei der Strategievermittlung laut der Autorin?

Die Lehrkraft nimmt eine entscheidende Rolle als Moderatorin ein, da die bloße Präsentation von Strategien in Lehrbüchern nicht ausreicht; die aktive Einübung, Reflexion und Evaluation müssen durch die Lehrkraft gezielt organisiert werden.

Warum eignen sich Sprachmittlungsaufgaben besonders für das Strategietraining?

Aufgrund ihrer Komplexität und Interaktivität fordern sie Schüler dazu auf, spontan Lösungen für sprachliche Probleme zu finden, was den bewussten Einsatz von Kommunikationsstrategien zur Aufrechterhaltung der Interaktion erzwingt.

Final del extracto de 70 páginas  - subir

Detalles

Título
Mündliche Sprachmittlungsaufgaben zur Förderung der Strategiekompetenz
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Romanische Philologie)
Calificación
1,7
Autor
Master of Education S. Fischer (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
70
No. de catálogo
V229621
ISBN (Ebook)
9783656482222
ISBN (Libro)
9783656482253
Idioma
Alemán
Etiqueta
mündliche sprachmittlungsaufgaben förderung strategiekompetenz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Master of Education S. Fischer (Autor), 2013, Mündliche Sprachmittlungsaufgaben zur Förderung der Strategiekompetenz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229621
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Extracto de  70  Páginas
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