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Gleichschaltung der Sicherheitsorgane

Title: Gleichschaltung der Sicherheitsorgane

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Victoria Domeyer (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Welche Aufgaben übernahm die deutsche Polizei zur Zeit des Dritten Reiches wirklich? Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Gleichschaltung der Sicherheitsorgane und fokussiert hierbei eben jene Frage, welche Rolle die Polizei als Instrument des NS-Regimes spielte. Steht bei Betrachtung des totalitären Machsystems unter Adolf Hitler meist das Schicksal der Opfer im Mittelpunkt, ist es gleichwiegend relevant und aufklärend die Seite der Täterschaft näher zu beleuchten. Es wird bei der folgenden Bearbeitung von der These ausgegangen, dass die Polizei mit der „Gleichschaltung“ zum wichtigsten Instrument des Führerkorps wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Gleichschaltung der Polizei

2.1 Ein chronologischer Abriss

2.2 Hauptakteure

3. Die Rolle der Polizei

3.1 „Vollstrecker des Führerwillens“

3.2 „Pluralismus?“ - Zur Verbreitung des polizeilichen Machtinstruments

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die systematische Gleichschaltung der deutschen Polizei während des Nationalsozialismus und analysiert deren Funktion als zentrales Machtinstrument des NS-Regimes. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie die Polizei durch personelle und strukturelle Maßnahmen vom Rechtsorgan zum willfährigen Werkzeug der Führung umgestaltet wurde, um die totalitäre Herrschaft zu festigen.

  • Prozess der polizeilichen Gleichschaltung und deren gesetzliche Rahmenbedingungen
  • Die Rolle der Polizei als Instrument zur Verfolgung politischer Gegner
  • Verflechtung von Polizei und SS zur Etablierung des NS-Terrorapparates
  • Biographische Analyse der Hauptakteure und deren Einfluss auf die Organisationsstruktur
  • Propagandistische Inszenierung der Polizei als „Volkspolizei“

Auszug aus dem Buch

3.1 „Vollstrecker des Führerwillens“

Adolf Hitler wurde vom „Volk“ als Garant für innere Sicherheit und Ordnung gesehen. Dadurch wurde übersehen, dass sich mit dem preußischen Geheimen Staatspolizeiamt eine immer mehr an Macht gewinnende Sonderbehörde bildete. Diese zielte auf die Beherrschung der deutschen Gesellschaft, nicht etwa auf dessen Schutz, ab.

Bereits Tage vor dem Reichstagsbrand vom 27. Februar 1933 kam es, aufgrund polizeilicher Durchsuchungen kommunistischer „Zentralen“, zu einer Beunruhigun der Öffentlichkeit. Ziel dieser Aktionen war es, auf kommunistische Aufstandsversuche hinzuweisen. Die Polizei agierte hierbei als „Arm des Führerkorps“. Sie führte Befehle, wie diesen aus. Die „Reichstagsbrandverordnung“ schuf infolgedessen eine „pseudolegale Grundlage“ für die aufkeimenden Massenverhaftungswellen politischer Gegner, insbesondere von Mitgliedern der KPD, welche zudem von den Nationalsozialisten für den Reichstagsbrand verantwortlich gemacht wurde. Für diese Massenverhaftungen war wiederum die Polizei zuständig, woraus die Instrumentalisierung jener wieder deutlich hervorgeht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die These auf, dass die Polizei durch die Gleichschaltung zum wichtigsten Instrument des NS-Regimes wurde, und führt in die verwendete Fachliteratur ein.

2. Die Gleichschaltung der Polizei: Dieses Kapitel zeichnet den chronologischen Ablauf der Machtübernahme in den Polizeiorganen nach und porträtiert die zentralen Akteure wie Himmler, Heydrich, Daluege und Göring.

3. Die Rolle der Polizei: Hier wird untersucht, wie die Polizei als „Vollstrecker des Führerwillens“ agierte und wie durch eine gezielte Verschmelzung mit der SS ein pluriformes Machtinstrument zur Unterdrückung geschaffen wurde.

4. Fazit: Das Fazit bestätigt die Ausgangsthese und resümiert, dass die Polizei als zentrales Terrorinstrument maßgeblich zur Zerstörung des Rechtsstaates beitrug.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Gleichschaltung, Polizei, Heinrich Himmler, Gestapo, SS, Instrumentalisierung, Machtinstrument, Schutzpolizei, Terrorregime, Führerkorps, Reichstagsbrand, Reichssicherheitshauptamt, Politische Polizei, Volksgemeinschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Transformation der deutschen Polizei von einer rechtsstaatlichen Institution zu einem zentralen Macht- und Unterdrückungsinstrument im Nationalsozialismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen der Prozess der Gleichschaltung, die Personalpolitik durch NS-Funktionäre, die organisatorische Verflechtung mit der SS sowie die propagandistische Darstellung der Polizei.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass die Polizei durch die systematische Gleichschaltung zum wichtigsten Instrument des NS-Regimes wurde und aktiv zur Etablierung des totalitären Staates beitrug.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin oder der Autor nutzt eine historische Analyse auf Basis einschlägiger Fachmonographien, Dokumentationen und zeitgenössischer Erlasse, um die strukturellen Veränderungen der Polizeiorgane nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen chronologischen Abriss der Gleichschaltung, eine Charakterisierung der verantwortlichen Hauptakteure sowie eine detaillierte Untersuchung der Rolle der Polizei als Vollstrecker des Führerwillens.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die zentralen Begriffe sind Gleichschaltung, Instrumentalisierung, SS-Verflechtung, Terrorinstrument und die Rolle der Polizei innerhalb der nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“.

Welche besondere Rolle spielte Kurt Daluege in diesem Kontext?

Kurt Daluege war als Kommissar „zur besonderen Verwendung“ maßgeblich für die politische „Säuberung“ des Polizeiapparats und die spätere Leitung der Ordnungspolizei verantwortlich.

Was bedeutet die „Verreichlichung“ der Polizei?

Hierbei handelt es sich um die Übernahme der landeseigenen Polizeien durch das Reich am 1. April 1935, was den Abschluss der zentralistischen Kontrolle über das Polizeiwesen markierte.

Inwiefern diente die Hilfspolizei den Zielen des Regimes?

Unter dem Deckmantel der Sicherung des öffentlichen Friedens diente die Hilfspolizei faktisch als paramilitärische Verstärkung der SA, um politische Gegner effektiv zu terrorisieren.

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Details

Title
Gleichschaltung der Sicherheitsorgane
College
Technical University of Braunschweig  (Historisches Seminar)
Course
Nationalsozialistischer Terrorapparat
Grade
1,7
Author
Victoria Domeyer (Author)
Publication Year
2012
Pages
14
Catalog Number
V229723
ISBN (eBook)
9783656458807
Language
German
Tags
Gleichschaltung Nationalsozialismus Polizei Machtinstrument Sicherheitsorgane Verfolgungsapparat Terrorapparat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Victoria Domeyer (Author), 2012, Gleichschaltung der Sicherheitsorgane, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229723
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