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Sprachpolitik in Galicien. Auswirkung auf das Bildungssystem

Título: Sprachpolitik in Galicien. Auswirkung auf das Bildungssystem

Trabajo , 2012 , 22 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Marco Stöcker (Autor)

Romanística - Estudios españoles
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„Ser lingua non é fácil“ war im Jahr 2007 das Motto einer von der Escola Oficial de Idiomas de Ourense (EOI) initiierten Vortragsreihe über Sprachen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit von anderen Sprachen dominiert worden waren aber dennoch nicht den Sprachtod gestorben sind . Ziel der Kampagne war es, auf die Stellung des Galicischen als Minderheitensprache aufmerksam zu machen und die Bevölkerung Galiciens zu ermutigen, das Galicische nicht zu Gunsten des Kastilischen aufzugeben. Der Titel der Kampagne „Ser lingua non é fácil“ hätte im Hinblick auf die sprachliche Situation in Galicien kaum treffender gewählt werden können. Das Galicische wurde im Laufe seiner Geschichte häufig unterdrückt und während der Diktatur Francos, selbst von Geburt Galicier, sogar verboten. Bestrebungen das Galicische zu normieren und in unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche einzugliedern, haben sich seit Francos Tod als anspruchsvoll und langwierig erwiesen. So hat der Normenstreit, der sich sowohl auf politischer als auch auf öffentlicher Ebene abspielt, dafür gesorgt, dass die galicische Sprache einen enormen Prestigeverlust erlitten hat, der sich in stetig sinkenden Sprecherzahlen niederschlägt.
Im Folgenden wird zunächst kurz auf die Sprachgeschichte des Galicischen eingegangen und ein Überblick über die Normierungsbestrebungen der Galicischen Sprachpolitik gegeben. Im Anschluss sollen die Maßnahmen der Sprachpolitik und deren Auswirkungen auf die heutige Sprachsituation untersucht werden. Hierbei sollen insbesondere die Konsequenzen für das galicische Bildungswesen hervorgehoben werden, da dieses einen öffentlichen Sektor darstellt, der sehr intensiv unter den uneinheitlichen Normvorstellungen der Linguisten zu leiden hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Ser lingua non é fácil

2. Kurzer Abriss der Geschichte des Galicischen

2.1 Das Galicische im Mittelalter

2.2 Die séculos escuros

2.3 Das Rexurdimento des Galicischen und der Weg zur Norm

3. Normalisierung und Normierung

3.1 Definition

3.2 Der Normenstreit

3.3 Sprachpolitik des 21. Jahrhunderts

3.3.1 Der Plan Xeral de Normalización da Lingua Galega

3.4 Das Galicische im Bildungswesen

4. Fazit – Hat das Galicische in Zukunft überhaupt noch eine Chance?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der galicischen Sprache in ihrem historischen Kontext sowie die Auswirkungen der wechselhaften Sprachpolitik auf das moderne galicische Bildungswesen unter Berücksichtigung aktueller gesellschaftlicher Debatten.

  • Historische Sprachgeschichte des Galicischen vom Mittelalter bis zur Moderne
  • Differenzierung zwischen den Konzepten der Normalisierung und Normierung
  • Analyse des Normenstreits zwischen Lusisten und Autonomisten
  • Evaluierung der staatlichen Sprachpolitik, insbesondere des Plan Xeral de Normalización da Lingua Galega
  • Untersuchung der Implementierung und Konsequenzen sprachpolitischer Dekrete im Bildungswesen

Auszug aus dem Buch

2.2 Die séculos escuros

Vor diesem Hintergrund scheint es wenig verwunderlich, dass es zu Beginn des 16. Jahrhunderts zu einer Diglossiesituation in Galicien kommt bei der das Kastilische, das seit dem Jahr 1492 mit Nebrijas Gramática de la lengua castellana darüber hinaus auch noch normiert ist, die Rolle der high variety einnimmt. Dem Galicischen kommt nur noch die Rolle der low variety zu was ihm zahlreiche kastilische Interferenzen, insbesondere im Bereich der Lexik, einbringt. Bis ins 17. Jahrhundert hinein verschwindet das Galicische komplett aus der geschriebenen Sprache und wird auf den mündlichen Bereich reduziert (vgl. Turell, 2001:116). Diese Phase wird in der Literatur oft als die dunklen Jahrhunderte bezeichnet (vgl. z.B. Kabatek, 2000:286). Im übrigen Spanien bekommt Galicien den Ruf eines rückständigen Landes, da es, nicht zuletzt durch seine abgelegene geographische Lage, politisch, kulturell und vor allem wirtschaftlich, das Nachsehen hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ser lingua non é fácil: Einführung in die Problematik des galicischen Spracherhalts und der Motivation der Arbeit anhand einer sprachpolitischen Kampagne.

2. Kurzer Abriss der Geschichte des Galicischen: Historischer Überblick über die Entwicklung vom Mittelalter über die Zeit des Niedergangs bis hin zum Wiederaufstieg im 18. und 19. Jahrhundert.

3. Normalisierung und Normierung: Theoretische Abgrenzung der Begriffe sowie Analyse der internen Konflikte über die sprachliche Ausrichtung (Normenstreit) und deren politische Folgen im 21. Jahrhundert.

4. Fazit – Hat das Galicische in Zukunft überhaupt noch eine Chance?: Abschließende Reflexion über die prekäre Lage der Sprache und die Notwendigkeit einer konsequenten sprachpolitischen Kehrtwende.

Schlüsselwörter

Galicisch, Sprachpolitik, Normierung, Normalisierung, Bildungswesen, Kastilisch, Diglossie, Rexurdimento, Autonomiestatut, Sprachkontakt, Iberische Halbinsel, Minderheitensprache, Sprachgeschichte, Sprachwandel, Real Academia Galega

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische und aktuelle Sprachpolitik in Galicien und untersucht deren Auswirkungen auf den Status der galicischen Sprache, besonders innerhalb des Bildungssystems.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Sprachgeschichte, der theoretischen Definition von Normalisierung, dem ideologischen Normenstreit und der bildungspolitischen Praxis.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie die galicische Sprache trotz historischer Unterdrückung und politischer Instabilität in modernen öffentlichen Sektoren wie dem Bildungswesen bestehen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive Analyse und Aufarbeitung sprachhistorischer und aktueller bildungspolitischer Dokumente unter Einbeziehung soziolinguistischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine Begriffsdefinition, die Darstellung des Normenstreits zwischen Lusisten und Autonomisten sowie eine kritische Prüfung staatlicher Dekrete.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Galicisch, Sprachpolitik, Normalisierung, Normierung, Bildungswesen sowie die historischen Phasen wie das Rexurdimento.

Was unterscheidet die Reintegrationisten von den Autonomisten im Normenstreit?

Reintegrationisten fordern eine Annäherung an das Portugiesische, während die Autonomisten das Galicische als eigenständige, unabhängige Sprache mit eigener Tradition definieren.

Warum wird die aktuelle Lage im Bildungswesen als problematisch eingestuft?

Aufgrund wechselnder politischer Mehrheiten und Dekrete, die den Stellenwert des Galicischen zugunsten des Englischen oder Kastilischen schwächen, fehlt ein einheitlicher und stabiler Förderplan für die Minderheitensprache.

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Detalles

Título
Sprachpolitik in Galicien. Auswirkung auf das Bildungssystem
Universidad
University of Kassel  (Romanistik)
Calificación
1,3
Autor
Marco Stöcker (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
22
No. de catálogo
V229733
ISBN (Ebook)
9783656450542
ISBN (Libro)
9783656450917
Idioma
Alemán
Etiqueta
sprachpolitik galicien auswirkung bildungssystem
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marco Stöcker (Autor), 2012, Sprachpolitik in Galicien. Auswirkung auf das Bildungssystem, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229733
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