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Die Epoche des "Wirtschaftswunders"

Erklärungsansätze für das überdurchschnittliche Wachstum

Título: Die Epoche des "Wirtschaftswunders"

Trabajo , 2013 , 25 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Sascha Pliske (Autor)

Historia de Alemania - Posguerra, Guerra Fría
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Das "Wirtschaftswunder" stellt die wichtigste Nachkriegsepoche der westdeutschen Geschichte dar, die nach der bedingungslosen Kapitualtion des Dritten Reiches nicht nur den wirtschaftlichen Wiederaufbau, sondern auch die Festigung demokratischer Strukturen durch wirtschaftlichen Wohlstand aller BürgerInnen nach sich zog. Zeitlich umspannt diese Epoche die Jahre 1949 bis 1974 und beschreibt eine Phase des kontinuierlichen wirtschaftlichen Wachstums, der weit über normalen Wachstumsraten lag und es ermöglichte, dass die junge westdeutsche Republik binnen weniger Jahre aus den Trümmern des Krieges zu der wichtigsten westeuropäischen Volkswirtschaft erwuchs. Noch heute wird diese Epoche als Wunder angesehen, die mit dem dominanten Eintreten von Personen wie Konrad Adenauer und vor allem mit dem Vater des "Wirtschaftswunder" Ludwig Erhard verbunden wird und mit Phasen der Vollbeschäftigung und zweistelligen Wachstumsraten als Vorbild für das politische Geschehen der Gegenwart dient. Tatsächlich ist jene Epoche eine beispiellose Erfolgsgeschichte, jedoch soll in der vorliegenden Arbeit geklärt werden, ob die Mythifizierung als Wunder standhaft ist, da es unterschiedliche theoretische Annäherungen gibt, die dem Mythos eine dialektische – auf Fakten basierende – Seite verleiht. Demzufolge werde ich mit einer historischen Einordnung und Charakterisierung der Epoche beginnen und anschließend die vorrangigen Erklärungsansätze vorstellen. Nachfolgend werde ich diese auf das historische Beispiel des "Wirtschaftswunders" beziehen und anschließend bewerten, welchen Stellenwert sie bei der Erklärung jenes Zeitabschnittes besitzen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das "Wirtschaftswunder" – Epoche überdurchschnittlichen Wachstums

3. Erklärungsansätze für das Wachstum der westdeutschen Wirtschaft nach 1945

3.1 Kondratieff – Die Theorie der "Langen Wellen"

3.2 Catch-Up-Prozess

3.3 Strukturbruchthese

3.4 Rekonstruktionstheorie

4. Das "Wirtschaftswunder" – Beginn einer "Kondratieffschen Welle" Aufholprozess gegenüber den USA, Folge des Strukturbruchs oder ein Rekonstruktionsprozess?

4.1 Ausgangspunkt einer "Langen Welle"?

4.2 Die westdeutsche Ökonomie als Nachzügler der USA?

4.3 Das Nachkriegswachstum als Folge eines Strukturbruches mit der vorangegangen Wirtschaftspolitik?

4.4 Das Nachkriegswachstum als Rekonstruktionsprozess?

5. Fazit

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das westdeutsche "Wirtschaftswunder" (1949–1974), um zu klären, ob die Mystifizierung als übernatürliches Phänomen haltbar ist oder ob das Wachstum wissenschaftlich erklärbar bleibt. Dabei werden vier ökonomische Theorien auf das historische Beispiel angewendet, um deren Erklärungswert für diesen Zeitabschnitt kritisch zu bewerten.

  • Historische Einordnung und Charakterisierung der Epoche
  • Analyse und kritische Prüfung der Theorie der "Langen Wellen"
  • Untersuchung des Aufholprozesses (Catch-Up) gegenüber den USA
  • Bewertung der Strukturbruchthese sowie der Rekonstruktionstheorie
  • Evaluation der Rolle der Sozialen Marktwirtschaft und externer Impulse (z.B. Koreaboom)

Auszug aus dem Buch

3.1 Kondratieff – Die Theorie der "Langen Wellen"

Diese Theorie geht auf den russischen Ökonomen Nikolai Kondratieff zurück, der die vergangene Entwicklung unterschiedlicher wirtschaftlicher Indikatoren beobachtet hatte und dem dabei gewisse Regelmäßigkeiten auffielen.25 Die Theorie der "Langen Wellen" fand eine starke Rezeption bei Ökonomen, sodass die Epoche des "Wirtschaftswunders" als auch heutige Konjunkturschwankungen immer noch mit den "Kondratieffschen Wellen" begründet werden.

Die Theorie der Langen Wellen unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von den weiteren theoretischen Annäherungen, da sie die Gründe für schwankende Konjunkturperioden in der Natur der Wirtschaftsprozesse selbst sieht. Des Weiteren seien die Phasen unterschiedlichen Wachstums Teil von langfristigen Wirtschaftszyklen, die sich regelmäßig wiederholen und damit vorausschauend bestimmt werden können.26 Des Weiteren gehen die Befürworter davon aus, dass die Wellen in einer Regelmäßigkeit von fünfzig bis sechzig Jahren auftreten, wobei man davon ausgeht, dass eine "[...] einheitliche Periode des modernen Wirtschaftswachstums [...]"27 existiert. Die populärste Erklärung für die Entstehung solcher Zyklen nennt technische Innovationen in Phasen der Depression als Auslöser von Wirtschaftsaufschwüngen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Epoche des "Wirtschaftswunders" ein, benennt den Zeitrahmen und stellt die zentrale Fragestellung zur wissenschaftlichen Überprüfbarkeit des Wunder-Mythos auf.

2. Das "Wirtschaftswunder" – Epoche überdurchschnittlichen Wachstums: Dieses Kapitel beschreibt die Ausgangslage der Nachkriegszeit, die Währungsreform von 1948 und die ersten ordnungspolitischen Weichenstellungen durch Ludwig Erhard.

3. Erklärungsansätze für das Wachstum der westdeutschen Wirtschaft nach 1945: Hier werden die vier zentralen wissenschaftlichen Theorien – Kondratieff-Wellen, Catch-Up-Prozess, Strukturbruchthese und Rekonstruktionstheorie – theoretisch eingeführt und definiert.

4. Das "Wirtschaftswunder" – Beginn einer "Kondratieffschen Welle" Aufholprozess gegenüber den USA, Folge des Strukturbruchs oder ein Rekonstruktionsprozess?: In diesem Hauptteil werden die zuvor definierten Theorien systematisch auf das historische Beispiel des westdeutschen Wachstums angewendet und auf ihre Tragfähigkeit geprüft.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass das "Wirtschaftswunder" kein übernatürliches Phänomen ist, sondern durch das Zusammenspiel von Strukturbruch, Rekonstruktion und externen Impulsen erklärt werden kann.

6. Literatur: Das Literaturverzeichnis listet die für die Untersuchung herangezogenen historischen und wirtschaftswissenschaftlichen Quellen auf.

Schlüsselwörter

Wirtschaftswunder, Bundesrepublik Deutschland, Nachkriegszeit, Soziale Marktwirtschaft, Rekonstruktionstheorie, Strukturbruchthese, Catch-Up-Prozess, Kondratieff-Wellen, Ludwig Erhard, Koreaboom, Wirtschaftswachstum, Humankapital, Wiederaufbau, Außenhandel, Wirtschaftsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Epoche des westdeutschen Wirtschaftswunders zwischen 1949 und 1974 und untersucht, ob das überdurchschnittliche Wachstum als "Wunder" bezeichnet werden kann oder wissenschaftlich erklärbar ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die historische Charakterisierung der Ära, die Analyse der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sowie die kritische Gegenüberstellung ökonomischer Erklärungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Mythifizierung des Wirtschaftswunders zu hinterfragen und zu prüfen, welche der diskutierten Theorien die beste faktische Grundlage zur Erklärung des Wachstums bieten.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die primär auf der Anwendung ökonomischer Hypothesen auf das historische Fallbeispiel des westdeutschen Wiederaufbaus basiert.

Welche Theorien stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert die Theorie der "Langen Wellen", den Catch-Up-Prozess gegenüber den USA, die Strukturbruchthese und die Rekonstruktionstheorie.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit zusammenfassen?

Die wichtigsten Begriffe sind Wirtschaftswunder, Soziale Marktwirtschaft, Rekonstruktionstheorie, Strukturbruch und Koreaboom.

Warum wird die Theorie der "Langen Wellen" als schwächster Erklärungsansatz bewertet?

Die Theorie wird als schwach eingestuft, da sich die Kondratieff-Zyklen nicht eindeutig in der westdeutschen Wirtschaftsentwicklung nachweisen lassen und sie externe Einflüsse, wie historische Ereignisse, vernachlässigt.

Welche Rolle spielte der Koreakrieg für das westdeutsche Wachstum?

Der Koreakrieg fungierte als entscheidender externer Impuls, da er die Nachfrage nach Stahlerzeugnissen massiv steigerte und somit die Ausschöpfung freier Produktionskapazitäten ermöglichte.

Was besagt die Rekonstruktionstheorie konkret?

Die Rekonstruktionstheorie postuliert, dass das Wachstum nach den Kriegen keine neue Entwicklung war, sondern lediglich eine Rückkehr auf den historischen Wachstumspfad, begünstigt durch vorhandenes Anlagevermögen und Humankapital.

Wie bewertet der Autor das Ende des Wirtschaftswunders?

Das Ende wird formal mit dem Ölpreisschock von 1973 verknüpft, der eine Phase des massiven Wachstums beendete und die strukturellen Grenzen der bisherigen Entwicklung aufzeigte.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Epoche des "Wirtschaftswunders"
Subtítulo
Erklärungsansätze für das überdurchschnittliche Wachstum
Universidad
Bielefeld University  (Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie)
Curso
Wirtschaftspolitik in der Bundesrepublik Deutschland (1945-1990)
Calificación
2,0
Autor
Sascha Pliske (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
25
No. de catálogo
V229804
ISBN (Ebook)
9783656450665
ISBN (Libro)
9783656450993
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nachkriegszeit Wirtschaftswunder Kondratieff Aufholprozess BRD Erhard Rekonstruktionstheorie Strukturbruchthese Wirtschaftstheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sascha Pliske (Autor), 2013, Die Epoche des "Wirtschaftswunders", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229804
Leer eBook
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