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Das Theorem des Demokratischen Friedens

Eine Analyse der Gründe für die Friedlichkeit und Unfriedlichkeit von Demokratien

Título: Das Theorem des Demokratischen Friedens

Trabajo Escrito , 2012 , 15 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Cäcilia Enke (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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Schon Philosophen wie Kant oder Machiavelli beschäftigten sich mit dem Zusammen-hang zwischen Demokratie und Frieden (Czempiel 1986: 117, zitiert nach: Rauch 2005: 19). Kant verfasste daraufhin seine Schrift „Zum ewigen Frieden“, die auch heute noch als Grundlage zur Theorie des demokratischen Friedens Verwendung findet (Rauch 2005: 19-20).
Die aktuelle politische Stabilität der westlichen Demokratien lässt die Annahme zu, dass sich das Theorem der Friedlichkeit, basierend auf Grundlage demokratischer Staatstrukturen, erfüllt hat.
„ […] Simply stated, there is no doubt that Saddam Hussein now has weapons of mass destruction. There is no doubt he is amassing them to use against our friends, against our allies, and against us. And there is no doubt that his aggressive regional ambitions will lead him into future confrontations with his neighbors -- confrontations that will involve both the weapons he has today, and the ones he will continue to develop with his oil wealth […]”( Dick Cheney 2002)
Dieses Teilzitat vom damaligen US-Vizepräsidenten Dick Cheney steht stellvertretend für die offizielle Rechtfertigung der USA für den Angriff auf den Irak 2003. Gleichzei-tig verdeutlicht es einen der ältesten Konflikte der zwischenmenschlichen Beziehungen, das Misstrauen. Das Misstrauen zeigt sich auch auf staatlicher Ebene in einem realisti-schen Konstrukt, dem „Sicherheitsdilemma“ (siehe Waltz: 1979). Das Sicherheitsdi-lemma stellt eine Ursache für die Entstehung gewaltsamer Konflikte dar. Schon Kant erkannte dies und sah in dieser Konstellation eine Bedrohung des von ihm konzipierten „ewigen Frieden“ (Czempiel 1996: 85). Es wäre einfach jeden Krieg mit Beteiligung eines demokratischen Staates durch das Sicherheitsdilemma zu erklären. Nach dem ak-tuellen Stand der Forschung und unter Verwendung liberaler Erklärungsansätze und Antinomien, lassen sich weitere Gründe für das unfriedliche Verhalten von Demokra-tien finden. Ziel dieser Arbeit ist es einen Überblick über die Gründe für die Friedlich-keit, sowie die Unfriedlichkeit von Demokratien zu finden und zu analysieren

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Grundannahmen des demokratischen Friedens nach Kant

3. Der empirische Doppelbefund

4. Die klassischen liberalen Erklärungsansätze

4.1. Der strukturell-institutionalistische Ansatz

4.1.1. Die monadische Analyseebene

4.1.2. Die dyadische Analyseebene

4.2. Der normativ-kulturelle Ansatz

4.2.1. Die monadische Analyseebene

4.2.2. Die dyadische Analyseebene

5. Gründe für die Unfriedlichkeit von Demokratien

5.1. Institutionelle Gründe

5.2. Normative Gründe

5.3. Politische Gründe

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert das „Theorem des demokratischen Friedens“, um zu ergründen, warum Demokratien untereinander friedlich interagieren, jedoch im Verhältnis zu Autokratien häufig unfriedliches Verhalten zeigen.

  • Kants Theorie des „ewigen Friedens“ als theoretische Basis
  • Der empirische Doppelbefund und die wissenschaftliche Kontroverse
  • Strukturell-institutionalistische und normativ-kulturelle Erklärungsansätze
  • Institutionelle, normative und politische Faktoren für unfriedliches Handeln

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Die monadische Analyseebene

Grundlegend basieren die Erklärungen des strukturell-institutionalistischen Ansatzes auf drei Faktoren: dem Kosten/Nutzen-Kalkül der Bürger, dem Kosten/Nutzen-Kalkül der Regierung und den sogenannten „checks and balances“ (Rauch 2005: 31-33).

Das Kosten/Nutzen-Kalkül der Bürger stellt, wie in Kapitel 2 dargestellt, schon bei Kants Konzeption „zum ewigen Frieden“ einen wichtigen Grund für die Friedlichkeit von Demokratien dar. Auch im strukturell-institutionalistischem Erklärungsversuch wird davon ausgegangen, dass die partizipatorische Mitbestimmungsmöglichkeit für die Bürger und ihre Ablehnung eines Krieges die Grundlage für die friedliche Außenwirkung von Demokratien sind. Der Grund für die Kriegsabneigung der Bürger ist nicht nur moralischer Natur. Er ist getrieben von rationalen Überlegungen über die möglichen Folgen eines Krieges. Die Aussicht auf Hunger, Zerstörung und Tod stehen im Gegensatz zu dem Wunsch nach einer wohlfahrtsgenerierenden Innenpolitik. Die logische Konsequenz dieser Abwägung, kann nur die Kriegsablehnung durch die Betroffenen, in diesem Falle die Bürger, sein. Eine Ausnahme bildet der Verteidigungsfall, da die Kosten/ Nutzen-Abwägungen auf einer anderen Ausgangssituation basieren und sich so die Kosten eines Nichtkrieges erhöhen während der Nutzen einer Entscheidung für einen Kriegt steigt (Czempiel 1996: 86,90; Geis 2001: 287; Rauch 2005: 31).

Der zweite Argumentationsstrang des strukturell-institutionalistischen Erklärungsversuches basiert auf dem Kosten/Nutzen-Kalkül der Regierung. Das Ziel einer Regierung ist es wiedergewählt zu werden und so lange wie möglich im Amt zu bleiben. Ihre Handlungen unterliegen somit rationalistischen Gedanken. Dennoch handelt es sich bei diesem Argumentationsstrang um einen liberalistischen Erklärungsversuch. Schmidt (2007: 44) stellt fest, dass zur Umsetzung dieser rationalen Überlegungen seitens der Regierung institutionelle Prozesse, wie sie in liberalen Theorien beschrieben werden, notwendig sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Theorie des demokratischen Friedens ein und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen für die Friedlichkeit sowie Unfriedlichkeit von Demokratien.

2. Die Grundannahmen des demokratischen Friedens nach Kant: Es werden die zentralen Thesen Kants aus „Zum ewigen Frieden“ erläutert, insbesondere die republikanische Verfassung und der Friedensbund.

3. Der empirische Doppelbefund: Dieses Kapitel erläutert das Phänomen, dass Demokratien untereinander kaum Krieg führen, jedoch im Umgang mit Autokratien genauso konfliktfreudig sind wie andere Staaten.

4. Die klassischen liberalen Erklärungsansätze: Hier werden der strukturell-institutionalistische und der normativ-kulturelle Ansatz auf monadischer und dyadischer Ebene gegenübergestellt.

5. Gründe für die Unfriedlichkeit von Demokratien: Das Kapitel untersucht institutionelle, normative und politische Faktoren, die das kriegerische Verhalten von Demokratien gegenüber nicht-demokratischen Staaten begünstigen.

6. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Theorie des demokratischen Friedens das ambivalente Verhalten von Demokratien gegenüber Autokratien noch nicht vollständig erklären kann.

Schlüsselwörter

Demokratischer Frieden, Kants Theorie, Doppelbefund, strukturell-institutionalistischer Ansatz, normativ-kultureller Ansatz, Sicherheitsdilemma, Kosten-Nutzen-Kalkül, Checks and Balances, Externalisierung, Autokratien, Humanitäre Intervention, Politische Kultur, Kriegsursachen, Außenpolitik, Liberale Theorien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Theorem des demokratischen Friedens, um zu verstehen, warum Demokratien einerseits innerhalb ihrer Gruppe friedlich agieren, aber andererseits in Konflikte mit autokratischen Staaten verwickelt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen nach Kant, der empirische Doppelbefund in der internationalen Politik sowie die liberalen Erklärungsmodelle für das Verhalten von Staaten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die Ursachen für die Friedfertigkeit von Demokratien untereinander sowie für ihr unfriedliches Verhalten gegenüber Autokratien zu geben und diese zu analysieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich klassischer liberaler Erklärungsansätze, ergänzt durch die Auswertung existierender empirischer Befunde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Kants Grundannahmen, die Erläuterung des empirischen Doppelbefundes, die Analyse klassischer Erklärungsansätze und die Untersuchung der Gründe für die Unfriedlichkeit von Demokratien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie demokratischer Frieden, Sicherheitsdilemma, checks and balances, sowie die Unterscheidung zwischen monadischer und dyadischer Analyseebene charakterisieren.

Warum führen Demokratien laut der Arbeit Kriege gegen autokratische Staaten?

Die Autorin führt an, dass dies durch das Sicherheitsdilemma, innenpolitische Anreize (z.B. Popularitätsgewinn durch Kriegserfolge) und das Bestreben zur Demokratisierung anderer Staaten legitimiert wird.

Was besagt die „dyadische Sichtweise“ in Bezug auf den Frieden?

Die dyadische Sichtweise postuliert, dass der Frieden nicht zwingend aus dem Staatstyp allein resultiert, sondern erst durch die Interaktion zweier Demokratien entsteht, die sich gegenseitig als friedlich anerkennen.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Theorem des Demokratischen Friedens
Subtítulo
Eine Analyse der Gründe für die Friedlichkeit und Unfriedlichkeit von Demokratien
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Politikwissenschaft)
Curso
Einführungsseminar: Internationale Beziehungen
Calificación
1,7
Autor
Cäcilia Enke (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
15
No. de catálogo
V229830
ISBN (Ebook)
9783656450634
ISBN (Libro)
9783656450788
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kant Demokratischer Frieden Frieden Demokratie Czempiel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Cäcilia Enke (Autor), 2012, Das Theorem des Demokratischen Friedens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229830
Leer eBook
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