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Die numidische Königsherrschaft bis Jugurtha und dessen Jugend

Title: Die numidische Königsherrschaft bis Jugurtha und dessen Jugend

Seminar Paper , 2004 , 13 Pages , Grade: 1-

Autor:in: Sebastian Weidele (Author)

World History - Early and Ancient History
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„Regnum numidiae, quod vostrum esse“ 1 lässt Sallust im Bellum Iugurthinum Adherbal vor dem römischen Senat sagen. Gehörte das „regnum“ tatsächlich Rom und wenn ja, wie waren dessen Beziehungen zu Rom und umgekehrt; wie äußerte sich dieses Besitzverhältnis zwischen der „Weltmacht“ und dem Reich der Nomaden? Wie kam Rom überhaupt in den „Besitz“ Numidiens? Oder spricht hier der Imperialist Sallust? Und liegt die Ursache für den Krieg zwischen Rom und Numidien in der Jugend Jugurthas?

Über diesen Krieg sind wir durch Sallust sehr gut informiert. Dabei bleibt jedoch zu beachten, dass Sallust mehr als 50 Jahre danach über die Begebenheiten in Nordafrika schreibt, auch wenn er dieses Gebiet selbst aus eigener Anschauung kannte. Wie weit geht der historische Wahreitsgehalt in seinem Werk, das ja gerade auch oder vor allem dazu dienen sollte, die Missstände im römischen Reich anzuprangern. Über die Könige vor Micipsa erfahren wir von Sallust selbst wenig. Ausführlicher sind in dieser Hinsicht Livius, Appian, und vor allem Polybios, der Massinissa kannte und eine Art „Nachruf“ auf diesen verfasste. Von numidischer Seite jedoch ist praktisch nichts überliefert, sieht man einmal von Münzen und anderen archäologischen Funden ab. Insofern bleibt das Bild, das wir von den numidischen Königen zeichnen können immer einseitig römisch.

Die Frage, wie numidische Könige zu Rom standen und von diesem Reich abhängig waren, bleibt auch in der Forschung umstritten. Hier sollen vor allem H. Ritter, M. Alföldi und E. Storm miteinander verglichen werden.

Das Thema „Jughurtas Reich“ will ich von 2 Seiten beleuchten: Zunächst einmal werde ich skizieren, wie sich aus dem Stammesgebiet der Masaesyli und Masyli ein Königreich entwickelte. Besonderes Augenmerk möchte ich dabei auf die Bedeutung Roms für numidische Könige seit Massinissa richten, um dann mit Jughurtas Jugend und Erbe zu schließen. .

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

Herrschaftsgebiet

Gesellschaftsform

Königsherrschaft seit Massinissa

Massinissa

Micipsas Erbe

Numidiens Stellung zu Rom

Numidien unter Micipsa

Jugurthas Jugend und Zeit in Spanien

Micipsas „Testament“

Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der numidischen Königsherrschaft von Massinissa bis zu Jugurtha, mit besonderem Fokus auf die wechselseitigen Beziehungen zwischen Numidien und Rom. Dabei steht die Forschungsfrage im Zentrum, wie sich das Abhängigkeitsverhältnis zum römischen Reich gestaltete und inwieweit Sallusts Darstellung durch römische Perspektiven geprägt ist.

  • Evolution des numidischen Königreichs aus den Stammesgebieten der Masaesyli und Masyli.
  • Die Rolle Roms und der Status der numidischen Könige als "Klientelkönige".
  • Strukturelle Konsolidierung Numidiens unter Massinissa und Micipsa.
  • Jugurthas Sozialisation und die prägenden Erfahrungen im römischen Krieg gegen Numantia.

Auszug aus dem Buch

Jugurthas Jugend und Zeit in Spanien

Jugurtha, der Sohn Mastanabals und Neffe Micipsas, wurde nach dem Tod seines Vaters am Hof Micipsas ebenso erzogen wie die übrigen Prinzen in numidischem Kriegshandwerk und hellenistisch gebildet. Er gewann rasch die Sympathie des Volkes. Laut Morstein-Marx verkörperte Jugurtha, im Gegensatz zu Adherbal, den ursprünglichen Charakter der Numider: nämlich rastlos und aggressiv.

Im römischen Krieg gegen Numantia führte Jugurtha die numidischen Truppen, vor allem Elefanten, Bogenschützen und Schleuderer, an. Laut Sallust soll Micipsa Jugurtha mit der Hoffnung entsendet haben, dieser werde dort umkommen.

Der Krieg in Hispanien war eine entscheidende Erfahrung für ihn: Er lernte dort vornehme junge Römer kennen und erkannte deren Bestechlichkeit, was nach Alföldi keine Tendenz Sallusts ist, sondern eine eklatante Tatsache. Dort fiel er positiv Scipio Aemilianus auf. Dieser geizte gegenüber Micipsa nicht mit Lob indem er Jugurtha eine Art „Empfehlungsschreiben“ mitgab. Dadurch soll Micipsa dazu gebracht worden sein, Jugurtha zu adoptieren. Scipio riet des weiteren Jugurtha, sich nicht mit Geld in Rom einzukaufen.

Ob es diesen Brief tatsächlich gegeben hat und ob Jugurtha seine Adoption Scipios Einfluss verdankt, bleibt ungeklärt. Sicher ist jedoch, dass der junge Jugurtha durch den Umgang mit adligen Römern deren Bestechlichkeit erkannte, was für den weiteren Verlauf nicht unerheblich sein sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die problematische Quellenlage bei Sallust und skizziert das Ziel, die Entwicklung Numidiens sowie die Rolle Roms zu analysieren.

Hauptteil: Der Hauptteil beschreibt das geografische Siedlungsgebiet und die soziopolitische Struktur der numidischen Stämme.

Herrschaftsgebiet: Hier wird die geografische Ausdehnung sowie die landschaftliche und ethnische Beschaffenheit des numidischen Territoriums erläutert.

Gesellschaftsform: Dieses Kapitel behandelt die agnatische Ordnung, die Bedeutung des Ältestenrats und den Wandel von der Polygamie zur Monogamie.

Königsherrschaft seit Massinissa: Untersuchung der Etablierung des numidischen Königtums unter Einfluss punischer und hellenistischer Elemente.

Massinissa: Analyse von Massinissas Rolle als erster römischer Klientelkönig und seiner weitreichenden politischen Weichenstellungen.

Micipsas Erbe: Darstellung der komplexen Nachfolgeregelung und der Machtteilung zwischen Micipsa und seinen Brüdern durch Scipio.

Numidiens Stellung zu Rom: Zusammenfassung der außenpolitischen Treue Micipsas und seiner militärischen Unterstützung für Rom.

Numidien unter Micipsa: Untersuchung der internen Konsolidierung, des urbanen Ausbaus von Cirta und des Einflusses griechischer Gelehrter.

Jugurthas Jugend und Zeit in Spanien: Beschreibung von Jugurthas militärischem Einsatz in Numantia und seiner prägenden Beobachtung römischer Bestechlichkeit.

Micipsas „Testament“: Diskussion um die historische Evidenz der Nachfolgeregelung und die vermutete Einmischung römischer Konsuln.

Zusammenfassung: Fazit über die kulturelle Entwicklung Numidiens und den Zusammenhang zwischen dem Umgang in Numantia und dem späteren Krieg gegen Rom.

Schlüsselwörter

Numidien, Jugurtha, Massinissa, Micipsa, Rom, Sallust, Klientelkönig, Numantia, Cirta, punischer Einfluss, hellenistischer Einfluss, Stammesstruktur, Geschichte, Antike, Machtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung der numidischen Königsherrschaft und die sich wandelnde Beziehung zum Römischen Reich während des 2. und 1. Jahrhunderts vor Christus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die politische Struktur Numidiens, der Einfluss von Massinissa und Micipsa sowie die verhängnisvollen Erfahrungen Jugurthas während seiner Zeit im römischen Dienst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung vom Stammesverband zum konsolidierten Königreich unter römischem Einfluss nachzuzeichnen und die Ursachen für den späteren Konflikt kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, die primär auf der Auswertung antiker Quellen (insbesondere Sallust) und dem Vergleich aktueller Forschungspositionen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der geografischen und gesellschaftlichen Ausgangslage über die Konsolidierung unter Massinissa und Micipsa bis hin zur kritischen Analyse der Thronfolgefragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Numidien, Klientelkönig, römische Außenpolitik, Bestechlichkeit, Machtteilung und hellenistische Einflüsse charakterisieren.

Welche Bedeutung kommt der Stadt Cirta zu?

Cirta entwickelte sich unter Micipsa zur bedeutenden Hauptstadt, in der durch den Zuzug griechischer Gelehrter und italische Kaufleute eine urbane und kulturelle Blütezeit stattfand.

Wie prägte der Krieg in Numantia Jugurthas spätere Laufbahn?

Durch die Teilnahme am Feldzug lernte Jugurtha die Führungsschicht Roms persönlich kennen und erkannte, dass politische und militärische Ziele in Rom durch Bestechung beeinflusst werden können.

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Details

Title
Die numidische Königsherrschaft bis Jugurtha und dessen Jugend
College
University of Tubingen  (Institut für Alte Geschichte)
Course
Proseminar: Numidien und Rom in Sallusts Bellum Iugurthinum
Grade
1-
Author
Sebastian Weidele (Author)
Publication Year
2004
Pages
13
Catalog Number
V22991
ISBN (eBook)
9783638262019
Language
German
Tags
Königsherrschaft Jugurtha Jugend Proseminar Numidien Sallusts Bellum Iugurthinum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Weidele (Author), 2004, Die numidische Königsherrschaft bis Jugurtha und dessen Jugend, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22991
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