2001 startete die Fernsehserie „Sex and the City“ ihren Siegeszug durch das deutsche Fernsehen. Die vier Protagonistinnen schlagen sich als berufstätige Singles durch den New Yorker Großstadtdschungel, immer auf der Suche nach Mr. Right.
Für viele repräsentieren sie die moderne Frau: unabhängig und selbstbestimmt. Doch welches Frauenbild lässt sich tatsächlich in dieser Serie aufspüren? Die Texte des vorliegenden Buches begeben sich auf die Suche und fragen nach der Konstruktion von Geschlecht und Geschlechterrollen in Sex and the City.
Aus dem Inhalt: die Serie Sex and the City, das Frauen- und Männerbild, der Serie Doing Gender, die (De-) Konstruktion von Geschlecht, Darstellung von Geschlechterrollen.
Inhaltsverzeichnis
Frauenbilder in Sex and the City von Sabine Wipperfürth
Einleitung
Zur Serie Sex and the City
Die Hauptfiguren
Die Männer in Sex and the City
Inhaltsanalysen zweier Episoden
Fazit
Sex and the City – Vier emanzipierte Frauen auf der Suche nach Mr. Right von Stefanie Brunn
Einführung
Die Serie
Die Charaktere
Frauenrollen
Der Idealmann
Beziehungen
Fazit
Rezeption
Die (De-)Konstruktion von Geschlecht bei Sex and the City nach Paula Villa von Sebastian Heinrichs
Einleitung
Paula Villas Theorie über ‚Doing Gender‘
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Publikation untersucht die Darstellung von Frauenbildern, Geschlechterrollen und die Konstruktion von Geschlechtlichkeit in der US-amerikanischen Fernsehserie "Sex and the City". Ziel ist es zu analysieren, ob und wie die Serie mit traditionellen Frauenbildern bricht, wie die Charaktere ihre Unabhängigkeit gegenüber gesellschaftlichen Erwartungen verhandeln und welche Rolle Konsum, Sexualität und die Suche nach dem idealen Partner in diesem postfeministischen Kontext spielen.
- Analyse weiblicher Rollenbilder und deren Emanzipation
- Untersuchung der Konstruktion von Geschlecht („Doing Gender“)
- Diskurs über die Vereinbarkeit von Karriere, Unabhängigkeit und Partnerschaft
- Die Bedeutung von Konsum und Sexualität als Mittel des Selbstausdrucks
- Die Rolle der weiblichen Freundschaft als konstante soziale Basis
Auszug aus dem Buch
Die Frauen in Sex and the City
Die Serie Sex and the City stellt definitiv einen neuen Ansatz dar, die weibliche Sexualität des Postfeminismus im TV zu präsentieren.
Die dargestellten Frauen, im Alter von 30 bis 40 Jahren, sind unabhängig in ihrem Denken sowie auch finanziell. Die Arbeit stellt eine Form des Selbstausdruckes dar, da sich die Charaktere in ihren Tätigkeiten selbst verwirklichen können. Carrie lässt all ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke in ihre Kolumne einfließen und veröffentlicht somit einen großen Teil ihres Privatlebens. In Samanthas Job als PR-Managerin spielt ihre Ausstrahlung und das Aussehen eine große Rolle, um beruflich erfolgreich zu sein und neue Klienten anzuwerben. Und mit Charlottes Arbeit in einer Kunstgalerie konnte sie ihr Hobby zur Profession machen. Lediglich bei Miranda ist eine strikte Trennung zwischen ihrem Beruf als Anwältin und ihrem Privatleben zu erkennen. Im Gegensatz zu historischen Frauenfiguren, die weder im öffentlichen Leben Integration fanden, noch ihren Wohnort wirklich ihr Eigen nennen konnten, findet bei modernen Frauen, wie denen in Sex and the City, eine Art Verschmelzung von privatem und öffentlichem Leben statt. Dies wird auch am Beispiel des TV-Sehens deutlich: man verfolgt z.B. in den Nachrichten öffentliche Ereignisse und befindet sich aber zur gleichen Zeit in seinem eigenen Privatbereich. Frauen warten also nicht im und als Zuhause auf ihre Ehemänner, die mit ihrem verdienten Geld von der Arbeit wiederkommen, sondern stehen selber fest im Berufsleben und machen sich somit finanziell unabhängig.
Zusammenfassung der Kapitel
Frauenbilder in Sex and the City von Sabine Wipperfürth: Diese Arbeit analysiert die verschiedenen Frauenbilder der Serie durch eine detaillierte Betrachtung der Charaktere und eine inhaltliche Untersuchung ausgewählter Episoden.
Sex and the City – Vier emanzipierte Frauen auf der Suche nach Mr. Right von Stefanie Brunn: Dieser Abschnitt untersucht das Verhalten der Protagonistinnen in Bezug auf Beziehungen, Ideale und die Frage, inwieweit moderne, emanzipierte Frauen noch auf Männer angewiesen sind.
Die (De-)Konstruktion von Geschlecht bei Sex and the City nach Paula Villa von Sebastian Heinrichs: Hier wird anhand der Theorie von Paula Villa kritisch hinterfragt, wie Geschlechtlichkeit als soziale Konstruktion innerhalb der Serie dargestellt und wahrgenommen wird.
Schlüsselwörter
Sex and the City, Frauenbilder, Geschlechterrollen, Doing Gender, Postfeminismus, Emanzipation, Identität, Konsumgesellschaft, Partnerschaft, Serienanalyse, Medienforschung, Weiblichkeit, Männerbild, Selbstverwirklichung, soziale Konstruktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Frauenbild sowie die Konstruktion von Geschlechterrollen in der Erfolgsserie "Sex and the City" aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind Emanzipation, die Veränderung traditioneller Rollenbilder, die Bedeutung von Sexualität und Konsum sowie die Suche nach Partnerschaft in einer modernen urbanen Gesellschaft.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Serie einerseits emanzipierte Frauenfiguren entwirft und andererseits mit gesellschaftlichen Erwartungen und der Suche nach dem idealen Partner ringt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um medienwissenschaftliche und kulturwissenschaftliche Analysen, die teilweise auf theoretischen Ansätzen (wie z.B. Paula Villas "Doing Gender") basieren und Inhaltsanalysen von Episoden beinhalten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Charaktere, die Analyse ihrer Beziehungsverhältnisse, die Auseinandersetzung mit sozialen Erwartungen und die Dekonstruktion von Geschlechtlichkeit durch visuelle und soziale Ressourcen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Postfeminismus, Geschlechteridentität, Emanzipation, Medienanalyse und soziale Konstruktion.
Inwiefern beeinflusst das Konzept "Doing Gender" die Analyse von Sebastian Heinrichs?
Das Konzept hilft zu erklären, dass Geschlecht keine natürliche Eigenschaft ist, sondern durch tägliches Handeln, Kleidung, Gestik und soziale Attribution ständig neu hergestellt und legitimiert wird.
Wie bewerten die Autorinnen und Autoren den Erfolg der Serie?
Die Serie wird als erfolgreich eingestuft, da sie Tabuthemen anspricht, einen selbstreflexiven Ton pflegt und es dem modernen Zuschauer ermöglicht, sich in den Charakteren wiederzufinden, ohne in ein vulgäres Milieu abzurutschen.
- Quote paper
- Sabine Wipperfürth (Author), Stefanie Brunn (Author), Sebastian Heinrichs (Author), 2013, Generation "Sex and the City", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229932