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Besteuerung von Venture-Capital-finanzierten Unternehmensgründungen

Title: Besteuerung von Venture-Capital-finanzierten Unternehmensgründungen

Bachelor Thesis , 2013 , 35 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: A. Schmidt (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Politik ist stets um Schaffung neuer Arbeitsplätze und eines nachhaltigen
Wirtschaftswachstum bemüht. Insbesondere junge, innovative Unternehmen stellen für die
Wirtschaft ein kostbares Gut dar, denn sie sichern auch langfristig Konkurrenzfähigkeit
und eine nachhaltig erfolgreiche Ökonomie.
Da Venture Capital-finanzierte Unternehmen investieren besonders viel in Forschung und
Entwicklung gehören stets zu den innovativsten ihrer Art. Damit können sie Impulse
setzen und die Wirtschaft eines Landes durchaus nachhaltig verstärken.
Zu den wichtigsten Instrumenten des Staates der Förderung junger Unternehmen gehören
Steuern und Subventionen. Die Wirkung einer Steuer ist allerdings nicht immer so
eindeutig wie es scheint.
Keuschnigg und Nielsen 2004 haben in ihrem Aufsatz „Taxation and Venture Backed
Entrepreneurship“ ein Modell entwickelt, mit dem sie die Effekte von Steuern und
Subventionen auf Venture-Capital-finanzierte Unternehmen erklären können.
Die folgende Ausarbeitung erklärt dieses Modell und zeigt wie sich die untersuchten
steuerpolitischen Änderungen auf Venture-Capital-finanzierte Unternehmen auswirken.
Änderungen bei der Wertzuwachssteuer, Dividendensteuer und Subventionen für junge
Unternehmen werden im Detail untersucht. Aus den logischen Schlussfolgerungen ergibt
sich eine Handlungsempfehlung für die Steuerpolitik.
Im nächsten Kapitel wird ein Blick auf die vergangene Entwicklung in den USA und
Deutschland geworfen. Auch dabei können Effekte ehemaliger steuerlicher Maßnahmen
und ihr „impact“ auf dem VC-Markt untersucht werden.
Nach Präsentation der Auswirkung steuerlicher Veränderungen auf junge Unternehmen
und das Gemeinwohl der Volkswirtschaft, wird die Arbeit kritisch hinterfragt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Venture Capital

2.1. Steuerliche Rahmenbedingungen für Venture Capital

2.2.1. Stimulation des VC Marktes durch steuerliche Anreize in den USA

2.2.2. Staatliche Reaktionen auf den wachsende Beteiligungsmarkt in Deutschland

3. Das Modell

3.1. Die Variablen

3.2. Konsum und Ersparnisse

3.3. Unternehmenswert und Investition

3.4. VC-finanzierte Startups

3.5. Gleichgewicht

4. „Old View“ und „New View“ der Dividendenbesteuerung

4.1. „Old View“

4.2. „New View“

5. Auswirkungen der Steuerpolitik

5.1. Dividendensteuer

5.2. Wertzuwachsteuer für junge Unternehmen

5.3. Subventionen für Startups

5.4. Selbstfinanzierende Steuerpolitik

6. Kritische Würdigung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht auf Basis eines theoretischen Zwei-Phasen-Gleichgewichtsmodells, wie verschiedene steuerpolitische Instrumente die Entwicklung von Venture-Capital-finanzierten Unternehmensgründungen beeinflussen. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, unter welchen steuerlichen Rahmenbedingungen die Innovationskraft und das Wachstum junger Unternehmen optimal gefördert werden können, ohne dabei volkswirtschaftliche Wohlfahrtsverluste zu provozieren.

  • Analyse der steuerlichen Rahmenbedingungen für Venture Capital in den USA und Deutschland.
  • Darstellung eines Prinzipal-Agent-Modells zur Erklärung von Anreizstrukturen bei Startups.
  • Vergleich der „Old View“ und „New View“-Theorien der Dividendenbesteuerung.
  • Untersuchung der Wirkungen von Dividendensteuern, Wertzuwachssteuern und Subventionen.
  • Diskussion des Konzepts einer selbstfinanzierenden Steuerpolitik.

Auszug aus dem Buch

3.4. VC-finanzierte Startups

Die Autoren gehen von einer Produktionsstruktur aus, bei der sowohl die Startups, als auch die reifen Unternehmen die gleichen Güter herstellen. Bei traditionellen Unternehmen erzeugt ein Arbeiter ein Gut und insgesamt L Einheiten. Die jungen Unternehmen produzieren nach erfolgreicher Startphase insgesamt f1 des gleichen Gutes. In der zweiten Periode werden die Güter ausschließlich von den neuen Unternehmen produziert.

Jeder Akteur trifft eine berufliche Wahl zwischen Unternehmertum und Angestelltenverhältnis mithilfe der Nutzenfunktion (4) und verschiebt somit die Produktion in die gewählte Unternehmensform. Die Differenz zwischen den Nutzenfunktionen ergibt einen erwarteten Überschuss zugunsten des Unternehmers. Der Entrepreneur leistet jedoch vorbereitende, teilweise nicht-monetäre Aufwendungen zur Erstellung des Businessplans. Das Modell nimmt an, dass alle Akteure sich in ihren Fähigkeiten gleichen und dazu Aufwendungen in Höhe von hi unternehmen. Im Anschluss haben alle Startups die gleichen Voraussetzungen, sodass adverse Selektion ausgeschlossen werden kann. Damit rückt das Problem des „double Moral Hazard“ in den Fokus.

Mit der Wahrscheinlichkeit p ist das junge Unternehmen erfolgreich und generiert einen Unternehmenswert V; mit 1 – p scheitert die Unternehmung (V = 0). Demzufolge beträgt die Anzahl reifer Unternehmen N = pE. Die Erfolgswahrscheinlichkeit p = p(e, a) ist eine konkave Funktion mit abnehmenden Grenzerträgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die steuerliche Förderung innovativer Jungunternehmen und führt in das zugrunde liegende Modell von Keuschnigg und Nielsen (2004) ein.

2. Venture Capital: Es wird die Rolle von Venture-Capital-Gesellschaften beleuchtet und die historische Entwicklung der steuerlichen Anreize in den USA sowie die staatlichen Reaktionen in Deutschland dargestellt.

3. Das Modell: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Zwei-Phasen-Gleichgewichtsmodell, inklusive der Variablen, Konsumentscheidungen, Unternehmensbewertung und der Anreizproblematik bei Startups.

4. „Old View“ und „New View“ der Dividendenbesteuerung: Gegenüberstellung der zwei konkurrierenden finanzwissenschaftlichen Theorien zur Besteuerung von Dividenden und deren Auswirkung auf die Kapitalkosten.

5. Auswirkungen der Steuerpolitik: Detaillierte Analyse, wie Dividendensteuern, Wertzuwachssteuern und Subventionen das Marktumfeld für Startups und reife Unternehmen verändern.

6. Kritische Würdigung: Eine reflektierende Bewertung des Modells hinsichtlich seiner Anwendbarkeit auf reale historische Daten und dessen Praxistauglichkeit.

7. Fazit: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse und Empfehlungen für eine volkswirtschaftlich sinnvolle Steuerpolitik.

Schlüsselwörter

Venture Capital, Unternehmensgründung, Steuerpolitik, Dividendenbesteuerung, Wertzuwachssteuer, Wohlfahrtsverlust, Modell von Keuschnigg und Nielsen, Startup-Finanzierung, Prinzipal-Agent-Modell, Double Moral Hazard, Kapitalmarkt, Fiskalpolitik, Innovation, Investitionsanreize, Steuerbelastung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen staatlicher Steuerpolitik auf Venture-Capital-finanzierte Startups unter Verwendung eines theoretischen ökonomischen Modells.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themenfelder umfassen Venture-Capital-Marktstrukturen, steuerliche Investitionsanreize, das Verhältnis von Dividenden- zu Wertzuwachssteuern sowie die Wohlfahrtsökonomie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, welche steuerlichen Maßnahmen die Innovationskraft junger Unternehmen fördern können, ohne negative volkswirtschaftliche Auswirkungen zu erzeugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt ein theoretisches Zwei-Phasen-Gleichgewichtsmodell, das durch ein Prinzipal-Agent-Modell ergänzt wird, um Anreize und Verhalten der Akteure zu simulieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das Modell von Keuschnigg und Nielsen detailliert hergeleitet und die Effekte verschiedener Steuern und Subventionen auf Unternehmenswert und Gründeranreize diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Venture Capital, Steuerpolitik, Innovation, Wohlfahrtsverlust und Anreizstruktur definieren.

Wie wirkt sich laut Modell eine höhere Dividendensteuer aus?

Eine höhere Dividendensteuer senkt laut Modell unmittelbar den Unternehmenswert und mindert dadurch die Tendenz zu Neugründungen sowie die Anstrengungsbereitschaft der Akteure.

Was ist unter dem Konzept der „selbstfinanzierenden Steuerpolitik“ zu verstehen?

Es handelt sich um einen Ansatz, bei dem eine Steuer auf den Markteintritt erhoben wird, deren Einnahmen direkt zur Finanzierung von Subventionen für Kapitalerträge bei Startups verwendet werden.

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Details

Title
Besteuerung von Venture-Capital-finanzierten Unternehmensgründungen
College
University of Dortmund
Grade
2,0
Author
A. Schmidt (Author)
Publication Year
2013
Pages
35
Catalog Number
V229946
ISBN (eBook)
9783656482284
ISBN (Book)
9783656482291
Language
German
Tags
besteuerung venture-capital-finanzierten unternehmensgründungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
A. Schmidt (Author), 2013, Besteuerung von Venture-Capital-finanzierten Unternehmensgründungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229946
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