Effektives Wissensmanagement in klein- und mittelständischen Unternehmen


Seminararbeit, 2011

28 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Gang der Arbeit

2. Theorie des Wissensmanagements
2.1. Wissensbegriff
2.1.1. Typen von Wissen
2.1.2. Eigenschaften von Wissen
2.2. Wissensmanagement
2.2.1. Managementverständnis
2.2.2. Grundlagen des Wissensmanagements

3. Konzept des Wissensmanagements
3.1. Säulen des Wissensmanagements
3.1.1. Mensch
3.1.2. Organisation
3.1.3. Technologie
3.2. Bausteine des Wissensmanagements nach Probst, et al.
3.2.1. Wissensziele
3.2.2. Wissensidentifikation
3.2.3. Wissenserwerb
3.2.4. Wissensentwicklung
3.2.5. Wissens(ver)teilung
3.2.6. Wissensnutzung
3.2.7. Wissensbewahrung
3.2.8. Wissensbewertung

4. Herausforderungen an klein- und mittelständische Unternehmen
4.1. Potenziale des Wissensmanagements
4.2. Schwachpunkte von klein- und mittelständischen Unternehmen
4.2.1. Führung und Kultur
4.2.2. Ressourcenausstattung
4.3. Stärken von klein- und mittelständischen Unternehmen
4.3.1. Betriebsgröße
4.3.2. Persönlicher Kontakt
4.3.3. Arbeitsteilung
4.3.4. Weitere Stärken

5. Abschluss
5.1. Fazit
5.2. Ausblick

Literaturverzeichnis

Monographien

Sammelwerke

Fachzeitschriften

Internetquellen

Sonstige Quellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Beziehungen in der Begriffshierarchie

Abbildung 2: Säulen des Wissensmanagement

Abbildung 3: Bausteine des Wissensmanagements

Abbildung 4: Schwachpunkte KMU

Abbildung 5: Stärken KMU

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

In einem Zeitabschnitt von fünf Jahren verdoppelt sich das Wissen der Gesellschaft, während sich die Halbwertszeit von vorhandenem Wissen verringert. Wie von Experten geschätzt, entspricht dies ca. 50 % des Wissens. Der Faktor Wissen wird vermehrt als eigenständiger volkswirtschaftlicher Produktionsfaktor angesehen und komplettiert die drei klassischen Elemente Arbeit, Boden und Kapital im globalen Wettbewerb.[1] Erst durch die logische Verbindung von Information und Wissen aus diversen Quellen kann ein geeigneter Prozess zur Implementierung eines effektiven Wissensmanagements erfolgen.

In vielen Konzernen ist die Implementierung und Weiterentwicklung eines ganzheitlichen Wissensmanagement bereits gewinnbringend erfolgt. Klein- und mittelständische Unternehmen stellen sich bei diesem Prozess jedoch Herausforderungen, die bei Großunternehmen in diesem Umfang nicht zu finden sind.[2]

Probleme, mit denen sich klein- und mittelständische Unternehmen konfrontiert sehen, sind unter anderem die geringere Ressourcenausstattung in finanzieller und personeller Hinsicht, sowie der vorherrschende Führungsstil und die gelebte Unternehmenskultur.

In Anbetracht dieser ersten aufgeführten Probleme, stellt sich die Frage: In wie fern ist ein effektives Wissensmanagement in klein- und mittelständischen Unternehmen implementierungsfähig?

1.2. Zielsetzung

Wie in der vorherigen Problemstellung geschildert, soll der Leser durch die Arbeit ein Verständnis über den Einsatz eines effektiven Wissensmanagements in klein- und mittelständischen Unternehmen erhalten. Um dies zu gewährleisten, bedarf es zunächst begrifflicher Abgrenzungen im Bereich des Wissensmanagements, sowie des Wissensbegriffs an sich, um so ein Grundverständnis für das Wissensmanagement zu schaffen.

Weiterhin soll durch das Konzept des Wissensmanagement nach Probst, et al., dem Leser ein effektiver Ansatz zur Implementierung vorgestellt werden, inklusive der Schwierigkeiten die dieses Konzept mit sich bringt.

1.3. Gang der Arbeit

Die Seminararbeit unterteilt sich in fünf Kapitel. An die Einleitung folgt die Schilderung der Theorie des Wissensmanagements. Sie umfasst die Definition des Wissensbegriffs und des Wissensmanagements, sowie die Grundlagen des Wissensmanagements und dessen Verständnis. Im dritten Kapitel der Arbeit erfolgt die Darstellung der drei Dimensionen des Wissensmanagements und schließt mit dem Konzept der Wissensbausteine nach Probst, et al. ab. Im vierten Kapitel werden die Herausforderungen an klein- und mittelständische Unternehmen näher erläutert. Es werden Potenziale des Wissensmanagements, sowie spezifische Schwächen und Stärken von klein- und mittelständischen Unternehmen dargestellt. Im fünften Teil dieser Arbeit wird ein Fazit bezüglich der Herausforderungen an ein effektives Wissensmanagement gezogen. Dies wird ergänzt durch einen Ausblick auf zukünftige Methoden in Bezug auf die Umsetzung eines effektiven Wissensmanagements in kleinen und mittleren Betrieben.

2. Theorie des Wissensmanagements

2.1. Wissensbegriff

Der Wissensbegriff wird in den verschiedensten Bereichen der Forschung, insbesondere in den Fachgebieten der Philosophie, Psychologie und der Betriebswirtschaftslehre, versucht zu definieren.[3] Jeder deutet nach Schwerpunkt der Forschung seinen eigenen Wissensbegriff. Die elementare Betrachtung bietet hier einen Ansatzpunkt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenIn Anlehnung an: Probst, G., et al. (1999), S. 36.

Abbildung 1: Beziehungen in der Begriffshierarchie

Dieser Prozess legt den Weg der reinen Zeichen zum späteren Wissen dar. Ein Zeichenvorrat wird in Anreicherung mit Syntaxregeln zu Daten, welche wiederum in einem Kontext interpretierbar sind und Informationen für den Adressaten bedeuten. Eine individuelle Bewertung und Verarbeitung dieser Informationen in seinem Handlungsfeld stellt das Wissen dar.[4]

2.1.1. Typen von Wissen

Wie bei der Definition des Wissens bietet die Literatur ebenso viele Typisierungsversuche, da sich nach Belieben Klassifikationen und somit auch Typen bilden lassen.

Als erste Typisierung wird das implizite und explizite Wissen unterschieden. Beim impliziten Wissen handelt es sich um Erfahrungswissen, es ist schwer erfass- und somit auch artikulierbar. Das in Worten und Zahlen darzustellende Wissen, welches dokumentierbar und somit direkt kommuniziert werden kann, stellt das explizite Wissen dar.[5]

Die zweite Typisierung grenzt das individuelle und das kollektive Wissen voneinander ab. Die Verfügungsgewalt des Wissens wird hier unterschieden. Die Kenntnisse und Fähigkeiten einer einzelnen Person charakterisiert das individuelle Wissen, welches anderen Akteuren unzugänglich ist. Differenziert dazu ist das kollektive Wissen ein Wissensbestand einer Gruppe oder Organisation. Dieses Wissen ist independent von der Verfügungsgewalt eines Einzelnen oder der Gemeinschaft verfügbar.[6]

An dritter Stelle erfolgt die Charakterisierung des theoretischen und praktischen Wissens, welches eine grundsätzliche Differenzierung bietet. Kenntnisse und Erkenntnisse bilden das theoretische Wissen, das auch als Kennen bekannt ist und erst mit Dokumentation oder Kommunikation erkennbar wird. Das praktische Wissen, auch als Können gebräuchlich, besteht aus Fertigkeiten und Fähigkeiten, welche sich in Handlungen und Aktionen zeigen.[7]

Als letzte Unterscheidung wird das interne als auch das externe Wissen dargelegt. Um Wissen zu nutzen, ist die Identifizierung des Ortes in internes und externes Wissen nötig. Internes Wissen ist bereits im Unternehmen vorhanden und ist dem Einzelnen oder dem Kollektiv frei zugänglich. Externes Wissen steht dem Unternehmen demnach nicht zur Verfügung.[8]

Die Unterscheidung dieser Typen ist für die praktische Umsetzung eines effektiven Wissensmanagements nützlich. Welche Typen für ein Unternehmen wichtig sind, muss dieses selbst herausfinden. Unterscheidungen helfen mögliche Probleme aufzuspüren.[9]

Die hier dargelegten Typen des Wissens werden von Dieter Herbst als Eigenschaften identifiziert.[10]

2.1.2. Eigenschaften von Wissen

Wie materielle Ressourcen besitzt Wissen formale Eigenschaften, die spezielle Anforderungen beim Umgang verursachen. Diese werden nachfolgend erläutert.

Einführend wird die immaterielle Eigenschaft dargelegt. Wissen ist körperlos und wird daher erst durch abstrakte Symbole, wie Sprache, Schrift oder anderen Medien ersichtlich. Diese Unantastbarkeit macht das Wissen zu einem selbständigen Produktionsfaktor. Es liegt in der Verfügungsgewalt des Trägers und er kann dieses weitergeben oder auch vergessen. Die Immaterialität hat zur Folge, dass es schwer messbar und nachweisbar ist.[11]

Das synergetische Verhalten charakterisiert eine weitere Eigenart. Durch die Verwendung von Wissen erhöht sich dieses beim Träger, einerseits da vorhandenes und neues Wissen sich ergänzen. Andererseits benötigt die Anwendung eine bestimmte Wissensbasis, ohne die eine Zuordnung nicht möglich ist.[12]

Als dritte Eigenschaft wird die Gebundenheit an den Kontext beschrieben. Die Übertragung von Wissen ist abhängig von dem individuellen Vorwissen und den Wertvorstellungen des Wissensempfängers. Er gibt den übermittelten Daten einen Kontext und misst der neuen Information einen Wert zu.[13] Daher kann Wissen nicht ohne Kontext übertragen und ebenso nicht objektiv betrachtet werden.

2.2. Wissensmanagement

Alle bei der Leitung von arbeitsteiligen Organisationen relevanten Prozesse definiert der Managementbegriff. Wissensmanagement ist somit die systematische Gestaltung von Rahmenbedingungen und Prozessen zum effektiven Einsatz von Wissen in richtiger Quantität und Qualität.[14]

[...]


[1] Vgl. Voigt, S., Seidel, H. (2009), S. 1.

[2] Vgl. Herbst, D. (2000), S. 3.

[3] Vgl. Schüppel, J. (1996), S. 54.

[4] Vgl. Probst, G. et al. (2010), S. 16 ff.; Herbst, D. (2000), S. 9.

[5] Vgl. Haun, M. (2002), S. 43.

[6] Vgl. Schüppel, J. (1996), S. 54 ff.

[7] Vgl. Kleinhans, A. (1989), S. 9.

[8] Vgl. Probst, G. et al (2010), S. 62 ff.

[9] Vgl. Wuppertaler Kreis (2000), S. 5.

[10] Vgl. Herbst, D. (2000), S. 13 ff.

[11] Vgl. Pfiffner, M., Stadelmann, P. (1998), S. 143 ff.

[12] Vgl. Pfiffner, M., Stadelmann, P. (1998), S. 146.

[13] Vgl. Pfiffner, M., Stadelmann, P. (1998), S. 152.

[14] Vgl. BITKOM (2009), S. 4.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Effektives Wissensmanagement in klein- und mittelständischen Unternehmen
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
28
Katalognummer
V229953
ISBN (eBook)
9783656457596
ISBN (Buch)
9783656458234
Dateigröße
549 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
effektives, wissensmanagement, unternehmen
Arbeit zitieren
Jens Stockhorst (Autor), 2011, Effektives Wissensmanagement in klein- und mittelständischen Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229953

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