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Das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32). Umkehr und Vergebung

Title: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32). Umkehr und Vergebung

Term Paper , 2013 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Markus Jansen (Author)

Theology - Biblical Theology
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Gerade ihre Bildhaftigkeit, das Rätselhafte und Unverständliche hat die Aussagekraft der Gleichnisse Jesu in den letzten 2000 Jahren nicht verblassen lassen. Die Rätselhaftigkeit der Gleichnisse ist ein prägendes charakteristisches Merkmal, welches ihnen, auch wenn man es zu relativieren oder konkretisieren versucht, ihre ansprechende Wirkung verleiht. Dass in den Gleichnissen häufig mit vorherrschenden Konventionen gespielt, diese gebrochen und bewusst übertreten werden, verstärkt mit der daraus resultierenden Provokation der Zuhörer diesen Kommunikationszusammenhang noch mehr. So kann ein Gleichnis zum Innehalten bewegen und auch später die Zuhörer zum Handeln ermutigen, die benannten Missstände zu beseitigen. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf (Lk 15,1-7) bildet mit den sich anschließenden Gleichnissen von der verlorenen Drachme (Lk 15,8-10) und dem Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32) eine in sich geschlossene Reihe, die sich mit der Thematik des Verlierens, Suchens, Findens und der Freude über die Rückkehr des Verlorenen beschäftigt. Diese Gleichnisse sind den Lehren und dem Wirken Jesu auf seiner Reise von Galiläa nach Jerusalem zuzuordnen und Teil einer umfassenden Reihe von Gleichnissen zur neuen Ordnung im Himmelsreich. Trotzdem nehmen sie allein aufgrund ihres Bekanntheitsgrades eine besondere Stellung ein; viele zählen diese Gleichnisse und insbesondere das Gleichnis des verlorenen Sohns zu den schönsten; sie werden auch als ein „Evangelium im Evangelium“ bezeichnet. Auch der Einfluss auf sowie die Verwendung in der Kunst dieser Gleichnisse ist groß.

In dieser Hausarbeit wird das Gleichnis vom verlorenen Sohn näher betrachtet und im Kontext der vorhergehenden Gleichnisse der Frage nach der Buße und Umkehr näher nachgegangen werden. Die Frage nach der Notwendigkeit der Buße ist ein aktuelles Thema; häufig wird der Kreuzestod Jesu als allumfassende Buße für die gesamte Menschheit interpretiert, durch seinen Kreuzestod soll allein der Glaube an Jesus Christus den Einzug ins Himmelreich und das ewige Leben ermöglichen. Die Haltbarkeit dieser These soll durch die Auslegung dieses Gleichnisses überprüft und ggfs. verworfen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Gleichnisse vom Verlorenen

2. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn

2.1. Der jüngere Sohn als Sünder

2.2. Der innere Monolog als Eingeständnis der Schuld und Zeichen der Reue

2.3. Der ältere Sohn als Kläger

2.4. Der barmherzige Vater

3. Einladung zu Gott

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32) im Kontext der vorangegangenen Gleichnisse Jesu. Das Ziel ist es, die Dynamik von Umkehr, Vergebung und dem Vater-Sohn-Konflikt exegetisch zu analysieren und dabei die Bedeutung des jüngeren Sohnes, des älteren Sohnes sowie die barmherzige Haltung des Vaters in den Mittelpunkt zu stellen.

  • Thematik der Umkehr und Vergebung im Lukasevangelium.
  • Analyse der Figurenkonstellation (jüngerer Sohn, älterer Sohn, Vater).
  • Bedeutung des Vater-Sohn-Konflikts in der exegetischen Diskussion.
  • Das Motiv des "Guten Hirten" und dessen Übertragung auf das Gleichnis.
  • Die Einladung zur Rückkehr zu Gott für alle Menschen, einschließlich der Gegner Jesu.

Auszug aus dem Buch

Der barmherzige Vater

Der Vater ist die einzige Figur, die sowohl im ersten als auch im zweiten Teil des Gleichnisses aktiv vorkommt. Auffällig ist dabei die parallele Gestaltung beider Szenen. Er eilt aus dem Haus, um den jüngeren Sohn zu empfangen, ebenso wie er das Fest verlässt, um den älteren Sohn zur Teilnahme zu ermutigen. Er macht weder dem jüngeren noch dem älteren Sohn einen Vorwurf und ist bemüht, den sich anbahnenden Konflikt gar nicht erst entstehen zu lassen. Des Weiteren lässt er den jüngeren Sohn ebenso wenig zu Wort kommen wie den älteren; was sie ihm sagen wollen, wird vom Vater größtenteils ignoriert.

Das Verhalten des Vaters gegenüber dem jüngeren Sohn in Lk 15,20-24 bricht mit vielen Konventionen und wirkt geradezu provozierend auf die anwesenden Pharisäer und Schriftgelehrten. Auffällig ist zunächst die Aussage, dass der Vater seinen Sohn schon von weitem kommen sah, er hat also nach seinem Sohn Ausschau gehalten. Somit hat der Vater eine Rückkehr seines Sohnes erwartet oder zumindest erhofft. Anstatt nun abzuwarten und seinen Sohn zu sich kommen zu lassen, verlässt der Vater sein Haus und läuft ihm entgegen. Das Entgegenlaufen des Vaters ist ungewöhnlich und entspricht nicht der Norm.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Gleichnisse vom Verlorenen: Einleitende Betrachtung der Rätselhaftigkeit und Bildhaftigkeit der Gleichnisse Jesu als Medium zur Kommunikation und Anstoß zur Lebensveränderung.

2. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn: Detaillierte exegetische Auslegung des zentralen Gleichnisses unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Rollenbilder von Vater, jüngerem und älterem Sohn.

2.1. Der jüngere Sohn als Sünder: Analyse des gesellschaftlichen und religiösen Status des jüngeren Sohnes, dessen Sünden und dessen Abstieg in eine existenzielle Notlage.

2.2. Der innere Monolog als Eingeständnis der Schuld und Zeichen der Reue: Betrachtung des inneren Wandels des Sohnes und dessen Entschluss zur Heimkehr als notwendige Voraussetzung für die Vergebung.

2.3. Der ältere Sohn als Kläger: Untersuchung des Konflikts durch den älteren Sohn, dessen Rolle als Spiegelbild der Pharisäer und Schriftgelehrten dient.

2.4. Der barmherzige Vater: Analyse der bedingungslosen Liebe und Vergebung des Vaters, die mit Konventionen bricht und beide Söhne zur Versöhnung einlädt.

3. Einladung zu Gott: Zusammenfassende Reflexion über die universelle Einladung Jesu zur Umkehr und die Bedeutung ehrlicher Reue für den christlichen Glauben.

Schlüsselwörter

Lukasevangelium, Gleichnis vom verlorenen Sohn, Umkehr, Vergebung, Exegese, Vater-Sohn-Konflikt, Barmherzigkeit, Pharisäer, Schriftgelehrte, Sünder, Reue, Gleichnisse Jesu, Glaube, Erlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32) im Lukasevangelium, um die Themen Umkehr, Vergebung und die Beziehung zwischen Gott und den Menschen zu beleuchten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die biblische Exegese, die Rolle der drei Hauptfiguren (Vater und die beiden Söhne) sowie die Auseinandersetzung Jesu mit den gesellschaftlichen und religiösen Normen seiner Zeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Auslegung des Gleichnisses, um aufzuzeigen, wie Gott jedem Menschen – unabhängig von seiner Schuld – mit bedingungsloser Liebe und Vergebung begegnet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-kritischen und exegetischen Analyse biblischer Texte unter Einbeziehung von Sekundärliteratur und theologischen Kommentaren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung des jüngeren Sohnes (Sünde/Reue), des älteren Sohnes (Klage/Unverständnis) und der zentralen Rolle des Vaters (Barmherzigkeit/Vergebung).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Umkehr", "Barmherzigkeit", "Vergebung", "Sondergut" (Lukas) und "Vater-Sohn-Konflikt" geprägt.

Warum wird der ältere Sohn nicht als bloßer Gegenspieler betrachtet?

Der Autor argumentiert, dass der ältere Sohn stellvertretend für alle Menschen steht, die sich an der Botschaft Jesu stören, und dass auch ihm ein Angebot zur Versöhnung gemacht wird.

Welche Bedeutung kommt dem "inneren Monolog" des Sohnes zu?

Der innere Monolog dient als entscheidendes erzählerisches Mittel, um die innere Umkehr und das Schuldeingeständnis des Sohnes zu verdeutlichen, bevor er den Vater erreicht.

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Details

Title
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32). Umkehr und Vergebung
College
RWTH Aachen University  (Institut für Katholische Theologie)
Course
Einführung in das Lukasevangelium
Grade
1,7
Author
Markus Jansen (Author)
Publication Year
2013
Pages
18
Catalog Number
V230047
ISBN (eBook)
9783656458753
ISBN (Book)
9783656459354
Language
German
Tags
Lk 15 Lk 15 11-32 Gleichnis vom verlorenen Sohn Gleichnisse vom Verlorenen Evangelium Lukasevangelium Buße Vergebung Reue Gleichnis vom verlorenen Schaf Gleichnis von der verlorenen Drachme Theologie Bibel Biblische Theologie Religion Gleichnis Exegese
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Jansen (Author), 2013, Das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32). Umkehr und Vergebung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230047
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