Unternehmenswachstum und Ökologie


Projektarbeit, 2012
47 Seiten, Note: 1.3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Abbildungsverzeichnis

II Tabellenverzeichnis

III Abkürzungsverzeichnis

IV Anlagenverzeichnis

1 Einleitung und Ziel der Arbeit

2 Unternehmenswachstum
2.1 Erwartungen der Stakeholder
2.2 Pflichten des Managements

3 Ökologie
3.1 Volkswirtschaftliche Notwendigkeit
3.2 Betriebswirtschaftliche Verpflichtung
3.3 Aufgaben des Managements

4 Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Anlage 1

Anlage 2

Anlage 3

Anlage 4

I Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Stakeholder eines Unternehmens

Abb. 2: Managementbegriffe

Abb. 3: Erklärung des Akrynoms POSDCORB

Abb. 4: Reichweite fossiler Rohstoffe.

Abb. 5: Auswirkung externer Effekte auf Markgleichgewichte

Abb. 6: Übersicht über umweltpolitische Bereiche und Instrumente

Abb. 7: Ausprägung des Wandels nach dem Umfang der Zustandsänderung.

Abb. 8: Implementierungsprozess von UMS

Abb. 9: Schnittstellen zwischen Umweltmanagement und Umweltmanagementsystem

Abb. 10: Beziehungen der Systemelemente der DIN EN ISO im Ablaufschema

Abb. 11: Unterschied zwischen EMAS und DIN EN ISO

Abb. 12: Öko- Audit nach EMAS

II Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Deutschland Arbeitslosenrate / Bruttosozialprodukt (BIP) / Nettolohnentwicklung

Tab. 2: Zusammenstellung der wichtigen Klimakonferenzen der UN..14/

Tab. 3: Anteile am weltweiten CO2 - Ausstoß in %

Tab. 4: Weltweiter CO2 - Ausstoß in Milliarden Tonnen (GT)

III Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

IV Anlagenverzeichnis

Anlage 1: Kopie Seite 20 der org. Fassung des Brundlandtberichtes

Anlage 2: Kopie Seite.21 der org. Fassung des Brundtlandberichtes

Anlage 3: Kopie Seite 41 der org. Fassung des Brundtlandberichtes

Anlage 4: Kopie Seite 4 der org. Fassung des Brundtlandberichtes- - Verzeichnis der Commisionsmitglieder und Mitautoren

1 Einleitung und Ziel der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Diskussion Unternehmenswachstum versus Ökologie auseinander.

Traditionell werden Wirtschaftswachstum und Ökologie als zwei sich diametral entgegenstehende Werte betrachtet.

Die vielen Einflüsse der Umwelt, der Stakeholder und die aus diesen Einflüssen resultierenden Pflichten des Managements, gestalten diese Aufgabenstellung für die Unternehmen sehr vielschichtig und erfordern eine Einzelbetrachtung der relevanten Einflussfaktoren.

In der Volkswirtschaft wird das Wirtschaftswachstum (Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP)) von den meisten Ökonomen als notwendige Grundlage der sozialen Sicherheit und des Wohlstandes angesehen.

Die Wirtschaftswissenschaft stellt fest, dass Wachstum keinen Selbstzweck darstellt und nennt dabei Ziele wie:

- Erhöhung der Staatseinnahmen (Finanzierungsmöglichkeit für öffentliche Aufgaben),
- Erhöhung des Volkseinkommens und damit Wohlstandssicherung,
- Höheres Güterangebot und bessere Güterversorgung,
- Erleichterung der Umverteilung von Einkommen und Vermögen,
- Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen.

„Wirtschaftliches Wachstum ist notwendig, damit andere Ziele und Vorstellungen leichter und besser verwirklicht werden können“[1]

- Der Staat ist der wichtigste Interessent an einem ausgewogenen Wachstum, denn daran ist das Steuer- und Abgabenaufkommen gekoppelt, was wiederum die Möglichkeiten der Ausgabenfinanzierung beeinflusst.
- In der Mehrzahl der Volkswirtschaften begründen ein steigendes Wirtschaftswachstum ein steigendes Volkseinkommen. Abweichungen sind möglich, wenn z.B. die Wachstumszuwächse durch Einkommenstransfer ins Ausland abfließen.

Auch für Deutschland steigt das BIP normalerweise stärker als das Volkseinkommen. Hier konnten in den Jahren 2004 und 2008 eine Rückentwicklung der Reallöhne festgestellt werden.[2]

Tabelle 1 zeigt die Entwicklung der realen Wachstumsraten des BIP, der Arbeitslosenraten und der Lohnraten in den Jahren 2003 bis 3/2011 für Deutschland.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: Deutschland: Anteil der Arbeitslosen / Bruttoinlandsprodukt (BIP) / Nettolöhne

Quelle: Eigene Zusammenstellung auf der Basis der Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Bundesamtes

- Wenn das Wachstum nicht nur im Export und Investitionssektor, sondern durch Zuwächse im privaten Konsum entstanden ist, liegt eine bessere ^ Güterversorgung vor.

„ Der Zusammenhang der Güterversorgung und des Wirtschaftswachstums ist nicht so eindeutig, wie dies in der Theorie dargestellt wird.“[3]

- Eine Umverteilung der Einkommen oder der Vermögensentwicklung von unten nach oben ist weder in Deutschland noch in den anderen Industrieländern statistisch belegt.
- Das gewichtigste Argument pro Wirtschaftswachstum ist das für Arbeitsplatzsicherung und Vollbeschäftigung.

Wirtschaftswachstum stellt in der sozialen Marktwirtschaft die Grundlage des Lebensstandes und des sozialen Wohlstandes dar.

Auf die Gefahren eines unkontrollierten Wachstums wurde in verschiedenen Studien und Untersuchungen hingewiesen.

Hier kann “The Limits to Growth“[4] genannt werden. Im Auftrag des Club of Rome wurde im Rahmen dieser Studie eine Systemanalyse und Computersimulation durchgeführt.

Das zentrale Ergebnis war: „Sollten die Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion sowie die Ausbeutung der natürlichen Rohstoffe unverändert anhalten, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht werden,“[5]

Der Wert und die globale Bedeutung der Ökologie im Zusammenhang mit dem Wirtschaftswachstum wurde für die Öffentlichkeit bewusst zum ersten Mal im

„Report of the World Commission on Environment and Development“ -Our common Future-[6]

wahrgenommen. Es handelt sich um den so genannten „Brundtlandbericht” der Vereinten Nationen, benannt nach der Vorsitzenden der Kommission Gro Harlem Brundtland.

Eindringlich wird in diesem 369 Seiten starken Bericht auf die Problematik, die Notwendigkeit, aber auch auf die Chancen eines ökologischen Wirtschaftens hingewiesen.

Die Bundesregierung trug unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl den umweltpolitischen Herausforderungen Rechnung und gründete am 6. Juni 1986 das Bundesumweltministerium (heute Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit).

Am 23. Mai 1992 wurde der Umweltschutz durch Aufnahme des Artikels 20a

[ Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ] im Grundgesetz festgeschrieben. Im Artikel 20a heißt es:

„Der Staat schützt auch in Verantwortung für künftige Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und Rechtsprechung“[7]

In der Folgezeit wurden über 12000 gesetzliche Regelungen zum Umweltschutz durch die Bundesregierung und die jeweiligen Landesregierungen erlassen.

Die Betriebe und Haushalte als Träger der Volkswirtschaft haben ihrerseits ebenfalls reagiert und Nachhaltigkeitsmaßnahmen ergriffen. Die Betriebe, nicht nur aufgrund der gesetzlichen Vorschriften, sondern auch oder gerade aus Gründen der Zukunftssicherung und aus Wachstums- und Renditegründen.

Die Maßnahmen der Betriebe reichen von branchen- und produktbezogenen Einzellösungen über im Qualitätsmanagement angesiedelte Umweltbeauftragte bis zur Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 und EMAS.

Im ersten Abschnitt dieser Arbeit wird auf das Unternehmenswachstum und die Erwartungen der Stakeholder eingegangen.

Im zweiten Abschnitt wird auf die Notwendigkeiten, Verpflichtungen und Aufgaben, die aus der Ökologie im Zusammenhang mit dem Unternehmenswachstum entstehen, hingewiesen.

Abschließend wird, basierend auf dem Ist-Zustand, ein wünschenswerter Soll- Zustand aufgezeigt.

2 Unternehmenswachstum

„Die moderne Wirtschaft ist auf Wachstum angelegt. Sie unterliegt einem Wachstumszwang und einem Wachstumsdrang. Wachstumszwang heißt, dass die Alternative zum Wachstum Schrumpfung ist. Wachstumsdrang heißt, dass in der modernen Wirtschaft Kräfte wirksam sind, die das Wachstum über das zur Vermeidung der Schrumpfung notwendige Ausmaß hinaustreiben“[8]

Die Langfristige Lebensfähigkeit eines Unternehmens setzt Wachstum voraus. Quantitatives oder qualitatives Wachstum ist das Ergebnis unternehmerischer Strategie und erfordert finanzielle Investitionen.

Die Lebenszeit von Produkten und die Technologiezyklen durchlaufen immer kürzer werdende Zeitabschnitte. Durch eine fortschreitende Globalisierung wird der Wettbewerb immer härter. Um die Unternehmensexistenz und die Unternehmenserträge in der Zukunft zu sichern, sind Investitionen in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte und die dazu gehörenden Technologien, Maschinen, Anlagen und Produktionsstätten, in den Vertrieb und das Humankapital nötig.

Wird durch die Unternehmenstätigkeit das Eigenkapital vermehrt, wächst das Unternehmen.

Wachstum kann in der Form von steigenden Umsätzen, steigenden Gewinnen oder in der steigenden Anzahl der Mitarbeiter erfolgen.

Auf die Änderung des Unternehmenswertes für die an der Börse notierten Unternehmen durch Kursveränderungen sei ebenfalls hingewiesen.

Gerade aktuelle Anlässe zeigen, wie eng die Zusammenhänge von Staatshaushalten und Unternehmenswerten an den Börsen sind.

Der aus dem Wachstum entstehende Zugewinn fließt dem Shareholder in Form von Dividenden zu oder steigert seine Unternehmensanteile, den Geldgebern wird eine entsprechende Verzinsung gesichert, dem Staat fließen die Steuereinnahmen zu.

Die Erwartungen der Stakeholder werden erfüllt oder übertroffen, die Pflichten des Managements aufgezeigt.

2.1 Erwartungen der Stakeholder

Abbildung 1 zeigt schematisch die Einfluss- und Anspruchgruppen (Stakeholder) eines Unternehmens.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Stakeholder eines Unternehmens Quelle: ähnlich Dillerup; Stoi; Unternehmensführung, S. 73, Vahlen, 2008

„Stakeholder sind Personen, Gruppen oder Organisationen, die mit einem Unternehmen in Beziehung stehen und Erwartungen gegenüber dem Unternehmen haben“[9]

Bei den Stakeholdern unterscheidet man zwei Gruppen.

Die erste Gruppe wird als Einflussgruppe, die mit dem Unternehmen in einer Beziehung ohne direkten Einfluss steht, bezeichnet:

[...]


[1] Albers, et al.: Volkswirtschaftslehre, S. 435, Haan-Gruiten, 1998.

[2] Der Spiegel: „Reallöhne sind im Aufschwung gesunken, 11.08.2009, http://www.Spiegel.de/wirtschaft/0,1518,64 1909,00.html

[3] Zeitreihenanalyse der Deutschen Bundesbank, http://1217.110.182.57/statistik/zeitreihen.php?lang=de єt open=konjunkturєt func=listєt r=www_s311fr_privk.

[4] Meadows, D. L., The Limits to Growth, Universe Books, New York, 1972

[5] Meadows etal., Die Grenzen des Wachstums, 1972

[6] Brundtland, G.H. et al., Bericht der 42. Sitzung der Generalversammlung der UN 1987, S. 17, New York

[7] Grundgesetz der BRD, Beck-Texte im dtv, 43. Auflage, S.10, 2011

[8] Binswanger, H.C.,Vorwärts zur Mäßigung, Murmann Hamburg, 2009

[9] Dillerup; Stoi; Unternehmensführung, S. 73, Vahlen, 2008

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten

Details

Titel
Unternehmenswachstum und Ökologie
Hochschule
Hochschule Wismar
Veranstaltung
Projektarbeit 8. Semester
Note
1.3
Autor
Jahr
2012
Seiten
47
Katalognummer
V230076
ISBN (eBook)
9783656460602
ISBN (Buch)
9783656460817
Dateigröße
2143 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unternehmenswachstum, ökologie
Arbeit zitieren
Herbert F. Berg (Autor), 2012, Unternehmenswachstum und Ökologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230076

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