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Der Innovationssystem-Ansatz

Überblick und aktuelle Herausforderungen

Título: Der Innovationssystem-Ansatz

Tesis , 2006 , 83 Páginas , Calificación: 1,30

Autor:in: Benjamin Schön (Autor)

Economía - Economía de la innovación
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Die Bedeutung von Innovation als ein entscheidender Faktor für wirtschaftliches Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit einzelner Unternehmen und Branchen, aber auch ganzer Regionen und Volkswirtschaften, ist in der heutigen ’wissensbasierten Wirtschaft’ unbestritten.
Durch Innovation sind Unternehmen in der Lage ihre Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und so zum Wachstum und Wohlstand ihrer Region und Nation beizutragen. Die zunehmende technologische Komplexität neuer Produkte und Verfahren, der steigende
Wettbewerbsdruck einer globalisierten Wirtschaft und die damit einhergehende Verkürzung der Produktlebenszyklen, machen es den einzelnen Akteuren jedoch zunehmend schwer, die erforderliche Innovationsleistung im Alleingang zu erbringen. Entsprechend basiert der moderne Innovationsprozess weniger auf den Leistungen einzelner Individuen oder Unternehmen, als vielmehr auf der Interaktion einer Vielzahl von heterogenen Akteuren in kooperativen Netzwerken und Systemen. An dieser Interaktion beteiligt sind neben vertikal verbundenen Unternehmen (Zulieferer und Abnehmer), auch Wettbewerber und Dienstleiter, sowie Akteure der Wissenschaft (Universitäten, Forschungs- und Transfereinrichtungen) und Politik (Ämter, Behörden und Ministerien). Nur durch die Realisierung von Synergieeffekten aus der Vernetzung und Verschmelzung heterogener Wissensbasen und Kompetenzen, können die erforderlichen Ressourcen freigesetzt und auf effiziente Weise im Innovationsprozess eingesetzt werden. Die Beziehungen zwischen diesen Akteuren beinhalten sowohl den Transfer von Gütern und Dienstleistungen über den Markt, als auch den informellen Austausch von Wissen und Information. Damit eine derartige Interaktion überhaupt möglich ist, bedarf es eines gemeinsamen, institutionellen Rahmens (Gesetze, Normen, Regeln, Verhaltensweisen etc.), in welchen sowohl die Akteure selbst, als auch deren Beziehungen eingebunden sind.
Das sich aus diesen Zusammenhängen ergebende System institutionell determinierter Interaktion, ist gekennzeichnet von Interdependenzen, Wechselwirkungen und Feedback zwischen seinen Elementen. Die Veränderung nur einer Komponente, führt auch zu einer Veränderung des Systems als Ganzes. Neues Wissen beispielsweise, erweitert die Wissensbasis des betreffenden Bereiches (Region, Nation, Technologie, Sektor) und eröffnet neue technologische oder organisatorische Möglichkeiten und Marktchancen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 GRUNDLAGEN

2.1 KOOPERATION UND NETZWERKE ALS GRUNDLAGE VON INNOVATIONSSYSTEMEN

2.2 SPILLOVER, TAZITES WISSEN UND DIE BEDEUTUNG VON RÄUMLICHER NÄHE

2.3 DER CLUSTER-ANSATZ

3 DIE INNOVATIONSSYSTEM-ANSÄTZE

3.1 BEGRIFFSKLÄRUNG

3.1.1 Definition von Innovation

3.1.2 Definition von System

3.1.3 Definition von Innovationssystem

3.2 DAS REGIONALE INNOVATIONSSYSTEM

3.2.1 Arten Regionaler Innovationssysteme

3.2.2 Regionale Innovationssysteme, externes Wissen und nationale Institutionen

3.3 DAS NATIONALE INNOVATIONSSYSTEM

3.3.1 Die Rolle von Institutionen im Innovationssystem-Ansatz

3.3.2 Nationale Innovationssysteme, Globalisierung und Regionalisierung

3.4 DAS INTERNATIONALE INNOVATIONSSYSTEM

3.5 DAS SEKTORALE INNOVATIONSSYSTEM

3.6 DAS TECHNOLOGISCHE INNOVATIONSSYSTEM

4 ZUSAMMENFASSUNG DER ERKENNTNISSE

4.1 GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE DER INNOVATIONSSYSTEM-ANSÄTZE

4.2 WANN WELCHER ANSATZ SINNVOLL IST

5 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Innovationssystem-Ansatz, indem sie dessen theoretische Grundlagen, verschiedene Ausprägungen (regional, national, international, sektoral und technologisch) sowie deren Zusammenhänge beleuchtet. Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis der systemischen Innovationsprozesse zu vermitteln und Kriterien dafür zu entwickeln, welcher dieser Ansätze sich für die Analyse spezifischer wirtschaftlicher Kontexte am besten eignet.

  • Grundlagen von Kooperation und Netzwerken als Basis für Innovation
  • Die Bedeutung von räumlicher Nähe, Wissens-Spillovers und tazitem Wissen
  • Differenzierung der fünf Hauptansätze von Innovationssystemen
  • Integration und Interdependenzen zwischen territorialen und technologiebasierten Ansätzen
  • Anwendung des Innovationssystem-Ansatzes als Analyseinstrument für die Politik

Auszug aus dem Buch

2.1 Kooperation und Netzwerke als Grundlage von Innovationssystemen

“Firms almost never innovate in isolation.”

In einer Welt schnellen technologischen Wandels, zunehmender Globalisierung und Komplexität sowie sich ständig verändernder Arbeits- und Marktbedingungen, werden Information und Wissen zum vierten und wichtigsten Produktionsfaktor (vgl. Bullinger et al., 2004). In dieser ’knowledge based economy’ (OECD, 1996) ist Innovation ein ’strategic general concept’ (EU, 2002) und der treibende Faktor nachhaltigen wirtschaftlichen Wachstums und Wohlstands. Die hohe Komplexität technologischer Neuheiten führt jedoch dazu, dass einzelne Individuen und Unternehmen kaum mehr in der Lage sind, die erforderlichen Technologien und Informationen vollständig zu beherrschen (vgl. Tether, 2002; Kash und Rycroft, 2002; Pyka, 2002; Narula 2004a und b). Je komplexer die Aufgabe, desto wichtiger wird das Wissen und die Erfahrung auch anderer Akteure (Carlsson und Stankiewicz, 1995). Immer mehr ist deshalb auch der Innovationsprozess durch Arbeitsteilung und Spezialisierung charakterisiert. Kommunikation, Interaktion und Kooperation unter den wirtschaftlichen Akteuren werden zunehmend als Voraussetzung erfolgreichen Innovierens erkannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Definiert die Relevanz von Innovation als Wachstumsfaktor und führt in den Innovationssystem-Ansatz als dynamisches Modell zur Abbildung komplexer Interaktionsprozesse ein.

2 GRUNDLAGEN: Erläutert die Rolle von Kooperationen, Netzwerken sowie räumlicher Nähe (Spillover, tazites Wissen) und Clustern als fundamentale Bausteine für Innovationssysteme.

3 DIE INNOVATIONSSYSTEM-ANSÄTZE: Detaillierte Darstellung der fünf Ansätze (regional, national, international, sektoral, technologisch) unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Definitionen, Akteure und Funktionsweisen.

4 ZUSAMMENFASSUNG DER ERKENNTNISSE: Analysiert die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Ansätze und leitet Kriterien für deren sinnvolle Anwendung in der Analyse ab.

5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Reflektiert die Stärken und Schwächen des Innovationssystem-Ansatzes und bewertet dessen Nutzen für die wissenschaftliche Theoriebildung sowie die politische Praxis.

Schlüsselwörter

Innovationssystem, Wissensmanagement, Netzwerke, Spillover, Regionale Innovationssysteme, Nationale Innovationssysteme, Sektorale Innovationssysteme, Technologische Innovationssysteme, Kooperation, Tazites Wissen, Wettbewerbsfähigkeit, Institutioneller Rahmen, Cluster, Innovationsprozess, wirtschaftliches Wachstum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über den Innovationssystem-Ansatz, analysiert seine theoretischen Grundlagen und differenziert zwischen verschiedenen systemischen Perspektiven wie regionalen, nationalen, sektoralen und technologischen Ansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Interaktion heterogener Akteure, der Stellenwert von Wissen als Produktionsfaktor, die Rolle von Institutionen sowie die Dynamik des Innovationsprozesses innerhalb verschiedener territorialer und technologischer Abgrenzungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Varianten des Innovationssystem-Ansatzes fundiert darzustellen, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten und zu bestimmen, welcher Ansatz unter welchen Bedingungen für Analysen am besten geeignet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse und Synthese bestehender Ansätze sowie auf eine vergleichende Untersuchung der unterschiedlichen Ausprägungen von Innovationssystemen auf Mikro- und Makroebene.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden fünf spezifische Innovationssystem-Ansätze (regional, national, international, sektoral, technologisch) detailliert analysiert, inklusive ihrer spezifischen Definitionen, Akteursstrukturen, Dynamiken und Abgrenzungsmerkmale.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Innovationssystem, Wissensgenerierung, interaktives Lernen, institutioneller Rahmen, räumliche Nähe, Cluster und technologische Regime charakterisiert.

Wie unterscheidet sich ein Regionales von einem Nationalen Innovationssystem?

Während beide Ansätze Institutionen und Politik betonen, fokussiert das Regionale Innovationssystem (RIS) stärker auf räumliche Nähe, informelle Kontakte, lokale Kultur und regionale Einbettung, wohingegen das Nationale Innovationssystem (NIS) eher auf formale Institutionen, nationale Gesetzgebung und den staatlichen Handlungsrahmen zielt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Sektoralen und Technologischen Systemen wichtig?

Obwohl ähnlich, liegt der Fokus des Sektoralen Innovationssystems (SIS) auf der Leistungsfähigkeit innerhalb von Sektoren, während das Technologische Innovationssystem (TIS) eine bestimmte Technologie oder Technologiegruppe als Referenzpunkt nutzt, die sich oft über mehrere Sektoren hinweg erstrecken kann.

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Detalles

Título
Der Innovationssystem-Ansatz
Subtítulo
Überblick und aktuelle Herausforderungen
Universidad
University of Augsburg
Calificación
1,30
Autor
Benjamin Schön (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
83
No. de catálogo
V230083
ISBN (Ebook)
9783656461180
Idioma
Alemán
Etiqueta
Innovationssystem Innovation Innovationspolitik Nationales Innovationssystem Regionales Innovationssystem Innovationsökonomik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benjamin Schön (Autor), 2006, Der Innovationssystem-Ansatz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230083
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