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Zu: Rudolf Bohren, Predigtlehre

Title: Zu: Rudolf Bohren, Predigtlehre

Excerpt , 2001 , 14 Pages

Autor:in: Andreas Losch (Author)

Theology - Practical Theology
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Summary Excerpt Details

Predigtlehre ist Lehre zur Freude
Der Prediger ist homo ludens (Prov. 8,30): Spiel
Er kann nicht „machen“, was die Predigt leisten soll.
Wagnis um Leben und Tod: Brandstifter zu sein, zu sagen „Gott“. In diesem Nichtkönnen wagen und im Wagen „können“.
Leiden(-schaft), Passion: Aus dem Predigtzwang (1.Kor 9,16) ergibt sich die Notwendigkeit der Predigtlehre
Predigthörer haben es auch schwer, zuhören ist schwerer als reden
Wunder ist und Wunder wird indem sich einer selbst wagt
Darauf warten die Gemeinden, auf eine Predigt in neuen Zungen.
Wir predigen den Kommenden, deswegen keine Passion ohne Freude!
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

ERSTER TEIL: ANLÄUFE

§1 PREDIGEN ALS LEIDENSCHAFT

§2 VIER VERLEGENHEITEN

I Die Schwierigkeit mit Gott

II Von Gott reden in einer sprachlosen Welt

III Sprachlose Kirche

IV Die Schwierigkeit mit sich selbst

§3 VORFRAGEN

I Zur Definition der Predigt

II Zur Methode der Predigtlehre

III Aufgabe, Anlage und Aufbau der vorliegenden Homiletik

ZWEITER TEIL: DAS WOHER DER PREDIGT

§4 DER HEILIGE GEIST

I Begründung der Homiletik

II Die Bedeutung der Pneumatologie für die Homiletik

III Der Heilige Geist als Geber und Gabe des Wortes

§5 DER NAME

I Legitimation der Predigt im Namen

II Der Name als hermeneutisches Problem

III Der Dienst an der Identität

IV Hinweis auf KOHLBRÜGGE

V Keine Teufelspredigt

§6 DIE SCHRIFT

I Die Schrift als Ur-Kunde des Namens

II Die Schrift als Dokument des schenkenden Geistes

III Das Schriftganze

IV Text und Textwahl

V Alttestamentliche Predigt

VI Kleines Lob der Homilie

§7 WORT UND GEIST

I Einheit als Ereignis

II Hermeneutik als Erweiterung der Sprache

III Folgerungen für den Predigt-Stil

IV Zeitformen

§8 PREDIGT ZWISCHEN EXEGESE UND KOMMUNIKATIONSFORSCHUNG

I Vorüberlegung

II Exegese

III Kommunikationsforschung

DRITTER TEIL: DIE ZEITFORMEN DES WORTES ERINNERUNG – VERHEISSUNG – GEGENWART

A Predigt als Erinnerung

§9 DIE BEGRÜNDUNG DER PREDIGT IN GOTTES ERINNERUNG

I Biblisch-Theologische Meditation über die Erinnerung

II Erinnerung - historische Kritik - Sprache

III Der Dienst der Erinnerung

IV Abendmahl und predigendes Erzählen

§10 PREDIGT ALS ERZÄHLUNG

I Predigendes Erzählen

II Passionserzählung

III Kalendergeschichten

IV Legendarisches Erzählen

V Lehr-Erzählung

VI Interpretation der Existenz

VII Gefahren

§11 PREDIGT UND ZITAT

I Vorbesinnung

II Weisen des Zitierens

III Exkurs: Vom Gebrauch fremder Predigten

IV Die Collage

V Schriftbeweis und Montage

§12 ERINNERUNG AN DIE SÜNDE

I Menschlich von der Sünde reden!

II Laienpredigt von der Sünde der Väter

III Vom predigenden Erzählen eines anständigen Deutschen

B Predigt als Verheißung

§13 DIE AKTUALITÄT DER VERHEISSUNG

§14 PREDIGT DES KOMMENDEN RETTERS

I Fragmentarische Sprache

II Die Kooperation von Gott und Mensch hinsichtlich der Vollendung

III Das Problem der Naherwartung

IV Die Gestalt der Freude

V Exkurs über den Humor

§15 PREDIGT DES KOMMENDEN RICHTERS

I Problemlage

II Perversion der Gerichtspredigt zur Höllenpredigt

III Die Predigt vom kommenden Richter als Frage an unsere Predigt vom Kreuz

IV Gefährdung der Gerichtspredigt durch natürliche Theologie

V Die Gestalt der Furcht

§16 APOKALYPTISCHE PREDIGT

I Die Sprache der Apokalyptik und unser Sprechen

II Eine apokalyptische Laienpredigt

III Von der Notwendigkeit der Phantasie für den Prediger

C Predigt des Gegenwärtigen

§17 VIELFÄLTIGE GEGENWART

I Voraussetzung. Geistesgegenwart

II Predigt des Erhöhten und Predigt von der Himmelfahrt

III Predigt von der Gegenwart Christi im Armen

IV Predigt von dem als Gemeinde existierenden Christus und Pfingstpredigt

V Predigt von der Gegenwart des Weltschöpfers

§18 BINDEN UND LÖSEN

I Die Hochsprache der Predigt

II Neuer Heilstand

III Retention (Binden)

IV Exorzismus (Lösen)

§19 PREDIGT UND ZEICHEN

I Zeichen und Wunder

II Predigt als Wundererklärung

§20 PREDIGT UND ZUNGENREDE

I Plädoyer für die Zungenrede

II Zungenrede im Kontext moderner Sprachbemühung

III Predigt zwischen Zungenrede und moderner Poesie

VIERTEL TEIL: DER PREDIGER

§21 MEDITATION

I Meditation von Psalm 1

II Folgerungen für die Praxis der Meditation

III Moderne Kunst und Meditation

IV Predigt-Spiel

V Zur Predigtmeditation

§22 DER PREDIGER ALS VORBILD

I Meditation über das Vorbild

II Praktische Folgerungen

§23 LASTERKATALOG FÜR PREDIGER

I Moralpredigt über sieben sozusagen angeborene Laster der Prediger

II Das Laster im Detail

§24 STRUKTURFRAGEN

I Die Singularität des Predigers als Problem

II Das israelitische Zeugenrecht als Modell für eine künftige Gestaltung des Predigtdienstes

III Dialog- oder Trialogpredigt

IV Laienpredigt

V Wanderprediger

FÜNFTER TEIL: DER HÖRER

§ 25 DIE FRAGE NACH DEM HÖRER

I Predigt in Freiheit vom Hörer

II Predigt vom Hörer herausgefordert

III Der erste Hörer und der zweite Text

§26 DER SCHLÜSSEL ZUM HÖRER

I Die Erfindung des Hörers

II Der Hörer als Evangelium für den Prediger

§27 DER WEG ZUM HÖRER

I Der Dank

II Das Sehen

III Das Fragen

IV Das Hören

V Zu Herzen nehmen

VI Traum und Vision

VII Diakonie

VIII Verwandlung

§28 DAS HÖREN

I Die Frage nach dem Hören

II Unser Hören ist Stückwerk – oder die Selektion

III Das Hören in der Predigt

§29 DAS GESPRÄCH

I Die gegenseitige Zuordnung von Predigt und Gespräch

II Das Gödenrother Gespräch

§30 INFORMATION

§31 MODELLE

I Politisches Nachtgebet (SÖLLE u.a.)

II Der Regisseur als Liturg (HOLLENWEGER)

III Gottesdienst als Happening (EGGIMANN)

§32 PREDIGTKRITIK – HÖREN ALS LEIDENSCHAFT

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit "Predigtlehre" von Rudolf Bohren setzt sich zum Ziel, eine fundierte homiletische Methodik zu entwickeln, die das Predigen als ein durch den Heiligen Geist ermöglichtes Ereignis begreift. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie die Sprachlosigkeit des modernen Predigers überwunden werden kann, indem das Wort Gottes in Beziehung zu den Zeitformen Erinnerung, Verheißung und Gegenwart sowie zur Person des Predigers und des Hörers gesetzt wird.

  • Die pneumatologische Begründung der Predigt als "Ereignis des Geistes".
  • Die Strukturierung homiletischer Arbeit in Erinnerung, Verheißung und Gegenwart.
  • Die kritische Reflexion der Rolle des Predigers zwischen Vorbildsein und Fehlverhalten.
  • Die Neubewertung des Hörers als Gnadengabe und Partner im Predigtgeschehen.
  • Die Integration von Exegese, Kommunikationsforschung und moderner Sprachreflexion.

Auszug aus dem Buch

§1 PREDIGT ALS LEIDENSCHAFT

Angesichts der heute herrschenden Müdigkeit auf der Kanzel plädiert der Verfasser für das Predigen aus Leidenschaft. Das Wort der Predigt – Wort Gottes, Menschenwort, Wort für Menschen in einem – wird zunächst als das Wort eines bestimmten Menschen gehört. Diese Predigtlehre beginnt damit, daß der Predigtlehrer sich selbst vorstellt als leidenschaftlicher Prediger.

Predigtlehre ist Lehre zur Freude. Der Prediger ist homo ludens (Prov. 8,30): Spiel. Er kann nicht „machen“, was die Predigt leisten soll. Wagnis um Leben und Tod: Brandstifter zu sein, zu sagen „Gott“. In diesem Nichtkönnen wagen und im Wagen „können“.

Leiden(-schaft), Passion: Aus dem Predigtzwang (1.Kor 9,16) ergibt sich die Notwendigkeit der Predigtlehre. Predigthörer haben es auch schwer, zuhören ist schwerer als reden. Wunder ist und Wunder wird indem sich einer selbst wagt. Darauf warten die Gemeinden, auf eine Predigt in neuen Zungen. Wir predigen den Kommenden, deswegen keine Passion ohne Freude!

Zusammenfassung der Kapitel

ERSTER TEIL: ANLÄUFE: Dieses Kapitel begründet das Predigen als leidenschaftlichen Akt und analysiert die aktuelle Sprachlosigkeit sowie die grundlegenden homiletischen Fragestellungen.

ZWEITER TEIL: DAS WOHER DER PREDIGT: Der Fokus liegt hier auf der pneumatologischen Legitimation des Predigens durch den Heiligen Geist und der Bedeutung von Name und Schrift für das Wort.

DRITTER TEIL: DIE ZEITFORMEN DES WORTES ERINNERUNG – VERHEISSUNG – GEGENWART: Dieser Teil strukturiert die Homiletik materiell entlang der biblischen Zeitdimensionen und ihrer jeweiligen Bedeutung für die Predigtgestaltung.

VIERTEL TEIL: DER PREDIGER: Hier wird der Prediger als Person betrachtet, inklusive der Bedeutung von Meditation, der Rolle als Vorbild und der kritischen Auseinandersetzung mit berufsspezifischen Fehlverhalten.

FÜNFTER TEIL: DER HÖRER: Das abschließende Kapitel widmet sich der dynamischen Beziehung zwischen Prediger und Hörer sowie der Notwendigkeit des Gesprächs und der Predigtkritik.

Schlüsselwörter

Predigtlehre, Heiliger Geist, Pneumatologie, Sprachlosigkeit, Homiletik, Prediger, Hörer, Erinnerung, Verheißung, Gegenwart, Gotteswort, Leidenschaft, Meditation, Predigtkritik, Gnadenwahl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende, pneumatisch orientierte Predigtlehre, die den Prozess des Predigens nicht als bloße Technik, sondern als ein vom Heiligen Geist getragenes Ereignis versteht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Begründung der Predigt im Heiligen Geist, die zeitlichen Dimensionen des Wortes, die Existenz des Predigers sowie die komplexe Rolle des Hörers.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, die Sprachlosigkeit des modernen Predigens zu überwinden und dem Prediger Wege aufzuzeigen, wie er das Wort Gottes authentisch und in "neuen Zungen" für seine Zeit verkündigen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Rudolf Bohren nutzt eine interdisziplinäre Methode, die biblische Exegese mit pneumatologischer Systematik, Kommunikationsforschung und moderner Sprachkritik verbindet.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in drei große Bereiche: Die Herkunft des Predigens (Geist, Name, Schrift), die zeitlichen Formen der Predigt (Erinnerung, Verheißung, Gegenwart) und die handelnden Personen (Prediger und Hörer).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Wichtige Begriffe sind pneumatologische Homiletik, theonome Reziprozität, Sprachlosigkeit, Meditation, Fragmentcharakter der Predigt und die geistliche Leidenschaft.

Wie wird das Verhältnis zwischen dem Prediger und dem Text definiert?

Der Prediger steht in einem notwendigen Meditationsprozess zum Text, in dem er durch das Wort selbst zur Sprache findet und das Wort Gottes in die menschliche Situation vermittelt.

Was bedeutet der Begriff "Lasterkatalog für Prediger"?

Hier reflektiert der Autor kritisch typische Fehlhaltungen von Pfarrern – wie Routine oder Kitsch – und führt diese nicht auf mangelnde Begabung, sondern auf eine unzureichende Meditation zurück.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Zu: Rudolf Bohren, Predigtlehre
College
University of Heidelberg  (Wissenschaftlich-Theologisches Seminar)
Course
Examensvorbereitung
Author
Andreas Losch (Author)
Publication Year
2001
Pages
14
Catalog Number
V2301
ISBN (eBook)
9783638114080
Language
German
Tags
Rudolf Bohren Predigtlehre Examensvorbereitung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Losch (Author), 2001, Zu: Rudolf Bohren, Predigtlehre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2301
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