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Internationalisierungsstrategien bei Handelsbetrieben am Beispiel Aldi

Title: Internationalisierungsstrategien bei Handelsbetrieben am Beispiel Aldi

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 34 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Hdl., Dipl.-Betrw. Tanja Röhrig (Author)

Business economics - Trade and Distribution
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Im Zuge der zunehmenden Internationalisierung und der damit einhergehenden Intensivierung des Wettbewerbs sind Handelsunternehmen aufgefordert, ihre Aktivitäten nicht nur auf den heimischen Markt zu konzentrieren, sondern im Rahmen von Internationalisierungsstrategien eine zielgerichtete Bearbeitung der Auslandsmärkte zu forcieren. Während der Handel traditionell internationalen Beschaffungsaktivitäten nachgeht, ist eine absatzseitige Internationalisierung erst verstärkt seit Mitte der achtziger Jahre zu beobachten (Ferring 2001, S. 1ff.; Zentes/Swoboda/Schramm-Klein 2006, S. 517). Als wesentliche Gründe lassen sich exogene Umweltfaktoren anführen: die Liberalisierung des Welthandels, die regionalen Integrationen, die Öffnung Osteuropas sowie die Marktsättigung im Stammland. Darüber hinaus wirken die sich abzeichnende Angleichung der Konsumentengewohnheiten sowie das mittel- und langfristige Absatzpotenzial im Gastland als förderliche Determinanten der handelsbetrieblichen Internationalisierung (Zentes 1995, S. 1031; Anderer 1997, S. 4).

In diesem Zusammenhang zählt die Unternehmensgruppe Aldi zu den erfolgreichsten international tätigen Handelsunternehmen. Im Folgenden bezeichnet „Aldi“ die Aldi-Gruppe Nord und Süd. Die Anfänge des Aldi-Imperiums mit weltweit geschätztem Umsatz von 53 Milliarden Euro (Schnettler 2010) gehen zurück in das Jahr 1946, in welchem die Brüder Karl und Theo Albrecht das elterliche, 100 Quadratmeter große Lebensmittelgeschäft in Essen-Schoenbeck übernahmen. Nachkriegsbedingt mussten sie mit einem sehr schmalen Sortiment von maximal 280 Artikeln beginnen. Dieses Konzept erwies sich jedoch als so erfolgreich, dass bis 1950 bereits 13 Filialen entstanden. Ab 1950 verfolgten die Albrecht Brüder neben dem Grundsatz des kleinen Warenangebotes, den des niedrigen Preises (Brandes 1998, S. 19). Der erste Aldi wurde als „Albrecht Discount“ (Al-Di) 1962 in Dortmund eröffnet (Brandes 1998, S. 27; Boldt/Jensen/Schwarzer 2009, S. 34). Bereits 1961 teilten die Gebrüder Albrecht ihre Geschäftsaktivitäten in Deutschland in zwei rechtlich selbstständige, finanziell und organisatorisch unabhängige Gesellschaften auf: Aldi Nord unter der Leitung von Theo Albrecht und Aldi Süd unter der Leitung von Karl Albrecht.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Begrifflichkeiten

3. Markteintrittsstrategien

3.1. Überblick Markteintrittsstrategien

3.2. Vor- und Nachteile der Filialisierung

4. Marktbearbeitungsstrategien

4.1. Standardisierung als Marktbearbeitungsstrategie

4.2. Ausgewählte Standardisierungsmöglichkeiten im Handelsmarketing-Mix

5. Timingstrategien

5.1. Allgemeine Begrifflichkeiten

5.2. Vor- und Nachteile der Pionierstrategie

5.3. Vor- und Nachteile der Folgestrategie

5.4. Markpräsenz auf Inlands- und Auslandsmärkten

6. Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Internationalisierung der Aldi-Gruppe

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die absatzseitige Internationalisierung des Discounters Aldi unter besonderer Berücksichtigung der gewählten Markteintritts-, Marktbearbeitungs- und Timingstrategien sowie den Einfluss der Weltwirtschaftskrise auf die Expansionsstrategie des Unternehmens.

  • Grundlagen und Definitionen des Discount-Konzepts
  • Systematisierung und Bewertung von Markteintrittsstrategien (insb. Filialisierung)
  • Strategische Optionen der Marktbearbeitung und Standardisierungsansätze
  • Timingstrategien (Pionier- vs. Folgestrategien) im internationalen Kontext
  • Analyse der Unternehmensentwicklung unter dem Einfluss der Weltwirtschaftskrise

Auszug aus dem Buch

3.2. Vor- und Nachteile der Filialisierung

Die Filialisierung hat allgemein den Vorteil unabhängig von externen Geldgebern agieren zu können. Die Unternehmung gestaltet Zeitpunkt, Ablauforganisation, Fortschritt, Ladenlayout und Standortauswahl im Markteintritt und auch bei der Marktbearbeitung frei und selbst (Lingenfelder 2006, S. 158). Durch Ausweitung des Filialnetzes führt die Erhöhung der Nachfragemacht (Möhlenbruch 2006, S. 348) zu Synergieeffekten, zu nennen sind dabei z. B. Kostendegression beim Filialbau oder in der Beschaffung (Bündelungseffekte) (Liebmann/Zentes/Swoboda 2008, S. 224). Die Verhandlungsstärke gegenüber Lieferanten wächst und der Druck auf Wettbewerber erhöht sich.

Die Filialisierungsstrategie kann die örtliche Wettbewerbsaktivität senken, wenn durch die Präsenz und Aktivität lokale Wettbewerber ausscheiden. Nichtkostendeckende Filialen können durch das Filialnetz quersubventioniert werden, was Risikoausgleich schafft (Fuchs/Apfelthaler 2009, S. 379). Intern bietet die Filialisierung zudem eine Reihe von Vorteilen in der Unternehmensführung und Synergien (Liebmann/Zentes/Swoboda 2008, S. 224): Über die Ausübung der Eigentumsrechte, Zielvorgaben, Reporting und der Entsendung von Stammhauspersonal wird durch die Filialisierungsstrategie das größtmögliche Gleichgewicht zwischen Kontroll- und Steuerungspotential einerseits und dem notwendigen Grad der Autonomie der Filiale bzw. Tochtergesellschaft erreicht (Fuchs/Apfelthaler 2009, S. 379).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Internationalisierung im Handel und der geschichtlichen Entwicklung der Aldi-Gruppe.

2. Begrifflichkeiten: Definition des Discounters und Differenzierung zwischen Hard- und Soft-Discountern.

3. Markteintrittsstrategien: Systematisierung von Eintrittsformen und Analyse der Vor- und Nachteile der Filialisierung am Beispiel von Aldi.

4. Marktbearbeitungsstrategien: Untersuchung von Standardisierung und Differenzierung im Marketing-Mix sowie deren Anwendung bei Aldi.

5. Timingstrategien: Theoretische Einordnung von Pionier- und Folgestrategien sowie Analyse der Markpräsenz von Aldi im In- und Ausland.

6. Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Internationalisierung der Aldi-Gruppe: Analyse der Performance von Aldi in Zeiten der Krise und der Anpassungsstrategien in verschiedenen Auslandsmärkten.

7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Internationalisierungsstrategie und zukünftige Herausforderungen für Aldi.

Schlüsselwörter

Internationalisierung, Discounter, Aldi-Gruppe, Filialisierung, Markteintrittsstrategie, Marktbearbeitung, Standardisierung, Timingstrategie, Pionierstrategie, Folgestrategie, Weltwirtschaftskrise, Handelsmarketing, Eigenmarken, Sortimentspolitik, Standortwahl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Internationalisierung des Einzelhandels, speziell am Fallbeispiel des Hard-Discounters Aldi.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Aspekte sind Markteintritts-, Marktbearbeitungs- und Timingstrategien sowie die Auswirkungen wirtschaftlicher Krisen auf das Expansionsverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die absatzseitige Internationalisierung von Aldi anhand ausgewählter strategischer Entscheidungsfelder zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die theoretische Konzepte des internationalen Managements auf das Fallbeispiel Aldi anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Strategietypen, die detaillierte Analyse der Filialisierung und Marktbearbeitung bei Aldi sowie die empirische Betrachtung der Markteintrittszeitpunkte und Krisenauswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Internationalisierung, Discounter, Filialisierung, Markteintrittsstrategie und Timing definiert.

Warum ist die Filialisierung für Aldi als Markteintrittsstrategie so wichtig?

Die Filialisierung ermöglicht Aldi eine kontrollierte Multiplikation seines Erfolgskonzepts und nutzt Synergieeffekte durch zentrale Steuerung und Standardisierung.

Wie reagiert Aldi auf Herausforderungen in Auslandsmärkten?

Aldi passt sich durch eine gewisse Flexibilität bei der Sortimentsgestaltung an, hält aber grundsätzlich an seinem Kerngeschäftsmodell "Qualität zu günstigen Preisen" fest.

Welche Rolle spielt die Weltwirtschaftskrise für die Expansion von Aldi?

Die Krise wirkte sich als "Konjunkturprogramm" für Discounter aus, da preisbewusste Konsumenten verstärkt bei Aldi einkauften, was die internationale Expansion trotz struktureller Herausforderungen stützte.

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Details

Title
Internationalisierungsstrategien bei Handelsbetrieben am Beispiel Aldi
Grade
1,3
Author
Dipl.-Hdl., Dipl.-Betrw. Tanja Röhrig (Author)
Publication Year
2012
Pages
34
Catalog Number
V230101
ISBN (eBook)
9783656461449
ISBN (Book)
9783656461951
Language
German
Tags
Handel Einzelhandel Internationalisierung Expansion Ausland Discounter Aldi Markteintrittsstrategie Timing Marktsegmentierung Differenzierung Standardisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Hdl., Dipl.-Betrw. Tanja Röhrig (Author), 2012, Internationalisierungsstrategien bei Handelsbetrieben am Beispiel Aldi, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230101
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