Die Diagnose von ADHS ist schwierig, da die Symptome variieren. Sowohl Betroffene als auch Angehörige werden mit den Auswirkungen der Krankheit konfrontiert, Probleme in Beruf und Schule sind an der Tagesordnung. Vor allem Eltern fühlen sich oft schuldig und alleingelassen.
In diesem Band werden die Ursachen und Einflussfaktoren von ADHS vorgestellt. Außerdem werden altersspezifische Symptome erklärt und es wird diskutiert, wie Betroffenen geholfen werden kann.
Aus dem Inhalt: Symptome und Ursachen von ADHS, ADS versus ADHS, Behandlungsmethoden, Ritalin, Diagnoserichtlinien, Hyperaktivität, Impulsivität
Inhaltsverzeichnis
SYMPTOMATIK DER ADHS VON FRANZISKA LOTH UND BARBARA WULFKEN 2008
Einleitung
Überblick über die ADHS
Diagnoserichtlinien
Kernsymptome
Altersspezifische Symptomatik
Resümee
ADHS: URSACHEN, VERLAUF UND INTERVENTIONSMAßNAHMEN UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DER BEWEGUNGSERZIEHUNG VON LINDA SCHMITZ 2006
Einleitung
Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung – was ist das?
Ursachen und Entstehung
Wie äußert sich die ADHS in den verschiedenen Phasen der Kindheit bis hin zur Pubertät und dem Erwachsenenalter?
Therapiemaßnahmen und Interventionsversuche
Bewegungserziehung
Resümee
NUTRITIVE UND PSYCHOSOZIALE EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE ENTSTEHUNG VON ADS/AD(H)S VON BENEDIKT GRIES 2006
Hypothese
Stand der Forschung
Zusammenfassung
Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Publikation befasst sich umfassend mit dem Krankheitsbild ADHS. Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die Symptomatik, die vielfältigen Ursachen sowie die verschiedenen therapeutischen Ansätze zu vermitteln und dabei insbesondere die Rolle von Bewegungserziehung und ernährungsphysiologischen Faktoren kritisch zu hinterfragen.
- Klinische Symptomatik und Diagnostik nach ICD-10 und DSM-IV
- Neurobiologische, genetische und psychosoziale Ursachenforschung
- Altersspezifische Verlaufsformen von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter
- Multimodale Therapiemöglichkeiten unter Einbeziehung von Medikamenten und Psychotherapie
- Bedeutung der Bewegungserziehung und Psychomotorik in der ADHS-Förderung
- Einfluss von Ernährung und Nährstofftherapie auf das Krankheitsbild
Auszug aus dem Buch
Ursachen und Entstehung
Die Gründe und Ursachen, die ausreichend klären, weshalb Kinder an einer ADHS erkranken, sind auch bisher noch nicht abschließend benannt worden. Die entscheidenden Ergebnisse aus den Neurowissenschaften zu Ursachen und Entstehung einer ADHS wurden in den letzten zwanzig Jahren gewonnen. Dabei ist anzumerken, dass die Forschung in diesem Bereich noch in den Kinderschuhen steckt. Festzuhalten ist, dass es nicht die eine Ursache gibt, sondern mehrere Faktoren eine bedeutende Rolle bei der Entstehung des Krankheitsbildes spielen.
Im Folgenden werden wir in diesem Kapitel auf genetische Ursachen, neurochemische Ursachen, neuro-anatomische Besonderheiten, psycho-soziale und prä- bzw. perinatale Einflüsse eingehen.
Obwohl noch einige Thesen zur Ursachenforschung nachgewiesen werden müssen, steht fest, dass es sich bei ADHS um eine Störung bzw. Normvariante des Frontalhirns handelt. Zentrale Aufgaben des Frontalhirns sind die Selektierung, Verarbeitung, Filterung, und Weiterleitung aller auf die Person einflutenden Reize. Auf Grund neurowissenschaftlicher Untersuchungen von ADHS-Patienten, welche eine geringere Durchblutung des Frontalhirns bestätigten, sowie eine geringere Nervenaktivität in bestimmten Hirnarealen, wird vermutet, dass die bremsenden und hemmenden Funktionen des Gehirns bei ADHS-Betroffenen nicht optimal arbeiten. Diese Vermutung hat zur Folge, dass Reize und Informationen schwerer verarbeitet und koordiniert werden können, wodurch sich die bekannten Symptome der Konzentrationsschwäche und Aufmerksamkeitsstörung erklären lassen. Des Weiteren kann durch diese Befunde das Symptom der Impulsivität erklärt werden, da sich die eigenen Gefühle impulsiv entladen.
Zusammenfassung der Kapitel
Symptomatik der ADHS von Franziska Loth und Barbara Wulfken 2008: Dieses Kapitel erläutert die klinischen Kernsymptome der ADHS, beleuchtet die gängigen Diagnoserichtlinien und zeigt die altersspezifischen Ausprägungen des Störungsbildes auf.
ADHS: Ursachen, Verlauf und Interventionsmaßnahmen unter besonderer Berücksichtigung der Bewegungserziehung von Linda Schmitz 2006: Hier werden neben den Ursachen und dem chronologischen Verlauf der Krankheit verschiedene multimodale Therapiemöglichkeiten dargestellt, mit einem speziellen Fokus auf die Bedeutung der Bewegungserziehung.
Nutritive und psychosoziale Einflussfaktoren auf die Entstehung von ADS/AD(H)S von Benedikt Gries 2006: Dieses Kapitel hinterfragt den Einfluss von Ernährung und psychosozialen Umweltfaktoren auf die Entwicklung und Behandlung von ADHS vor dem Hintergrund aktueller Forschungsergebnisse.
Schlüsselwörter
ADHS, ADS, Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörung, Impulsivität, Psychomotorik, Bewegungserziehung, Medikamentöse Therapie, Ritalin, Neurobiologie, Diagnostik, ICD-10, DSM-IV, Nährstofftherapie, Psychosoziale Faktoren.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über das Krankheitsbild ADHS, inklusive dessen Symptomatik, ätiologischer Faktoren und verschiedener Therapieansätze.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Publikation deckt ein breites Spektrum ab: von den diagnostischen Kriterien über neurobiologische Grundlagen bis hin zu speziellen Förderkonzepten wie der Bewegungserziehung und Ernährungstherapie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis für das Krankheitsbild zu schaffen und aufzuzeigen, wie Betroffene durch individuelle multimodale Interventionen in ihrem Alltag und in ihrer gesellschaftlichen Partizipation unterstützt werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung und Synthese der aktuellen wissenschaftlichen Fachliteratur sowie auf klinische Studien und Leitlinien zur ADHS-Diagnostik.
Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung der Symptome und deren altersspezifischen Verlauf sowie in eine kritische Diskussion therapeutischer Interventionsmöglichkeiten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind ADHS, Hyperaktivität, Diagnostik, multimodale Therapie, Psychomotorik und nutritive Einflussfaktoren.
Wie unterscheidet sich die ADHS-Symptomatik im Säuglings- vom Erwachsenenalter?
Während im Säuglingsalter vor allem Regulationsstörungen wie Schreiphasen dominieren, manifestiert sich die Störung im Erwachsenenalter häufiger in Organisationsdefiziten, innerer Unruhe und sozialen Konflikten.
Warum ist die Bewegungserziehung als Therapieansatz so bedeutsam?
Die Bewegungserziehung bietet einen ganzheitlichen Zugang, der motorische Defizite ausgleicht, soziale Kompetenzen stärkt und den Betroffenen hilft, ihre Impulsivität spielerisch zu regulieren.
Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Entstehung von ADHS?
Obwohl ein direkter kausaler Zusammenhang wissenschaftlich umstritten ist, legen einige Studien nahe, dass Nährstoffmängel oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten den Verlauf der Störung beeinflussen können.
- Arbeit zitieren
- Franziska Loth (Autor:in), Barbara Wulfken (Autor:in), Linda Schmitz (Autor:in), Benedikt Gries (Autor:in), 2013, ADHS. Symptome, Ursachen und Einflussfaktoren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230119