Technologie und Nord-Süd-Beziehungen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003

34 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Formen von Technologietransfer
2.1 Was ist Technologietransfer?
2.2 Die Akteure auf Angebots- und Nachfrageseite
2.3 Formen des Transfers

3. Voraussetzungen für erfolgreichen Technologietransfer
3.1 Voraussetzungen in den Empfängerländern
3.2 Was beim Transfer beachtet werden muss
3.3 Welche Technologien sind für Entwicklungsländer geeignet?

4. Nutzen und Risiken von Technologie
4.1 Warum Entwicklungsländer Technologie importieren müssen
4.2 Gefahren durch unpassende Technologien
4.3 Interessenkonflikte zwischen Nord und Süd beim Technologietransfer

5. Fallstudie Südkorea: Die Rolle von Technologie im Entwicklungsprozess

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

8. Anhang

1. Einleitung

Während die Industrieländer mit immer größerer Geschwindigkeit Technologien weiterentwickeln, neue Patente anmelden und weitere Anwendungsfelder erschließen, bleiben die Milliarden Menschen in Entwicklungsländern davon ausgeschlossen. So eine weit verbreitete Meinung. Während aber die Industrieländer immer reicher werden, profitieren auch die Entwicklungsländer von diesen technologischen Innovationen. Die Lebenserwartung in den Entwicklungsländern hat sich nach historischen Schätzung von 26 Jahren zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf durchschnittlich 64 Jahre erhöht. Die Gründe dafür sind bessere Ernährung, sauberes Wasser und vor allem: Der rasante Fortschritt der Medizin. Die technologische Innovation, die einer Impfung für wenige Cent zugrunde liegt, kann Millionen von Menschenleben retten, ein einfaches Antibiotikum bekämpft Krankheiten, die vor wenigen Jahrzehnten mit Sicherheit tödlich geendet hätten. Die grüne Revolution hat seit den 1960er Jahren die weltweiten Getreide-Erträge verdoppelt und beispielsweise die Unternährungsquote in Südasien seit den 1970er Jahren halbiert.

Neue Technologien können diese Wirkung aber nur entfalten, wenn sie in die Entwicklungsländer gelangen und dort auch richtig angewendet werden. Länder wie der Kongo oder Angola liegen weit unter dem Durchschnitt der Entwicklungsländer, sei es bezüglich der Lebenserwartung oder des Einkommens der Bewohner. Der Grund sind blutige Konflikte und eine faktisch nicht existierende Staatsmacht; eine Umgebung also, die Investitionen oder Innovationen fast unmöglich macht.

In dieser Hausarbeit werde ich unter anderem einen Überblick über die Bedingungen geben, die nötig sind, um Technologie erfolgreich in Entwicklungsländer zu transferieren. Nicht jede Technologie ist für Transfers geeignet, und das Neueste ist oft nicht das Beste für die Bedingungen in der südlichen Hemisphäre. Eine sorgfältige Abwägung zwischen Kosten, Nutzen und Risiken einer Technologie ist nötig, um beispielsweise Fehlinvestitionen oder Umweltschäden zu vermeiden. Nachhaltige Entwicklung ist nur möglich, wenn die Technologien im Empfängerland assimiliert werden. Dazu ist der Aufbau eigener Forschungseinrichtungen nötig, die sich im Idealfall nach und nach von der Entschlüsselung und Anwendung bestehender Technologien eigenen Innovationen zuwenden, wie es zum Beispiel in Südkorea und Taiwan erfolgreich geschehen ist. In einer Fallstudie werde ich Südkorea als Beispiel für gelungenen Technologietransfer genauer untersuchen.

2. Formen von Technologietransfer

2.1 Was ist Technologietransfer?

Der hier zugrunde liegende Technologie-Begriff soll weit über die einfache Produktions-Hardware und das Wissen darüber hinausgehen. „All the skills, knowledge and procedures for making, using and doing useful things,“ so definiert Frances Stewart Technologie. Nicht nur Hightech, sondern jegliche Verbesserung auch von einfachen Prozessen fällt unter diese Definition.

„Technology thus includes methods used in non-marketed activities as well as marketed ones. It includes the nature and specification of what is produced - the product design - as well as how it is produced. It encompasses managerial and marketing techniques as well as techniques directly involved in production. Technology extends to services - administration, education, banking and the law - as well as to manufacturing and agriculture. A complete description of the technology in use in a country would include the organization of productive units in terms of scale and ownership.”1

Eine so umfassende Definition von Technologie impliziert bereits, dass der Transfer solcher Technologien ebenfalls sehr komplex sein muss. Richard Robinson gibt in seinem Buch “The International Transfer of Technology: Theory, Issues, and Practice” folgende Definition für internationalen Technologietransfer:

“The development by people in one country of the capacity on the part of nationals of another country to use, adopt, replicate, modify, or further expand the knowledge and skills associated either with a different manner of consumption or product use, or a different method of manufacture or performance of either a product or service.”2

Er kommt weiterhin zu dem Schluss, dass „es akkurater ist, Technologietransfer als eine Beziehung anzusehen, denn als einen Akt.“3 Je besser diese Beziehung funktioniert und je länger sie hält, desto erfolgreicher ist der Transfer. Mit der puren Übergabe eines Artefakts oder einer Anleitung ist es nicht getan, zahlreiche weitere Elemente sind nötig, um eine Technologie tatsächlich zu transferieren. Die Bestimmung der nötigen Komponenten stellt sich als eine der Hauptschwierigkeiten heraus, sobald nicht nur ein Stück Hardware für den fertigen Gebrauch übergeben werden soll.4

Das zu transferierende “Technologiepaket” kann von Fall zu Fall sehr unterschiedlich aussehen. Es kann sich zum Beispiel um ein oder mehrere Technikmodule handeln, die in Form von technischen Dokumenten, Plänen, Handbüchern oder persönlichen Erklärungen, Demonstrationen und Trainings übergeben werden. Möglich ist auch eine Erlaubnis, bestimmte Rechte oder Patente bzw. ganz bestimmtes Knowhow zu nutzen. Eine weitere Variante des Technologietransfers ist die Übergabe von Gütern - entweder Kapitalgüter, also Maschinen, Zwischenprodukte oder Endprodukte.5 In Grafik 1 sind die verschiedenen Schichten der zu übertragenden Technologie dargestellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Grafik 1 - Die Bestandteile des Transferpakets. Aus Robinson: The International Transfer of Technology, S. 4.

Zentral ist immer das zugrunde liegende Wissen, das sich in den verschiedenen, gerade erläuterten Transferformen manifestieren lässt. Ein weiterer Faktor ist die äußere Organisationsform, in der die Technologie letztendlich implementiert wird. Ohne entsprechende Finanzierungs-, Management- und Vermarktungsinstrumente dürfte die übertragene Technologie recht nutzlos für die Volkswirtschaft des Empfängerlandes sein.

2.2 Die Akteure auf Angebots- und Nachfrageseite

Technologien werden zum einem vom privaten Sektor angeboten. Vor allem transnationale Unternehmen und Konzerne wären hier zu nennen, die auch in Entwicklungsländer expandieren, sei es zum Beispiel wegen Standortvorteilen wie billiger Arbeit oder günstigen geographischen Bedingungen oder wegen Anreizen wie deutlichen Steuererlassen.6 Die Motivation transnationaler Unternehmen, sich an Technologietransfer zu beteiligen, ist ganz klar finanzieller Profit, der sich entweder ummittelbar ergibt oder aufgrund längerfristiger strategischer Planung.

Ein weiterer Akteur sind Regierungen von Anbieterländern. Ihre Motivation wird in erster Linie politisch orientiert sein, das heißt, es geht darum, sich politischen Einfluss im Empfängerland aufzubauen, zu sichern bzw. das Land im eigenen Interesse ökonomisch zu stabilisieren.7 Auch die Schaffung von neuen Absatzmärkten für die einheimische Industrie ist ein starker Grund, Technologie ins Ausland zu transferieren.

Öffentliche internationale Organisationen wie die UN verfolgen mit Technologietransfer in der Regel die Absicht, ganz bestimmte, klar umrissene Ziele zu erreichen - wie zum Beispiel die Erhöhung der Alphabetisierungsrate oder die dauerhafte Überwindung von Hungersnöten. Als vierter Akteur schließlich treten NonProfit-Organisationen auf, deren Motivation ähnlich derer internationaler Organisationen gelagert ist, allerdings vermutlich mit begrenzteren und eventuell auch spezielleren Mitteln durchgesetzt wird.8

Auf der Empfängerseite spielen in der Regel die Regierungsapparate eine überragende Rolle, da nur sie in der Lage sind, die für einen erfolgreichen Technologietransfer nötigen strukturellen und institutionellen Rahmenbedingungen zu schaffen (dazu mehr in Kapitel 3). Technologietransfers im Rahmen von Entwicklungspolitik werden von der Regierung gesteuert, die versucht, bestimmte Industrien gezielt aufzubauen beziehungsweise mittels neuer Technologien den Lebens- oder Bildungsstandard ihrer Bevölkerung zu erhöhen. Große lokal ansässige Unternehmen dürften sich im Staatsbesitz befinden oder zumindest staatlich kontrolliert sein, es sei denn, das Land befindet sich bereits auf einem fortgeschrittenen Entwicklungsstand mit der damit einhergehenden Liberalisierung der Binnenmärkte. Private Firmen sind daher meist in mittlerer und kleiner Größenordnung vertreten und damit nur für bestimmte Technologietransfers geeignet. Internationale Organisationen beispielsweise wenden sich in ihren Programmen durchaus speziell an KMU’s9, während Regierungen in Anbieterländern vermutlich eher auf Regierungsebene oder mit großen Unternehmen kooperieren werden.

2.3 Formen des Transfers

Robinson unterscheidet zunächst zwischen „proprietary technology“ - Technologie, die jemandem gehört - und „nonproprietary technology“, also Technologie, die der Allgemeinheit frei zur Verfügung steht und nicht durch Patente etc. geschützt ist.10 Eigentumstechnologie kann prinzipiell gekauft oder geleast werden, während „öffentliche“ Technologien auch indirekt übertragen werden können. Das kann zum einen mittels öffentlicher Übertragungskanäle wie der Medien oder Büchern geschehen, zum anderen, indem sich der oder die Empfänger zur Quelle der Technologie begeben. Darunter fallen zum Beispiel Studenten und Wissenschaftler an ausländischen Universitäten, die das dort erworbene Wissen in ihr Heimatland transferieren.11

Die direkte Übertragung kann mittels Direktinvestitionen, Joint-Ventures und strategischen Allianzen, Lizenzvergabe oder gegenständlichem Technologietransfer, also dem Import von Kapitalgütern und schlüsselfertigen Fabriken, erfolgen.12 Robinson teilt diese prinzipiellen Kategorien noch weiter auf, da die verschiedensten Vertragsbündel denkbar sind. Nennenswert sind hier vor allem Trainings- und Beratungs-Verträge und Abkommen über Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung (F&E). So kann zu einer schlüsselfertigen Fabrik ein Zusatzvertrag mit dem Technologielieferanten geschlossen werden, der die Wartung der Fabrik und die Ausbildung der dort zu beschäftigenden Arbeiter vorsieht. Auch Management- und Marketing-Vereinbarungen sind sinnvolle Ergänzungen.13

3. Voraussetzungen für erfolgreichen Technologietransfer

3.1 Voraussetzungen in den Empfängerländern

Der wohl entscheidende und gleichzeitig am schwierigsten zu beeinflussende Punkt während des Transfers von Technologie sind die Gegebenheiten des Empfängerlandes, die erhaltene Technologie absorbieren zu können. Plastisches Beispiel für fehlgeschlagenen Technologietransfer sind die kaputten Traktoren, die in vielen afrikanischen Dörfern herumstehen. Niemand weiß, wie sie zu reparieren wären und abgesehen davon gäbe es auch gar nicht die passenden Ersatzteile.

Schon 1841 gab der deutsche Ökonom Friedrich List in seinem Buch „Das nationale System der politischen Ökonomie“ vier Handlungsempfehlungen für rückständige Staaten, die technologisch aufholen wollten14:

1. In Bildung investieren, um angemessen ausgebildete Arbeitskräfte zur Verfügung zu haben.
2. Ein Netzwerk von Infrastruktur schaffen, um die Verbreitung der wichtigsten wirtschaftlichen Ressource - des Wissens - zu ermöglichen.
3. Wirtschaftliche Beziehungen zu anderen Ländern aufbauen, wie zum Beispiel Zollunionen.
4. Junge Industriezweige schützen, damit sie einen Standard erreichen können, der dem internationalen Wettbewerb standhält.

Mehr als 150 Jahre später haben sich die Probleme technologieimportierender Länder nicht grundsätzlich gewandelt, abgesehen davon, dass Technologie inzwischen eine noch weitaus bedeutendere Rolle spielt15. Das United Nations Development Programme (UNDP) kommt in seinem Human Development Report 2001 “Making new technologies work for human development” zu ganz ähnlichen Schlüssen wie List: Um an der technologischen Revolution teilhaben zu können, muss ein Land eine innovationsfreundliche Umgebung schaffen. Dazu gehört eine klare Technologiepolitik, die Orientierung bietet. Investitionen in Forschung und Entwicklung sind unerlässlich, gleichzeitig darf aber die breite Primärbildung der Bevölkerung nicht vernachlässigt werden. Der Staat muss weiterhin Handlungsanreize für Eigeninitiative und Unternehmergeist schaffen und die nötige Infrastruktur bieten, ganz besonders im Telekommunikationsbereich. Im Bildungsbereich sollte neben der breiten Abdeckung auch die Qualität verbessert werden, unter anderem durch den Einsatz neuer Technologien. Programme wie On- the-job Training für lebenslanges Lernen erhöhen ebenfalls die Chancen auf nachhaltige technologische Entwicklung. Ein weiterer, durch die fortschreitende Globalisierung immer wichtig werdender Punkt ist die Mobilisierung von Diasporas, ihr Heimatland entweder zu unterstützen oder mit ihrem im Ausland erworbenen Knowhow zurückzukehren.

Wie die nachstehende Tabelle zeigt, sind solche Aufholprozesse dank der eben genannten Faktoren alles andere als unrealistisch. Die beiden südostasiatischen „Tigerstaaten“ Südkorea und Singapur haben einen enormen Sprung im Bildungsstandard ihrer Bevölkerungen vollbracht. Gleichzeitig ist zu erkennen, dass ein gewisses Maß an F&D-Ausgaben zwar nötig ist (vergleiche Thailand), es aber letztendlich im Zusammenspiel mit anderen Faktoren viel mehr darauf ankommt, wie diese Gelder ausgegeben werden, da beispielsweise Singapur mit 1,1 Prozent F&D- Ausgaben gemessen am Bruttonationaleinkommen deutlich unter dem Durchschnitt der Industriestaaten und weit unter dem Durchschnittswert für Entwicklungsländer von 3,9 Prozent liegt.

protektionistischen Barrieren müssen dann natürlich rechtzeitig fallen gelassen werden, um den entsprechenden Markt für den internationalen Wettbewerb zu öffnen. Das ist in Südkorea erfolgreich geschehen. Zudem ist es bedenklich, aufholenden Ländern das Mittel des Protektionismus von vornherein abzusprechen, solange Industriestaaten - wie die USA und die EU-Staaten - gewisse Industriezweige protegieren und so den Wettbewerb verzerren. Zu nennen wären hier vor allem Stahlindustrie und Landwirtschaft.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Grafik 2 - Bildungsstandard und R&D-Ausgaben: Aus dem Human Development Report 2001, S. 39

Archibugi und Michie identifizieren sogenannte “Nationale Innovationssysteme“ als Hauptleistungsträger der Absorption und Kumulation von Technologie.16 Dabei kommt es weniger darauf an, dass die Innovationssysteme eines Landes auf spezielle Transferformen von Technologie zugeschnitten sind, sondern dass das System das Humankapital zu Verfügung stellt, das benötigt wird, um die Chancen zu nutzen, die sich durch Technologietransfers ergeben.17 Die Funktionalität der Nationalen Innovationssysteme wiederum hängt entscheidend von der Wirtschafts- und Handelspolitik des Landes ab. Nach Mowery und Oxley funktionieren die Innovationssysteme am besten, wenn auf die einheimischen Firmen Wettbewerbsdruck ausgeübt wird, während das makroökonomische Umfeld möglichst stabil ist.

Die folgende Tabelle zeigt die unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Komponenten der nationalen Innovationssysteme in ostasiatischen und lateinamerikanischen Ländern in den 1980er Jahren: Ostasien Lateinamerika (Taiwan, Singapur, Südkorea, Hongkong) Ausbau des universellen Bildungssystems mit hohen Einschreibungsquoten bei der tertiären Bildung und einem hohen Anteil von Absolventen technischer Studiengänge. Schrumpfendes Bildungssystem mit einem sinkenden Anteil von Absolventen technischer Studiengänge Technologieimporte werden in der Zahlreiche Technologietransfers, Regel mit lokalen Initiativen für besonders aus den USA, aber schwache

[...]


1 Stewart: Technology and Underdevelopment, S. 1

2 Robinson: The International Transfer of Technology, S. 10

3 ebd., S. 10

4 Skolnikoff: The elusive transformation, S. 134

5 Robinson, S. 4: Robinson unterscheidet weiterhin zwischen „embodied“ and „disembodied“ Technologien, wobei sich bei ersterem um Güter handelt, die übergeben werden, während bei „disembodied“ Technologien nur das technische Know-How mittels Anleitungen, Trainings etc. übertragen wird. Außerdem differenziert Robinson zwischen „core“ und „peripheral“ Technologien, also einerseits Technologien von zentraler Bedeutung, die zum Beispiel einen völlig neuen Industriezweig erschließen, und andererseits ergänzende Technologien, die in der Regel bereits bestehende Verwendungszwecke verbessern, verändern oder optimieren.

6 Costa Rica exportiert heute mehr Software als jedes andere lateinamerikanische Land. Der Grund für diesen Erfolg: Nach der Krise der 1980er Jahre wurde die Politik der Importsubstitution aufgegeben. Stattdessen bot Costa Rica ausländischen Unternehmen eine achtjährige Befreiung von der Einkommenssteuer an und unterstützte gleichzeitig einheimische Unternehmen, sich auf die Produktion von Exportgütern umzustellen. 1996 entschied sich der Hightech-Konzern Intel, in Costa Rica ein Werk zu eröffnen, gelockt von den Steuererlassen, einem relativ hohen Bildungsstandard und politischer Stabilität. Das wiederum hatte SpilloverEffekte zur Folge, und andere Unternehmen folgten rasch Intels Beispiel.

7 Zum Beispiel die amerikanische Wirtschaftshilfe in Südkorea Æ Stabilisierung und Einfluss

8 Robinson, S.23

9 KMU = Kleine und mittlere Unternehmen

10 Robinson, S. 4

11 ebd., S. 6

12 Mowery, Oxley: Inward technology transfer and competitiveness: The role of national innovation systems, S. 139, in: Archibugi/Michie: Technology, globalisation and economic performance

13 Robinson, S. 5

14 Archibugi and Michie: Technology, Globalisation and Economic Performance, S.7 f.

15 Die von List vorgeschlagenen protektionistischen Maßnahmen sind heute natürlich sehr umstritten und werden von vielen Ökonomen kategorisch abgelehnt. Allerdings ist zum Beispiel im Fall von Südkorea ganz klar festzustellen, dass Protektionismus, der junge Industrien schützen soll, durchaus seinen Zweck erfüllen kann. Die

16 Archibugi und Michie, S. 9 f.

17 Mowery and Oxley, S. 162

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Technologie und Nord-Süd-Beziehungen
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Politikwissenschaften)
Veranstaltung
Technik und Weltpolitik
Note
1,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
34
Katalognummer
V23013
ISBN (eBook)
9783638262224
Dateigröße
1186 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit befasst sich mit Fragen des Technologietransfers zwischen Industrieländern und Entwicklungsländern. Untersucht werden die Faktoren und Risiken, die darüber entscheiden, ob ein Technologietransfer erfolgreich ist, d.h., ob die transferierte Technologie im Empfängerland tatsächlich langfristig genutzt und adaptiert wird. Als Beispiel für erfolgreichen Technologietransfer wird in einer Fallstudie Südkorea untersucht.
Schlagworte
Technologie, Nord-Süd-Beziehungen, Technik, Weltpolitik
Arbeit zitieren
Katja Noch (Autor), 2003, Technologie und Nord-Süd-Beziehungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23013

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