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Resilienzförderung bei sozial benachteiligten Kindern

Título: Resilienzförderung bei sozial benachteiligten Kindern

Tesis , 2013 , 73 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Katharina Garbrecht (Autor)

Didáctica - Teología, pedagogía religiosa
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Resumen Extracto de texto Detalles

Seit über zehn Jahren bin ich im pädagogischen Bereich tätig. Ich habe in einem Schulkindergarten gearbeitet und mehrere Praktika in Schulen absolviert. Dabei fielen mir immer wieder die Verschiedenheit der Kinder auf. Damit meine ich nicht das Aussehen oder die unterschiedlichen Charaktere. Vielmehr war es die Ausstattung der Schultasche oder Federmappe. Während manche Kinder die neusten Taschen und Stifte mit zur Schule brachten, befanden sich in anderen Federmappen lediglich ein Bleistift und drei kurze Buntstifte. Anfangs sprach ich die Kinder an und bat sie mit einer vollständigen Federmappe in die Schule zu kommen. Leider tat sich in dieser Hinsicht nichts. Je mehr Erfahrungen ich in der Institution Schule machte, desto häufiger fiel mir dieses Ungleichgewicht auf. Einige Schüler hatten alles, während andere gerade so viel besaßen, dass sie schreiben konnten. Dementsprechend waren die gut ausgestatteten Schüler immer sehr beliebt unter den Mitschülern, weil sie so viel hatten, das sie mit anderen teilen konnten. Dass dann Stifte von den Lehrern gestellt wurden, war eine großzügige und logische Konsequenz. Somit waren die Unterschiede nicht mehr ganz so auffällig.
Doch leider waren die Differenzen zwischen den einzelnen Schülern nicht nur in der Ausstattung der Federmappe auffällig. Ab der Mitte des Monats brachten einige Schüler kein Pausenbrot mehr mit. Sie erzählten auch, dass sie kein Frühstück gegessen haben und hungrig seien. Schon zu meiner Grundschulzeit gab es Kinder, die regelmäßig das Pausenbrot der Klassenlehrerin bekamen. Es waren auch diese Kinder, die ihre Geburtstage nicht gefeiert haben und demnach auch nicht zu den Geburtstagen der Mitschüler eingeladen wurden. Doch auch unter diesen Schülern gab es gravierende Unterschiede. Einige meiner Mitschüler erbrachten keine guten Schulleistungen und galten als „Klassenclowns“, die sich durch ihre Rebellion im Klassenzimmer beliebt machten. Als ich mich vor einiger Zeit bei ehemaligen Klassenerfahrungen nach anderen Mitschülern erkundigte, war ich über den Werdegang einiger meiner ehemaligen Mitschüler sehr schockiert. Sie sind teilweise nach der neunten Klasse von der Schule gegangen, haben ihre Berufsausbildung abgebrochen und sind sehr früh Eltern geworden. Ohne eine Wertung abzugeben, gehe ich davon aus, dass der Werdegang ihrer Kinder ähnlich verlaufen wird, wenn nicht interveniert wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Genderaspekt

2 Das Resilienzkonzept

2.1 Das Konzept der Salutogenese

2.2 Zum Begriff der Resilienz

2.3 Das Konzept der Risiko- und Schutzfaktoren

2.4 Resilienzmodelle

2.4.1 Das Kompensationsmodell

2.4.2 Herausforderungsmodell

2.4.3 Das Interaktionsmodell

2.4.4 Kumulationsmodell

2.5 Das Rahmenmodell der Resilienz nach Kumpfer

2.6 Die Anfänge der Resilienzforschung

2.6.1 Die Kauai- Studie

2.6.2 Die Bielefelder Invulnerabilitätsstudie

2.7 Das Konzept der Risikofaktoren

3 Die soziale Benachteiligung

3.1 Die relative Armut als Risikofaktor

3.1.1 Einkommensarmut

3.1.2 Lebenslagekonzept

3.2 Kinder in Armut

3.2.1 Das Bildungspaket

3.3 Unterschiedliche Auswirkungen der familiären Armutslage auf Jungen und Mädchen

3.4 Materielle Notlage und Fehlernährung

4 Bedeutung von Kinderarmut für die Bildungszukunft

5 Resilienzförderung

5.1 Das Konzept der Bewältigungsstrategien

5.2 Protektive Faktoren

5.3 Handlungskonzepte zur Resilienzförderung

5.3.1 Das kindzentrierte Konzept nach Edith Grotberg

5.4 Resilienzförderung in der Institution Schule

5.5 Ganztagsschulangebot von bildungspolitischer Seite

5.6 Was macht Schulen zu Brennpunktschulen?

5.7 Resilienzförderung versus Stigmatisierung

5.7.1 Exkurs: Grunderkenntnis der modernen Neurobiologie

5.8 Resilienzfördernde Kompetenzentwicklung im Unterricht

5.8.1 Stärkung der Ich- und Sozialkompetenzen durch reformpädagogische Maßnahmen

5.8.2 Der offene Unterricht

5.9 Beispiele für den Unterricht zur Resilienzförderung

5.10 Beteiligung von Eltern

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Möglichkeiten der Resilienzförderung bei Kindern aus sozial benachteiligten Verhältnissen zu untersuchen, um diesen trotz schwieriger ökonomischer Bedingungen bessere Bildungs- und Lebensperspektiven zu ermöglichen.

  • Grundlagen des Resilienzkonzepts und der Resilienzmodelle
  • Analyse von Armut als Risikofaktor und deren Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung
  • Bedeutung der sozialen Benachteiligung für die Bildungszukunft
  • Methodische Ansätze der Resilienzförderung im schulischen Kontext
  • Rolle von Ganztagsschulen und reformpädagogischen Modellen

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Seit über zehn Jahren bin ich im pädagogischen Bereich tätig. Ich habe in einem Schulkindergarten gearbeitet und mehrere Praktika in Schulen absolviert. Dabei fielen mir immer wieder die Verschiedenheit der Kinder auf. Damit meine ich nicht das Aussehen oder die unterschiedlichen Charaktere. Vielmehr war es die Ausstattung der Schultasche oder Federmappe. Während manche Kinder die neusten Taschen und Stifte mit zur Schule brachten, befanden sich in anderen Federmappen lediglich ein Bleistift und drei kurze Buntstifte. Anfangs sprach ich die Kinder an und bat sie mit einer vollständigen Federmappe in die Schule zu kommen. Leider tat sich in dieser Hinsicht nichts. Je mehr Erfahrungen ich in der Institution Schule machte, desto häufiger fiel mir dieses Ungleichgewicht auf. Einige Schüler hatten alles, während andere gerade so viel besaßen, dass sie schreiben konnten. Dementsprechend waren die gut ausgestatteten Schüler immer sehr beliebt unter den Mitschülern, weil sie so viel hatten, das sie mit anderen teilen konnten. Dass dann Stifte von den Lehrern gestellt wurden, war eine großzügige und logische Konsequenz. Somit waren die Unterschiede nicht mehr ganz so auffällig.

Doch leider waren die Differenzen zwischen den einzelnen Schülern nicht nur in der Ausstattung der Federmappe auffällig. Ab der Mitte des Monats brachten einige Schüler kein Pausenbrot mehr mit. Sie erzählten auch, dass sie kein Frühstück gegessen haben und hungrig seien. Schon zu meiner Grundschulzeit gab es Kinder, die regelmäßig das Pausenbrot der Klassenlehrerin bekamen. Es waren auch diese Kinder, die ihre Geburtstage nicht gefeiert haben und demnach auch nicht zu den Geburtstagen der Mitschüler eingeladen wurden. Doch auch unter diesen Schülern gab es gravierende Unterschiede. Einige meiner Mitschüler erbrachten keine guten Schulleistungen und galten als „Klassenclowns“, die sich durch ihre Rebellion im Klassenzimmer beliebt machten. Als ich mich vor einiger Zeit bei ehemaligen Klassenerfahrungen nach anderen Mitschülern erkundigte, war ich über den Werdegang einiger meiner ehemaligen Mitschüler sehr schockiert. Sie sind teilweise nach der neunten Klasse von der Schule gegangen, haben ihre Berufsausbildung abgebrochen und sind sehr früh Eltern geworden. Ohne eine Wertung abzugeben, gehe ich davon aus, dass der Werdegang ihrer Kinder ähnlich verlaufen wird, wenn nicht interveniert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre pädagogischen Beobachtungen von Ungleichheiten unter Schulkindern und leitet daraus die Relevanz der Resilienzförderung ab.

2 Das Resilienzkonzept: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Resilienz, zentrale Modelle sowie die Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren.

3 Die soziale Benachteiligung: Hier werden Definitionen von Armut sowie deren materielle und psychosoziale Auswirkungen auf Kinder untersucht.

4 Bedeutung von Kinderarmut für die Bildungszukunft: Der Zusammenhang zwischen Armut und schlechteren Bildungschancen sowie die Rolle der Schule als Ressource werden thematisiert.

5 Resilienzförderung: Das Kernstück der Arbeit stellt verschiedene Handlungskonzepte, die Rolle der Schule und methodische Ansätze zur Stärkung von Kindern vor.

6 Fazit: Die Autorin fasst zusammen, dass Schulen eine zentrale Rolle bei der Kompensation von Benachteiligungen spielen und fordert mehr Engagement für eine ganzheitliche Förderung.

Schlüsselwörter

Resilienz, Resilienzförderung, Kinderarmut, soziale Benachteiligung, Bildungszukunft, Salutogenese, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Schule, Ganztagsschule, Kompetenzentwicklung, Lebenslagekonzept, Pädagogik, Reformpädagogik, Widerstandsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht, wie Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen gestärkt werden können, um trotz widriger Lebensumstände resiliente Entwicklungspfade einzuschlagen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Resilienzbegriff, den Auswirkungen von Kinderarmut und den Möglichkeiten der pädagogischen Resilienzförderung im schulischen Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Institutionen wie Schulen durch geeignete Konzepte die Widerstandsfähigkeit von Kindern aktiv stärken können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und um Erfahrungen aus pädagogischen Praktika sowie eine Fallstudie zum Schulprogramm einer Grundschule ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Resilienz und Armut sowie einen praktischen Teil, der Handlungskonzepte für den Unterricht und die institutionelle Gestaltung von Schule beschreibt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Resilienz, Kinderarmut, soziale Benachteiligung, Schutzfaktoren, Bildungsgerechtigkeit und offener Unterricht.

Warum ist das "Lebenslagekonzept" für die Arbeit so wichtig?

Es bietet eine mehrdimensionale Sicht auf Armut, die über bloße Einkommensarmut hinausgeht und damit die komplexe Lebensrealität der Kinder besser erfasst.

Welche Rolle spielt die Schule bei der Resilienzförderung?

Die Schule wird als wichtiger Lebensraum und soziale Ressource definiert, die durch ein wertschätzendes Klima und offene Unterrichtsformen die Ich- und Sozialkompetenzen der Schüler stärken kann.

Final del extracto de 73 páginas  - subir

Detalles

Título
Resilienzförderung bei sozial benachteiligten Kindern
Universidad
Protestant University of Applied Sciences Berlin
Calificación
1,3
Autor
Katharina Garbrecht (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
73
No. de catálogo
V230137
ISBN (Ebook)
9783656464822
Idioma
Alemán
Etiqueta
resilienzförderung kindern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katharina Garbrecht (Autor), 2013, Resilienzförderung bei sozial benachteiligten Kindern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230137
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