Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale

Wie aus Magiern aus dem Morgenland drei heilige Könige wurden

Titre: Wie aus Magiern aus dem Morgenland drei heilige Könige wurden

Dossier / Travail de Séminaire , 2013 , 21 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Carolin Kotthaus (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Heiligen Drei Könige – eine Legende, deren Ursprünge vor über 2000 Jahren begannen. Doch „dass die Heiligen Drei Könige auch in unserer Zeit nach wie vor interessant und attraktiv sind, hat das 750-jährige Jubiläum des gotischen Doms zu Köln 1998 bewiesen. Wer die Scharen von Menschen gesehen hat, die sich – auch nach längerer Wartezeit – am Dreikönigenschrein vorbeischoben, hat etwas von der Faszination miterlebt, die diese Drei immer noch bewirken.“ Die Legende von den drei Königen, oder Magiern aus dem Morgenland, wie es in der biblischen Überlieferung heißt, die aus dem Heidentum stammten und Anbeter Jesu Christi wurden, gehört mittlerweile zum Grundwissen der Christenheit. Doch wie genau waren die Anfänge der Legende? Warum begeistert sie die Menschen heute noch genauso wie vor vielen hundert Jahren? Und als Hauptfrage: Inwiefern unterscheidet sie die Legende von der historischen Überlieferung des biblischen Berichts? Diesen Fragen möchte die vorliegende Hausarbeit auf den Grund gehen. Viele Untersuchungen und Ergebnisse sind zu diesem Thema schon präsentiert worden, deshalb hat diese Hausarbeit nicht den Anspruch, etwas vollkommen Neues zu entdecken. Sie fokussiert daher eher Grundmuster der Legendenbildung und -entwicklung, und versucht herauszuarbeiten, inwiefern die Legende für politische Zwecke eingesetzt wurde. So wird zunächst ein kurzer Vergleich gezogen werden, der die Unterschiede herausstellen soll, die zwischen Bibeltext und Legende zu finden sind. Dann folgt eine Vorstellung der Quellen, die bei dieser Untersuchung benutzt wurden. Diese Quellen bestehen aus der Bibel, einigen Apokryphen, der Historia Trium Regum und der Legenda Aurea. Sind die Quellen bekannt gemacht worden, kann eine Erklärung folgen, wie die Unterschiede entstanden sind, die unter Punkt 2 zum Ausdruck kamen. An diese Erklärung schließt sich eine Recherche an, wie es zu der Legendenbildung und zu der Behauptung kam, dass die Gebeine der heiligen drei Könige nun im Kölner Dom liegen. Es wird gezeigt werden, wie die Legende zwecks politischer Absichten von verschiedenen Personen über die Jahrhunderte genutzt wurde. Zuletzt gibt eine Zusammenfassung nochmal einen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse der Fragestellungen in dieser Hausarbeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführender Vergleich: Bibeltext versus Legende

2.1 Bibeltext „Die Magier aus dem Morgenland“

2.2 Legende „Die Heiligen Drei Könige“

3. Die Quellen

3.1 Die Bibel als Textquelle

3.2 Quellen der Legendenbildung

3.2.1 Apokryphen

3.2.1.1 Protoevangelium des Jakobus

3.2.1.2 Pseudo-Matthäusevangelium

3.2.2 Historia Trium Regum

3.2.3 Legenda Aurea

4. Erklärung der Vergleichsunterschiede zwischen Bibeltext und Legende

4.1 Der Titel „heilige Könige“

4.1.1 Die Anzahl

4.1.2 Die Namen

4.1.3 Die Herkunft

4.1.4 Das Alter und Aussehen

4.1.5 Der Zeitpunkt des Besuches

5. Historische und politische Gründe für die Legendenbildung

6. Zusammenfassung

7. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung und Entwicklung der Legende der „Heiligen Drei Könige“ im Vergleich zur historischen Überlieferung im Matthäusevangelium. Das primäre Ziel ist es, die Diskrepanzen zwischen dem biblischen Bericht und der legendären Ausgestaltung zu analysieren sowie aufzuzeigen, wie diese Legende über Jahrhunderte hinweg für politische Zwecke instrumentalisiert wurde.

  • Vergleichende Analyse von biblischen Quellen und legendarischen Texten (Apokryphen, Legenda Aurea).
  • Untersuchung der historischen Konstruktion von Bezeichnungen wie „Könige“ und „Heilige“.
  • Hintergrundrecherche zur Entwicklung ikonographischer Details (Anzahl, Namen, Alter, Herkunft).
  • Darstellung der machtpolitischen Vereinnahmung der Dreikönigsreliquien im Mittelalter.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Die Anzahl

Die heutige Legende der Weisen aus dem Morgenland erzählt immer von drei Königen. Auch die meisten Abbildungen zeigen drei Könige. Der Bibeltext gibt keine Zahl vor, doch verschiedene Hinweise führten zu der Dreizahl. Einer der ersten Hinweise leitete man schon in früher Zeit – etwa im 3. Jahrhundert unter dem Kirchenschriftsteller Origenes – von den im Matthäusevangelium erwähnten drei Geschenken ab, denn man schloss, dass je ein König jeweils ein Geschenk überreicht haben könnte. J. von Hildesheim nimmt das in seiner Legendenerzählung auf und ordnet Melchior das Gold, Balthasar den Weihrauch und Kaspar die Myrrhe zu. Als sich der Gedanke der Dreizahl verbreitete, wurden ab dem 4. Jahrhundert auch in der Kunst meistens eine „anbetende Dreiergruppe“ gezeigt. Auch der Helianddichter aus dem 9. Jahrhundert spricht bereits in seinem ersten Satz über die Magier aus dem Morgenland von „sehr [weisen] Herrn, drei [schnellen] Degen“.

Hat sich die Dreizahl nun durchgesetzt, bleibt dennoch die Frage offen, warum manche Abbildungen in Katakomben oder auf Sargreliefs – und sogar auf dem im Kölner Dom ausgestellten Dreikönigsschrein – einen vierten König zeigen. Becker-Huberti erklärt, dass der vierte König für den Hörer oder Leser der Geschichte stehen könnte. Indem er sich mit der Figur des vierten Königs identifiziert, würde er sich damit auseinandersetzen, wie er sich damals in der Vergangenheit verhalten hätte, und – was vielleicht noch wichtiger ist – wie er sich heutztage der Person Jesu Christi gegenüber verhält, wie viel „Mühe und Zeit“ er also investiert, um „den Erlöser zu erkennen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die bleibende Faszination der Heiligen Drei Könige dar und definiert die Forschungsfrage, die den Unterschied zwischen biblischem Bericht und Legendenbildung untersucht.

2. Einführender Vergleich: Bibeltext versus Legende: Dieses Kapitel gegenüberstellt den knappen biblischen Bericht über die Magier mit der legendären Erzählung, die Details wie Namen und Herkunft erst über Jahrhunderte hinzudichtete.

3. Die Quellen: Die Arbeit beleuchtet die kanonischen Schriften sowie Apokryphen und Legendensammlungen wie die Historia Trium Regum und die Legenda Aurea als Fundament der Legendenbildung.

4. Erklärung der Vergleichsunterschiede zwischen Bibeltext und Legende: Hier wird detailliert analysiert, wie Titel, Anzahl, Namen, Herkunft und zeitlicher Kontext der Könige historisch und theologisch hergeleitet oder ausgeschmückt wurden.

5. Historische und politische Gründe für die Legendenbildung: Das Kapitel erläutert, wie Reliquien und Legenden genutzt wurden, um politische Machtansprüche und die Legitimation von Herrschern, insbesondere im Kontext des Kaiserreichs, zu untermauern.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass trotz der historischen Unbelegbarkeit vieler Details die inhaltliche Kernbotschaft der Legende – der Zugang aller Menschen zum Glauben an Jesus – von zentraler Bedeutung bleibt.

7. Bibliographie: Eine Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur historischen und theologischen Untersuchung.

Schlüsselwörter

Heilige Drei Könige, Legendenbildung, Matthäusevangelium, Apokryphen, Historia Trium Regum, Legenda Aurea, Dreikönigsschrein, Kölner Dom, politische Instrumentalisierung, Reliquien, Epiphanie, Heidenchristen, Exegese, Ikonographie, Magier.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie sich die biblische Erzählung über die „Magier aus dem Morgenland“ im Laufe der Geschichte zu der heute bekannten Legende der „Heiligen Drei Könige“ entwickelte und warum diese Transformation stattfand.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf den Vergleich zwischen biblischen Quellen und Legendentexten, die historische Bedeutung von Reliquienkult sowie die politische Motivation hinter der Verbreitung dieser Legende.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Hauptfrage ist, inwiefern sich die Legende von der historischen Überlieferung des biblischen Berichts unterscheidet und warum bestimmte inhaltliche Ergänzungen im Laufe der Zeit vorgenommen wurden.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Es wird eine vergleichende Textanalyse angewandt, bei der biblische Texte und legendäre Quellen gegenübergestellt werden, ergänzt durch eine historische Kontextualisierung der Überlieferungsgeschichte.

Was sind die Kernpunkte im Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Details wie der Dreizahl, der Namensgebung und der Herkunft der Könige sowie deren machtpolitische Nutzung, beispielsweise durch Kaiser Friedrich Barbarossa.

Welche Begriffe beschreiben das Werk am besten?

Wesentliche Schlüsselbegriffe sind Legendenbildung, politische Instrumentalisierung, Exegese, Reliquienverehrung und die Geschichte der Heiligen Drei Könige.

Warum wurden die Magier aus dem Morgenland im Mittelalter überhaupt zu Königen erhoben?

Dies diente unter anderem der sakralen Aufwertung und der Legitimation herrschaftlicher Macht, da die Könige als erste Zeugen und Anbeter Jesu Christi die göttliche Einsetzung irdischer Herrscher repräsentierten.

Welche Rolle spielt der Kölner Dom in dieser Arbeit?

Der Kölner Dom und die dort aufbewahrten Reliquien dienen als zentrales Fallbeispiel für die politische Nutzung der Legende, um den eigenen Machtanspruch gegenüber päpstlicher oder byzantinischer Autorität zu festigen.

Widerspricht die Legende dem biblischen Text tatsächlich?

Ja, in einigen Punkten wie dem Alter des Kindes bei Ankunft der Besucher gibt es deutliche Diskrepanzen, da der Bibeltext keine spezifische Zeitspanne nennt, die Legende jedoch konkrete, teils widersprüchliche Angaben macht.

Fin de l'extrait de 21 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Wie aus Magiern aus dem Morgenland drei heilige Könige wurden
Université
University of Wuppertal
Cours
Legende
Note
2,3
Auteur
Carolin Kotthaus (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
21
N° de catalogue
V230138
ISBN (ebook)
9783656461258
ISBN (Livre)
9783656461746
Langue
allemand
mots-clé
Heilige 3 Könige Legende Heiligenlegende Legende Aurea Historia Trium Regum Legendenbildung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Carolin Kotthaus (Auteur), 2013, Wie aus Magiern aus dem Morgenland drei heilige Könige wurden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230138
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint