In dieser Arbeit geht es um betriebliche Gesundheitsförderung und ganz konkret umd das Bochumer Modell "Haltung in Bewegung" mit der Ruhrkohle Bergbau AG aus den 1990er Jahren.
Inhaltsverzeichnis
1. Betriebliche Gesundheitsförderung
2. „Haltung in Bewegung“
2.1 Entstehung
2.2 Inhalt
2.3 Umsetzung
2.3.1 Fakten
2.3.2 Stufenmodell
2.4 Ergebnisse
2.4.1 Kritik
2.4.2 Kosten/Nutzen
2.4.3 Einordnung
3. Auswertung Gruppenarbeit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das „Bochumer Modell“ zur betrieblichen Gesundheitsförderung mit dem Titel „Haltung in Bewegung“. Ziel ist es, die Entstehung, die inhaltliche Ausrichtung, die praktische Umsetzung sowie die erzielten Ergebnisse und eine kritische Würdigung dieses Modells im Kontext der Prävention von Rückenerkrankungen darzulegen.
- Grundlagen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF)
- Struktur und Stufenmodell von „Haltung in Bewegung“
- Analyse des Kosten-Nutzen-Verhältnisses von Präventionsmaßnahmen
- Kritische Evaluation der motorischen und psychosozialen Effekte
- Praktische Anwendung von Übungsprogrammen zur Stärkung der Haltungsmuskulatur
Auszug aus dem Buch
2. „Haltung in Bewegung“
„Die Wirbelsäule und die daran gebundene Muskulatur sind das zentrale Stütz- und Bewegungsorgan des Körpers“. Durch die Sozialisation und den technologischen Fortschritt nimmt die körperliche Beanspruchung zunehmend ab und vermindert die muskuläre Leistungsfähigkeit. Kommen zu einem unzureichenden Trainingszustand noch der Umgang mit hohen Lasten und extreme Gelenkbewegungen, kann es zu Überbeanspruchungen und in der Folge zu Schädigungen kommen. (Ritter/Winkelmann, 2004, S.53)
Das Bochumer Modell „Haltung in Bewegung“ wurzelt in zwei Projekten: zunächst begann man von 1994–1996 mit Wirbelsäulenprävention im Steinkohlenbergbau mit Auszubildenden der Ruhrkohle AG (Förderung: RAG Aktiengesellschaft, Bergbauberufsgenossenschaft und Bundesknappschaft). Von 1997-2002 verknüpfte man die gesammelten Erfahrungen mit dem Konzept der Gesundheitsbildung, diesmal mit Mitarbeitern deren Beschwerden fast schon chronisch waren. (Institut für Qualitätssicherung und –entwicklung in der Gesundheitsbildung (IQG), 2009, S.1)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Betriebliche Gesundheitsförderung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der betrieblichen Gesundheitsförderung und beleuchtet deren Bedeutung für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Gesundheit von Mitarbeitern.
2. „Haltung in Bewegung“: Hier werden die Ursprünge, die inhaltlichen Säulen, der stufenweise Implementierungsprozess sowie die evaluativen Ergebnisse des Bochumer Modells umfassend dargestellt.
3. Auswertung Gruppenarbeit: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer praktischen Gruppenarbeit, die sich mit der Anwendung des Haltungsmodells und verschiedenen Übungen zur Stärkung der Rumpfmuskulatur befasst.
Schlüsselwörter
Betriebliche Gesundheitsförderung, Haltung in Bewegung, Rückenschmerzen, Prävention, Wirbelsäule, Gesundheitsbildung, Ergonomie, Bewegungsförderung, RAG Aktiengesellschaft, Belastungswechsel, Muskelaufbau, Psychosoziale Gesundheit, Kosten-Nutzen-Analyse, Arbeitsunfähigkeit, Stufenmodell.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der betrieblichen Gesundheitsförderung und analysiert detailliert das „Bochumer Modell“ namens „Haltung in Bewegung“, das zur Vorbeugung von Rückenbeschwerden bei Beschäftigten entwickelt wurde.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf den Ursachen von Dorsopathien im Arbeitskontext, der Wirksamkeit von verhaltensorientierten Trainingsprogrammen und der ökonomischen Bewertung von Gesundheitsprävention in Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Darstellung und Evaluation des Modells „Haltung in Bewegung“, um aufzuzeigen, wie durch eine Kombination aus Training, Wahrnehmungsschulung und Verhaltensanpassung langfristige gesundheitliche Erfolge erzielt werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Evaluationsberichten und Projektdaten des Bochumer Modells. Ergänzend wird eine praktische Gruppenarbeit zur Anwendbarkeit des Modells dokumentiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der betrieblichen Gesundheitsförderung, die detaillierte Vorstellung der drei Programm-Stufen und eine kritische Auseinandersetzung mit der Kosten-Nutzen-Bilanz sowie den Limitationen des Modells.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind betriebliche Gesundheitsförderung, Haltung in Bewegung, Prävention, Rückenschmerzen und die gezielte Förderung von Gesundheitsressourcen.
Warum wurde das Modell ursprünglich für Auszubildende entwickelt?
Die Entscheidung basierte auf einer Fehlzeitenstatistik, die einen ersten Häufigkeitsgipfel bei den jüngsten Mitarbeitern auswies, was eine präventive Intervention in dieser Altersgruppe notwendig machte.
Inwiefern wird das Modell kritisch hinterfragt?
Kritische Stimmen führen an, dass das Bewegungsverhalten durch die Intervention nur unwesentlich geändert wird und die psychosozialen Effekte auf grundlegende Einstellungen zur Gesundheit teilweise nur geringfügig ausfallen.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2012, Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz. Das Bochumer Modell "Haltung in Bewegung", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230183