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Zu Lernprozessen in der Erwachsenenbildung

Anwendung und Umsetzungsmöglichkeiten bestehender Lernansätze am Beispiel der Fahrlehrerausbildung.

Título: Zu Lernprozessen in der Erwachsenenbildung

Tesis (Bachelor) , 2010 , 76 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Harry Kirchwehm (Autor)

Pedagogía - Educación de adultos
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Das Thema Lernen ist zu vielseitig, um es mit wenigen Worten zu
umschreiben. Verstehen die einen unter Lernen die Funktionsweise
des Gehirns oder dessen Speicherkapazität, so andere die
Bewältigung von Problemsituationen, wieder andere das Erlangen
neuen Wissens oder gar Verhaltens- und Einstellungsänderungen.
Lebenslanges Lernen, soziales Lernen, interkulturelles Lernen oder
Lernen in der Gruppe, intentionales, implizites oder inzidentelles
Lernen, Lernen im formellen oder nonformellen Rahmen,
selbstorganisiertes und selbstgesteuertes Lernen: Dies alles sind
Begriffe, denen man in diesem Zusammenhang nur allzu häufig
begegnet. Der Unterscheidungsgrad von Lernformen und die
dazugehörigen Lerntypen und -klassen erweitern dieses Spektrum
schier unbegrenzt. Um den sehr komplexen Prozess des Lernens
ausreichend beschreiben und erklären zu können, ist es erforderlich,
interdisziplinäre Theorieansätze miteinander in Bezug zu setzen. Ob
es neurophysiologische Lernmechanismen sind oder die biologische
Ausstattung unseres zentralen Nervensystems dafür verantwortlich
ist, dass es dem Menschen durch seine Evolution hinweg möglich
war, sich in der Entwicklung des Lernens anzupassen und mit zu
entwickeln wäre nur eine Frage nach der Lernfähigkeit der
Menschen. Obwohl der Einfluss des kalendarischen Alters der
Menschen auf deren Lernfähigkeit inzwischen etwas relativiert
wurde, sich unter anderem darin die These eines lebenslangen
Lernens begründet, ist unstreitig, dass Menschen in
unterschiedlichem Alter auch unterschiedlich lernen, was eine
Differenzierung der Lernmethoden für Kinder, Jugendliche,
Erwachsene und Ältere erfordert. Darüber hinaus sind die
Rahmenbedingungen dieser verschiedenen Lernprozesse ebenso
differenziert zu betrachten. Der in den Ländern geregelten
Schulpflicht für die Kinder und Jugendlichen und den mit der
Ausbildung verbundenen Curricula auf der einen Seite, stehen auf der Seite der Erwachsenenbildung nur selten verpflichtende
Maßnahmen gegenüber. Durch den persönlichen Wunsch nach
Veränderung oder Bildung sind Maßnahmen in der
Erwachsenenbildung oftmals intrinsisch motiviert.[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick

2.1. Ausbildung zum Fahrlehrer

2.2. Merkmale der Erwachsenbildung

3. Lernen

3.1. Menschliche Kognition als Grundlage des Lernens

3.2. Gedächtnis und seine Bedeutung für das Lernen

3.3. Methodik des Lernens

3.3.1. Lernen am Modell, Nachahmung

3.3.2. Auswendiglernen und Visualisieren

3.3.3. Duale Codierung

3.3.4. Lerntypen und Lerntechniken

3.4. Mit allen Sinnen Lernen

4. Lerntheorien

4.1. Der Behaviorismus

4.1.1. Klassische Konditionierung

4.1.2. Operante Konditionierung

4.2. Der Kognitivismus

4.3. Der Konstruktivismus

5. Grenzen didaktischer Prinzipien

5.1. Curriculare Ausbildung

5.2. Zielgruppenorientierung

5.3. Teilnehmerorientierung

5.3.1. Beurteilungsfehler

5.3.2. Anschlusslernen

5.3.3. Kybernetischer Regulierungskreislauf

5.3.4. Störungen

5.4. Perspektivverschränkung

5.5. Selbstgesteuertes Lernen

5.6. Lernzielorientierung versus Lehrzielorientierung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit bestehender Lerntheorien und didaktischer Prinzipien im Kontext der gesetzlich streng regulierten Fahrlehrerausbildung. Dabei wird analysiert, wie trotz der festen curricularen Vorgaben andragogische Lernansätze in die Praxis integriert werden können.

  • Interdisziplinäre Grundlagen des Lernens (Kognition, Gedächtnis).
  • Klassische Lerntheorien: Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus.
  • Didaktische Herausforderungen in der Fahrlehrerausbildung.
  • Bedeutung der Teilnehmer- und Zielgruppenorientierung.
  • Optimierung von Lernumgebungen und Lehrmethoden.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Lernen am Modell, Nachahmung

Ein Kleinkindreflex ist, Dinge seiner Umgebung nachzuahmen, Reflexe werden als „automatische, ungelernte und unwillkürliche Reaktionen des Organismus auf innere oder äußere Reize“ definiert. Bei der Nachahmung handelt es sich dann um Gestik und Mimik sowie Bewegungen und Laute. Kinder würden durchaus mehr nachahmen, jedoch sind sie durch ihre anatomische Entwicklung dazu noch nicht in der Lage. Auch Jugendliche und Erwachsene ahmen Verhaltensweisen, Bewegungen oder Gestik und Mimik anderer nach. Darin soll vor allem zum Ausdruck gebracht werden, dass man mit derjenigen Person auf selber Wellenlänge ist, sie sympathisch findet und ihre Denkweisen und gegebenenfalls Wertvorstellungen als gut erachtet. Dabei gibt es einen wesentlichen Unterschied, ob es sich um die Nachahmung von einfachen Bewegungen oder um komplexe Einstellungen, Mentalitäten und Gefühlen handelt. Das Nachahmen ist ein wesentliches Element von Lernprozessen. Viele Dinge lassen sich nur lernen, wenn man sie vorher irgendwo oder bei irgendjemandem beobachtet hat. Tanzen zu lernen ist schwer möglich, wenn es einem nur erklärt und nicht gezeigt wird. Dieses Phänomen ist auch in der Hirnforschung untersucht worden und erbrachte das Ergebnis, dass jede Handlung die man beobachtet im Gehirn verarbeitet und sozusagen auf Gehirnebene vollzogen wird. Der Frontalkortex verhindert dabei die unmittelbare zwanghafte Umsetzung des Gelernten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Komplexität des Lernbegriffs und führt in die spezifische Problematik der Fahrlehrerausbildung als Teil der Erwachsenenbildung ein.

2. Überblick: In diesem Kapitel werden die Rahmenbedingungen der Fahrlehrerausbildung sowie die historischen und theoretischen Merkmale der Erwachsenenbildung dargelegt.

3. Lernen: Es wird die menschliche Kognition sowie die Bedeutung des Gedächtnisses und verschiedener Lernmethoden für effektive Lernprozesse erörtert.

4. Lerntheorien: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus und deren Relevanz für pädagogische Ansätze.

5. Grenzen didaktischer Prinzipien: Es wird untersucht, wo die Grenzen didaktischer Konzepte wie der Teilnehmerorientierung im Rahmen strenger curricularer Vorgaben liegen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Fahrlehrerausbildung ab.

Schlüsselwörter

Erwachsenenbildung, Fahrlehrerausbildung, Lerntheorien, Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus, Didaktik, Teilnehmerorientierung, Modelllernen, Gedächtnis, Lernmethodik, Wissenskonstruktion, Curriculum, Lernprozesse, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie moderne lerntheoretische und didaktische Erkenntnisse in der stark durch Gesetze und Curricula reglementierten Fahrlehrerausbildung praktisch umgesetzt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die neurophysiologischen Grundlagen des Lernens, klassische Lerntheorien, die Gestaltung von Lernumgebungen sowie didaktische Prinzipien wie die Teilnehmerorientierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie trotz rigider Ausbildungspläne ein effektiveres und teilnehmerorientierteres Lehren ermöglicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse der pädagogischen Fachliteratur mit dem praktischen Anwendungsbezug zur Fahrlehrerausbildung verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Lernen/Lerntheorien) und die kritische Auseinandersetzung mit der praktischen Anwendung didaktischer Prinzipien im Fahrlehrer-Alltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Erwachsenenbildung, Fahrlehrerausbildung, Konstruktivismus, Didaktik und Lernpsychologie.

Warum ist die Fahrlehrerausbildung ein spezieller Fall der Erwachsenenbildung?

Sie gilt als "verschulte" Form der Erwachsenenbildung, da sie durch strikte curriculare Vorgaben und eine abschließende Zertifikatsprüfung geprägt ist, was den Spielraum für klassische andragogische Ansätze begrenzt.

Welche Bedeutung hat das Arbeitsgedächtnis in diesem Kontext?

Es spielt eine entscheidende Rolle bei der gleichzeitigen Aufnahme und Verarbeitung komplexer Informationen, weshalb die Gestaltung von Lerneinheiten in kurzen Phasen als lernförderlich angesehen wird.

Final del extracto de 76 páginas  - subir

Detalles

Título
Zu Lernprozessen in der Erwachsenenbildung
Subtítulo
Anwendung und Umsetzungsmöglichkeiten bestehender Lernansätze am Beispiel der Fahrlehrerausbildung.
Universidad
University of Duisburg-Essen  (Institut für Berufs- und Weiterbildung)
Calificación
1,3
Autor
Harry Kirchwehm (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
76
No. de catálogo
V230194
ISBN (Ebook)
9783656459873
ISBN (Libro)
9783656459972
Idioma
Alemán
Etiqueta
lernprozessen erwachsenenbildung anwendung umsetzungsmöglichkeiten lernansätze beispiel fahrlehrerausbildung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Harry Kirchwehm (Autor), 2010, Zu Lernprozessen in der Erwachsenenbildung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230194
Leer eBook
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Extracto de  76  Páginas
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