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Pflege im Quartier: Das Wohnkonzept der Fünften Generation

Eine systematische Übersichtsarbeit

Titel: Pflege im Quartier: Das Wohnkonzept der Fünften Generation

Bachelorarbeit , 2013 , 82 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nils Neu (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

KURZZUSAMMENFASSUNG

Der demografische Wandel ist allgegenwärtig und wird bereits seit langer Zeit als ein Problem für Mensch und Umwelt verstanden. Daher rückt der für die zukünftigen Jahre prognostizierte Anstieg von Menschen im Rentenalter, begleitet von einem stetigen Rückgang erwerbsfähiger Bürger, zunehmend in den Fokus öffentlicher Diskussionen.

So wird unter anderem seitens der Politiker und Forscher an geeigneten Lösungen zum Thema demografische Veränderungen und deren Folgen gearbeitet. Besonders im Gesundheitssystem nehmen diese eine tragende Rolle ein, um jedem Menschen die Chance auf ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben zu ermöglichen, trotz des Altersungleichgewichtes. Im Bereich der Altenhilfe fordert dies einen neuen Denkansatz: die „Pflege im Quartier“.

Zentrum der vorliegenden Bachelorarbeit ist die Erschließung des aktuellen Forschungsstandes jener Konzeption. Dabei wird eigens dargestellt, inwieweit die „Pflege im Quartier“ das Potenzial besitzt, eine Antwort auf die bevorstehenden Herausforderungen infolge der Bevölkerungsveränderung zu sein.

Hierfür wurde eine systematische Übersichtsarbeit geschaffen, die das Spektrum aktueller Literatur zu erschließen versucht und letztlich 17 Evaluationen verschiedener Modellprojekte der Quartierspflege analysiert und auswertet.
Das Ergebnis ist eine Identifizierung derer Stärken, Problemfelder und Möglichkeiten der Alltagsgestaltung sowie Partizipation für die im Quartier ansässigen Bewohner.

Daraus wird ersichtlich, dass dieses Wohnkonzept viele innovative Ideen und Lösungsansätze vereint, jedoch ebenso vor zahlreiche Schwierigkeiten und Hürden gestellt wird, deren Überwindung weitere Forschungen fordert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Der demografische Wandel

2.1.1 Erklärungen zur Begrifflichkeit

2.1.2 Bestimmungsfaktoren des demografischen Wandels

2.1.2.1 Die Fertilität

2.1.2.2 Die Mortalität

2.1.2.3 Die Migration

2.1.3 Prognose für die Zukunft

2.1.4 Auswirkungen auf die Situation in der Pflege

2.2 Die bisherige Generationenabfolge des stationären Altenwohnbaus

2.2.1 Die 1. Generation - Leitbild: Verwahranstalt

2.2.2 Die 2. Generation - Leitbild: Krankenhaus

2.2.3 Die 3. Generation - Leitbild: Wohnheim

2.2.4 Die 4. Generation - Leitbild: Familie

2.3 Eine neue Generation: „Pflege im Quartier“

2.3.1 Begriffserklärung und Zielvorstellung

2.3.2 Internationale Entwicklung

2.3.3 Nationale Entwicklung

2.3.4 Empfehlungen des KDA

2.3.4.1 Das KDA-Modell zur Lebensqualität

2.3.4.2 Die drei Grundprinzipien der 5. Generation

3. Zielstellung

4. Methodik

4.1 Studiendesign

4.2 Literaturrecherche

4.2.1 Einschlusskriterien

4.2.2 Beschreibung des Vorgehens

4.2.3 Informationsquellen und Suchstrategien

4.2.3.1 Recherche nach „Summaries“

4.2.3.2 Recherche nach „Syntheses“ und „Studies“

4.2.3.4 Recherche mittels Internet-Suchmaschine

4.2.3.5 Handsuche

4.3 Auswahl der Literatur

4.4 Datenextraktion

4.4.1 Auswahl der zu extrahierenden Literatur

4.4.2 Analysepunkte und Vorgehen

5. Ergebnisse

5.1 Ergebnisse der Literaturrecherche

5.1.1 Deskriptive Aufbereitung aufgenommener Quellen

5.1.2 Beschreibung extrahierter Literatur

5.2 Ergebnisse der Datenauswertung

5.2.1 Möglichkeiten der Alltagsgestaltung und Partizipation

5.2.2 Stärken

5.2.3 Problemfelder

6. Diskussion

6.1 Ergebnisdiskussion

6.2 Methodendiskussion

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den aktuellen Forschungsstand zum Wohnkonzept „Pflege im Quartier“ und dessen Potenzial als Lösungsansatz für die demografischen Herausforderungen der zukünftigen Altersversorgung. Durch eine systematische Übersichtsarbeit von 17 Modellprojekten wird analysiert, wie dieses Konzept zur Alltagsgestaltung und Partizipation älterer Menschen beitragen kann, sowie welche Stärken und Herausforderungen dabei bestehen.

  • Demografischer Wandel und seine Auswirkungen auf die Altenpflege
  • Entwicklung stationärer Wohnformen bis zur 5. Generation („Pflege im Quartier“)
  • Systematische Literaturanalyse und Evaluation von Modellprojekten
  • Stärken und Partizipationsmöglichkeiten im Quartierskonzept
  • Herausforderungen bei Finanzierung, Koordination und Akzeptanz

Auszug aus dem Buch

2.3.4.1 Das KDA-Modell zur Lebensqualität

Ein alter Mensch besitzt andere Ansprüche und Bedürfnisse, als ein junger Mensch. Um diese These wissenschaftlich fundiert darzulegen, wurden in einer Forschungsarbeit von Jackie Brown, Ann Bowling und Terry Flynn eine Großzahl an Studien zusammengefasst, die diese Thematik untersuchten (vgl. Brown, Bowling & Flynn, 2004). Aus deren Ergebnissen entwickelte das KDA letztlich ein Modell zur Lebensqualität, welches auf der folgenden Seite in Abbildung 1 dargestellt wird. Das Modell setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Das „Ich“ als Zentrum sowie die Lebensbereiche, die sich darum gruppieren. Einzig das „Ich“ kann festlegen, welchen Stellenwert die einzelnen Lebensbereiche zugeschrieben bekommen, da im Laufe des Lebens verschiedene Schwankungen innerhalb der Prioritätensetzung bestehen. Zudem kann nur das „Ich“ bestimmen, wie zufrieden es ist und welche Möglichkeiten bestehen, die Zufriedenheit zu erhöhen (vgl. Michell-Auli & Sowinski, 2012a, S. 21).

Eine enorme Wichtigkeit innerhalb dieses Modells nimmt zusätzlich das Normalitätsprinzip ein. Normalisierung bedeutet dabei Selbstbestimmung, Autonomie und das Gefühl, eigenständig zu sein. Durch dieses Prinzip wird das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt und die Bereitschaft zur Mitsprache und Entscheidungsfindung gefördert. Es gilt ebenfalls als wichtige Grundlage bei der Dementenbetreuung und soll dazu führen, dass sich demenziell Erkrankte an frühere Kompetenzen erinnern (vgl. Michell-Auli & Sowinski, 2012a, S. 22).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die demografische Problematik ein, thematisiert den Bedarf an neuen pflegerischen Ansätzen und stellt das Potenzial der „Pflege im Quartier“ als neue „Fünfte Generation“ der Altenpflege vor.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert den demografischen Wandel, die historische Abfolge stationärer Wohnformen und führt das KDA-Konzept der „Pflege im Quartier“ sowie dessen Grundprinzipien ein.

3. Zielstellung: Hier werden das Ziel der Arbeit, einen Forschungsüberblick zu geben, und die drei zentralen Teilfragen zu Partizipation, Stärken und Problemen des Konzepts dargelegt.

4. Methodik: Der Autor beschreibt das systematische Studiendesign, die Literaturrecherche nach dem 6-S-Modell sowie die Kriterien zur Auswahl und Datenextraktion der betrachteten Modellprojekte.

5. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptive Aufbereitung der Literatur und wertet die Modellprojekte hinsichtlich ihrer Partizipationsangebote, Stärken und spezifischen Problemfelder aus.

6. Diskussion: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen sowie eine Reflexion der gewählten methodischen Vorgehensweise und ihrer Validität.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Konzept innovative Ansätze bietet, jedoch erst durch die Überwindung von Hürden wie Finanzierung und Anschubfinanzierung marktfähig werden kann.

Schlüsselwörter

Pflege im Quartier, demografischer Wandel, Altenhilfe, Wohnkonzept, Lebensqualität, Partizipation, Quartiersmanagement, Nachbarschaftshilfe, stationäre Pflege, Prävention, Empowerment, Modellprojekte, Versorgungsstruktur, Selbstbestimmung, soziale Infrastruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Wohnkonzept der „Pflege im Quartier“ als innovative Antwort auf die demografische Entwicklung in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Altenpflegekonzepten, dem KDA-Lebensqualitätsmodell und der Evaluation von praktischen Modellprojekten der Quartierspflege.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das Potenzial der „Pflege im Quartier“ systematisch zu erschließen und zu klären, inwieweit dieses Konzept den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine systematische Übersichtsarbeit durchgeführt, die sich methodisch am 6-S-Modell orientiert und 17 Evaluationsberichte von Modellprojekten analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben dem theoretischen Rahmen die Möglichkeiten der Alltagsgestaltung, die spezifischen Stärken des Konzepts sowie auftretende Problemfelder wie Finanzierung und Akzeptanz detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Pflege im Quartier, Quartiersmanagement, demografischer Wandel und Altenhilfe beschreiben.

Welche Rolle spielt die Finanzierung für das Konzept?

Die Finanzierung wird als eines der größten Hindernisse identifiziert, da insbesondere Anschubfinanzierungen für die Konzept- und Analysephase oft fehlen.

Warum ist das Ehrenamt für das Konzept bedeutsam?

Ehrenamtliches Engagement ist ein wesentlicher Baustein für die Nachhaltigkeit, stößt jedoch an Grenzen, wenn es nicht durch professionelle Koordination oder Mindestvergütung ergänzt wird.

Wie trägt „Pflege im Quartier“ zur Lebensqualität bei?

Durch die Kombination aus permanenter Betreuungssicherheit und dem Erhalt der Autonomie im vertrauten Umfeld ermöglicht das Modell ein selbstbestimmtes Leben trotz Pflegebedürftigkeit.

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Details

Titel
Pflege im Quartier: Das Wohnkonzept der Fünften Generation
Untertitel
Eine systematische Übersichtsarbeit
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
1,3
Autor
Nils Neu (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
82
Katalognummer
V230273
ISBN (eBook)
9783656460404
ISBN (Buch)
9783656460725
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pflege quartier wohnkonzept fünften generation eine übersichtsarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nils Neu (Autor:in), 2013, Pflege im Quartier: Das Wohnkonzept der Fünften Generation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230273
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Leseprobe aus  82  Seiten
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