Das Fernsehen hat sich seit der ersten Einführung in den 1950er Jahren stets weiterentwickelt und so manche Revolution durchlebt. (Noam 2009, S. 7) Das Internet, was die Medienlandschaft allgemein revolutioniert hat, schien die Fernsehlandschaft anders als die Printmedien verschont zu haben. Nun aber machen die audiovisuellen Medien als Teil einer weiteren Episode des Web 2.0 dem Fernsehen zunehmend Konkurrenz, so jedenfalls beschwören es einige Internetpioniere. (Gibs 2009, S. 11) Ob aber das Internet wirklich den Konsum des Fernsehens einschränkt oder anders verändert steht weiterhin zur Diskussion.
Es gibt verschiedenste Formen von audiovisuellen Formaten und Plattformen im World Wide Web. Es gibt die hauseigenen Mediatheken, beispielsweise der Öffentlich-Rechtlichen oder aber auch RTLNow und die ProSieben-Homepage. Diese bieten hauptsächlich das tagesaktuelle Programm und Eigenproduktionen zum Onlineabruf an, wobei die beiden privaten Sender manche Angebote mit einer Gebührenpflicht versehen. Nachrichtenportale und Printmedien bieten Bild- und Tonmaterial zusätzlich zu ihren klassischen Textmedien an. (Breunig 2007, S. 483)
Hierbei binden sie oft auch von eigentlichen Medienkonsumenten erstellte und hochgeladene Videos in ihre Informationskomplexe ein, welche eine facettenreiche und ereignisnahe Berichterstattung ermöglichen soll. Diese meist kurzen Clips finden ihren Ursprung meist auf einer gratis Online-Videoplattform. (Breunig 2007, S. 483) Vorreiter dessen ist YouTube, deutsche Ableger mit ähnlicher Intention sind Clipfish initiiert von RTL und MyVideo, welches komplett von ProSiebenSat. aufgekauft wurde. (Breunig 2007, S. 489f.) Diese Online-Videoplattformen sind hauptsächlich dafür bekannt kurze Formate einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, als Alternative zum Musikfernsehen, mit Amateuraufnahmen oder zur Bereitstellung von privaten Konsumenten aufgenommenen Fernsehsendungen oder Filmen, welche aber dafür meist aufgrund einer Höchstlänge für private Nutzer in diverse kurze Teile geschnitten werden. Dennoch werden neben der Mehrheit der Videos auch Filme oder anderen Langformate angeboten. (Gibs 2009, S. 13f.)
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Spielfilmprogrammierung im deutschen Free TV 2006
2.1 Spielfilmprogrammierung auf ProSieben bis 2006
3. Spielfilme und Langformate auf Online-Videoportalen in Deutschland
3.1 Spielfilme und Langformate auf MyVideo
4. Spielfilme als Video-on-Demand-Angebot auf deutschen Internetplattformen
4.1 Spielfilme bei Maxdome
5. Spielfilmprogrammierung bei ProSieben von 2007 bis 2012
6. Fazit: Folgen von Spielfilmen online für das deutsche private Free TV
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Online-Videoportalen und Video-on-Demand-Angeboten auf die Spielfilmprogrammierung im deutschen privaten Free-TV, wobei insbesondere der Sender ProSieben sowie dessen Internet-Angebote MyVideo und Maxdome analysiert werden.
- Entwicklung der Spielfilmprogrammierung im deutschen Privatfernsehen
- Rolle von Online-Videoportalen und Streaming-Diensten
- Strategische Positionierung von ProSieben im digitalen Medienzeitalter
- Veränderungen der Programmstruktur zwischen 2006 und 2012
- Rezeption und Wachstumspotenziale von Langformaten im Internet
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Das Fernsehen hat sich seit der ersten Einführung in den 1950er Jahren stets weiterentwickelt und so manche Revolution durchlebt. (Noam 2009, S. 7) Das Internet, was die Medienlandschaft allgemein revolutioniert hat, schien die Fernsehlandschaft anders als die Printmedien verschont zu haben. Nun aber machen die audiovisuellen Medien als Teil einer weiteren Episode des Web 2.0 dem Fernsehen zunehmend Konkurrenz, so jedenfalls beschwören es einige Internetpioniere. (Gibs 2009, S. 11) Ob aber das Internet wirklich den Konsum des Fernsehens einschränkt oder anders verändert steht weiterhin zur Diskussion.
Es gibt verschiedenste Formen von audiovisuellen Formaten und Plattformen im World Wide Web. Es gibt die hauseigenen Mediatheken, beispielsweise der Öffentlich-Rechtlichen oder aber auch RTLNow und die ProSieben-Homepage. Diese bieten hauptsächlich das tagesaktuelle Programm und Eigenproduktionen zum Onlineabruf an, wobei die beiden privaten Sender manche Angebote mit einer Gebührenpflicht versehen. Nachrichtenportale und Printmedien bieten Bild- und Tonmaterial zusätzlich zu ihren klassischen Textmedien an. (Breunig 2007, S. 483)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des Fernsehens ein und stellt die Forschungsfrage zur Konkurrenz durch Online-Angebote sowie die Relevanz der digitalen Transformation für das TV-Programm.
2. Spielfilmprogrammierung im deutschen Free TV 2006: Das Kapitel analysiert die Programmstrukturen deutscher Privatsender im Jahr 2006, wobei ProSiebens Fokus auf Spielfilme im Vergleich zu anderen Sendern beleuchtet wird.
2.1 Spielfilmprogrammierung auf ProSieben bis 2006: Dieser Abschnitt untersucht den Rückgang der Spielfilmanteile bei ProSieben vor 2006 und die zunehmende Angleichung an die Programmstrategien anderer Privatsender.
3. Spielfilme und Langformate auf Online-Videoportalen in Deutschland: Es wird die weltweite Expansion von Online-Videoportalen und deren Adaption durch deutsche Sender wie RTL und ProSiebenSat.1 betrachtet.
3.1 Spielfilme und Langformate auf MyVideo: Fokus auf der medialen Initiative von ProSieben, Spielfilme und Zusatzinhalte über die Plattform MyVideo zu verbreiten, um eine plattformübergreifende Unterhaltungsstrategie zu verfolgen.
4. Spielfilme als Video-on-Demand-Angebot auf deutschen Internetplattformen: Eine Definition und Analyse von Web-TV und Video-on-Demand-Angeboten, die den Wandel von Downloads hin zu Streaming-Diensten nachvollzieht.
4.1 Spielfilme bei Maxdome: Analyse von Maxdome als Vorreiter im deutschen VoD-Markt und dessen Bedeutung innerhalb der ProSiebenSat.1-Senderfamilie.
5. Spielfilmprogrammierung bei ProSieben von 2007 bis 2012: Untersuchung der veränderten Programmstrategie von ProSieben nach der Etablierung relevanter Online-Plattformen und der Entwicklung der Fictionanteile in diesem Zeitraum.
6. Fazit: Folgen von Spielfilmen online für das deutsche private Free TV: Zusammenfassende Bewertung darüber, wie ProSieben auf digitale Potenziale reagiert hat und ob Online-Angebote eine tatsächliche Bedrohung oder eine sinnvolle Ergänzung des TV-Geschäfts darstellen.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen, unterteilt in Zeitschriftenartikel, Aufsätze aus Sammelbänden, Internetquellen und Studien.
Schlüsselwörter
ProSieben, Free-TV, Spielfilmprogrammierung, MyVideo, Maxdome, Online-Videoportale, Video-on-Demand, Web-TV, Medienwirtschaft, Mediennutzung, Everytainment, Web 2.0, Programmstrategie, Senderfamilie, digitale Zukunft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den Wandel der Spielfilmprogrammierung im deutschen privaten Fernsehen unter dem Einfluss neuer digitaler Verbreitungswege wie Internetportalen und VoD-Diensten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Programmstrategie von ProSieben, der Entwicklung von Online-Videoplattformen wie MyVideo und Maxdome sowie dem veränderten Konsumverhalten der Zuschauer.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?
Das Ziel ist es zu analysieren, wie Fernsehsender durch die Verlagerung von Inhalten ins Internet ihr Profil schärfen und ob dies die klassische Spielfilmprogrammierung nachhaltig verändert hat.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine Analyse bestehender Studien der "Media Perspektiven" sowie eine komparative Betrachtung von Daten zur Programmstruktur vor und nach der Einführung digitaler Plattformen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der ProSieben-Programmierung, den Aufstieg von Videoportalen, die Rolle von Maxdome als Vorreiter für VoD und die strategischen Umstellungen des Senders zwischen 2007 und 2012.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind ProSieben, Video-on-Demand, Spielfilmprogrammierung, Online-Medien, Senderstrategien und Medienkonvergenz.
Warum spielt die Plattform MyVideo eine wichtige Rolle in der Analyse von ProSieben?
MyVideo diente ProSieben als strategisches Instrument, um Inhalte medienunabhängig zur Verfügung zu stellen und eine jüngere Zielgruppe durch "Everytainment" zu binden.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Zukunft des Free-TV?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Online-Angebote das Fernsehen bisher nicht verdrängen, sondern vielmehr neue Einnahmequellen und Möglichkeiten der Zweitverwertung für Fernsehsender schaffen.
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- Carolin Blefgen (Autor), 2013, Das deutsche Free-TV unter Einfluss von Online-Videoportalen und Video-on-Demand-Angeboten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230398