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Die Bayreuther Festspiele im Dritten Reich

Hitler und die Familie Wagner

Titel: Die Bayreuther Festspiele im Dritten Reich

Fachbuch , 2013 , 88 Seiten

Autor:in: Dr. Sabine Busch-Frank (Autor:in), Helmut Strauss (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bayreuther Festspiele ziehen jedes Jahr Tausende von Besuchern an. Wagners Opern erstrahlen in neuem Glanz und der Run auf die Karten kennt keine Grenzen. Doch die Geschichte der Festspiele zeigt auch eine politische Dimension abseits der opulenten Inszenierungen und der Kunst. Im Dritten Reich stand die Familie Wagner nahe an Hitlers Seite und unterstützte die Nationalsozialisten. Die Bayreuther Festspiele wurden so zu einer Repräsentationsbühne für einen dunklen Teil der deutschen Geschichte.
In diesem Band werden die Beziehungen der Familie Wagner zu der nationalsozialistischen Führungsriege entschlüsselt. Wie entstand der Kontakt? Und wie veränderten sich die Festspiele in dieser Zeit?
Aus dem Inhalt: Winifred Wagner an der Spitze der Festspielleitung, Unterstützung der Nationalsozialisten, Hitler als Gast in Bayreuth, Motive Winifred Wagners, die Festspiele im Dritten Reich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

„Die Bayreuther Festspiele nach 1930“ von Dr. Sabine Busch-Frank

Voraussetzungen für die 1930 einsetzende Arbeit Winifred Wagners als Leiterin der Festspiele

Die Festspielleitung durch Winifred Wagner 1930-1943

Die Festspielleitung durch Wieland und Wolfgang Wagner 1951-1966

Die Festspielleitung durch Wolfgang Wagner 1966-1994

Ausblick auf die Zeit nach Wolfgang Wagner

Winifred Wagner, Hitler und ‚Bayreuth‘ in der Weimarer Republik von Helmut Strauss

Einleitung

Biographische Angaben

Winifred Wagner, Hitler und ‚Bayreuth‘ bis 1930

Schluss und Ausblick: ‚Bayreuth‘ im Dritten Reich

Hitler’s Bayreuth. The Bayreuth Festival during the ‘Third Reich’ von Helmut Strauss

Introduction

Bayreuth and Hitler 1933-1939

Bayreuth’s special standing in the ‘Third Reich’

Hitler’s ‘Court Theater’

‘War Festivals’ 1940-1944

The National Socialist Interpretation of the ‘War Festivals’

Conclusion

Zielsetzung & Themen

Diese Publikation beleuchtet das komplexe und ideologisch aufgeladene Verhältnis zwischen der Familie Wagner, den Bayreuther Festspielen und Adolf Hitler. Die Arbeit untersucht dabei insbesondere, wie die Festspiele als Repräsentationsinstrument des Nationalsozialismus instrumentalisiert wurden und welche Rolle die persönliche Beziehung Winifred Wagners zu Hitler dabei spielte.

  • Die politische Instrumentalisierung der Bayreuther Festspiele im Nationalsozialismus.
  • Die Rolle von Winifred Wagner als Leiterin und Vermittlerin zu Hitler.
  • Der Wandel des Festspielbetriebs vom Repräsentationsort zum sogenannten „Hitlers Hoftheater“.
  • Die organisatorische und finanzielle Abhängigkeit der Festspiele vom NS-Regime.
  • Die künstlerische Entwicklung und Inszenierungspraxis unter dem Einfluss der NS-Ideologie.

Auszug aus dem Buch

Die Festspielleitung durch Winifred Wagner 1930-1943

Winifred Wagner nahm die Verantwortung der Festspiele nicht alleine auf sich, sondern bildete – wie sie es nannte – ein „Dreieck“ mit Heinz Tietjen und Wilhelm Furtwängler. Damit handelte sie gemäß ihren testamentarisch zugesicherten Vollmachten, stieß aber Alt-Wagnerianer vor den Kopf und verärgerte ihre Schwägerinnen Eva und Daniela, die sich Hoffnungen gemacht hatten, nun als „Gralshüterinnen“ dem Werke ihres Vaters/Stiefvaters zu dienen.

Winifred überging die beiden Damen und übertrug die Oberspielleitung Tietjen und die Generalmusikdirektion Furtwängler. Sie selbst verspürte offensichtlich weder Drang zum Dirigat noch zur Regie. Daß die Wahl auf Tietjen fiel, führt Winifreds Sohn Wolfgang Wagner auf eine Äußerung seines Vaters zurück. Dieser hatte 1929 Tietjen und den Bühnenbildner Emil Preetorius für geeignet gehalten, Winifred im Falle seines eigenen Ausfallens zu unterstützen.

Winifred Wagners älteste Tochter charakterisiert Heinz Tietjen (1881 - 1967) wie folgt: „Dieser dünne, dunkle, kleine Mann mit den dicken Brillengläsern war eine der düstersten und erstaunlichsten Gestalten, die in den ersten verworrenen Zeiten des Dritten Reiches darum kämpften, ihre Machtpositionen zu behaupten. Er zeigte sich nie in der Öffentlichkeit, sah auch so unbedeutend aus, daß ihn doch niemand beachtet hätte. Seine Kollegen persiflierten den Titel eines damals in Deutschland bekannten Buches ‚Hat Christus je gelebt?‘ und fragten einander: ‚Hat Tietjen je gelebt?‘ Meiner Meinung nach übertrafen seine geschäftlichen Talente bei weitem seine Fähigkeiten als Dirigent. Zu jener Zeit war er Generalintendant aller preußischen Staatsopern, wozu die Kroll-Oper und die Staatsoper in Berlin gehörten [...] Sicherlich war er der geborene Diplomat, und dieses Talent ermöglichte ihm, jeden Regierungswechsel, der seine Stellung hätte erschüttern können, zu überleben. Innerhalb kürzester Zeit hatte Tietjen Mutter in der Tasche und den ganzen Stab der Festspiele an der Kandare.“

Zusammenfassung der Kapitel

„Die Bayreuther Festspiele nach 1930“ von Dr. Sabine Busch-Frank: Dieses Kapitel analysiert die Übernahme der Festspielleitung durch Winifred Wagner nach dem Tod ihres Mannes und die nachfolgenden organisatorischen Entwicklungen bis in die späte Wolfgang-Wagner-Ära.

Winifred Wagner, Hitler und ‚Bayreuth‘ in der Weimarer Republik von Helmut Strauss: Der Autor untersucht die biographischen und politischen Hintergründe, die zur engen Verbindung zwischen Winifred Wagner und Adolf Hitler sowie zur Vereinnahmung Bayreuths durch den Nationalsozialismus führten.

Hitler’s Bayreuth. The Bayreuth Festival during the ‘Third Reich’ von Helmut Strauss: Dieses Kapitel analysiert auf Englisch die Rolle Bayreuths als politisches Symbol, die Finanzierung durch das NS-Regime und die Instrumentalisierung der Festspiele als „Hitlers Hoftheater“ bis zum Ende des Krieges.

Schlüsselwörter

Bayreuther Festspiele, Winifred Wagner, Adolf Hitler, Nationalsozialismus, Richard Wagner, Wahnfried, Hitler's Hoftheater, Heinz Tietjen, NS-Ideologie, Bayreuth, Antisemitismus, Kulturpolitik, NS-Propaganda, Werkstatt Bayreuth, Festspielhaus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die tiefgreifende politische Verflechtung der Bayreuther Festspiele mit dem Nationalsozialismus sowie die Rolle der Familie Wagner, insbesondere Winifred Wagners, in diesem Zusammenhang.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die politische Instrumentalisierung von Kunst, die enge persönliche Verbindung zwischen Winifred Wagner und Hitler, die finanzielle Abhängigkeit der Festspiele vom NS-Staat und die kulturelle Gleichschaltungspolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die politischen Implikationen der persönlichen Beziehung zwischen Winifred Wagner und Hitler offenzulegen und zu zeigen, dass die Trennung zwischen Kunst und Politik in Bayreuth während des Dritten Reiches eine Illusion war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Analyse von historischen Dokumenten, Primärquellen (Briefe, Testamente, Berichte) sowie einer Auswertung der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur zur Geschichte der Bayreuther Festspiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Leitungsepochen (Winifred Wagner, Wieland/Wolfgang Wagner), die baulichen und wirtschaftlichen Aspekte der Festspiele sowie die Geschichte der Inszenierungen im Spannungsfeld zwischen Tradition und NS-Ideologie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Bayreuther Festspiele, Nationalsozialismus, Winifred Wagner, Hitler, NS-Instrumentalisierung, Wahnfried, Bayreuth, Kulturgeschichte.

Wie genau war die Verbindung zwischen Hitler und Winifred Wagner?

Es handelte sich um eine „innige Freundschaft“, die Bayreuth für Hitler geradezu zum „zweiten Zuhause“ werden ließ. Winifred Wagner nutzte diese Verbindung gezielt für die Belange der Festspiele und des Hauses Wahnfried.

Welche Rolle spielten die sogenannten „Kriegsfestspiele“?

Die „Kriegsfestspiele“ dienten der NS-Propaganda, indem sie treuen Parteianhängern, Soldaten und Arbeitern den kostenlosen Besuch der Festspiele ermöglichten und Bayreuth als kulturelles Aushängeschild für die „Volksgemeinschaft“ präsentierten.

Wurde die Autonomie der Festspiele unter dem NS-Regime eingeschränkt?

Die Festspiele behielten zwar eine gewisse formale Eigenständigkeit, waren aber inhaltlich und finanziell eng an Hitler und das NS-Regime gebunden. Wichtige Entscheidungen wurden ohne Hitlers Billigung nicht getroffen.

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Details

Titel
Die Bayreuther Festspiele im Dritten Reich
Untertitel
Hitler und die Familie Wagner
Autoren
Dr. Sabine Busch-Frank (Autor:in), Helmut Strauss (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
88
Katalognummer
V230533
ISBN (eBook)
9783656457275
ISBN (Buch)
9783656461692
ISBN (Buch)
9783956870170
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bayreuther festspiele dritten reich hitler familie wagner
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Sabine Busch-Frank (Autor:in), Helmut Strauss (Autor:in), 2013, Die Bayreuther Festspiele im Dritten Reich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230533
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  88  Seiten
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