Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Russistik / Slavistik

Die Bewusstseinsspaltung bei Dostoevskij. Herr Goljadkin im „Doppelgänger“

Titel: Die Bewusstseinsspaltung bei Dostoevskij. Herr Goljadkin im „Doppelgänger“

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Katja Kile (Autor:in)

Russistik / Slavistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung
2. Das „Doppelgänger-Phänomen“
2.1. Ursprünge und heutiger Forschungsstand
2.2. Doppelgänger in der Psychoanalyse
2.2.1. Freud
2.2.2. Rank
2.3. Der „Doppelgänger“ bei Dostoevskij
3. Die Bewusstseinsspaltung Goljadkins
3.1. Kurze Charakteristik
3.2. Goljadkin und sein soziales Umfeld
3.3. Goljadkin und sein Doppelgänger
3.4. Goldjadkin als „Untergrundtyp“
4. Fazit

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das „Doppelgänger-Phänomen“

2.1. Ursprünge und heutiger Forschungsstand

2.2. Doppelgänger in der Psychoanalyse

2.2.1. Freud

2.2.2. Rank

2.3. Der „Doppelgänger“ bei Dostoevskij

3. Die Bewusstseinsspaltung Goljadkins

3.1. Kurze Charakteristik

3.2. Goljadkin und sein soziales Umfeld

3.3. Goljadkin und sein Doppelgänger

3.4. Goldjadkin als „Untergrundtyp“

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der psychologischen Bewusstseinsspaltung des Protagonisten Jakov Petrovič Goljadkin in Dostoevskijs Werk „Der Doppelgänger“. Es wird analysiert, welche sozialen und individuellen Faktoren den Auslöser für die Persönlichkeitsspaltung bilden und welche Auswirkungen dieser Prozess auf den Protagonisten hat.

  • Das kulturelle und psychoanalytische Doppelgänger-Phänomen
  • Die literarische Darstellung des Doppelgängers bei Dostoevskij
  • Analyse der Persönlichkeitsstruktur und des sozialen Umfelds von Goljadkin
  • Die psychologische Einordnung der Hauptfigur als „Untergrundtyp“
  • Verhältnis zwischen Realität und Wahn in der Erzählung

Auszug aus dem Buch

3.3. Goljadkin und sein Doppelgänger

Zum ersten Treffen Goljadkins mit seinem Doppelgänger kommt es, nachdem er auf der Feier der höher gestellten Schicht zurückgewiesen wird. In seiner Verzweiflung und Erniedrigung rennt der Protagonist durch das nächtliche St. Petersburg mit dem Gefühl verfolgt zu werden bzw. nicht alleine zu sein. In seiner Wohnung trifft er wieder auf seinen Doppelgänger:

„Der Unbekannte saß gleichfalls in Mantel und Hut vor ihm, auf seinem Bett, lächelte ein wenig und nickte ihm mit etwas zusammengekniffenen Augen freundschaftlich zu. […]Herr Goljadkin hatte seinen nächtlichen Freund nun erkannt. Dieser nächtliche Freund war kein anderer als er selbst, ein zweiter Herr Goljadkin, der aber genauso aussah wie er selber – mit einem Wort das, was man einen Doppelgänger zu nennen pflegt…15.“

Ab dieser Szene wird der „Doppelgänger“ dem Leser als Goljadkin junior vorgestellt. Goljadkin senior, der bis zum Ende des Werkes glaubt, dass er der richtige, unaustauschbare und unverwechselbare Goldjakin sei, ist über diese Situation schockiert und verwirrt. Jedoch kommt es einem vor, dass außer ihn selbst, keiner etwas Besonderes und Kurioses im Doppelgängerdasein sieht. Sowohl auf der Arbeit, als auch im Privaten, merkt keiner, dass die Beiden identisch sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert Dostoevskijs psychologisches Profil und benennt die zentrale Forschungsfrage nach den Auslösern und Auswirkungen der Bewusstseinsspaltung des Protagonisten.

2. Das „Doppelgänger-Phänomen“: Das Kapitel beleuchtet den historischen und kulturellen Hintergrund des Doppelgängermotivs und erörtert die psychoanalytischen Perspektiven von Freud und Rank sowie deren Relevanz für das Werk Dostoevskijs.

3. Die Bewusstseinsspaltung Goljadkins: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Hauptfigur Jakov Petrovič Goljadkin, seines sozialen Umfelds, seines ersten Aufeinandertreffens mit dem Doppelgänger und seiner psychologischen Einordnung als „Untergrundtyp“.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur psychischen Verfassung des Protagonisten zusammen und betont die Bedeutung des Werkes für die Darstellung der Problematik kleiner Beamter im 19. Jahrhundert.

Schlüsselwörter

Doppelgänger, Dostoevskij, Bewusstseinsspaltung, Psychoanalyse, Goljadkin, Untergrundtyp, Selbstbewusstsein, Realitätsverlust, Persönlichkeitsstörung, Identität, Literaturwissenschaft, russische Literatur, Narzissmus, Paranoia, soziale Abhängigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die psychologische Bewusstseinsspaltung des Protagonisten Jakov Petrovič Goljadkin in Fjodor Dostoevskijs Erzählung „Der Doppelgänger“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten gehören das Doppelgänger-Phänomen in der Kulturgeschichte, psychoanalytische Ansätze von Freud und Rank sowie die Untersuchung des Protagonisten im sozialen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, welche Auslöser für die Persönlichkeitsspaltung Goljadkins verantwortlich sind und welche psychologischen Auswirkungen diese Spaltung für den Beamten hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die durch psychoanalytische Theorien und historische Interpretationsansätze gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Doppelgänger-Motiv und eine spezifische Analyse der Figur Goljadkin, seiner gescheiterten sozialen Interaktionen und seines inneren Zerfalls.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Doppelgänger, Bewusstseinsspaltung, Identitätsverlust, Untergrundtyp und Narzissmus.

Warum spielt das soziale Umfeld für Goljadkins Spaltung eine so große Rolle?

Goljadkin leidet unter einem Minderwertigkeitskomplex gegenüber seiner sozialen Umgebung, was ihn zu einer Identitätssuche treibt, die schließlich in der Halluzination eines „erfolgreicheren“ Doppelgängers mündet.

Wie endet die psychologische Entwicklung des Protagonisten in der Erzählung?

Goljadkin scheitert an dem Versuch, ein „Besserer“ zu werden, verliert die Kontrolle über seine Identität, wird von seinem Umfeld als geisteskrank wahrgenommen und in eine Nervenheilklinik eingewiesen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bewusstseinsspaltung bei Dostoevskij. Herr Goljadkin im „Doppelgänger“
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,0
Autor
Katja Kile (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V230643
ISBN (eBook)
9783656469575
ISBN (Buch)
9783656470656
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bewusstseinsspaltung dostoevskij herr goljadkin doppelgänger
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katja Kile (Autor:in), 2012, Die Bewusstseinsspaltung bei Dostoevskij. Herr Goljadkin im „Doppelgänger“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230643
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  14  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum