Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Psicología - Psicología de los medios

Strategien der Selbstdarstellung von Politikern

Título: Strategien der Selbstdarstellung von Politikern

Trabajo de Seminario , 1998 , 55 Páginas , Calificación: sehr gut

Autor:in: Ulrike Roppelt (Autor)

Psicología - Psicología de los medios
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Was jemand ist, was er sein möchte, als was er von anderen Menschen gesehen und beurteilt werden möchte, kurz: wie sich ein Mensch anderen gegenüber darstellt, das läßt sich auf vielerlei Art und Weise ausdrücken. So findet man im menschlichen Alltag eine Fülle von Ausdrucksweisen, in denen diese Tendenz zur Selbstdarstellung entweder besonders deutlich ausgeprägt ist oder die von vornherein und erklärtermaßen auch der Selbstpräsentation der Person, die sie hervorbringt, dienen. Werke aller Art, seien es handwerkliche Produkte, Autobiographien, Tagebücher, Theatervorstellungen, Performance oder Selbstportraits, wie das christusähnliche Selbstbildnis von Dürer, sind solche gewissermaßen‚ geronnenen verfestigten Äußerungen menschlicher Selbstdarstellung‘.
‚Selbstdarstellung‘ ist nach Mummendey (1995) immer ‚Darstellung des Individuums gegenüber einem wie auch immer gearteten Publikum‘. Egal, ob in der Kunst oder im Handwerk, im Beruf oder im Alltag - man stellt sich seiner sozialen Umwelt dar. Es kann sich hierbei eher um einen Interaktionspartner handeln oder man wendet sich ganz allgemein an die breite Öffentlichkeit, wie es im politischen Bereich vornehmlich praktiziert wird. Die Darstellung des Selbst spielt demnach in fast jeder sozialen Situation eine Rolle und so kann praktisch jedes menschliche Verhalten immer auch unter dem Gesichtspunkt der Selbstdarstellung aufgefaßt und interpretiert werden. Die Beschreibung und Klassifikation dieser mannigfaltigen Arten menschlicher Äußerungen ist natürlich auch für die Wissenschaft von besonderem Interesse und war bisher Anlaß für eine Vielzahl von Publikationen zum Thema.
Es ist schwierig, die Komplexität menschlicher Selbstdarstellung zu beschreiben und in Worte zu fassen. Diese Arbeit möchte trotzdem den Versuch wagen, den Selbstdarstellungsprozeß als alltägliche Leistung, v.a. im politischen Bereich, in ihren Grundzügen zu umreißen. Im ersten Teil sollen die wichtigsten Begriffsklärungen vorgenommen sowie motivationale Aspekte im Konstrukt der Selbstdarstellung näher differenziert werden. Der Schwerpunkt der Arbeit befaßt sich mit den Techniken der Selbstdarstellung - hier soll ein differenziertes Bild verschiedener Darstellungsformen in ihren Grundzügen entwickelt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Selbstdarstellung

1.1 Theoretische Einordnung und Begriffsklärung

1.2 Politik - eine One-man-show?

2 Motive der Selbstdarstellung

2.1 Publikumorientierte Motivation

2.2 Individuumorientierte Motivation

2.3 Publikumserwartungen in der Politik

2.3.1 Der machiavellistische Politiker

2.3.2 Der authentische Politiker

2.3.3 Der Politiker als Superman

2.4 Erwartungen der SeminarteilnehmerInnen an einen Politiker

3 Selbstdarstellungsverhalten

3.1 Klassifikationen des Selbstdarstellungsverhaltens

3.2 Offensive, defensive und assertive Selbstdarstellungsformen

3.3 Offensive Selbstdarstellung

3.4 Defensive Selbstdarstellung

3.4.1 Leugnen

3.4.2 Umdeuten: ‚Es war nicht so, sondern anders!‘

3.4.3 Urheberschaft bestreiten: ‚Ich hab‘s nicht getan!‘

3.4.4 Rechtfertigen: ‚Es war notwendig!‘

3.4.5 Kontrollfähigkeit bestreiten: ‚Ich kann nichts dafür! Ich wollte das nicht!‘

3.4.6 Etikettierung verhindern: ‚Das tue ich sonst nicht!‘

3.4.7 Um Verzeihung bitten: ‚Es tut mir leid!‘

3.5 Assertive Selbstdarstellung

3.5.1 Ingratiation: ‚Ich mache mich beliebt‘.

3.5.2 Self-promotion: ‚Ich stelle mich als kompetent dar‘.

3.5.3 Exemplification: ‚Ich stelle mich als Vorbild dar‘.

3.5.4 Intimidation: ‚Ich schüchtere andere ein‘.

3.5.5 Supplication: ‚Ich stelle mich als hilfsbedürftig dar‘.

3.5.6 Charakteristische Kombinationen von Sequenzen von Strategien

4 Selbstdarstellung im Spannungsfeld zwischen glaubwürdigen und vorteilhaften Eindrücken

4.1 Erwünschte Selbstdarstellung

4.2 Vermittlung von glaubwürdigen und vorteilhaften Eindrücken

4.3 Integrationsmodell von Laux & Schütz (1996)

5 Diskussion: Die Welt als große Bühne

5.1 Alles nur Theater? - Das Darstellungsspiel von Politikern

5.2 Was bleibt den Wählerinnen? - Ein Trainingsprogramm

5.3 Was ich will, das kann ich? - Motive, Formen und Kompetenzen der Selbstdarstellung

5.4 Man ist, wofür man gilt? - Persönlichkeit und Selbstdarstellung

5.5 Einmal defensiv, immer defensiv? - Die Frage nach der Selbstdarstellungstendenz

5.6 Mann und Frau im ganz alltäglichen Laienspiel

5.7 Gute Strategie - schlechte Strategie? - Bewertung der Selbstdarstellungsformen

6 Schluß: Man kann sich nicht nicht darstellen!

7 Anhang: ‚Leibchen für Lauftreff‘ - ein Blick auf den Wahlkampf der Grünen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Prozess der Selbstdarstellung im politischen Kontext unter Anwendung psychologischer Impression-Management-Theorien. Ziel ist es, die komplexen Mechanismen der Eindruckssteuerung zu analysieren, denen sich Politiker ausgesetzt sehen, um zwischen vorteilhaften und glaubwürdigen Fremdbildern zu navigieren.

  • Motivationale Grundlagen der Selbstdarstellung (individuum- vs. publikumsorientiert)
  • Klassifizierung politischer Strategien (offensiv, defensiv, assertiv)
  • Spannungsfeld zwischen Glaubwürdigkeit und vorteilhafter Wirkung
  • Analyse von Wahlkampfauftritten und politischer Inszenierung
  • Der Einfluss geschlechtsspezifischer Rollenerwartungen

Auszug aus dem Buch

3.3 Offensive Selbstdarstellung

‚Ein Politiker ist jemand, der auf kleine Fragen große Antworten gibt. Manche Politiker meinen sogar, die höchste Kunst bestehe darin, sich überhaupt keine Fragen stellen zu lassen‘. (Wiggins, nach Schütz 1992)

Unter offensiver Selbstdarstellung versteht Schütz (1994) grundsätzlich die ‚Aufwertung der eigenen Person durch die Abwertung von anderen oder dominantes, oft aggressiv getöntes Interaktionsverhalten‘. Nachfolgende Tabelle 3 gibt einen Überblick zu konkreten Verhaltensweisen, die zum Repertoire der offensiven Selbstdarstellung zu rechnen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Selbstdarstellung: Einführung in die theoretische Verankerung der Selbstdarstellung und deren Bedeutung für das politische Geschehen als inszenierte Bühne.

2 Motive der Selbstdarstellung: Analyse der grundlegenden Motivationen, unterteilt in publikums- und individuumorientierte Antriebe sowie spezifische Erwartungshaltungen in der Politik.

3 Selbstdarstellungsverhalten: Detaillierte Betrachtung der verschiedenen Taktiken, insbesondere offensiver, defensiver und assertiver Kommunikationsstile im Rahmen des Impression-Managements.

4 Selbstdarstellung im Spannungsfeld zwischen glaubwürdigen und vorteilhaften Eindrücken: Auseinandersetzung mit dem zentralen Dilemma, einerseits vorteilhaft erscheinen zu wollen und andererseits als authentisch und glaubwürdig wahrgenommen zu werden.

5 Diskussion: Die Welt als große Bühne: Kritische Reflexion über die Standardisierung von Politikerverhalten und die Suche nach Möglichkeiten für ein individualisiertes Politikverständnis.

6 Schluß: Man kann sich nicht nicht darstellen!: Zusammenfassende Betrachtung der Unausweichlichkeit von Selbstdarstellung in jeder Form sozialer Interaktion.

7 Anhang: ‚Leibchen für Lauftreff‘ - ein Blick auf den Wahlkampf der Grünen: Fallbeispiel zur Anwendung der theoretischen Konzepte auf den konkreten, teils improvisierten Wahlkampf der Grünen im Jahr 1998.

Schlüsselwörter

Selbstdarstellung, Impression-Management, politische Inszenierung, Macht, Glaubwürdigkeit, Vorteilhaftigkeit, Politiker, Wahlkampf, Psychologie, Rollenverhalten, Kommunikation, Strategien, Authentizität, Emotion, Sozialpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Strategien, mit denen sich Personen, insbesondere Politiker, im öffentlichen Raum präsentieren und dabei versuchen, bestimmte Eindrücke bei ihrem Publikum zu erzeugen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die psychologischen Grundlagen der Eindruckssteuerung, die Unterscheidung zwischen offensiven, defensiven und assertiven Taktiken sowie das Dilemma zwischen gewünschter Vorteilhaftigkeit und notwendiger Glaubwürdigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Selbstdarstellungsprozess als alltägliche Leistung zu verstehen und aufzuzeigen, wie Politiker durch verschiedene Techniken versuchen, ihren Einfluss zu sichern und ihre Persönlichkeit zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf sozialpsychologischen Konzepten der Impression-Management-Theorie (u.a. Goffman, Laux & Schütz, Jones & Pittman) basiert und diese auf Beispiele aus dem politischen Alltag sowie empirische Studien überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Klassifikationen von Selbstdarstellungsformen detailliert dargelegt, von der aktiven Eigenwerbung (assertiv) bis hin zur Verteidigung gegen Kritik (defensiv) und der Abwertung des politischen Gegners (offensiv).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Selbstdarstellung, Impression-Management, Glaubwürdigkeit, politische Inszenierung und Kommunikationsstrategien definieren.

Wie unterscheidet sich die "offensive" von der "assertiven" Selbstdarstellung?

Offensive Selbstdarstellung zielt darauf ab, die eigene Position durch die Abwertung anderer oder aggressives Auftreten zu stärken, während assertive Strategien (wie z.B. Ingratiation oder Self-promotion) primär durch positive Selbstpräsentation und Kompetenzdarstellung überzeugen wollen.

Welche Rolle spielt die "Glaubwürdigkeit" für Politiker?

Glaubwürdigkeit ist laut der Arbeit eine kommunikative Basis, ohne die politische Überzeugungskraft nicht funktioniert. Politiker stehen permanent in einem Spannungsfeld: Sie müssen vorteilhaft erscheinen, riskieren jedoch bei Übertreibung, als unglaubwürdig oder "scheinheilig" eingestuft zu werden.

Final del extracto de 55 páginas  - subir

Detalles

Título
Strategien der Selbstdarstellung von Politikern
Universidad
University of Bamberg
Curso
Theatralität und Persönlichkeit
Calificación
sehr gut
Autor
Ulrike Roppelt (Autor)
Año de publicación
1998
Páginas
55
No. de catálogo
V230701
ISBN (Ebook)
9783656470380
ISBN (Libro)
9783656470779
Idioma
Alemán
Etiqueta
Selbstdarstellung Publikumserwartungen in der Politik Politiker Selbstdarstellung von Politikern Selbstdarstellungsverhalten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ulrike Roppelt (Autor), 1998, Strategien der Selbstdarstellung von Politikern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230701
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  55  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint