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Remilitarisierung des Rheinlandes

Unter besonderer Berücksichtugung des Deutsch Italienischen Verhältnisses

Título: Remilitarisierung des Rheinlandes

Trabajo , 2012 , 22 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Stefan Schmidt (Autor)

Historia de Alemania - Historia contemporánea
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„Berlin zittert vor Spannung.“ So beschrieb Joseph Goebbels in seinem Tagebuch die Tage um die Remilitarisierung des Rheinlandes im März 1936. Es war Hitlers zweiter „Wochenendecoup“ und politisch äußerst gewagtes Manöver nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht 1935 und der zweite bedeutende Verstoß gegen die Versailler Verträge. Die Remilitarisierung war bereits Jahre zuvor von Hitler als Ziel ausgegeben worden, jedoch wollte er einen günstigen Zeitpunkt abwarten. Trotz des Erfolges infolge des Nichteinschreitens der übrigen europäischen Mächte Großbritannien, Frankreich und Italien war die Remilitarisierung im Vorfeld innerhalb der Führungsriege der Nationalsozialisten sehr umstritten. Obwohl man sich größtenteils darüber einig war, dass das Rheinland wieder in das Reichsgebiet eingegliedert werden sollte, warfen vor allem hochrangige Militärs Hitler vor, dass es sich eben im März 1936 um den Akt eines Hasardeurs handeln würde. Die internationale Situation war keineswegs derartig gelagert, dass sicher davon ausgegangen werden konnte, dass sich die oben genannten Parteien in Zurückhaltung üben würde. Verschiedene Aspekte führten allerdings dazu, dass es nur bei Protestbekundungen blieb und ein militärischer Konflikt ausblieb. Mit Großbritannien hatte in den Jahren zuvor eine Annäherung stattgefunden, die im Flottenabkommen vom 18. Juni 1935 ihren Höhepunkt fand. Die britische Regierung war der Meinung, Hitler und das dritte Reich über weitreichende Bündnisse, die dem Flottenabkommen folgen sollten, im Zaum halten zu können. Darüber hinaus war die Aufrechterhaltung der entmilitarisierten Zone des Rheinlandes für Großbritannien nicht von großer Bedeutung, wie bereits aus Beratungen der britischen Regierung im Frühjahr 1935 hervorgeht.

Extracto


Gliederung

1. Einleitung

2. Die Entwicklung der Deutsch-Italienischen Beziehungen zwischen 30. Januar 1933 und Mai 1936

2.1 Die europäische Grundordnung vor der Remilitarisierung:

2.2 Beginn der Beziehungen:

2.3 Putschversuch in Österreich:

2.4 Die Wiedereinführung der Wehrpflicht und die Stresa-Front:

2.5 Der Abessinienkonflikt und der Wandel in den Deutsch-Italienischen Beziehungen:

2.6 Die Remilitarisierung des Rheinlands:

3. Schlussbetrachtungen:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die außenpolitische Annäherung zwischen dem Deutschen Reich unter Hitler und dem faschistischen Italien unter Mussolini zwischen 1933 und 1936. Im Zentrum steht die Analyse, wie sich die deutsch-italienischen Beziehungen von anfänglicher Skepsis und Spannungen, insbesondere durch den Putschversuch in Österreich, hin zur Bildung der "Achse Berlin-Rom" im Kontext der Remilitarisierung des Rheinlandes und des Abessinienkonfliktes wandelten.

  • Analyse der europäischen Grundordnung und des Einflusses der Appeasement-Politik
  • Untersuchung des deutsch-italienischen Interessenkonfliktes bezüglich Österreich
  • Betrachtung der Auswirkungen des Abessinienkrieges auf die Stresa-Front
  • Darstellung der taktischen Vorgehensweise Hitlers bei der Remilitarisierung des Rheinlandes

Auszug aus dem Buch

2.3 Putschversuch in Österreich:

Der zweite große außenpolitische Schauplatz zu Beginn der Beziehungen zwischen Hitler und Mussolini ist der Putschversuch der Nationalsozialisten in Österreich zu behandeln. Bereits im April 1933 reiste Herrmann Göring nach Rom um in Vertretung Hitlers die Position Italiens in der Österreichfrage auszuloten. Göring versicherte, dass die Grenze entlang des Brenners bestehen sollte, falls der Anschluss an das Deutsche Reich gelingt, dennoch konnte keine Einigung mit Mussolini erzielt werden. Er sah Österreich als wichtigen Puffer zwischen dem Deutschen Reich und Italien an und wollte somit eine Eingliederung in das Reichsgebiet verhindern. Mussolini lehnte den Vorschlag Görings ab, Neuwahlen in Österreich abzuhalten um eine nationalsozialistische Regierungsbeteiligung zu erwirken. Die Verhandlungen fanden im Geheimen statt und Göring leugnete diese in der Folge.

Zeitgleich mit dem Besuch Görings sprach der österreichische Kanzler Dollfuß bei Mussolini vor. Dieser wollte eine Einigung zwischen dem Deutschen Reich und Italien auf Kosten Österreichs unbedingt verhindern. Mussolini war Österreich in dieser Frage wohlgesonnen und bestand auf den Erhalt Österreichs als unabhängigen Staat zwischen Hitlerdeutschland und Italien. So analysierte der deutsche Botschafter von Hassell: „Der Bundeskanzler kehrt mit dem sicherlich zutreffenden Eindruck heim, daß Italien die Aufrechterhaltung eines unabhängigen Österreichs als eine der wichtigsten Aufgaben seiner Politik in Europa betrachtet.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die politische Ausgangslage im März 1936 vor dem Hintergrund der Remilitarisierung des Rheinlandes und beschreibt die unterschiedlichen Interessen der europäischen Großmächte.

2. Die Entwicklung der Deutsch-Italienischen Beziehungen zwischen 30. Januar 1933 und Mai 1936: Dieses Hauptkapitel analysiert in mehreren Unterabschnitten die diplomatischen Schwankungen zwischen Deutschland und Italien, von der gegenseitigen Distanz über den Österreichkonflikt bis hin zur engeren Zusammenarbeit infolge des Abessinienkrieges.

3. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die drei Phasen der deutsch-italienischen Annäherung zusammen und bilanziert, wie die außenpolitischen Ereignisse Mussolini letztlich in die Rolle des wichtigsten Verbündeten Hitlers drängten.

Schlüsselwörter

Remilitarisierung, Rheinland, Deutsch-Italienische Beziehungen, Hitler, Mussolini, Österreich, Abessinienkonflikt, Stresa-Front, Versailler Vertrag, Appeasement-Politik, Außenpolitik, Nationalsozialismus, Faschismus, Achse Berlin-Rom, Wehrpflicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der diplomatischen Beziehungen zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschistischen Italien im Zeitraum von 1933 bis 1936.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die europäische Sicherheitspolitik, die Revisionspolitik Hitlers gegenüber dem Versailler Vertrag, der Österreichkonflikt sowie der Abessinienkrieg.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es, den Wandel der deutsch-italienischen Beziehungen aufzuzeigen, der von anfänglicher Konfrontation in der Österreichfrage zur engen partnerschaftlichen Achse Berlin-Rom führte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine politik- und geschichtswissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Dokumente, Tagebucheinträge und relevanter Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch und thematisch in die Analyse der europäischen Grundordnung, den Putschversuch in Österreich, die Wiedereinführung der Wehrpflicht, den Abessinienkonflikt und schließlich die Remilitarisierung des Rheinlandes.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Diplomatiegeschichte, Mächtekonstellationen, Revisionspolitik und internationale Beziehungen der Zwischenkriegszeit definieren.

Welche Bedeutung hatte der Putschversuch in Österreich für das Verhältnis der Diktatoren?

Der Putschversuch markierte einen Tiefpunkt in den Beziehungen, da Italien die Unabhängigkeit Österreichs als essenziell für seine Sicherheitsinteressen betrachtete und Hitler hierbei als Gegenspieler auftrat.

Warum war der Abessinienkonflikt ein Wendepunkt für Italien?

Der Konflikt führte zur diplomatischen Isolierung Italiens gegenüber den Westmächten, wodurch Mussolini gezwungen war, seine bisherige Distanz zu Hitler aufzugeben und sich diesem politisch anzunähern.

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Detalles

Título
Remilitarisierung des Rheinlandes
Subtítulo
Unter besonderer Berücksichtugung des Deutsch Italienischen Verhältnisses
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Curso
Dt. Außenpolitik 1919-1939
Calificación
2,0
Autor
Stefan Schmidt (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
22
No. de catálogo
V230748
ISBN (Ebook)
9783656472124
ISBN (Libro)
9783656533221
Idioma
Alemán
Etiqueta
remilitarisierung rheinlandes unter berücksichtugung deutsch italienischen verhältnisses
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Schmidt (Autor), 2012, Remilitarisierung des Rheinlandes, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230748
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