„Beatmungsassoziierte, nosokomiale Pneumonien (VAP) gehören für Kliniker heutzutage zu den drei größten Infektionsgefahren und sind schätzungsweise für bis zu 60% aller Todesfälle infolge von nosokomialen Infektionen (NI) in den Vereinigten Staaten verantwortlich.“[1]
Laut den Richtlinien für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist zu erfahren: „Pneumonien, die unter maschineller Beatmung auftreten, bilden die Subgruppe der sogenannten beatmungs-assoziierten Pneumonien. Sowohl in den USA als auch in Europa ist die Pneumonie die zweit- bzw. dritthäufigste nosokomiale Infektion insgesamt; bei intensivmedizinisch betreuten Patienten steht sie sogar an der Spitze aller nosokomialen Infektionen. Von entscheidender Bedeutung ist neben der Häufigkeit der Pneumonie die mit ihr einhergehende Morbidität und Letalität sowie die verlängerte Krankenhausverweildauer; unter allen nosokomialen Infektionen ist die Pneumonie am häufigsten mit einem tödlichen Verlauf verbunden. Es konnte gezeigt werden, dass das Auftreten einer beatmungsassoziierten Pneumonie unabhängig von anderen Risikofaktoren zu einer Steigerung der Letalität um bis zu 30% führt.“[2]
[...]
[1] Internet: CDC: „Guidelines for Preventing Healthcare-Associated Pneumonia, 2003. Recommendations of the CDC and the Healthcare Infection Control Practices Advisory Committee.” MMWR 2004; 53 (Nr.RR-3); www.haiwatch.com/VAP.aspx;
01.08.2012;
[2] Robert Koch Institut (RKI); Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektions-prävention; Empfehlungen zur Prävention der nosokomialen Pneumonie; Bundesgesundheitsbl-Gesundheitsforschung-Gesundsschutz 2000; Springer-Verlag 2000; S.302
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Erweiterung des Fachwissens
2. Anatomie und Physiologie
2.1 Anatomie des Atmungssystems
2.1.1 Die Nase
2.1.2 Der Rachen
2.1.3 Der Kehlkopf
2.1.4 Die Luftröhre
2.1.5 Die Bronchien
2.1.6 Die Lungen
2.2 Physiologie der Atmung
2.2.1 Die Atemmechanik (äußere Atmung)
2.2.2 Das Zwerchfell
2.2.3 Die Einatmung
2.2.4 Die Ausatmung
2.2.5 Der Gasaustausch (innere Atmung)
2.2.6 Der Sauerstofftransport im Blut
2.2.7 Der Kohlendioxidtransport im Blut
3. Probleme des beatmeten Patienten
3.1 Atemwegsinfektionen und Pneumonien
3.2 Risikofaktoren einer nosokomialen Pneumonie
4. Ausstattung eines Beatmungsplatzes/Intensivpflegeplatz
4.1 Handbeatmungsbeutel
4.2 Absaugeinheit
4.3 Passive/ Aktive Befeuchtung
4.4 Vernebler/ Medikamentenvernebler
4.5 Beatmungsgerät/ Zubehör
5. Pflege des Beatmungspatienten unter hygienischen Aspekten
5.1 Händedesinfektion
5.2 Wahl des Tubus
5.3 Art der Intubation
5.4 Beatmungsfilter
5.5 Beatmungsschläuche
5.6 Kontrolle des Beatmungsweges/ der Atemwege
5.7 Lagerung eines Beatmungspatienten
5.7.1 135°-Seitenlage/Bauchlage
5.7.2 Kontinuierliche laterale Rotationstherapie
5.7.3 Seitenlagerung
5.7.4 Oberkörperhochlagerung
5.7.5 Lagerungsdrainagen
5.7.6 Mobilisation des beatmeten Patienten
5.8 Maßnahmen zur Verbesserung des Sekrettransports
5.9 Mundpflege eines beatmeten Patienten
5.9.1 Absaugen von Rachensekret
5.9.2 Spülen und Auswischen der Mundhöhle
5.9.3 Spezielle Zahnpflege
5.9.4 Nasenpflege
5.9.5 Ohrenpflege
5.9.6 Augenpflege
5.10 Tubuspflege
5.10.1 Endotracheale Intubation
5.10.2 Tracheotomie
5.11 Ernährung des Beatmungspatienten
5.11.1 Enterale Ernährung
5.11.2 Parenterale Ernährung
5.12 Selektive Darmdekontamination (SOD/SDD)
6. Schlusswort
Literaturverzeichnis
Bildernachweis
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine beatmungsassoziierte Pneumonie (VAP)?
Es handelt sich um eine Lungenentzündung, die als nosokomiale Infektion speziell bei Patienten auftritt, die maschinell beatmet werden.
Wie hoch ist das Risiko durch VAP auf Intensivstationen?
VAP ist eine der häufigsten nosokomialen Infektionen und kann die Letalität bei intensivmedizinisch betreuten Patienten um bis zu 30 % steigern.
Welche hygienischen Maßnahmen sind bei der Pflege entscheidend?
Zentral sind die Händedesinfektion, die Wahl des richtigen Tubus, die Mundpflege sowie der regelmäßige Wechsel von Beatmungsfiltern und -schläuchen.
Welche Rolle spielt die Lagerung des Patienten?
Spezielle Lagerungstechniken wie die Oberkörperhochlagerung oder die 135°-Seitenlage helfen, das Risiko von Aspirationen und Infektionen zu senken.
Wie wird das Sekretmanagement durchgeführt?
Durch Maßnahmen zur Verbesserung des Sekrettransports, Absaugen von Rachensekret und spezielle Tubuspflege, um die Atemwege frei zu halten.
Welche Bedeutung haben die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI)?
Die RKI-Richtlinien bieten die wissenschaftliche Basis für Infektionsprävention und Hygienevorgaben in deutschen Kliniken.
- Quote paper
- Mag.a (FH) Malgorzata Wimmer (Author), 2012, Hygiene bei Beatmungspatienten in der Intensivstation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230844