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Hygiene bei Beatmungspatienten in der Intensivstation

Titel: Hygiene bei Beatmungspatienten in der Intensivstation

Fachbuch , 2012 , 37 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Mag.a (FH) Malgorzata Wimmer (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Beatmungsassoziierte, nosokomiale Pneumonien (VAP) gehören für Kliniker heutzutage zu den drei größten Infektionsgefahren und sind schätzungsweise für bis zu 60% aller Todesfälle infolge von nosokomialen Infektionen (NI) in den Vereinigten Staaten verantwortlich.“[1]

Laut den Richtlinien für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist zu erfahren: „Pneumonien, die unter maschineller Beatmung auftreten, bilden die Subgruppe der sogenannten beatmungs-assoziierten Pneumonien. Sowohl in den USA als auch in Europa ist die Pneumonie die zweit- bzw. dritthäufigste nosokomiale Infektion insgesamt; bei intensivmedizinisch betreuten Patienten steht sie sogar an der Spitze aller nosokomialen Infektionen. Von entscheidender Bedeutung ist neben der Häufigkeit der Pneumonie die mit ihr einhergehende Morbidität und Letalität sowie die verlängerte Krankenhausverweildauer; unter allen nosokomialen Infektionen ist die Pneumonie am häufigsten mit einem tödlichen Verlauf verbunden. Es konnte gezeigt werden, dass das Auftreten einer beatmungsassoziierten Pneumonie unabhängig von anderen Risikofaktoren zu einer Steigerung der Letalität um bis zu 30% führt.“[2]
[...]
[1] Internet: CDC: „Guidelines for Preventing Healthcare-Associated Pneumonia, 2003. Recommendations of the CDC and the Healthcare Infection Control Practices Advisory Committee.” MMWR 2004; 53 (Nr.RR-3); www.haiwatch.com/VAP.aspx;
01.08.2012;

[2] Robert Koch Institut (RKI); Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektions-prävention; Empfehlungen zur Prävention der nosokomialen Pneumonie; Bundesgesundheitsbl-Gesundheitsforschung-Gesundsschutz 2000; Springer-Verlag 2000; S.302

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Erweiterung des Fachwissens

2. Anatomie und Physiologie

2.1 Anatomie des Atmungssystems

2.1.1 Die Nase

2.1.2 Der Rachen

2.1.3 Der Kehlkopf

2.1.4 Die Luftröhre

2.1.5 Die Bronchien

2.1.6 Die Lungen

2.2 Physiologie der Atmung

2.2.1 Die Atemmechanik (äußere Atmung)

2.2.2 Das Zwerchfell

2.2.3 Die Einatmung

2.2.4 Die Ausatmung

2.2.5 Der Gasaustausch (innere Atmung)

2.2.6 Der Sauerstofftransport im Blut

2.2.7 Der Kohlendioxidtransport im Blut

3. Probleme des beatmeten Patienten

3.1 Atemwegsinfektionen und Pneumonien

3.2 Risikofaktoren einer nosokomialen Pneumonie

4. Ausstattung eines Beatmungsplatzes/Intensivpflegeplatz

4.1 Handbeatmungsbeutel

4.2 Absaugeinheit

4.3 Passive/ Aktive Befeuchtung

4.4 Vernebler/ Medikamentenvernebler

4.5 Beatmungsgerät/ Zubehör

5. Pflege des Beatmungspatienten unter hygienischen Aspekten

5.1 Händedesinfektion

5.2 Wahl des Tubus

5.3 Art der Intubation

5.4 Beatmungsfilter

5.5 Beatmungsschläuche

5.6 Kontrolle des Beatmungsweges/ der Atemwege

5.7 Lagerung eines Beatmungspatienten

5.7.1 135°-Seitenlage/Bauchlage

5.7.2 Kontinuierliche laterale Rotationstherapie

5.7.3 Seitenlagerung

5.7.4 Oberkörperhochlagerung

5.7.5 Lagerungsdrainagen

5.7.6 Mobilisation des beatmeten Patienten

5.8 Maßnahmen zur Verbesserung des Sekrettransports

5.9 Mundpflege eines beatmeten Patienten

5.9.1 Absaugen von Rachensekret

5.9.2 Spülen und Auswischen der Mundhöhle

5.9.3 Spezielle Zahnpflege

5.9.4 Nasenpflege

5.9.5 Ohrenpflege

5.9.6 Augenpflege

5.10 Tubuspflege

5.10.1 Endotracheale Intubation

5.10.2 Tracheotomie

5.11 Ernährung des Beatmungspatienten

5.11.1 Enterale Ernährung

5.11.2 Parenterale Ernährung

5.12 Selektive Darmdekontamination (SOD/SDD)

6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit verfolgt das Ziel, Unklarheiten in der hygienischen Versorgung beatmeter Patienten auf der Intensivstation zu beseitigen und einen praxisorientierten Leitfaden für neues Personal und Fachkursschüler bereitzustellen.

  • Anatomische und physiologische Grundlagen der menschlichen Atmung
  • Ursachen und Risikofaktoren für nosokomiale Pneumonien
  • Hygienische Standards bei der Ausstattung und Pflege von Beatmungsplätzen
  • Spezifische Pflegemaßnahmen wie Absaugung, Mundpflege und Lagerung
  • Ernährungsmanagement beatmeter Patienten

Auszug aus dem Buch

3. Probleme des beatmeten Patienten

Sobald ein Patient intubiert wird, besonders dann, wenn er über einen längeren Zeitraum beatmet werden muss (man spricht von einer Langzeitintubation bei >24h dauernder endotrachealer Intubation) werden die physiologischen Reinigungs- und Schutzmechanismen des Respirationstraktes umgangen, besonders die „mukozilliäre Clearance“. Dieser kontinuierliche Transport von Sekreten aus den Lungen in die oberen Luftwege dient der Abfuhr von Bakterien und Fremdkörpern. Die intubationsbedingte Ausschaltung dieses Mechanismus gilt als Hauptfaktor von Pneumonien.

Beatmete Patienten sind besonders gefährdet, eine nosokomiale Pneumonie zu bekommen, da durch den Trachealtubus / Trachealkanüle:

 der Glottisschluss verhindert wird

 der Schluckakt gestört oder ganz erloschen ist

 es zu Schleimhautschäden kommen kann

 eine Leitschiene für Bakterien und Keime gestellt wird

 und einem nicht ausreichenden geblocktem Cuff, Mikroaspirationen entstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Erweiterung des Fachwissens: Einführung in die thematische Auseinandersetzung mit Anatomie, Physiologie und den speziellen Risiken der Beatmung.

2. Anatomie und Physiologie: Detaillierte Darstellung des menschlichen Atmungssystems und der Mechanismen des Gasaustauschs.

3. Probleme des beatmeten Patienten: Analyse der Gefahren durch die Umgehung natürlicher Schutzmechanismen und Identifikation von Pneumonie-Risikofaktoren.

4. Ausstattung eines Beatmungsplatzes/Intensivpflegeplatz: Erläuterung der notwendigen medizinischen Ausrüstung wie Beatmungsbeuteln, Absaugeinheiten und Befeuchtungssystemen unter Hygieneaspekten.

5. Pflege des Beatmungspatienten unter hygienischen Aspekten: Umfassende Darstellung pflegerischer Hygienemaßnahmen, von der Händedesinfektion über Lagerungsstrategien bis hin zur Mund- und Tubuspflege.

6. Schlusswort: Fazit zur Bedeutung hygienischer Standards zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen und zur wirtschaftlichen Entlastung.

Schlüsselwörter

Intensivstation, Beatmung, Hygiene, Nosokomiale Pneumonie, VAP, Intubation, Tracheotomie, Absaugung, Mundpflege, Beatmungsplatz, Infektionsprävention, Lagerung, Beatmungsfilter, Enterale Ernährung, Mukozilliäre Clearance

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die essenziellen hygienischen Anforderungen bei der Versorgung von beatmeten Patienten auf Intensivstationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf anatomischen Grundlagen, Infektionsrisiken durch die Beatmung, der korrekten Handhabung der medizinischen Geräte sowie spezifischen pflegerischen Hygienemaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beseitigung von Wissenslücken in der Hygiene und die Erstellung eines Leitfadens für das Personal zur Senkung nosokomialer Infektionsraten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Fachliteratur, Richtlinien des Robert-Koch-Instituts und medizinischer Standards für die Intensivmedizin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert den Beatmungsplatz, Techniken zur Sekretmobilisation, Lagerungsstrategien zur Atemunterstützung sowie die Mund- und Tubuspflege.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Intensivstation, Hygiene, Beatmung, nosokomiale Pneumonie, Infektionsprävention und pflegerische Sorgfalt.

Warum ist die Mundpflege bei beatmeten Patienten so kritisch?

Mangelnde Mundpflege kann zu entzündlichen Infektionen wie Soor oder Stomatitis führen und Bakterienansammlungen begünstigen, die durch Aspiration Pneumonien auslösen können.

Welche Rolle spielt die Positionierung des Patienten?

Die Lagerung, etwa in der Bauchlage oder durch Oberkörperhochlagerung, dient der Verbesserung des Gasaustauschs, der Sekretmobilisation und der Aspirationsprophylaxe.

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Details

Titel
Hygiene bei Beatmungspatienten in der Intensivstation
Note
sehr gut
Autor
Mag.a (FH) Malgorzata Wimmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
37
Katalognummer
V230844
ISBN (eBook)
9783656472575
ISBN (Buch)
9783656472698
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hygienebeauftragte intensivstation weiterbildungslehrgang in hygienebeauftragte pflegeeinrichtungen hygiene intensiv
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag.a (FH) Malgorzata Wimmer (Autor:in), 2012, Hygiene bei Beatmungspatienten in der Intensivstation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230844
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Leseprobe aus  37  Seiten
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