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Kurzgeschichten im Religionsunterricht. Elisabeth Langgässers "Saisonbeginn"

Titel: Kurzgeschichten im Religionsunterricht. Elisabeth Langgässers "Saisonbeginn"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Elisabeth Esch (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Warum sollten literarische Texte im Religionsunterricht besprochen werden, wenn sie gar nicht von Theologen verfasst worden sind und augenscheinlich keine religiöse Intention verfolgen? Verfällt die Religionslehre dabei nicht zu sehr in die Arbeitsweise des Deutschunterrichts? Können literarische Werke überhaupt etwas Göttliches enthalten? Mit diesen und weiteren Fragen wird sich die vorliegende Ausarbeitung beschäftigen. Es wird beleuchtet, inwieweit Kurzgeschichten im Religionsunterricht geeignet scheinen.
Damit diese Auseinandersetzung gelingen kann, muss zuerst geklärt werden, was eine Kurzgeschichte ist und welche Merkmale diese Gattung auszeichnen. Im Anschluss daran werden die Chancen und Grenzen vom Einsatz der Kurzgeschichten im Religionsunterricht gegenübergestellt. Anhand eines Beispiels werden diese Überlegungen weiter vertieft. Dabei wird Elisabeth Langgässers Saisonbeginn zunächst gegliedert, woraufhin die religiösen Symbole und Metaphern analysiert werden, um aufzuzeigen, inwieweit die literarische Arbeit der Autorin mit der theologischen vergleichbar ist. Anschließend wird auf die Biographie der Autorin eingegangen, die erklärt, warum sich in ihren Werken biblische Züge finden lassen. Zum Schluss wird ein denkbarer Unterrichtsentwurf aufgezeigt. Anhand der didaktischen Impulse wird theoretisch die Relevanz von Saisonbeginn im Unterricht begründet und die Ziele und Absichten dieser Stunde werden genannt, die mit dem Kernlehrplan für Nordrhein Westfalen vereinbar sind. Zusätzlich werden Methoden aufgezeigt, durch die Schülerinnen und Schüler adäquat die Kurzgeschichte Saisonbeginn ergründen können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzgeschichten im Religionsunterricht

2.1. Merkmale von Kurzgeschichten

2.2. Chancen und Grenzen des Einsatzes von Kurzgeschichten im Religionsunterricht

3. Saisonbeginn von Elisabeth Langgässer

3.1. Inhalt und Gliederung der Kurzgeschichte Saisonbeginn

3.2. Religiöse Symbole in Saisonbeginn und deren theologische Bedeutung

3.3. Einbeziehung der Biographie von Elisabeth Langgässer

4. Unterrichtsentwurf zu Saisonbeginn für eine achte Klasse eines Gymnasiums

4.1. Didaktische Impulse

4.2. Methodische Impulse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Kurzgeschichten als literarisches Medium im Religionsunterricht und konkretisiert dies anhand einer detaillierten Analyse von Elisabeth Langgässers Kurzgeschichte "Saisonbeginn". Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch die Interpretation literarischer Texte religiöse Lernprozesse initiiert und ethische Reflexionen über Diskriminierung und Doppelmoral angeregt werden können.

  • Theoretische Fundierung der Gattung Kurzgeschichte und ihrer Eignung für den Religionsunterricht.
  • Analyse der religiösen Symbolik und biblischen Verweise in "Saisonbeginn".
  • Biographische Einordnung von Elisabeth Langgässer und deren Einfluss auf ihr literarisches Werk.
  • Konzeption eines praxisnahen Unterrichtsentwurfs für die 8. Jahrgangsstufe.

Auszug aus dem Buch

3.2. Religiöse Symbole in Saisonbeginn und deren theologische Bedeutung

Da sich viele religiöse Symbole in Saisonbeginn finden lassen, eignet sich diese Kurzgeschichte adäquat für die Besprechung im Religionsunterricht. Nun wird genauer auf die einzelnen verwendeten religiösen Bilder eingegangen.

Als erstes Bild fällt dem Leser direkt das Holzkreuz in den Blick, welches mit einem Schild versehen ist, auf welchem „J.N.R.J.“ (Z. 32) steht, was „Der König der Juden“ (Lk 23,38) bedeutet. Das Wegekreuz befindet sich an der Stadtgrenze und demnach außerhalb des Stadtkernes, so wie der Platz, an dem Jesus Christus gekreuzigt wurde. Viele konnten dadurch das Schild an dem Kreuz lesen, welches in vielen Sprachen angefertigt wurde, damit alle es verstehen (vgl. Joh 19,20). Das Christentum und somit die christlichen Werte, wie Nächstenliebe, scheinen in dem Kurort keinen Platz zu haben und „die Unmenschlichkeit [...] hat eine Chance.“ Die Suche nach einem passenden Platz für das neue Schild erinnert an die Kreuzigung Jesu Christi. Der Kurort ähnelt Jesu Kreuzigungsort Golgota, da er ebenso auf einer Berghöhe liegt. Es wird mit einem „Totenkopf“-Schild zusätzlich eine Verbindung zu Jesus Kreuzigungsort aufgestellt (vgl. Z. 25), da Golgota mit „Schädelhöhe (Mt 27,33) übersetzt werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird die Fragestellung zur Eignung literarischer Texte im Religionsunterricht dargelegt und der methodische sowie inhaltliche Aufbau der Arbeit erläutert.

2. Kurzgeschichten im Religionsunterricht: Dieses Kapitel definiert die gattungsspezifischen Merkmale der Kurzgeschichte und diskutiert die Chancen und Grenzen ihrer Nutzung für religiöse Bildungsprozesse.

3. Saisonbeginn von Elisabeth Langgässer: Der Abschnitt widmet sich der Analyse der Kurzgeschichte, ihrer Symbolik, den biblischen Bezügen sowie der biographischen Kontextualisierung der Autorin.

4. Unterrichtsentwurf zu Saisonbeginn für eine achte Klasse eines Gymnasiums: Hier werden konkrete didaktische und methodische Schritte für eine Unterrichtseinheit entworfen, die eine Auseinandersetzung mit der moralischen Thematik des Textes ermöglichen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Eignung der gewählten Kurzgeschichte für den Religionsunterricht unter Berücksichtigung der kritischen Distanz zum Deutschunterricht.

Schlüsselwörter

Kurzgeschichte, Religionsunterricht, Elisabeth Langgässer, Saisonbeginn, religiöse Symbole, Bibelauslegung, Nächstenliebe, Doppelmoral, Diskriminierung, Holocaust, Nationalsozialismus, Literaturdidaktik, Schulpraxis, Ethik, Christentum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten von Kurzgeschichten im Religionsunterricht, um religiöse Lernprozesse durch literarische Analyse zu fördern.

Welches Werk steht im Zentrum der Untersuchung?

Im Zentrum steht die 1947 veröffentlichte Kurzgeschichte "Saisonbeginn" von Elisabeth Langgässer.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie durch die Analyse literarischer Texte religiöse Deutungskompetenz gestärkt und eine kritische Auseinandersetzung mit ethischen Themen ermöglicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche und theologische Analyse angewandt, um biblische Bezüge und Symbole innerhalb der Kurzgeschichte zu identifizieren und didaktisch aufzubereiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Merkmale der Gattung Kurzgeschichte, die religiöse Symbolik in Langgässers Text sowie deren biographischen Hintergrund und mündet in einem konkreten Unterrichtsentwurf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kurzgeschichte, religiöse Symbole, Diskriminierung, Nächstenliebe und Literaturdidaktik geprägt.

Wie interpretieren die Schüler die religiöse Symbolik?

Durch den Vergleich der Inschrift auf dem Verbotsschild mit der Inschrift auf dem christlichen Wegkreuz ("J.N.R.J.") werden die Schüler dazu angehalten, die Diskrepanz zwischen christlichem Anspruch und der gelebten Diskriminierung im Nationalsozialismus zu erkennen.

Welche Rolle spielt die Biographie von Elisabeth Langgässer?

Ihre Biographie verdeutlicht ihre kritische Haltung gegenüber dem NS-Regime und dem Verhalten der Kirche, was ihre literarische Verarbeitung von Judenfeindlichkeit in "Saisonbeginn" legitimiert und vertieft.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kurzgeschichten im Religionsunterricht. Elisabeth Langgässers "Saisonbeginn"
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für katholische Theologie)
Veranstaltung
Lyrik, Märchen, Romane und mehr - Die Arbeit mit Literatur im Religionsunterricht
Note
1,7
Autor
Elisabeth Esch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
25
Katalognummer
V230867
ISBN (eBook)
9783656465768
ISBN (Buch)
9783656466369
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Literatur im Religionsunterricht Kurzgeschichten im Religionsunterricht Kurzgeschichte Langgässer Saisonbeginn Biographie Langgässer Merkmale Kurzgeschichte Religiöse Symbole Unterrichsentwurf didaktische Impulse methodische Impulse literarische Texte im Religionsunterricht Gotteserzählungen Produktiv Produktionsorientiert Erzählung Analyse Interpretation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elisabeth Esch (Autor:in), 2013, Kurzgeschichten im Religionsunterricht. Elisabeth Langgässers "Saisonbeginn", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230867
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Leseprobe aus  25  Seiten
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