Politische Maßnahmen zur demographischen Entwicklung in Indien.


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013
17 Seiten, Note: 2,4

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politische Umgebung

3. Definition des demographische Umschwungs/Entwicklung

4. Bevölkerungspolitische Maßnahmen
4.1 Verbesserte medizinische Versorgung
4.2 Konzentration auf Bildung
4.3 Bildung und Stand der Frau
4.4 Erstes politisches Programm zu Reduktion der Fertilitätsrate
4.5 Sterilisationsmaßnahmen
4.5 Von Familienplanung zur Familienwohlfahrt
4.6 Der Kairoer Aktionsplan von 1994
4.7. „National Population Policy 2000“

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Bevölkerungspyramiden Indien

Abb. 2: Lebenserwartung bei Geburt

1. Einleitung

Indien ist heute mit einer Einwohnerzahl von ca. 1,24 Milliarden Menschen, das bevölkerungsreichste Land der Erde, direkt nach China.[1] Prognosen zeigen, dass Indien ca. 2030 China überholt haben dürfte und damit das bevölkerungsreichste Land der Erde wird.[2] Der Grund für diese enorme Bevölkerung und deren anhaltenden Wachstum sind eine hohe Geburtenraten bei einer stetig sinkenden Sterberate.[3] Obwohl Indien immer moderner wird, gerade in Städtischen Regionen, hat Indien es noch nicht geschafft die gesamte Fertilitätsrate im Land zu sen- ken. Hauptsächlich besteht das Problem der hohen Fertilitätsra- te im Norden Indiens sowie in weiteren teilen der ländlichen Regionen in denen auch noch Traditionen eine größere Rolle spielen.[4] In den ländlichen Regionen ist der Stand der Frau auch noch erheblich niedriger als in den Städten.[5] Dies führt dazu, dass Mädchen unerwünscht geboren werden und als Konsequenz nicht so viel Wert auf deren Ausbildung gelegt wird. Dabei könnte die gebildete Frau ein Schlüsselfaktor für eine niedrigere Fertilitätsrate darstellen.[6]

Seit 1947 ist Indien unabhängig und hatte damals eine Bevölke- rung von 345 Millionen.[7] Schon zu dieser Zeit erkannte die Re- gierung die Probleme, die mit einer hohen Einwohnerzahl und einer Fertilität von sechs Kindern pro Frau einhergehen. [8]

Die Regierung bemühte sich im 20 Jahrhundert die Fertilitätsra- te mit Hilfe von politischen Maßnahmen zu senken. Jedoch zeigten diese Maßnahmen nicht immer Erfolg. Dennoch waren die Bemühungen nicht umsonst, denn die Fertilitätsrate wurde auf drei Kinder pro Frau gesenkt.[9]

Jedoch ist eine hohe Fertilitätsrate alleine noch nicht als Prob- lem zu bezeichnen. Das Problem der Bevölkerungsexplosion kam auf, als die medizinische Versorgung besser wurde. Indien schaffte es die Sterberate von 38 auf 8 pro Tausend Menschen bis zum Jahr 2001 zu senken.[10] Dies war durch eine verbesser- te medizinische Versorgung der Menschen möglich.[11]

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den politischen Maßnahmen und deren Auswirkungen, die seit 1948 ergriffen wurden um das Bevölkerungswachstum zu senken. Vorerst wird das politi- sche Umfeld in Indien geklärt, um zu verstehen, warum und vor allem welche Maßnahmen zum senken der Bevölkerung einge- setzt wurden. Danach wird erklärt was Demographischer Um- schwung bzw. Entwicklung bedeutet und welche Maßnahmen über die Zeit getätigt wurden.

2. Politische Umgebung

Indien erlangte am 15. August 1947 die Unabhängig von Großbritannien. Der erste Ministerpräsident Indiens war Jawaharlal Nehru. Nehru`s Politik wandelte Indien 1950 in eine parlamentarische Demokratie, die somit die größte Demokratie der Welt wurde. Nehru war Sozialist, dies prägte auch die Indische Regierung. Nehru behielt, durch mehrere Wiederwahlen, sein Amt bis zu seinem Tod im Jahre 1964.[12]

Indien blieb bis auf die Jahre 1975 und 1976 eine Demokratie. Indira Gandhi, die Nachfolgerin von Nehru, erhob von 1975 bis 1976 eine Notstandsregierung, um ihre Macht zu sichern. In dieser Zeit wurde die Zwangssterilisation, die im weiteren Verlauf der Arbeit genauer beschrieben wird durchgeführt. Aufgrund der Zwangsterilisation kam es zu Unruhen in der Bevölkerung. Daraufhin wurde die Notstandsregierung wieder abgeschafft zu Gunsten einer Demokratie.[13]

Wegen der Enormen Diversität der Bevölkerung existieren viele Parteien. Zu den größten Parteien gehören der „Indische Natio- nalkongress (INC) und die Bharatiya Janata Party (BJP). Je- doch schafft es bis dato keiner dieser Parteien eine absolute Mehrheit zu erlangen. Somit bilden sich Regierungen in Indien nur durch eine Koalition mit mehreren Parteien. Aufgrund des- sen ist die Gesetzgebung langsam. Denn viele Parteien in einer Koalition führen zu einem hohen Verhandlungsrisiko.[14] Zudem konkurriert die Landesregierung mit der Bundesregierung in fragen zu Arbeits- und Familienrecht. Die Rechtsgewalt über Gesundheit und Erziehung haben dabei komplett die Länder. Deshalb besteht die Möglichkeit, dass Gesetze die auf Bundes- ebene beschlossen werden und in den Ländern nicht übernommen werden.[15]

Insgesamt wird die Indische Politik auch immer wieder der Korruption beschuldigt. Indien erreichte im „corruption perceptios index“ von der Transparancy International Organisation den Rank 94 von 176 (2012)[16].

3. Definition des demographischen Umschwungs/Entwicklung

Der demographische Umschwung beginnt mit der Senkung der Sterberate. Darauf folgt die Senkung der Geburtenrate.[17] Das heißt, dass die Bevölkerung älter wird, wohingegen immer we- niger Menschen geboren werden. Dabei spielen zwei Faktoren eine wichtige Rolle. Zum eine die Fertilitätsrate also die Gebur- ten pro Frau und die Sterberate. Die Fertilitätsrate und die Ster- berate sind die beiden wichtigsten Faktoren in dieser Arbeit um zu Erläutern, welche Auswirkungen die Politischen Maßnahmen hatten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Gans/Mistelbacher, 2009 S. 2f.

[...]


[1] Vgl. Statistisches Bundesamt (2011): S. 2.

[2] Vgl. Rose/Grupe (2009): S. 73.

[3] Vgl. Haub (2009): S. 1.

[4] Vgl. Rothermund (2008): S. 228f.

[5] Vgl. Rothermund (2008): S. 222.

[6] Vgl. Stang (2002): S. 85.

[7] Vgl. Holtbrügge/Friedmann (2011): S.10.

[8] Vgl. Rothermund (2008): S. 220.

[9] Vgl. Haub (2009): S. 1.

[10] Vgl. Rothermund (2008): S. 220f.

[11] Vgl. dsb.,S. 220f.

[12] Vgl. Rose/Grupe (2009): S.31f.

[13] Vgl. Rothermund (2008): S. 223.

[14] Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) (2007): S. 26ff.

[15] Vgl. bpb (2007): S. 26ff.

[16] Vgl. Transparency International (2012)

[17] Vgl. Rothermund (2008): S. 220.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Politische Maßnahmen zur demographischen Entwicklung in Indien.
Note
2,4
Autor
Jahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V230941
ISBN (eBook)
9783656465461
ISBN (Buch)
9783656466253
Dateigröße
639 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Indien, Demographie, Emerging Markets, Politische Maßnahmen, Politik, Demographischer Umschwung, Demographisch, Rahmenbedingungen, Entwicklung, Frauen, Bildung, Medizinische Versorgung, Infrastruktur
Arbeit zitieren
Peer Steinmann (Autor), 2013, Politische Maßnahmen zur demographischen Entwicklung in Indien., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230941

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