Diese Arbeit beschäftigt sich im dem komplexen Thema der Lexikologie. Es
wird darauf eingegangen, welche Möglichkeiten und Ansätze zur Strukturierung des Wortschatzes einer Sprache theoretisch möglich sind.
Die Arbeit gliedert sind in vier wesentliche Teile der theoretischen
Auseinandersetzung zum einen die formale Einteilung des Wortschatzes, des
Weiteren die stilistische sowie die semantische Einteilung. Diese drei Kapitel
werden um ein weiteres Kapitel „Fremd- und Lehnwortschatz“ ergänzt. Da sich
die Strukturierung nicht gerade als einfach erweist, wird abschließend auf einige
grundsätzliche Probleme, die bei der Strukturierung des Wortschatzes entstehen,
eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Lexikologie
2. Der Wortschatz
3. Die Klassifizierung
3.1 Einteilung von Christof Heinz
3.2 Einteilung von Thomas Bruns:
4. Die formale Einteilung
4.1 Nach grammatischen Kriterien: Wortarten
4.2 Nach derivativen/lexikalische Kriterien: Wortfamilien, abgeleitete, nicht abgeleitet, präfigiert/suffigiert
4.2.1 Kategorie – präfigiert/suffigiert
4.2.2 Die Wortfamilie
5. Die stilistische Einteilung
6. Semantische Einteilung
6.1 Polysemie und Homonymie
6.2 Synonymie und Antonymie
6.3 Paronymie
6.4 Hyponymie und Hyperonomie
7. Der Fremdwortschatz, Lehnwortschatz und Etymologie
7.1 Fremdwortschatz
7.2 Lehnwortschatz
8. Probleme bei der Einteilung nach Heinz
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Disziplin der Lexikologie und untersucht die theoretischen Möglichkeiten und Ansätze zur Strukturierung des Wortschatzes einer Sprache. Ziel ist es, einen Überblick über verschiedene Klassifizierungsmodelle zu geben, die Komplexität dieser linguistischen Aufgabe aufzuzeigen und die Herausforderungen bei der systematischen Einordnung lexikalischer Einheiten zu verdeutlichen.
- Formale, stilistische und semantische Einteilungsmöglichkeiten des Wortschatzes
- Die Rolle von Fremd- und Lehnwörtern in der lexikalischen Struktur
- Grundlagen der Wortbildung und Wortfamilien
- Herausforderungen bei der Einordnung von Phraseologismen und Synsemantika
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Kategorie – präfigiert/suffigiert
„Die morphologische Wortbildung (Derivation) ist die Wortbildung im engeren Sinne; sie ist das am meisten grammatikalisierte und konsequenteste System der Wortschatzerweiterung durch Anführung von Affixen an den Wortstamm: Präfixe stehen davor, Suffixe danach; nach der Kombination von Prä- und Suffixen kommt vor:
Präfixe kommen […] besonders bei Verben vor: под-писать, при-нести, раз-делить, за-казать, найти; seltener bei Substantiven, Adjektiven und Adverbien: при-город, под-полковник, анти-фашист; под-желудочный, не-легальный; без-радостно, на-крепко; kombiniert prä- und suffixal: под-стаканник, При-мор-ье, раз-бежать-ся.
Suffixe sind meist wortartspezifisch, vgl. z.B: Substantive: нов-ость, един-ство, цел-ина, куп-ец, трактир-щик; Adjektive: пол-ьск-ий, культур-н-ый, ступен-чат-ый, груб-оват-ый; Verben: достиг-ну-ть, пис-ыва-ть, тоск-ова-ть, ноч-ева-ть, брос-и-ть“ (Panzer 1999: 36f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Lexikologie: Einführung in die Disziplin der Lexikologie, ihre Abgrenzung zu anderen Sprachwissenschaften und verschiedene wissenschaftliche Definitionen.
2. Der Wortschatz: Erläuterung der Beschaffenheit des Wortschatzes als strukturierte Menge und Definition des Begriffs „Wort“.
3. Die Klassifizierung: Überblick über grundlegende Klassifizierungsansätze von Christof Heinz und Thomas Bruns.
4. Die formale Einteilung: Untersuchung der formalen Kriterien zur Wortschatzgliederung, wie Wortarten, Derivation sowie die Bedeutung von Wortfamilien.
5. Die stilistische Einteilung: Analyse der Klassifizierung nach Verwendungsart, inklusive Regionalismen, Jargonismen, Argotismen und Termini.
6. Semantische Einteilung: Betrachtung inhaltlicher Kriterien, insbesondere Polysemie, Homonymie, Synonymie, Antonymie, Paronymie sowie Hyponymie und Hyperonomie.
7. Der Fremdwortschatz, Lehnwortschatz und Etymologie: Untersuchung der Einflüsse durch Lehn- und Fremdwörter sowie die etymologische Herkunft der Lexeme im Russischen.
8. Probleme bei der Einteilung nach Heinz: Reflexion über die Grenzen der Klassifizierungsmodelle, insbesondere bei der Einordnung von Phraseologismen und Eigennamen.
Schlüsselwörter
Lexikologie, Wortschatz, Klassifizierung, formale Einteilung, semantische Einteilung, Wortbildung, Derivation, Wortfamilie, Synonymie, Antonymie, Fremdwortschatz, Lehnwortschatz, Phraseologie, Russistik, Linguistik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen Überblick über die Disziplin der Lexikologie und analysiert die verschiedenen theoretischen Ansätze zur Strukturierung des Wortschatzes einer Sprache.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder sind die formale, stilistische und semantische Einteilung von Lexemen sowie die Integration von Fremd- und Lehnwörtern in das linguistische System.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, verschiedene wissenschaftliche Klassifizierungskriterien für den Wortschatz vorzustellen und die Komplexität sowie die auftretenden Probleme bei dieser Strukturierung aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit folgt einer theoretischen Analyse und stellt verschiedene Ansätze der Sprachwissenschaft, insbesondere von Heinz, Bruns, Kubišta und Kuße, gegenüber.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die formale Strukturierung (Wortarten, Derivation), die stilistische Einteilung (Subvarietäten), die semantische Kategorisierung (z.B. Homonymie, Antonymie) sowie die diachrone Betrachtung des Fremdwortschatzes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Lexikologie, Wortschatz, Klassifizierung, Derivation, Semantik und Phraseologie.
Warum ist die Klassifizierung von Synsemantika problematisch?
Wie im Fazit erwähnt, stellt die Einordnung von Synsemantika (geschlossene Wortklassen) in feste Kategorien aufgrund ihrer funktionalen Natur eine besondere Herausforderung für die Lexikologie dar.
Welche Bedeutung haben Eponyme in der lexikalischen Struktur?
Eponyme, die Benennungen nach realen oder fiktiven Personen darstellen, erweitern das Verständnis von Eigennamen und generischen Bezeichnungen und sind insbesondere kulturwissenschaftlich von großem Interesse.
Wie unterscheidet sich Polysemie von Homonymie laut den angeführten Quellen?
Bei der Polysemie besteht ein erkennbarer gedanklicher Zusammenhang zwischen den Bedeutungen, während homonyme Wörter inhaltlich keine Verbindung mehr zueinander aufweisen.
- Arbeit zitieren
- Claudia Fallmann (Autor:in), 2012, Die Lexikologie und ihre Möglichkeiten zur Strukturierung des Wortschatzes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230983