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Der ontologische Gottesbeweis von René Descartes

Title: Der ontologische Gottesbeweis von René Descartes

Term Paper , 2009 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sebastian Silkatz (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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Summary Excerpt Details

In den 1641 erschienenen „Meditationen über die Grundlagen der Philosophie“ stellt René Descartes seine Überlegungen zur Metaphysik dar. In sechs Kapiteln, Meditationen genannt,erläutert der Philosoph, welches Wissen wir als gesichert anerkennen können und liefert so eine Möglichkeit zur Überwindung des Skeptizismus.
Einen besonderen Stellenwert in Descartes’ Methoden haben dabei die Gottesbeweise in den Meditation drei und fünf. Vor allem ersterer liefert in dem Werk eine wichtige Grundlage für die nachfolgenden Argumentationen und Erkenntnisse des Philosophen. Aufgrund der Bedeutung des Gottesbeweis wird sich die folgende Arbeit mit diesen Überlegungen Descartes’ auseinandersetzen.
Das Ziel ist es, eine ausführliche und konkrete Darstellung des Inhalts der Dritten Meditation zu geben sowie parallel dazu die Argumentation des Philosophen aufzuzeigen. Daher widmet sich ein Großteil der Arbeit diesem Schwerpunkt.
Als sinnvoller Zusatz wird zunächst der Stellenwert des Gottesbeweises für die Argumentationsmethode Descartes’in den „Meditationen über die Grundlagen der Philosophie“ dargestellt.
Damit Descartes’ Argumentationen und Ergebnisse richtig bewertet werden können, wird sich ein Kapitel zusätzlich der Kritik und Beurteilung des Gottesbeweises widmen. Darin werden eigene Gedanken, aber auch die anderer Autoren genannt, sodass einerseits eine sorgfältige Bewertung geliefert wird und andererseits die Wirkungsgeschichte des Gottesbeweises angedeutet
werden kann.
Als Ergänzung und Abschluss wird zudem der zweite Gottesbeweis aus der Fünften Meditation kurz dargestellt, um ein Gesamtbild von Descartes’ Überlegungen über die Existenz Gottes zu liefern.
Beschäftigt man sich mit der Sekundärliteratur zu Descartes’ „Meditationen über die Grundlagen der Philosophie“ so muss man feststellen, dass einige Autoren die Dritte Meditation als den ontologischen Gottesbeweis und die Fünfte Meditation als cartesischen Gottesbeweis bezeichnen. Andere Autoren hingegen nutzen die Bezeichnungen entgegengesetzt, wieder andere vermischen sie sogar. Um Missverständnissen vorzubeugen sei hier erklärt, dass die
vorliegende Arbeit der Mehrheit der Autoren folgt und für die Dritte Meditation „Der ontologische Gottesbeweis“ und für die Fünfte Meditation „Der cartesische Gottesbeweis“ als Bezeichnungen verwendet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der ontologische Gottesbeweis

2.1 Einordnung und Bedeutung des ontologischen Gottesbeweises in den „Meditation über die Grundlagen der Philosophie“

2.2 Der ontologische Gottesbeweis

2.2.1 Die Notwendigkeit eines Gottesbeweises: Die Absätze eins bis vier

2.2.2 Die Hinführung zum ontologischen Gottesbeweis: Die Absätze 5 bis 21

2.2.3 Der ontologische Gottesbeweis: Die Absätze 22 – 38

3. Kritik des ontologischen Gottesbeweises

4. Kurze Darstellung des cartesischen Gottesbeweises

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dem ontologischen Gottesbeweis auseinander, den René Descartes in seiner Dritten Meditation entwirft. Das primäre Ziel ist es, die Argumentationsstruktur Descartes' detailliert darzustellen, ihre Bedeutung für die Überwindung des Skeptizismus aufzuzeigen und sie einer wissenschaftlichen sowie philosophischen Kritik zu unterziehen.

  • Stellenwert des Gottesbeweises im Gesamtwerk Descartes'
  • Methodische Hinführung zur Existenz Gottes
  • Analyse der zentralen Prämissen und Konklusionen
  • Kritische Auseinandersetzung mit historischer und moderner Sekundärliteratur
  • Einordnung des zweiten Gottesbeweises aus der Fünften Meditation

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Der ontologische Gottesbeweis: Die Absätze 22 – 38

Wie schon in der Einleitung zu diesem Kapitel betont, stehen die einzelnen Teile der Dritten Meditation nicht allein für sich, sondern sie bauen aufeinander auf. So auch hier bei Descartes eigentlichem Beweis von Gottes Existenz.

In Absatz 22 nimmt der Philosoph die Erkenntnis des vorherigen Abschnitts auf, dass es verschiedenartige Vorstellungen gibt. Diesmal betrachtet er jedoch die Vorstellung von „Gott“. Dieser ist für ihn „eine Substanz, die unendlich, unabhängig, allwissend und allmächtig ist.“ Diese Definition besitzt also einen so enormen Bedeutungsgehalt, wie er unmöglich in einem Menschen vorhanden sein kann. Somit ist es nicht möglich, dass jemand diese Vorstellung aus sich selbst zu erschaffen vermag. Da laut Descartes eine Vorstellung aber eine Ursache braucht, die mindestens ebenso viel Sachgehalt besitzt, muss also ein realer Gott existieren. Denn einzig dieser, in seiner Vollkommenheit, kann eine so umfassende Vorstellung hervorrufen wie Descartes sie in dem genannten Zitat beschreibt.

Der zuvor beschriebene Absatz enthält also schon das Argument und die Erkenntnis, dass es einen Gott gibt. Dies ist ungewöhnlich, da Descartes in den vorgehenden Absätzen zunächst seine Gedanken formuliert und erst zum Ende seiner Argumentationen die jeweiligen Konklusionen nennt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Werk "Meditationen über die Grundlagen der Philosophie" ein und legt den Fokus auf die Bedeutung der Gottesbeweise für Descartes' Erkenntnistheorie.

2. Der ontologische Gottesbeweis: Dieses Kapitel erläutert die Einordnung des Gottesbeweises in das Gesamtwerk und legt die methodische Argumentation in der Dritten Meditation detailliert offen.

3. Kritik des ontologischen Gottesbeweises: Hier wird der Beweis Descartes' einer umfassenden Kritik unterzogen, indem sowohl eigene Bedenken als auch die Argumente namhafter Philosophen angeführt werden.

4. Kurze Darstellung des cartesischen Gottesbeweises: In diesem Kapitel wird ergänzend der Gottesbeweis aus der Fünften Meditation kurz skizziert, um ein vollständiges Bild der cartesischen Gotteslehre zu liefern.

5. Zusammenfassung: Die abschließende Zusammenfassung resümiert die Bedeutung Descartes' für die Überwindung des Skeptizismus und würdigt die bleibende Relevanz seiner Philosophie trotz der historischen Kritik.

Schlüsselwörter

Descartes, Ontologischer Gottesbeweis, Meditationen, Metaphysik, Skeptizismus, Rationalismus, Ideentheorie, Gottesbegriff, Erkenntnistheorie, Vollkommenheit, Ursache-Wirkungs-Prinzip, Kritik, Cartesischer Gottesbeweis, Substanz, Philosophiegeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den ontologischen Gottesbeweis, den René Descartes in der Dritten Meditation seines Werkes "Meditationen über die Grundlagen der Philosophie" entfaltet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die cartesianische Erkenntnistheorie, die Notwendigkeit eines Gottesbeweises zur Sicherung von Wissen sowie die methodische Herleitung der göttlichen Existenz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist eine detaillierte Darstellung und kritische Würdigung der Argumente Descartes' zur Existenz Gottes, um deren Rolle für die Überwindung des Skeptizismus zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine textanalytische Methode, welche die Argumentationsschritte in Descartes' Meditationen Schritt für Schritt nachvollzieht und sie mit philosophischen Gegenargumenten konfrontiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Einordnung, die kleinschrittige Analyse der Gottesbeweis-Absätze sowie eine ausführliche kritische Auseinandersetzung mit Descartes' Prämissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Descartes, Gott, Ontologie, Erkenntnisgewinn, Skeptizismus, Kritik und Vollkommenheit definiert.

Welche Bedeutung misst Descartes der Dritten Meditation bei?

Für Descartes bildet die Dritte Meditation das Fundament für jedes weitere gesicherte Wissen, da die Existenz eines vollkommenen Gottes den radikalen Zweifel an der Wahrnehmung überwindet.

Wie begegnet der Autor der Kritik an Descartes' Behauptung, das Gottesbild sei nicht wandelbar?

Der Autor weist darauf hin, dass historische und individuelle Wandlungen der Gottesvorstellung Descartes' These widersprechen und somit eine zentrale Stütze seiner Argumentation angreifbar machen.

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Details

Title
Der ontologische Gottesbeweis von René Descartes
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Philosophie)
Course
Einführung in die theoretische Philosophie
Grade
1,0
Author
Sebastian Silkatz (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V230985
ISBN (eBook)
9783656473763
ISBN (Book)
9783656474111
Language
German
Tags
gottesbeweis rené descartes ontologisch Meditation Meditationen grundlagen einordnung bedeutung notwendigkeit gott beweis hinführung kritik cartesisch skeptizismus ratonalismus cartesianismus theoretisch philosophie einführung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Silkatz (Author), 2009, Der ontologische Gottesbeweis von René Descartes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230985
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